WikiNews de

October 9, 2005

Jakob Maria Mierscheid: Student schrieb Diplomarbeit unter anderem über den bekannten Politiker

Jakob Maria Mierscheid: Student schrieb Diplomarbeit unter anderem über den bekannten Politiker

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 09:50, 10. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Hamburg (Deutschland), 09.10.2005 – Ein Hamburger Student aus dem Fachbereich Design, Stefan Schröter, widmete seine Diplomarbeit seiner großen Leidenschaft: Phantome in Politik und Kultur. Neben bekannten Persönlichkeiten wie Erika Mustermann, Zorro, dem Regisseur Alan Smithee, dem Diplomaten und Ministerialrat Edmund F. Dräcker, Nessie, Jerry Cotton und dem Yeti begeisterte Schröter auch der deutsche Politiker Jakob M. Mierscheid.

Der Student verfolgte in seiner Diplomarbeit die Spuren dieser Phantome. Er hat herausgefunden, dass es bereits seit Jahrzehnten in Deutschland humorvolle Politiker gibt, die dem Spaß eine Chance geben. Mit Geschichten über erfundene Kollegen unterhalten sie ihre Mitmenschen.

Der SPD-Abgeordnete aus Rheinland-Pfalz, Jakob Maria Mierscheid, zieht bereits seit 1979 seine Kreise im Deutschen Bundestag. Seit damals erregt er durch außergewöhnliche Vorschläge für Gesetzesänderungen Aufsehen. Seine Formel für die Berechnung von Wahlprognosen, das so genannte Mierscheid-Gesetz, ist über die Grenzen hinaus bekannt. Als Mierscheid im Sommer 2005 angeblich aus der SPD ausgetreten war und der Linkspartei beitreten wollte, meldeten einige Nachrichtenagenturen diesen Wechsel sogar als politische Information mit Wahrheitsgehalt. Mierscheid selbst war es, der dieses Vorhaben umgehend dementierte.

Schröter bezeichnete die Lebensläufe seiner Hauptpersonen in seiner Diplomarbeit als “Holographie”. Er beschrieb darin Reisen in die Scheinwelten seiner Phantome. Besonders interessierten den Studenten die Entstehungsgeschichten seiner Lieblinge. Um in kein Fettnäpfchen zu treten, hatte Schröter den SPD-Mann Mierscheid angeschrieben. Er bat um Genehmigung, ihn offiziell als Phantom bezeichnen zu dürfen. Die Antwort Mierscheids ließ auch nicht lange auf sich warten. Der Politiker antwortete umgehend per E-Mail. Er gab zur Kenntnis, ihm sei bekannt, dass er von vielen Mitmenschen als fiktive Person angesehen würde. Ihn würde dies jedoch nicht stören, da er hierdurch seine Mitarbeit im Bundestag aus dem Hintergrund sehr wirkungsvoll betreiben könne.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 27, 2005

Jakob Maria Mierscheid: Diesmal versagte auch seine Wahlprognose

Jakob Maria Mierscheid: Diesmal versagte auch seine Wahlprognose

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 17:42, 9. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Berlin (Deutschland), 27.09.2005 – Wahlprognosen sind vor jeder Bundestagswahl täglich in allen Nachrichtenmagazinen zu finden. Doch nicht nur große Meinungsforschungsunternehmen veröffentlichen die Ergebnisse ihrer Umfragen. Auch Privatleute und sogar Phantome geben ihre Meinung bekannt. So geschehen vor der Bundestagswahl 2005.

Nur gab es diesmal einen bemerkenswerten Unterschied. Während in den vergangenen 25 Jahren die Wahlprogrognosen des SPD-Bundestagsabgeordneten Jakob M. Mierscheid immer sehr präzise waren, lag er dieses Mal völlig neben dem tatsächlichen Endergebnis. Doch es erging 2005 nicht nur Mierscheid so, auch große Demoskopie-Institute blamierten sich mit ihren Vorhersagen.

Der Berechnungsmodus der Unternehmen ist derart professionell, dass oft bis auf die Nachkommastelle das exakte Ergebnis vorhergesagt werden kann, Trefferquoten bis zu über 90 Prozent sind möglich. Anders hingegen bei den meisten Privatleuten. Mit wissenschaftlichen Formeln ist deren Berechnungsmodus nicht nachvollziehbar. Vollkommen losgelöst von Meinungsumfragen ermitteln sie das Wahlverhalten der Bevölkerung. Auch sie benutzen Formeln, die den Meinungsforschern jedoch völlig unbekannt sind. Jeder von ihnen hat seine eigene Art und Weise das Ergebnis zu ermitteln.

Dass Jakob M. Mierscheid bei der diesjährigen Wahl nicht das richtige Ergebnis vorhersagen konnte, hat nun doch überrascht. Im Gegensatz zu anderen Einzelpersonen ist seine Formel zur Errechnung des Wahlergebnisses wohl bekannt. Mierscheid berechnet das Wahlverhalten der Bürger anhand des direkten Zusammenhangs zwischen der westdeutschen Stahlerzeugung und dem SPD-Stimmenanteil. Wieviele Stimmen die SPD erhält, errechnet sich laut Mierscheid aus den Indexzahlen der Rohstahlproduktion in Deutschland in den alten Bundesländern. Gemessen wird der Rohstahl in Millionen Tonnen jeweils im Jahr der Bundestagswahl.

Diese Art der Berechnung hatte jahrelang bessere Ergebnisse erbracht als die der Meinungsforschungsunternehmen. So erreichte die SPD im Jahr 1994 ein Ergebnis von 37,5 Prozent bei der Bundestagswahl, während die Hochöfen in Westdeutschland im gleichen Jahr 37,9 Millionen Tonnen Rohstahl bearbeiteten. In den Jahren 1998 und 2002 lag Mierscheid noch näher am tatsächlichen Ergebnis: Seine Differenz zu den Endergebnissen betrug jeweils nur 0,1 Prozent. So wird dieses Jahr die Rohstahlproduktion aller Vorhersehbarkeit nach bei rund 38,5 Millionen Tonnen liegen. Das Ergebnis der SPD lag aber in der Tat nur bei 34,3 Prozent. Noch kurz vor der Wahl war Mierscheid optimistisch und sagte in einem Interview gegenüber der taz sehr selbstbewusst: „Die Demoskopen betreiben Demoskopie, wir reden hier über Gesetzmäßigkeiten.“ Seit der Wahl 2005 ist nun der Ruf Mierscheids in Sachen Wahlvorhersage stark geschädigt.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Mierscheid-Gesetz“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • Spiegel Online: „Alchimisten in der Zahlenküche“ (26.09.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 21, 2005

Jakob Maria Mierscheid: Neuwahlen müssen her

Jakob Maria Mierscheid: Neuwahlen müssen her

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 17:23, 9. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Berlin (Deutschland), 21.09.2005 – Seit den Bundestagsneuwahlen 2005 ist ein Abgeordneter abgängig: Jakob Maria Mierscheid. Von der Öffentlichkeit unbemerkt, ist der beliebteste Politiker Deutschlands seit Sonntag nicht mehr im Bundestag anzutreffen.

Insgesamt gehörte Mierscheid dem Deutschen Bundestag seit 25 Jahren an. Festgestellt wurde das Fehlen Mierscheids anhand der alphabetischen Abgeordnetenliste des 16. Deutschen Bundestages. Mierscheid war laut Medienberichten bis Juli 2005 Mitglied der SPD und sei dann ausgetreten. Er selbst dementierte dies jedoch als Falschmeldung, ebenso sagte er, er wolle im Bundestag verbleiben. Der einzige Weg für Mierscheid, wieder in den Bundestag einziehen zu können, sind jetzt Neuwahlen.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Jakob M. Mierscheid“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 14, 2005

Satiremagazin ermittelt den eifrigsten Zwischenrufer im Bundestag

Satiremagazin ermittelt den eifrigsten Zwischenrufer im Bundestag

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 18:07, 9. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bochum / Hamburg / Berlin (Deutschland), 14.07.2005 – Das Satiremagazin „Helgoländer Vorbote“ hat nach eigener Aussage für die laufende Legislaturperiode den eifrigsten Zwischenrufer im Deutschen Bundestag ermittelt. Mit einem Wert von insgesamt 2.736 ungefragten Wortmeldungen führt der SPD-Abgeordnete Jörg Tauss die Liste an.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen nach Aussage des Satiremagazins die Abgeordneten Wilhelm Schmidt, SPD (1.734 Rufe) und Steffen Kampeter, CDU (1.709 Rufe). Als schlechtester Zwischenrufer wurde Jakob Maria Mierscheid, SPD ermittelt. Nach der Auswertung aller 185 Sitzungsprotokolle des Bundestages stellt die Redaktion des „Helgoländer Vorboten“ weiterhin fest, dass weibliche Abgeordnete deutlich seltener dazwischenrufen als ihre männlichen Kollegen. Nach eigener Aussage begreift sich der „Helgoländer Vorbote“ als Konkurrent des bekannten Satiremagazins „Titanic“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.