Deutscher Buchpreis 2009: Jury gibt Finalisten bekannt

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Veröffentlicht: 22:43, 16. Sep. 2009 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 16.09.2009 – Die Jury des Deutschen Buchpreises 2009 hat heute sechs Romane für die Shortlist nominiert. Einer der Romane aus der Reihe dieser Finalisten wird am 12. Oktober 2009 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse mit dem Preis ausgezeichnet. Der Deutsche Buchpreis ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Autoren der Titel, die für die Shortlist ausgewählt wurden, erhalten 2.500 Euro.

Die siebenköpfige Jury, der vornehmlich Literaturkritiker angehören, hat laut einer heute veröffentlichten Pressemitteilung einen ganzen Tag lang über die Werke diskutiert und sich letztlich auf folgende Romane geeinigt (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Rainer Merkel: Lichtjahre entfernt (S. Fischer, März 2009)
  • Herta Müller: Atemschaukel (Hanser, August 2009)
  • Norbert Scheuer: Überm Rauschen (C. H. Beck, Juni 2009)
  • Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2009)
  • Clemens J. Setz: Die Frequenzen (Residenz, Februar 2009)
  • Stephan Thome: Grenzgang (Suhrkamp, August 2009)

Zuvor hatte die Jurymitglieder in den letzten fünf Monaten insgesamt 154 Titel gesichtet, die zwischen dem 1. Oktober 2008 und dem 16. September 2009 erschienen sind. Hieraus wurde zunächst eine Longlist erstellt, aus der wiederum die heutige präsentierten sechs Finalisten ausgewählt wurden. In den Medien wird Herta Müllers Roman „Atemschaukel“ als Favorit gehandelt. In einer dpa-Meldung wird dies damit begründet, dass sie die namhafteste Autorin auf der Shortlist sei. Außerdem habe es in den vergangenen Monaten überschwängliche Kritiken für ihren Roman gegeben. Nicht desto weniger gab es in den vergangenen Jahren immer wieder überraschende Entscheidungen bei der Preisvergabe.

Die nicht in der Jury vertretene Literaturkritikerin Sigrid Löffler kritisierte im Deutschlandradio Kultur die aus ihrer Sicht zu kommerzielle Ausrichtung des Deutschen Buchpreises. Ihrer Meinung nach wird nicht der beste deutschsprachige Roman des Jahres ausgezeichnet, sondern der bestverkäufliche Roman.

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Quellen