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January 24, 2012

Mexikanischer Präsident verkündet Notfallplan wegen extremer Trockenheit

Mexikanischer Präsident verkündet Notfallplan wegen extremer Trockenheit

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Veröffentlicht: 20:11, 24. Jan. 2012 (CET)
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Mädchen aus der indigenen Ethnie der Tarahumara

Mexiko-Stadt (Mexiko), 24.01.2012 – Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gab es in Mexiko nie eine so extrem langanhaltende Trockenperiode wie jetzt. Präsident Felipe Calderón will zwei Milliarden Euro (umgerechnet) für die Bekämpfung der Folgen ausgeben.

Betroffen sind 1300 Gemeinden in 19 mexikanischen Bundesstaaten; vor allem denen im Norden. Seit vielen Monaten fehlt der Regen in diesen Gebieten. Bei einem Besuch in Zacatecas verkündete er: „Keine Familie wird Wasser- oder Lebensmittelmangel erleiden“. In entlegenen Gebieten werden insbesondere indigene Völker durch die Regierung mit dem Notwendigen versorgt.

Das Jahr 2010 war eines der regenreichsten Jahre seit 1958, im letzten Jahr begann die extreme Trockenperiode.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Mexiko
  • Portal:Wetter
  • Portal:Naturkatastrophen

Quellen[Bearbeiten]

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September 16, 2009

Kenia: Über 30 Menschen sterben bei Kämpfen um Wasser

Kenia: Über 30 Menschen sterben bei Kämpfen um Wasser

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Veröffentlicht: 22:41, 16. Sep. 2009 (CEST)
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Lage des Rift Valleys in Kenia

Laikipia District (Kenia), 16.09.2009 – Mehr als 30 Menschen sind gestern im Norden Kenias bei Kämpfen um knappe Wasservorräte ums Leben gekommen, unter ihnen Frauen und Kinder. Dutzende Menschen wurden verletzt. Hintergrund des Konflikts, der im Laikipia District im Rift Valley ausgetragen wurde, ist eine Dürre, von der neben dem Norden Kenias auch die angrenzenden Staaten Sudan und Uganda betroffen sind. Viele Rinder sind bereits der Dürre zum Opfer gefallen, Feldfrüchte sind verdorrt. Dies hat zu einer angespannten Situation geführt. Viele Menschen befinden sich auf der Flucht. Durch eine verstärkte Polizeipräsenz in der Region sollen weitere Zusammenstöße verhindert werden.

In Agenturmeldungen und internationalen Medienberichten wird der Vorfall als Stammeskonflikt dargestellt. So berichtet der BBC-Korrespondent Nur Hassan, Auslöser der gewaltsamen Auseinandersetzung sei ein Angriff von Personen, die zur ethnischen Gruppe der Pokot zählten, auf eine Viehherde, die einer Gruppe Samburu gehörten, gewesen. Nur Hassan macht neben der Dürre die Regierung für die Gewalt mitverantwortlich, der es nicht gelänge, hart gegen illegalen Waffenbesitz vorzugehen. Bereits in der letzten Woche waren bei einem ähnlichen Überfall in der Gegend 15 Menschen getötet worden. Schätzungsweise 100 Familien sind vertrieben worden. Im Laikipia District haben derartige Auseinandersetzung um Weideland und Wasser eine lange Tradition. Durch die aktuelle Dürre hat sich die Lage aber erheblich verschlimmert.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Kenia

Quellen

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August 1, 2006

Sommerdürre: Die Havel fließt rückwärts

Sommerdürre: Die Havel fließt rückwärts

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Artikelstatus: Fertig 23:38, 1. Aug. 2006 (CEST)
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Ketzin (Deutschland), 01.08.2006 – Zu normalen Zeiten fließen bei Ketzin (Havelland) 58 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in Richtung der Mündung des Flusses, in die Elbe. Doch in diesem Sommer ist offenbar alles anders: Am 26. Juli floss die Havel schon zum zweiten Mal innerhalb der letzten zwei Wochen rückwärts, also landeinwärts. Der Wasserstand des Flusses war so niedrig, dass das Elbwasser in die Havel hineinfloss: Mit zwölf Kubikmetern pro Sekunde floss die Havel in die Gegenrichtung.

Die seit Wochen anhaltende Trockenheit hat die Pegelstände im Havelland landesweit sinken lassen. Manche Flüsse sind schon ganz ausgetrocknet. Die Niederschläge in der Region hätten sich jedoch seit Jahren verringert, sagte Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes (LUA). Die Trinkwasserversorgung Brandenburgs sei jedoch noch nicht gefährdet, da das Trinkwasser in großer Tiefe gewonnen werde. Reinhard Reiher, technischer Geschäftsführer des kommunalen Wasserversorgungsunternehmens BRAWAG GmbH, bescheinigt den Brandenburgern einen sehr sparsamen Wasserverbrauch. In Brandenburg liegt der tägliche Trinkwasserbedarf bei 11.000 bis 12.000 Kubikmeter Wasser, das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 90 Litern Wasser pro Tag. Die Bevölkerung in Brandenburg verhalte sich sehr wassersparend. Der Bundesdurchschnitt beim Pro-Kopf-Wasserverbrauch liegt bei 130 Litern pro Tag. Langfristig ließen sich jedoch Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung nicht ausschließen. So sagte eine Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung in 50 Jahren eine erhebliche Verschlechterung der Wasserversorgung voraus. Niederschläge und in ihrer Folge die Grundwasserstände seien im Sinken begriffen.

Quellen

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July 21, 2005

Niger: 800.000 Kinder vom Hungertod bedroht

Niger: 800.000 Kinder vom Hungertod bedroht

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Artikelstatus: Fertig
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New York (Vereinigte Staaten) / Niamey (Niger), 21.07.2005 – Die Vereinten Nationen haben auf die alarmierende Situation in dem afrikanischen Land hingewiesen. 30 Millionen US-Dollar werden nach Ansicht der UN gebraucht, um eine Katastrophe zu verhindern.

Nach UN-Angaben müssen 2,5 Millionen Menschen in Niger mit weniger als einer Mahlzeit pro Tag auskommen. Die Ernährungskrise ist eine Folge der letztjährigen Trockenheit und der Heuschreckenplage, die dieser Trockenheit folgte. Das UN Welt-Ernährungsprogramm (WFP) verdreifachte die Zahl der Menschen, die unmittelbare Lebensmittelhilfe benötigen, sagte das UN-Büro für die Koordination von Humanitären Fragen (OCHA).

Bereits vor zwei Monaten hatte der Sekretär des WFP, Jan Egeland, Niger „die Nummer eins der vergessenen und nicht beachteten Notfälle in der Welt“ genannt. Unmittelbar gefährdet seien Kleinkinder. 40 Prozent der Kinder sind chronisch unterernährt, weil durch Dürre und Heuschreckenplage fast die gesamte Ernte vernichtet wurde. Nach Schätzungen der UNICEF leiden 150.000 Kinder und Jugendliche bereits unter Hungersymptomen. Nicht-UN-Organisationen wie die Ärzte ohne Grenzen (MSF) berichten über eine dreimal so hohe Frequentierung ihrer Nahrungsmittelausgabe-Stellen wie im letzten Jahr.

WFP-Direktor Gian Carlo Cirri sagte in der letzten Woche: „Die internationale Gemeinschaft kann es nicht zulassen, dass Niger als ‘durch Armut verflucht’ behandelt wird – wir haben die Möglichkeiten, eine Änderung herbeizuführen und wir müssen diese Möglichkeiten dringend mobilisieren.“

Spendenaufruf

UNICEF bittet um Spenden für die Not leidenden Kinder in Niger:

Stichwort „Niger“
Unicef-Spendenkonto: 300.000
Bank für Sozialwirtschaft: BLZ 370 205 00

oder Spendentelefon: 0137/300 000

Themenverwandte Artikel

Quellen

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