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October 6, 2009

Nobelpreis für Physik für „die Meister des Lichts“

Nobelpreis für Physik für „die Meister des Lichts“

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Veröffentlicht: 18:44, 6. Okt. 2009 (CEST)
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Moderner CCD-Chip

CCD-Chip in einer Digitalkamera

Video der Pressekonferenz zur Preisverleihung an die Preisträger für Physik 2009

Stockholm (Schweden), 06.10.2009 – Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die US-Wissenschaftler Charles Kao, Willard S. Boyle und George E. Smith. Sie werden für ihre bahnbrechenden Leistungen auf dem Gebiet der Glasfaser- und Halbleitertechnik ausgezeichnet. In der Begründung des Nobelkomitees werden die drei Wissenschaftler als „Meister des Lichts“ bezeichnet. Der von Boyle und Smith entwickelte CCD-Chip bildet die Grundlage der heutigen Digitalfotografie. In jeder Digitalkamera steckt so ein kleiner optischer Sensor, dessen Pixelzahl als ein Qualitätskriterium heutiger Digitalkameras jedem Fotoenthusiasten geläufig ist. Lichtimpulse werden in digitale elektrische Signale umgewandelt und können so schnell in Helligkeitswerte umgerechnet werden. Auch in der Wissenschaft führte diese technologische Revolution zu wesentlichen Fortschritten, so in der Medizin und Astronomie. In den modernen Weltraumteleskopen verrichten CCD-Chips ihren Dienst. In der Medizintechnik war es durch den Einsatz der lichtempfindlichen CCD-Chips möglich, die Strahlenbelastung für Patienten zu reduzieren. Auch die Endoskopie nutzt sowohl Glasfaser als auch die CCD-Technik zur Gewinnung von Bildinformationen aus dem Innern des menschlichen Körpers. Dritter im Bunde der Nobelpreisträger ist der chinesisch-britische Physiker Charles K. Kao, der die Hälfte des Preises für seine Arbeiten zur Nutzung von Glasfaserkabeln für die schnelle Datenübermittlung erhält. Diese Technologie trug wesentlich zu der rasanten Entwicklung des Internets bei. Die wissenschaftliche Erforschung von Lichtwellenleitern begann in den 1960-er Jahren. Hauptproblem war damals die Unreinheit der Glasfasern, die einen Lichtwellentransport über größere Entfernungen als einen Kilometer durch das entstehende Bildrauschen unmöglich machte. Kao war es gelungen, neuartige Glasfasern zu entwickeln, die es fortan ermöglichten, mit Hilfe von Lichtfasern Informationen über sehr große Entfernungen zu übermitteln.

Die Preise werden am 10. Dezember durch den schwedischen König verliehen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nobelpreise

Quellen

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Nobelpreis für Physik im Jahr 2009“.

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September 1, 2005

San Marino widmet „2-Euro-Gedenkmünze“ dem „Internationalen Jahr der Physik 2005“

San Marino widmet „2-Euro-Gedenkmünze“ dem „Internationalen Jahr der Physik 2005“

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San Marino (Stadt) (San Marino), 01.09.2005 – Anlässlich des „Internationalen Jahres der Physik 2005“ bringt der südeuropäische Staat San Marino eine „2-Euro-Gedenkmünze“ auf den Markt. Das „Internationale Jahr der Physik 2005“ wird alljährlich von der UNESCO ausgerufen. Die Münze erscheint im Oktober 2005 in einer Auflage von 130.000 Exemplaren.

Der Entwurf der Münze zeigt Galileo Galilei, einen der bedeutendsten Naturwissenschaftler aller Zeiten. Er lebte von 1564 bis 1642. Eine seiner Hauptwirkungsstätten war Oberitalien nahe San Marino. Galilei wird die Begründung der neuzeitlichen Physik zugeschrieben. Er entwickelte eines der ersten Fernrohre, auch dieses ist auf der Münze abgebildet.

Der Graphiker des Münzentwurfs hat in das Motiv Galileis Elektronen-Flugbahnen verflochten. Sie werden bei der schematischen Darstellung eines Atoms üblicherweise verwendet. Mit dem historischen Motiv in Verbindung mit dem Atom wird auf der Münze die gesamte Bandbreite der Physik-Wissenschaft dargestellt.

Die Münze weist im inneren Kern eine goldfarbene Fläche auf. Unter der Landesinschrift San Marino ist der Text: „ANNO MONDIALE DELLA FISICA“ sowie die Jahreszahl „2005“ zu finden. Der Text bedeutet: „Weltjahr der Physik“.

Euro-Gedenkmünzen gibt es erst seit kurzer Zeit seit der Euro-Umstellung 2001. Somit ist die Herausgabe der 2-Euro-Münze aus San Marino für Sammler eine willkommene Ergänzung.

Quellen

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