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January 31, 2016

B.Z. erklärt: Der typische Berliner Linksradikale wohnt noch daheim bei Mutti

B.Z. erklärt: Der typische Berliner Linksradikale wohnt noch daheim bei Mutti

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Veröffentlicht: 17:44, 31. Jan. 2016 (CET)
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Frank Henkel, Berlins Innensenator

Berlin (Deutschland), 31.01.2016 – Der Berliner Verfassungsschutz hat eine neue Studie zu politisch motivierten Gewalttaten aus der linken Szene vorgelegt. Interessant ist dabei das Täterprofil: von 873 Verdächtigen sind 84 Prozent Männer, 72 Prozent sind zwischen 18 und 29 Jahren alt. Der politisch linke Durchschnittstäter ist männlich, 21 bis 24 Jahre alt, und 92 Prozent der Befragten wohnen noch bei den Eltern.

Die Studie trägt den Titel „Linke Gewalt in Berlin 2009-2013“, und die Ergebnisse wurden mit der vorhergehenden Studie „Linke Gewalt in Berlin 2003 bis 2008“ verglichen. Als Schwerpunkte wurden die Stadtteile Nord-Neukölln, Kreuzberg und nördliches Friedrichshain ausgemacht, in denen viele Linksradikale wohnen und auch Taten verüben. Berlins Innensenator Frank Henkel erklärte dazu: „Diese Untersuchung soll einen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte über linke Gewalt liefern.“ Insgesamt wurden 1.523 Delikte ausgewertet.

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Wikinews-logo.svg   Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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May 20, 2011

Kriminalstatistik: Straftaten im Internet stiegen 2010 auf neuen Rekordwert

Kriminalstatistik: Straftaten im Internet stiegen 2010 auf neuen Rekordwert

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Veröffentlicht: 19:47, 20. Mai 2011 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 20.05.2011 – Mit rund 225.000 Straftaten im Jahr 2010 erreicht die Kriminalität im Internet einen neuen Rekord. Dies geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2010 hervor, den der deutsche Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am heutigen Freitag der Öffentlichkeit vorstellte. Der neue Rekordwert entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent. Das „Tatmittel Internet“ erfreut sich seit dem Jahr 2010 in der polizeilichen Kriminalstatistik einer eigenen Kennung. Im Jahr 2010 wurden in 15 Bundesländern insgesamt 223.642 Internet-Straftaten begangen (ein Bundesland herausgerechnet).

Bei der Kriminalität im Internet überwiegen Betrugsfälle (81,6 Prozent); in absoluten Zahlen: 182.562 Fälle. Dazu zählen im Einzelnen: Warenbetrug, Warenkreditbetrug, Leistungsbetrug, Computerbetrug und Leistungskreditbetrug. Ein Hauptbetätigungsfeld professioneller Datendiebe ist das Onlinebanking. Die Statistik weist in diesem Bereich einen Anstieg um 11,9 Prozent aus. Dokumentiert sind 19.100 Einzelfälle. Rückläufig war jedoch der Abrechnungsbetrug im Internet (minus 15,0 Prozent). Nur geringfügige Bedeutung kommen Straftaten im Bereich von Urheberrechtsverletzungen zu: 1,7 Prozent. Rückläufig ist die Verbreitung pornographischer Schriften über das Internet, in absoluten Zahlen: 4.655 einzelne Kriminalfälle im Jahr 2010 (2009 gab es hier noch 6.092 Fälle).

Allgemein stieg die Computerkriminalität um 12,6 Prozent auf 84.377 Fälle. Dazu zählen das Ausspähen und das Abfangen von Daten einschließlich der zugehörigen Vorbereitungshandlungen zum Datenklau.

Als besondere Herausforderung bezeichnete Bundesinnenminister Friedrich den Kreditkartenbetrug und kam zu folgender Bewertung der Situation: „Wenn das Netz zu unsicher wird, wird es unbrauchbar.“ In diesem Zusammenhang verwies Friedrich aus seiner Sicht erneut auf die Notwendigkeit der Vorratsdatenspeicherung. Der liberale Koalitionspartner der Union in der Bundesregierung lehnt die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung allerdings ab. Das deutsche Bundesverfassungsgericht hatte die Vorratsdatenspeicherung im März 2010 in der damals geltenden Form gekippt (Wikinews berichtete).

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January 14, 2009

Bundeskriminalamt: Politisch motivierte Kriminalität 2008 gestiegen

Bundeskriminalamt: Politisch motivierte Kriminalität 2008 gestiegen

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Veröffentlicht: 18:13, 14. Jan. 2009 (CET)
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Berlin (Deutschland), 14.01.2009 – Die Anzahl rechtsextrem motivierter Straftaten erreichte im Jahr 2008 ihreren bisherigen Höhepunkt. Damit liegt diese Zahl weitaus höher als die des Linksextremismus im gleichen Zeitraum.

Da die Meldefrist der Landeskriminalämter gegenüber dem Bundeskriminalamt noch bis Ende Januar läuft können sich die Zahlen jederzeit noch erhöhen. Vorläufigen Angaben zufolge wurden für 2008 bisher 18.332 rechtsextreme Straftaten (965 Gewaltstraftaten) und 5.808 von Linksextremen verübte Straftaten (davon 979 Gewaltstraftaten). Insgesamt sei gegenüber dem Vorjahr ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen, der auch die Straftaten im „Rekordjahr 2006“ überbiete, während die Gewalteinwirkung leicht rückläufig sei. Allein für November 2008 wurden 757 rechte Propagandadelikte und 243 Gewalttaten bekanntgegeben. Davon wurden 267 Straftaten der „Hasskriminalität“ zugeordnet, darunter 137 fremdenfeindliche Taten.

Diese Daten gab das Bundesinnenministerium bekannt und bestätigte gleichzeitig gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press einen Bericht der Zeitung „Die Welt“, wonach ein vorbestrafter 21-jähriger Neonazi, sich beim Landgericht Dresden für Anstiftung und Beteiligung bei fremdenfeindlichen Übergriffen im Zuge der Ausschreitungen bei der Fußball-EM verantworten muss.

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August 6, 2007

Statt Kriminaltango – Beschallung mit Opern soll U-Bahnhöfe sicherer machen

Statt Kriminaltango – Beschallung mit Opern soll U-Bahnhöfe sicherer machen

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Veröffentlicht: 21:50, 6. Aug. 2007 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 06.08.2007 – Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) planen, noch in diesem Jahr in Berliner U-Bahnhöfen klassische Musik zu spielen, um Drogenhändler oder Obdachlose zu vertreiben. Die Unternehmenssprecherin Petra Reetz kündigte an, dass zunächst zwei Bahnhöfe mit Ouvertüren italienischer Opern ohne Gesang beschallt werden sollen. Es werde gerade geprüft, welche das sein sollen. Der Versuch kann in zwei bis drei Monaten gestartet werden.

In erster Linie wird auf den psychologischen Effekt gesetzt, dass Obdachlose oder Drogenhändler wie in Hamburg andere Örtlichkeiten aufsuchen, wenn sie dauerhaft klassische Musik zu hören bekommen. Das soll vor allem die Sicherheit der Bahnhöfe erhöhen und dazu führen, dass sich die Fahrgäste sicherer fühlen. Klassische Musik kann auch Fahrgäste beruhigen, die sich nur kurz im Bahnhof aufhalten. Auf mögliche Probleme soll beispielsweise in Form von leiser Musik Rücksicht genommen werden, etwa wenn sich Kioskverkäufer oder Behinderte gestört fühlen.

In München werden zehn Bahnhöfe beschallt. Dort wurden wie in Barcelona und Montreal gute Erfahrungen gemacht. In Hamburg empfanden viele Fahrgäste den Musikeinsatz als positiv, so Hochbahnsprecher Christoph Kreienbaum, auch deshalb, weil die Drogenszene die betreffenden U-Bahnhöfe verlassen habe. Gespielt werden Mozart, Schubert, Brahms, Chopin, Beethoven und Bach, meistens instrumental. Insgesamt wird aus rund 1.800 Stücken gewählt. So ist die Wahrscheinlichkeit niedrig, im Bahnhof beim Vorbeigehen ein Stück mehrmals zu hören. Es gebe sogar Anrufer, die wissen wollten, welches Stück zu einem bestimmten Zeitpunkt gespielt worden sei. Die Interessenten werden an die Düsseldorfer Firma „Muzak Funktionelle Musik“ verwiesen, die zum Muzak-Konzern aus den USA gehört und die Titelauswahl vornimmt.

Die Musik ist in Hamburg ein Mittel, um die Sicherheit zu erhöhen. Mehr Personal, häufigere Bahnhofsreinigungen sowie das rasche Entfernen von Graffiti gehörten laut Kreienbaum auch dazu. Der Berliner Fahrgastverband IGEB wiederholte seine Forderung nach dem Einsatz von mehr Personal in den Berliner U-Bahnhöfen. Die BVG will vor allem Kameras einsetzen und damit schwerpunktmäßig U-Bahnhöfe sicherer machen, da hier die meisten Straftaten verübt werden. In Zukunft werden die Kameraaufnahmen aller 170 Berliner U-Bahnhöfe 24 Stunden gespeichert. Zwei Millionen Euro wird die Nachrüstung der Computer kosten, die die Bilder aufzeichnen, so Betriebsvorstand Thomas Necker.

Alle in Zukunft angeschafften Züge sind direkt mit Kameras ausgestattet, die subjektiv empfundene Sicherheit der Fahrgäste und auch die objektiv messbare Sicherheit werde so gesteigert. Zurzeit werden ausschließlich Bilder auf den 70 Bahnhöfen der Linien U2, U6 und U8 gespeichert. Auf den anderen Bahnhöfen geschieht eine Aufzeichnung nur bei Betätigung der Notrufsäule oder, wenn ein Mitarbeiter die Speichertaste drückt, weil er auf einem Monitor etwas Verdächtiges sieht. Die Auswertung der Polizeistatistik zeigt, dass die Zahl der Straftaten auf den Bahnhöfen gesunken ist. Die Kameras schrecken Straftäter anscheinend ab. Der Hauptabteilungsleiter für Service und Sicherheit dazu: „Wer sich dort heute noch erwischen lässt, ist einfach dumm.“ Die Kameras trügen nachweislich dazu bei, Delikte aufzuklären. Die drei Männer, die im Juni einen Afrikaner ins Koma geprügelt hatten, stellten sich, weil die Polizei durch Veröffentlichung der Kamerabilder einen für die Täter zu hohen Fahndungsdruck erzeugte. Immer häufiger nutzen Polizei und Staatsanwaltschaft die Kameraaufzeichnungen. „Die Zahl ist explosionsartig gestiegen. Anfang des Jahres verzeichneten wir pro Monat 40 bis 50 Anfragen – heute 70 bis 80″, so Reichel.

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April 20, 2007

Weniger Straftaten in Delmenhorst im Jahre 2006

Weniger Straftaten in Delmenhorst im Jahre 2006

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Artikelstatus: Fertig 09:55, 20. Apr. 2007 (CEST)
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Delmenhorst (Deutschland), 20.04.2007 – „Hier sind die Menschen sicher“, resümierte Polizeidirektor Gerd Schütte vom Bereich der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land die Situation in der Stadt Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg für das Jahr 2006. 7570 Straftaten verzeichnet die Polizeistatistik für das Stadtgebiet Delmenhorst. Der Vorjahreswert lag bei 7707 Straftaten. Der Rückgang kam trotz einer steigenden Bevölkerungszahl zustande.

Fahrraddiebstähle liegen mit einem Anteil von rund 20 Prozent an der Gesamtzahl der Delikte an der Spitze. Die Aufklärungsquote ist hier auch besonders niedrig (6,1 Prozent). Durchschnittlich wird knapp die Hälfte aller Delikte aufgeklärt. Besonders erfolgreich war die Polizei bei der Aufklärung schwerer Straftaten wie Mord und anderen Tötungsdelikten sowie bei Raub, Sexualstraftaten, Körperverletzungen und Rauschgiftdelikten. Diese Delikte werden fast zu hundert Prozent aufgeklärt. Stadt und Landkreis Oldenburg liegen in Bezug auf die Zahl verübter Straftaten insgesamt unter dem Landesdurchschnitt von Niedersachsen.

Auf Landesebene wurde mit 603.597 Straftaten ein leichter Anstieg der Zahl verübter Straftaten festgestellt (0,34 Prozent mehr als im Vorjahr). Bei Tötungsdelikten lag die Aufklärungsquote auf Landesebene ebenfalls sehr hoch: bei 94 Prozent.

Polizeidirektor Schütte wies auf eine besondere Charakteristik der in Delmenhorst verübten Strattaten hin. Der Anteil der durch ausländische oder staatenlose Tatverdächtige verübten Strattaten lag mit 22,5 Prozent relativ hoch. Der Intensivierung der Anstrengungen im Bereich der Präventions- und Integrationsarbeit durch alle gesellschaftlichen Gruppen maß er daher einen besonderen Stellenwert zu.

Auf Landesebene lag der Anteil der durch nichtdeutsche Tatverdächtige verübten Straftaten lediglich bei 15,6 Prozent aller Gesamttatverdächtigen. Die absolute Zahl der durch diese Bevölkerungsgruppe verübten Straftaten lag in Niedersachsen bei 36.669. Der Anteil der durch deutsche Tatverdächtige verübten Delikte stieg um 2,3 Prozent an.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Delmenhorst

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October 18, 2006

Anstieg rechtsextremer Gewalttaten in Deutschland

Anstieg rechtsextremer Gewalttaten in Deutschland

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Artikelstatus: Fertig 18:11, 18. Okt. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 18.10.2006 – Nach Aussage des Verfassungsschutzes wurden im Jahr 2005 in Deutschland 15.361 Straftaten verübt, die einem rechtsextremistischen Hintergrund zuzuordnen sind. Hinzu kommt eine weitere, heute bekannt gewordene Information, wonach in den ersten acht Monaten des Jahres 2006 nach einer Statistik des Bundeskriminalamtes insgesamt 8000 Straftaten verübt wurden, die auf das Konto von Rechtsextremisten gehen. Das sind 20 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Aktuelle Zahlen werden vom Bundesinnenministerium monatlich aufgrund einer Regelanfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag veröffentlicht. Seit dem Mai dieses Jahres lagen die Zahlen monatlicher Straftaten mit rechtsextremistischer Motivation jeweils über 1.000. Der Spitzenwert wurde im Juni mit 1.235 registrierten Straftaten dieser Kategorie erreicht. Dabei wurden in diesem Jahr bisher 452 Menschen verletzt. In 19 Fällen wurden Haftbefehle ausgestellt. Rund 17 Prozent der verübten rechtsextremistischen Straftaten haben dabei einen ausländerfeindlichen Hintergrund. Bei der überwiegenden Zahl von Delikten handelt es sich um so genannte Propagandadelikte. 215 Fälle in dem genannten Zeitraum waren fremdenfeindliche Gewalttaten. Der Verfassungsschutz schätzt die Zahl gewaltbereiter Personen in der rechten Szene auf 10.400 Personen (Stand: Ende 2005).

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) reagierte auf die neuen Zahlen mit Kritik an der politischen Führung Deutschlands. Der Gewerkschaftsvorsitzende Konrad Freiberg kritisierte die Haltung der demokratischen Parteien. Diese mieden nach seinen Worten die direkte Auseinandersetzung mit den Neonazis. Stattdessen träfen sie sich zu hochrangig besetzten Gipfelgesprächen. Dies werde, so Freiberg, den Aufschwung der Rechten nicht stoppen. Als Ursache der wachsenden Gefahr von Rechts nannte Freiberg das „kurzsichtige Streichen wichtiger Gelder für Kinder- und Jugendprojekte, der Abbau von Jugendsozialarbeitern und die von vielen klammen Kommunen nahezu wehrlos hingenommene Verwahrlosung von Spielplätzen und Jugendtreffs“. Der GdP-Vorsitzende forderte die Politik dazu auf, „auch Geld in die Hand zu nehmen, um Familien, Kindern und Jugendlichen wieder Angebote machen zu können“.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Deutschen Bundestag, Peter Struck, sowie CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla forderten die Prüfung rechtlicher Maßnahmen gegen rechtsextremistische Organisationen. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), brachte die Forderung nach einem so genannten Demokratiegipfel ins Spiel, in Analogie zum „Integrationsgipfel“ im Kanzleramt. Diese Forderung wird zwischen den im Bundestag vertretenen Parteien jedoch kontrovers diskutiert. So forderte die Vorsitzende der Grünen, Claudia Roth, stattdessen die Förderung „zivilgesellschaftlicher Projekte“.

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  • Kriminalstatistik 2004: Aufklärungsquote über 54 Prozent – Gewalttaten gestiegen (09.06.2005)
  • Portal:Rechtsextremismus
  • Portal:Recht in Deutschland

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July 19, 2006

Bundeskriminalamt meldet Anstieg der organisierten Kriminalität

Bundeskriminalamt meldet Anstieg der organisierten Kriminalität

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Artikelstatus: Fertig 18:05, 19. Jul. 2006 (CEST)
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Wiesbaden (Deutschland), 19.07.2006 – 345 neue Verfahren im Bereich der organisierten Kriminalität (OK) wurden im Jahr 2005 eröffnet, an denen 5.580 neu ermittelte Tatverdächtige beteiligt waren. Damit ist die organisierte Kriminalität nach einer vierjährigen Periode mit rückläufigen Zahlen erstmals wieder gestiegen. Bei den neu durchgeführten Verfahren betrug der Anstieg zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Zahlen legte gestern das Bundeskriminalamt in seinem jährlich vorgelegten Bericht „Organisierte Kriminalität“ für das Jahr 2005 vor.

Den Löwenanteil nimmt dabei der Bereich der Rauschgiftkriminalität mit knapp 35 Prozent ein. In der regionalen Verteilung der Delikte im Bereich der organisierten Kriminalität nimmt dabei das Bundesland Berlin mit 95 von bundesweit 650 OK-Verfahren (inklusive Fortschreibungen von Verfahren aus den Vorjahren) den Spitzenplatz ein, gefolgt von den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (84) und Bayern (81). Das Schlusslicht bildet das Bundesland Bremen mit nur zwei gemeldeten Verfahren. Der durch die organisierte Kriminalität verursachte Schaden betrug im Jahr 2005 688 Millionen Euro. Gemessen an ihrem Anteil an der Schadensumme waren Steuer- und Zollkriminalität und OK-Kriminalität „im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsleben“ (so der verwendete Begriff des BKA) die wichtigsten Bereiche. Das BKA schätzt den wirtschaftlichen Gewinn aus der organisierten Kriminalität auf 842 Millionen Euro. Die höchsten Gewinne wurden mit geschätzten 355 Millionen Euro im Bereich der Rauschgiftkriminalität erzielt.

Aufgeschlüsselt nach der Nationalität der Tatverdächtigen nehmen die deutschen Täter im Bereich der OK den höchsten Anteil mit knapp 41 Prozent ein. Bei den ausländischen Tatverdächtigen stehen Personen türkischer Nationalität an erster Stelle, gefolgt von Italienern und Polen.

Themenverwandte Artikel

  • Kriminalstatistik 2004: Aufklärungsquote über 54 Prozent – Gewalttaten gestiegen (09.06.2005)

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June 9, 2005

Kriminalstatistik 2004: Aufklärungsquote über 54 Prozent – Gewalttaten gestiegen

Kriminalstatistik 2004: Aufklärungsquote über 54 Prozent – Gewalttaten gestiegen

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Berlin (Deutschland), 09.06.2005 – Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) stellte heute die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2004 vor. Insgesamt stieg die Zahl der Straftaten auf ca. 6,6 Millionen (+0,9%) an.

Noch nie habe es eine höhere Rate bei der Aufklärung von Straftaten gegeben, sagte Schily im ZDF. Bei Mord und Totschlag liege die Aufklärungsquote sogar bei 96 Prozent. Bei diesen Schwerverbrechen, aber auch bei der Straßenkriminalität und Diebstahlsdelikten gingen die Zahlen zurück. Massiv gestiegen sei dagegen die Computerkriminalität, hier gab es ein Plus von zwölf Prozent. Eine Zunahme gab es auch bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung (plus fünf Prozent) und beim Betrug (plus sieben Prozent). Insgesamt stieg die registrierte Gewaltkriminalität um 3,5 Prozent auf 211.172 gemeldete Delikte an. Zum Teil sei der Anstieg auf die erhöhte Bereitschaft der Bevölkerung zurückzuführen solche Gewalttaten anzuzeigen. Beunruhigend sei jedoch der Anstieg von sexuellen Nötigungen und Vergewaltigungen um 0,7 Prozent auf 8.831 Fälle.

Die Zahl der tatverdächtigen Kinder sank gegenüber dem Vorjahr um 8,4% auf 115.770. Damit setzte sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort. Bei Jugendlichen stiegen die Zahlen leicht an (+1,1%). Auffällig ist der Anstieg beim Warenkreditbetrug (+12,2%) sowie beim Computerbetrug (24,6%), der in gewisser Weise als die Kehrseite der abnehmenden Zahlen im Bereich der Diebstahlskriminalität zu sehen sei. Hier stehe der Missbrauch der elektronischen Zahlungsmittel an vorderster Stelle.

Die hohen Anstiege im Bereich der Kinderpornographie (Besitz: +68%, Verbreitung +30,4%) seien eine Folge der verstärkten Bemühungen zur Aufklärung dieser Straftaten. So unterstütze das Bundeskriminalamt die verstärkten Bemühungen der Landespolizeien mit einer “Zentralstelle Kinderpornographie”. Der sexuelle Missbrauch von Kindern sei dagegen im Jahr 2004 um 1,1% zurückgegangen. Damit sei der niedrigste Stand seit zehn Jahren erreicht.

Heribert Rech (CDU), der amtierende Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), bewertete die Ergebnisse positiv. Allerdings habe Gewalt “leider Konjunktur” und müsse stärker bekämpft werden.

Schauplatz von Gewalt und Verbrechen sind nach der neuen Statistik vor allem die Großstädte. An erster Stelle stehe hier Frankfurt mit 18.100 erfassten Delikten pro 100.000 Einwohner. Es folgen Berlin (15.928), Bremen (15.781), Hamburg (15.067), Düsseldorf (14.484) und Köln mit 14.307 Delikten. München sei mit 9090 Fällen statistisch gesehen die sicherste deutsche Großstadt. Die hohen Zahlen in den deutschen Großstädten seien zum Teil durch den gestiegenen Druck der Fahnder gegen die Rauschgiftszene zu erklären.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Konrad Freiberg sagte im ZDF, die Gesellschaft sei bei der Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität “mehr gefordert denn je”.

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May 28, 2005

Kriminalität in Dillingen lässt leicht nach

Filed under: Diebstahl,Dillingen,Kriminalstatistik,Themenportal Europa — admin @ 5:00 am

Kriminalität in Dillingen lässt leicht nach

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Dillingen/ Saar (Deutschland), 28.05.2005 – Die Behörden haben die Kriminalitätsstatistik 2004 des Saarlandes bekannt gegeben. Demnach ist Dillingen nicht mehr die Kommune mit den meisten Straftaten pro Kopf.

Nach Angaben des Leiters der Polizeiinspektion Dillingen, Marcellus Kees, hatte Dillingen im Jahr 2004 um 4,3 Prozent weniger Straftaten als 2003. Dillingen hatte seit jeher in der Statistik sehr weit oben gestanden und es wird auch in diesem Bereich bleiben. Dazu trägt die soziale Struktur der Region bei. Die hohe Arbeitslosigkeit und der Umstand, dass viele Saarländer zur Arbeit oder Schule nach Dillingen fahren, bewirkt die Häufung der Straftaten in dieser Stadt. Daher ist der Rückgang aus Sicht der Behörde erfreulich.

Die hohe Ausländerquote in Dillingen sieht Kees nicht als besonderes Problem an. In der Region sind drei oder vier Großfamilien bekannt, die durchs Land fahren und auch in Dillingen Trickdiebstähle begehen. Delikte wie Diebstahl aus Autos machen Kees Sorgen, ebenso wie Taschendiebstähle in Einkaufsläden. Bettelnde Kinder oder Erwachsene, die an Haustüren klingeln, verschaffen sich durch Vorwände Zugang zu den Wohnungen der Bürger. Die Zahl der Diebstähle ist mit 43 Prozent der größte Bereich unter allen Delikten. Zurückgegangen sind allerdings die Autodiebstähle.

Kees sieht in den neuen Statistikzahlen noch keinen Trend für die Zukunft. Die Zahlen können sich sehr schnell ändern. Er fordert daher die Einwohner auf, der Polizei Hinweise auf Straftaten zu geben.

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April 2, 2005

Polizeigewerkschaft fordert Zwangsintegration von Ausländern

Polizeigewerkschaft fordert Zwangsintegration von Ausländern

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Artikelstatus: Fertig 2. Apr. 2005 (CEST)
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Osnabrück (Deutschland), 02.04.2005 – In der Samstagsausgabe der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ hat Konrad Freiberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei gefordert, dass für alle Ausländer, die Empfänger staatlicher Unterstützung sind, eine gesetzliche Pflicht zur Integration bestehen müsse. Neben ausreichenden Deutschkenntnissen müssten ihnen Werte von Demokratie und Kultur vermittelt werden. Auch bei der Suche nach Arbeit, Ausbildung und Wohnung sollten sie unterstützt werden. Sollte die Integration verweigert werden, sollen alle staatlichen Hilfen und Sozialversicherungsleistungen gestrichen werden. Des weiteren müsste es eine gesetzliche Handhabe zur Abschiebung integrationsunwilliger Ausländer geben.

Der Gewerkschaftsvorsitzende wies darauf hin, dass der Ausländeranteil bei Gewaltkriminalität in Deutschland gestiegen sei. Er sehe „ein gewaltbereites ausländisches Proletariat“, das die innere Sicherheit gefährde. Darüberhinaus entstehe eine mittelfristige ökonomische Belastung.

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