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August 24, 2016

Gesetzgeber plant neue Maßnahmen im Bereich der Prostitution

Gesetzgeber plant neue Maßnahmen im Bereich der Prostitution

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Veröffentlicht: 12:28, 24. Aug. 2016 (CEST)
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Kondom mit der Geschmacksrichtung „Banane“

Bremerhaven (Deutschland), 24.08.2016 – Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Prostitutierten in Deutschland auf 200 000, anderen Untersuchungen zufolge sollen es bis zu 500 000 sein. Dabei ist die Fluktuation sehr hoch. Jedes Jahre kommen schätzungsweise 50 000 neue hinzu, zugleich steigen aber auch etwas genausoviele auch wieder aus. Seit 2001 gilt Prostitution hierzulande nicht mehr als sittenwidrig, und 2002 wurden die gesetzlichen Kranken- und Sozialversicherungen für diese Tätigkeit geöffnet.

Gleichwohl ist die Kriminalität auf diesem Gebiet hoch. Insbesondere die Zwangsprostitution ist ein häufig verfolgter Straftatbestand. Hierzu hieß es in einer soziologischen Untersuchung im Jahre 2012: „Im Vergleich zur bisherigen administrativen Regulation der Prostitution kann diese staatsfeministisch inspirierte Machttechnologie als entscheidender sozialpolitischer und juristischer Paradigmenwechsel betrachtet werden. Die Rollen in diesem gesellschaftlichen Drama sind in Gestalt des Freiers als männlicher (Gewalt-)Täter und der Sexarbeiterinnen als hilfloses weibliches Opfer unwiderruflich festgelegt.“

Strafverfahren wegen sexueller Ausbeutung sind sehr zeitraubend und für alle Beteiligten psychisch belastend. Wie weit die Ausbeutung gehen kann, zeigt ein Fall in Bremerhaven, der gegenwärtig beim Landgericht verhandelt wird. Es geht darum, dass zwei junge Frauen zur Prostitution gezwungen wurden, teilweise sollten sie mit den Freiern ohne Kondom verkehren, die Kundschaft wurde mit Dumpingpreisen ab 15 Euro umworben.

Ein neues Prostituiertenschutzgesetz soll am 1. Juli 2017 in Kraft treten. Es sind weitreichende Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit geplant. Auch die Freier können sich in Zukunft strafbar machen, wenn sie zum Beispiel die Dienste von Zwangsprostituierten annehmen oder gegen die Kondompflicht verstoßen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Recht

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August 15, 2016

Hausdurchsuchung bei SPD-Politiker in Bremerhaven

Hausdurchsuchung bei SPD-Politiker in Bremerhaven

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Veröffentlicht: 20:01, 15. Aug. 2016 (CEST)
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Patrick Öztürk (SPD)

Bremerhaven (Deutschland), 15.08.2016 – Zwei Vereine in Bremerhaven, die sich angeblich um Integration kümmerten, haben Zuwanderer nach Deutschland geschleust und in Minijobs beschäftigt. Die aufstockenden Zahlungen vom Jobcenter sind zu Unrecht ausgezahlt worden und auf den Konten der Vereine gelandet. Nach bisherigen Erkentnissen sind Sozialleistungen von rund einer halben Million Euro zu Unrecht gezahlt worden. In mehr als 1000 Fällen wurde bulgarischen Zuwanderern fingierte Niedriglohn-Arbeitsverhältnisse bescheinigt.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen, weil der Verdacht besteht, dass die erwirtschafteten Gewinnen im Zusammenhang mit dem Sozialversicherungsbetrug in bar auf das Konto des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Patrick Öztürk aus Bremerhaven eingezahlt wurden. Er war bis 2015 ehrenamtlicher Vorstand des Vereins Agentur für Beschäftigung und Integration e.V. (ABI).

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Bremerhavener SPD-Politiker wegen Sozialbetrug unter Verdacht (29.06.2016)

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June 29, 2016

Bremerhavener SPD-Politiker wegen Sozialbetrug unter Verdacht

Bremerhavener SPD-Politiker wegen Sozialbetrug unter Verdacht

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Veröffentlicht: 10:24, 29. Jun. 2016 (CEST)
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Die Agentur für Arbeit in Bremerhaven 2009

Bremerhaven (Deutschland), 29.06.2016 – Der vor einiger Zeit in Bremerhaven aufgedeckte massenhafte Sozialbetrag beschäftigte mehrfach das Parlament des kleinsten Bundeslandes und die Staatsanwaltschaft. Es ging dabei unter anderem um gefälschte Arbeitsverträge. Inzwischen kam heraus, dass sich bereits im Juni 2015 einige Mitarbeiterinnen hilfesuchend an das Gesundheitsamt und den Gesundheitsdezernenten der norddeutschen Hafenstadt gewandt hätten, weil auffällig viele Zuwanderer in die Beratung kamen. Teilweise mussten Menschen für ein paar Euro im Hafen ohne Gesundheitsschutz arbeiten. Schon damals kam die Frage auf, „inwieweit diese Fälle von strafrechtlicher Relevanz sind“.

Zwei Vereine in Bremerhaven, die sich angeblich um Integration kümmerten, haben nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Zuwanderer nach Deutschland geschleust und in Minijobs beschäftigt. Die aufstockenden Zahlungen vom Jobcenter seien zum Teil auf dem Konto der Vereine gelandet. Nach ersten Erkentnissen seien Sozialleistungen von rund einer halben Million Euro zu Unrecht gezahlt worden. Vorsitzender eines der beiden verdächtigen Vereine ist SPD-Mitglied und Vater eines gegenwärtigen SPD-Bürgerschaftsabgeordneten. Der Sohn wollte sich zu den Vorfällen nicht äußern.

Auch Melf Grantz, seit 2011 Oberbürgermeister von Bremerhaven, und die Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Lückert sind Mitglieder der SPD. Bis auf die Zeit 1995–1999 wird die Stadt Bremerhaven seit 1947 mehrheitlich von der SPD regiert. Gegenwärtig gibt es eine Koalition zwischen SPD (16 Sitze) und CDU (12 Sitze), da die SPD alleine nur noch ein Drittel der 48 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung hat. Das Jobcenter Bremerhaven ist eine von über 300 Institutionen, die von der Agentur für Arbeit und einer Stadtverwaltung – in diesem Fall dem Magistrat Bremerhaven – gemeinsam betrieben werden. Die Seestadt an der deutschen Nordseeküste hatte 2014 unter den 69 größten Städten mit 13 Prozent die höchste Arbeitslosenquote.

Der organisierte Betrug wird inzwischen selbst von der Bremer Regierungspartei SPD beanstandet und führte am 28.04.2016 zu einem entsprechenden Referentenentwurf seitens der Bundesregierung, um die geltenden Regelungen im Sozialgesetzbuch so zu ändern, dass ein Missbrauch nicht mehr in solchem Umfang möglich ist. Dabei wurde festgestelltm, dass es in Deutschland nur wenige vergleichbare Fälle – etwa in Duisburg, Offenbach und Landshut – gibt. Außerdem seien die bisherigen Regelungen für diese finanziellen Unterstützungsleistungen des Staates, soweit EU-Bürger davon betroffen sind, sehr kompliziert.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Betrügereien beim Jobcenter in Bremerhaven aufgedeckt (17.04.2016)

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June 19, 2016

Datenschutzbeauftragte in Bremerhaven wird abgelöst

Datenschutzbeauftragte in Bremerhaven wird abgelöst

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Veröffentlicht: 01:08, 20. Jun. 2016 (CEST)
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Ein Solarkataster sorgte für Streit

Bremerhaven (Deutschland), 19.06.2016 – Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, soll die amtierende Datenschutzbeauftragte in Bremerhaven demnächst abgelöst werden. Insbesondere die SPD als Regierungspartei sei mit ihr unzufrieden. Auch aus der Stadt Bremen kam Kritik. Unstimmigkeiten hatte es zum Beispiel bei der Videoüberwachung gegeben.

Neben dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) auf Bundesebene regeln die Datenschutzgesetze der Länder den Datenschutz in Landes- und Kommunalbehörden. Diese Landesdatenschutzgesetze lassen unterschiedliche Interpretationen in den einzelnen Ländern zu. Seit zwei Jahren sorgt zum Beispiel auch die Auslegung der Datenschutzbestimmungen des SGB X § 75 für heftige interne Diskussionen, weil sich Forscher und Wissenschaftler in ihrer Arbeit behindert sehen. Daten, die zwar nicht unmittelbar mit einer Person zu tun haben, aber Rückschlüsse auf persönliche Verhältnisse erlauben, werden von Datenschützern besonders unter die Lupe genommen. Ein Solarkataster, welches in Bremerhaven bereits seit 2011 den Hauseigentümern Informationen liefert, ob ihr Gebäude für eine Photovoltaikanlage geeignet ist, stieß bei der Einführung für die Stadt Bremen seitens der Datenschutzbeauftragten, die ihren Dienstsitz in Bremerhaven hat, auf Widerstand.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg Portal:Datenschutz

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Originäre Berichterstattung
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April 17, 2016

Betrügereien beim Jobcenter in Bremerhaven aufgedeckt

Betrügereien beim Jobcenter in Bremerhaven aufgedeckt

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Veröffentlicht: 09:41, 18. Apr. 2016 (CEST)
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Flagge Bremerhavens

Bremerhaven (Deutschland), 17.04.2016 – Rund 1250 Leistungsempfänger stehen im Verdacht unrechtmäßige Bezüg erhalten zu haben. Sie haben zum Teil gefälschte Arbeitsverträge als geringfügig Beschäftigte vorgelegt, damit das Jobcenter eine Ergänzung zahlt, bis die Grundsicherung erreicht ist. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft wurde ein Teil des Geldes an zwei Vereine weitergeleitet.

Nach bisherigen Erkenntnisse handelt es sich um eine organisierte Aktion des Vereins „Agentur für Beschäftigung und Integration“ (ABI), der „Gesellschaft für Familie und Gender Mainstreaming“ sowie einer Hausverwaltungsfirma. Aus Dortmund und Duisburg werden ähnliche Fälle gemeldet. Der Verdacht besteht bereits seit 2014. Friedrich-Wilhelm Gruhl, Leiter des Jobcenters in Bremerhaven, ließ Beweise sammeln und stellte dann im Frühjahr 2015 Strafanzeige.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Betrugsfällen im Zusammenhang mit Leistungen der Jobcenter. Dabei waren häufig auch Mitarbeiter der Institution selbst beteiligt. So wurde 2014 aufgedeckt, dass sich eine Mitarbeiterin in Krefeld auf Kosten von Obdachlosen um 60.000 Euro bereichert hatte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Arbeit und Soziales

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April 18, 2015

Großsegler „Alexander von Humboldt“ kommt nach Bremen

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Großsegler „Alexander von Humboldt“ kommt nach Bremen

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Veröffentlicht: 23:30, 18. Apr. 2015 (CEST)
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In einem Werbespot war Joe Cockers Lied „Sail Away“ lange mit dem Bild der Alexander von Humboldt verbunden

Der Großsegler im Jahre 2005 in Bremerhaven

Bremerhaven (Deutschland), 18.04.2015 – Den heutigen Namen Alexander von Humboldt trägt das Segelschiff seit 1988. Nach dem Umbau zu einem Hotel- und Gastronomieschiff auf einer Bremerhavener Werft soll der Großsegler mit dem fast 110 Jahre alten Schiffsrumpf zu einem Liegeplatz in der Innenstadt von Bremen gebracht werden. Am heutigen Nachmittag erreichte das Schiff nach einer Manöverfahrt von rund zehn Stunden zunächst den Europahafen. Im nächsten Jahr geht es dann weiter Richtung City, sobald der vorgesehene Liegeplatz und die entsprechenden Anschlüsse für die landseitige Versorgung mit Wasser und Strom eingerichtet sind. Die Verhandlungen um ein Hotel- oder Kreuzfahrtschiff in der Nähe von Bremens City liefen schon seit einigen Jahren und finden nun damit ihren glücklichen Abschluss. Die Kosten für die Herrichtung des Liegeplatzes, welche zum Teil von der Stadt Bremen getragen werden, belaufen sich auf insgesamt zwei Millionen Euro.

Ursprünglich war der Großsegler als Feuerschiff gebaut worden. Bekannt wurde das Schiff nach seinem ersten großen Umbau 1988 vor allem als Werbeträger für die traditionsreiche Bremer Brauerei Brauerei Beck GmbH & Co. KG und als Teilnehmer bei internationalen Regatten. Zukünftig bietet das Schiff 40 Hotelbetten an Bord und Sitzplätze für bis zu 120 Personen auf dem Deck.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Wirtschaft

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February 19, 2015

IHK Bremerhaven fordert Geheimhaltung bei Forschung und Wissenschaft

IHK Bremerhaven fordert Geheimhaltung bei Forschung und Wissenschaft

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Veröffentlicht: 12:40, 19. Feb. 2015 (CET)
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Die Industrie- und Handelskammer in Bremerhaven

Bremerhaven (Deutschland), 19.02.2015 – Seit zwei Jahren betreiben Transparency International Deutschland e.V, die taz und der Zusammenschluss von Studentenschaften die Internetseite Hochschulwatch, auf der Stiftungsprofessuren, Forschungkooperationen und Sponsoring an den deutschen Hochschulen vorgestellt werden. Diese finanziellen Mittel, die aus Projekten der EU, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Unternehmen oder Stiftungen, aber auch aus staatlichen Forschungsaufträgen stammen, beliefen sich 2012 in Deutschland auf 6,7 Milliarden Euro und tragen damit erheblich zu Wissenschaft und Forschung bei. Ziel von Hochschulwatch ist neben der Information für die Öffentlichkeit auch die Offenlegung möglichen Einflusses der Industrie. Für die Bildungsminister der Länder sind Drittmittel wichtig, wenn es um die Finanzierung der Hochschulen geht. Aufgrund der Staatsverschuldung richtet sich das Augenmerk in einigen Bundesländern auf das Sparpotential an Hochschulen und Universitäten, so dass gerade diese Drittmittel zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Kritiker sehen die Gefahr, dass aus der Veröffentlichung von Informationen über die Drittmittel Rückschlüsse auf den Inhalt von Forschungsvorhaben möglich und damit Betriebsgeheimnisse offengelegt werden. In einer aktuell entfachten Diskussion erklärte Hans-Christoph Seewald, Präsident der Industrie- und Handelskammer Bremerhaven, dazu: „Die Drittmitteleinwerbung wird nicht mehr funktionieren, wenn nicht sichergestellt wird, dass Forschung im Geheimen abgewickelt wird.“

Die Geheimniskrämerei der IHK Bremerhaven hat Tradition: Schon 1882 weigerte sie sich als einzige Kammer im damaligen Preußen, ihre Sitzungsprotokolle dem Staat vorzulegen. Der Anteil der gewerblichen Wirtschaft an den Drittmitteln der Hochschule Bremerhaven ist allerdings gering: 2012 erhielt die Hochschule rund 6,4 Millionen Euro, davon stammten nur knapp 236.000 Euro aus der Wirtschaft, das sind rund vier Prozent. Etwas anders sieht es an der Universität Bremen aus: Hier erreichte der Anteil der Wirtschaft etwa 13 Prozent der im Jahre 2012 eingeworbenen Drittmittel von rund 89 Millionen Euro. Der Bundesdurchschnitt liegt laut Hochschulwatch bei 20 Prozent.

Themenverwandte Artikel

Wikinews-logo.svg   Sparmaßnahmen an deutschen Universitäten (01.02.2015)

Quellen

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February 26, 2013

Unsicherheiten für die Offshore-Windkraft in Bremerhaven

Unsicherheiten für die Offshore-Windkraft in Bremerhaven

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Veröffentlicht: 14:17, 26. Feb. 2013 (CET)
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Bremerhaven (Deutschland), 26.02.2013 – Nach Einschätzung von Experten wirft die Bundestagswahl ihre Schatten voraus und nimmt Einfluss auf die Windenergiebranche: „Zumindest bis dahin herrscht bei Investoren erst einmal Unsicherheit, unter welchen Bedingungen es bei den deutschen Offshore-Windparks weitergeht“, erklärte René Surma, Marketingleiter des Bremerhavener Unternehmens Weserwind. Bremerhaven ist einer der wichtigsten Standorte in Deutschland für die Entwicklung der Offshore-Windkraft. Bisher sind rund 3.000 neue Arbeitsplätze durch die Windkraftindustrie in der Seestadt geschaffen worden. Die Stadt, die mit rund 113.000 Einwohnern zum kleinsten Bundesland Bremen gehört, gilt als Sorgenkind der Republik. Neben dem kontinuierlichen Bevölkerungsschwund um rund 36.000 seit 1968, als fast 150.000 Menschen in der Stadt lebten, stellt auch die Arbeitslosigkeit seit einigen Jahren ein Problem dar. Ihren historischen Höchststand erreichte die Arbeitslosenquote im Januar 1998 mit 22,3 Prozent. Durch die Entwicklung der Hafenwirtschaft sowie neue Beschäftigungsbereiche im Tourismus und der Offshore-Windkraft erholte sich Bremerhaven seit der Jahrtausendwende langsam, im Mai 2012 lag die Arbeitslosenquote bei 15 Prozent – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen.

Im 19. Jahrhundert wurde Bremerhaven zum größten Auswandererhafen Europas, ab 1945 war es Versorgungshafen für die US-amerikanische Besatzungsmacht. Dank eines Vertrages mit Niedersachen konnte Bremerhaven seine Fläche im Jahre 2009 um fast 19 Prozent vergrößern. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau eines Offshore-Terminals speziell für Windkraftanlagen begonnen werden, damit die bis zu 1.000 Tonnen schweren und rund 30 Meter mal 40 Meter großen Bauteile auf Spezialschiffe verladen werden können. Die Baukosten sollten mit Hilfe von Investoren aufgebracht werden, doch dieser Versuch scheiterte, und nun wird das Projekt vom ohnehin bereits verschuldeten Bremer Staat finanziert. Der in Bremerhaven gebürtige Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner (SPD) machte für die gescheiterte Investorensuche die amtierende Bundesregierung verantwortlich.

Robert Howe, Geschäftsführer der Hafenverwaltung bremenports, erklärte jetzt dazu: „Wir brauchen allein an der deutschen Nordseeküste mindestens vier Offshore-Basishäfen, wenn die Pläne der Bundesregierung umgesetzt werden sollen, bis zum Jahr 2030 gut 25.000 Megawatt Leistung in Windparks auf dem Meer installieren zu lassen.“ Gegenwärtig liefern erst drei Offshore-Windparks in Deutschland elektrischen Strom mit einer Leistung bis zu 190 Megawatt. Im Jahre 2010 hatte Großbritannien weltweit die größte installierte Offshore-Kapazität mit 1300 MW. „alpha ventus“, der erste deutsche Offshore-Windpark, hat eine Gesamtleistung von 60 Megawatt, liefert seit Ende 2009 Strom und wurde erst im April 2010 offiziell in Betrieb genommen.

Angesichts der Unsicherheiten in Deutschland über den notwendigen Ausbau der Anschlüsse von Offshore-Windparks an das Elekrizitätsnetz und eine mögliche Absenkung der Einspeisevergütung nach der Bundestagswahl im Herbst 2013 ist aktuell wieder der Abbau von Arbeitsplätzen zu befürchten. Der erste Hersteller, die Siag-Nordseewerke in Emden, der rund 700 Mitarbeiter beschäftigt, musste Insolvenz anmelden. In Bremerhaven droht jetzt einigen Hundert Beschäftigten die Kündigung, die ersten 120 Mitarbeiter verlassen den Rotorblatthersteller Powerblades bis Anfang März, wie Radio Bremen berichtet.

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April 6, 2012

Boykott gegen HRS in Bremerhaven

Boykott gegen HRS in Bremerhaven – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Boykott gegen HRS in Bremerhaven

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Veröffentlicht: 17:20, 6. Apr. 2012 (CEST)
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Blick über Bremerhaven

Bremerhaven (Deutschland), 06.04.2012 – Ein dritter Aufruf zum Boykott und zweiter Boykott traf das Online-Reisebüro Hotel Reservation Service (HRS) in der zweiten Hälfte des März. Nach einem Boykott gegen HRS im Münsterland war der Boykott in Bremerhaven der zweite Boykott gegen HRS.

Die Hotels in der Stadt Bremerhaven müssen bereits eine neue Beherbergungsabgabe im Land Bremen von 2,14 Euro pro Person und Nacht zahlen, und HRS möchte die Provisionszahlungenen der Hotels für seinen Service von dreizehn auf fünfzehn Prozent erhöhen. Die Kritik der Hoteliers wurde auch durch eine Meistbegünstigungsklausel hervorgerufen, die Hotels das Recht verweigert in anderen Buchungskanälen bessere Preise anzubieten. Der europäische Dachverband des Gaststättenwesens HOTREC hatte diese und ähnliche Klauseln bereits im Mai 2011 in einem Positionspapier kritisiert. [1]

Piet Rothe, Hotelbesitzer und der zweite Vorsitzende des Deutschen Hotel-und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Bremerhaven, erklärte, dass in seinen Hotels durch den Boykott das Buchungsvolumen nicht abgenommen, sondern sich lediglich verschoben hätte, booking.com beispielsweise würde auch nur zwölf Prozent Kommission verlangen. Rüdiger Magowsky, Geschäftsführer des Boardinghouse in Jaich, bestätigte die Beobachtung, dass das Volumen der Buchungen nicht abgenommen hätte. Martin Seiffert, Manager des Hotels Haverkamp, ​​erklärte HRS hätte seinem Hotel den Zugang zum System verweigert, weil er am ersten Boykott in Bremerhaven teilgenommen hatte.

Am 15. Februar hat das Oberlandesgericht Düsseldorf HRS in einer einstweiligen Verfügung aufgefordert, seine Meistbegünstigungsklausel nicht durchzusetzen. Bereits am 10. Februar hatte das Bundeskartellamt das Unternehmen wegen Verstoßes gegen §§ 1 und 20 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen abgemahnt. Währenddessen empfahl Markus Luthe, Geschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), ein Hotelwiki als Gelbe Seiten Verzeichnis der Hotellerie zu etablieren.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Hoteliers aus dem Münsterland boykottieren Hotelportal HRS (25.02.2012)
  • Oberlandesgericht Düsseldorf erklärt HRS-Bestpreis-Garantie in einstweiliger Verfügung für nichtig (24.02.2012)
  • Abmahnung für Hotel Reservation Service durch Bundeskartellamt (10.02.2012)
  • Hoteliers rufen aus Protest gegen HRS zur HRS-freien Woche auf (03.01.2012)

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February 5, 2012

Bremerhavener Dirigent in Mexiko entführt

Bremerhavener Dirigent in Mexiko entführt

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Veröffentlicht: 13:33, 5. Feb. 2012 (CET)
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Mitglieder des kolumbianischen Cali-Kartells

Stadttheater Bremerhaven

Bremerhaven (Deutschland) / Matamoros (Mexiko), 05.02.2012 – Am 9. Juli 2011 wurde der Dirigent und Pianist am Stadttheater Bremerhaven Rodolfo Càzares in der Stadt Matamoros in Mexiko mit weiteren 17 Personen aus einem Haus entführt. Viermal wurde bereits Lösegeld gezahlt, zu einer Freilassung kam es nicht. Die Ehefrau Ludivine Càzares wandte sich jetzt in ihrer Verzweiflung an die Öffentlichkeit.

Der Dirigent hatte im Sommer mit seiner Familie einen Urlaub in seiner Heimat Mexiko verbracht. Schwer bewaffnete Männer drangen in das von der Familie bewohnte Haus ein und verschleppten die anwesenden Männer, Frauen und Kinder. Nach drei Tagen wurden die Frauen und Kinder wieder freigelassen. Die Männer befinden sich weiter in der Hand der Entführer, von denen man annimmt, dass sie zu einem der dort mächtigen Drogenkartelle gehören. Seit sechs Monaten gibt es von Càzares, seinem Vater und dem Schwager kein Lebenszeichen mehr. Hoffnung schöpft die Familie, da andere freigelassene Geiseln davon berichten, die Entführten lebend gesehen zu haben. In Mexiko kommt es häufig vor, dass Geiseln von den Drogenkartellen lange festgehalten werden. Im allgegenwärtigen Drogenkrieg werden sie als Druckmittel gegen die Regierung eingesetzt.

Unterstützt wird die Familie der Entführten durch die Organisation „Weißer Ring“, durch die Politik sowie Geschäftsleute aus Frankreich und Deutschland. Der Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz und der Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken haben sich mit einem Hilfeersuchen an die Botschaft gewandt; von dort wurde Unterstützung zugesagt.

Rodolfo Càzares studierte in seiner Heimat Mexiko Klavier, Chor- und Ensembleleitung. Von 2002 bis 2007 war er am Konservatorium in Wien, um das „Handwerk“ der Orchesterleitung zu erlernen. Seit dem Jahr 2008 ist er am Stadttheater Bremerhaven beschäftigt.

Mexikanisches Militär kämpft im Bundesstaat Michoacán (2007)

Im mexikanischen Drogenkrieg kämpfen 50.000 Armeeangehörige und 35.000 Bundespolizisten gegen schätzungsweise 300.000 Angehörige der mexikanischen Drogenkartelle, wobei die verschiedenen Kartelle auch gegeneinander in den Kampf ziehen. Die Kartelle sind mit hochmodernen Schusswaffen, Granatwerfern und Handgranaten ausgerüstet. In manchen Grenzregionen zu den Vereinigten Staaten ist das Gewaltmonopol des Staats faktisch außer Kraft gesetzt. Die Macht haben dort die kriminellen Drogenbosse an sich gezogen.

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