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November 5, 2012

Fliegerhorst in Wunstorf wird leiser

Filed under: Airbus,Flugverkehr,Lärm,Veröffentlicht,Wunstorf — admin @ 5:00 am

Fliegerhorst in Wunstorf wird leiser – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Fliegerhorst in Wunstorf wird leiser

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Veröffentlicht: 00:36, 6. Nov. 2012 (CET)
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Das neue Transportflugzeug Airbus A400M ist größer und leiser

Wunstorf (Deutschland), 05.11.2012 – Seit zwei Jahren dröhnen Militärtransportmaschinen vom Typ Transall C-160 im Tiefflug über die niedersächsischen Ortschaften am Steinhuder Meer. Hintergrund ist der Bau einer neuen Landebahn auf dem Fliegerhorst der Bundeswehr in Wunstorf, damit ab 2014 die neuen, größeren und leiseren Transportflugzeuge Airbus A400M eingesetzt werden können. Daher mussten die Flugzeuge während einer Übergangszeit bei Start und Landung einen anderen Weg nehmen. Anfang September landete erstmals eine Maschine des neuen Typs in Wunstorf, die offizielle Freigabe der neuen Start- und Landebahn soll in Kürze erfolgen.

Auch in anderen Städten Deutschlands beschweren sich Flughafenanwohner seit Jahren über den Lärm der alten Transall-Kolosse, die in den 1960er Jahren entwickelt wurden. Bei der Entwicklung und technischen Abnahme des Nachfolgemodells A400M hatte es einige Verzögerungen gegeben. Demnächst sollen 53 Maschinen an die Bundeswehr ausgeliefert werden, so dass der von Wunstorf ausgehende Fluglärm verringert wird.

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February 6, 2012

Petitionsausschuss des Bundestags befasst sich mit Bahnlärm in Bremen

Petitionsausschuss des Bundestags befasst sich mit Bahnlärm in Bremen

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Veröffentlicht: 18:10, 6. Feb. 2012 (CET)
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Gleisbett Strecke Muenchen Wolfratshausen hier im Ort Pullach.JPG

Bremen (Deutschland), 06.02.2012 – Die Menschen im Bremer Stadtteil Walle beklagen sich seit Jahren über fehlenden Lärmschutz an der Haupteisenbahnstrecke, auf der täglich 240 Züge fahren und die insbesondere nachts durch den Güterverkehr mit Containern von und nach Bremerhaven eine Belästigung darstellt.

Von rund 300 Personen wurde eine Petition für „lückenlosen Lärmschutz in Walle“ unterzeichnet, mit der sich jetzt zuständigkeitshalber der Petitionsausschuss des Bundestags befasste. Heute um 13 Uhr versammelten sich Bundestagsabgeordnete, Vertreter der Ministerien und der Deutschen Bahn AG vor Ort, um das Problem zu erörtern, von dem insbesondere Anwohner der Osterfeuerbergstraße betroffen sind. Die Umweltbehörde im kleinsten Bundesland sieht keine Handlungsmöglichkeit, da es sich um eine Eisenbahnstrecke des Bundes handelt. Auf Bundesebene sind die Zuständigkeiten zersplittert: Aufgrund der europäischen Umgebungslärmrichtlinie hatte das Eisenbahnbundesamt im Jahre 2009 Lärmkarten erstellt, auf denen eine mittlere 24-Stunden-Belastung von 65, 70 Dezibel und mehr ausgewiesen ist. Für den Lärmschutz gibt es jedoch nur ein freiwilliges Programm für Wohnhäuser, die vor dem Jahre 1974 errichtet wurden, wobei allerdings bisher nach geltendem deutschen Recht ein sogenannter Schienenbonus beim Lärm von 5 Dezibel berücksichtigt wird, so dass sich ein Wert von 65 rechnerisch auf 60 verringert. Eine gesetzliche Verpflichtung gibt es an der Bahnstrecke, die seit mehr als hundert Jahren betrieben wird, nicht. Eine Lärmschutzwand müsste – wenn sie denn finanziert würde – von einer anderen Institution geplant und gebaut werden: Der DB Projektbau GmbH mit ihrer Niederlassung in Hannover. Die Bürger sehen Lärmschutzfenster nicht als Alternative, da der Einbau Folgen für das Gebäudeklima haben und beispielsweise zu Schimmelbefall an den Innenseiten der Außenwände führen könnte. Nach Angaben des Sprechers der Bürger-Petition, Dietmar Kjesa, müssten zudem die betroffenen Haus- und Wohnungseigentümer auf weitere Ansprüche gegenüber der Bahn verzichten.

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March 18, 2011

Umweltbundesamt lässt Lärmwirkungen untersuchen

Umweltbundesamt lässt Lärmwirkungen untersuchen

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Veröffentlicht: 19:38, 18. Mär. 2011 (CET)
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Bremen (Stadt) (Deutschland), 18.03.2011 – Am 15. März 2011 wurde der Öffentlichkeit ein neues Forschungsprojekt vorgestellt. Der ehemalige Leiter des Bremer Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS), Professor Dr. Eberhard Greiser, erläuterte die von ihm geplante Studie, die vom Umweltbundesamt gefördert wird, während einer Veranstaltung im Presseclub im Schnoor. Eingeladen hatte die Vereinigung zum Schutz Flugverkehrsgeschädigter (VSF).

Greiser hatte im Jahre 2006 am Beispiel des Köln-Bonner Flughafens einen Zusammenhang zwischen nächtlichem Fluglärm und erhöhtem Arzneimittelverbrauch bei Herz- und Kreislauferkrankungen festgestellt. Er begründet die Lärmwirkung mit der Evolution: Früher habe plötzlicher Lärm Gefahr bedeutet. Deshalb würden Stresshormone freigesetzt, damit der Mensch flüchten könne. So sei auch die Wirkung nächtlichen Flugzeugverkehrs zu erklären, der die schlafenden Anwohner eines Flughafens in Aufregung versetze. Dadurch könnten sich langfristige Gesundheitsschäden ergeben.

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January 12, 2011

Bundesland Bremen sucht einen Lärmbeauftragten

Bundesland Bremen sucht einen Lärmbeauftragten

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Veröffentlicht: 20:47, 12. Jan. 2011 (CET)
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Entwicklung der Eisenbahnen in Bremen
(eingetragen in einen aktuellen Stadtplan)

schwarz: Königlich Hannöversche Staatseisenbahnen
blau: Bahnstrecke Bremen–Oldenburg
rot: Hamburg-Venloer Bahn
grün Neubauten ab 1880
gestrichelt: abgebaut
schwarzer Ring: Staatsbahnhof/Hauptbahnhof
roter Ring: abgebauter Hamburger Bahnhof

Bremen (Deutschland), 12.01.2011 – Im kleinsten Bundesland gibt es immer häufiger Beschwerden von lärmgeplagten Anwohnern. Anlass sind der zunehmende Güterverkehr der Bahn, aber auch Straßenverkehrslärm und Bautätigkeiten. Die Zuständigkeiten bei den Behörden sind für den Bürger unübersichtlich: Mal ist es das Gesundheitsamt, mal der Senator für Verkehr und Umwelt und oft auch eine DB Projektbau GmbH in Hannover. Diese DB Projektbau GmbH kümmert sich um ein freiwilliges Lärmsanierungsprogramm. Doch viele Menschen, die in Bremen an der Bahnlinie wohnen, fühlen sich im Stich gelassen. Inzwischen hat sich eine „Bürgerinitiative gegen Bahnlärm“ formiert, um vor dem Hintergrund des geplanten Ausbaus von Eisenbahnlinien politisch Druck für mehr Lärmschutz zu machen. Unter diesem Druck versprach der amtierende Staatsrat und Stellvertreter des zuständigen Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa die Stelle eines Lärmbeauftragten einzurichten. Bisher gibt es nur eine „Fluglärmschutzbeauftragte für den Verkehrsflughafen Bremen des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa“ – so wie bei anderen Flughäfen in Deutschland auch.

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Originäre Berichterstattung
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December 17, 2010

Deutschlands Wort des Jahres 2010: „Wutbürger“

Deutschlands Wort des Jahres 2010: „Wutbürger“

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Veröffentlicht: 16:38, 17. Dez. 2010 (CET)
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Wiesbaden (Deutschland), 17.12.2010 – Zum 35. Mal kürte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) das Wort des Jahres. In diesem Jahr entschied sich die Jury für das Wort „Wutbürger“. Zur Begründung dieser Wahl erklärte die Gesellschaft: „Diese Neubildung wurde von zahlreichen Zeitungen und Fernsehsendern verwendet, um einer Empörung in der Bevölkerung darüber Ausdruck zu geben, dass politische Entscheidungen über ihren Kopf hinweg getroffen werden.“

Ein Sprecher der Bürgerbewegung gegen das Stuttgarter Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 erklärte jedoch auf Nachfrage, dass sich die Bürgerbewegung gegen den Umbau des Stuttgarter Bahnhofs in dieser Wortschöpfung nicht wiederfinde. Das Aktionsbündnis bestehe nicht nur aus Wut, sagte Gangolf Stocker vom Aktionsbündnis.

Auf den weiteren Plätzen folgten die Wörter Stuttgart 21, Sarrazin-Gen, Cyberkrieg, Wikileaks, schottern, Aschewolke, Vuvuzela, Femitainment und als letztes der Ausdruck „unter den Eurorettungsschirm schlüpfen“.

Mit der jährlichen Kür eines prägnanten Begriffs will die GfdS Begriffe hervorheben, die in der Öffentlichkeit eine herausragende Rolle spielten und in besonderer Weise „charakteristische Themen aus Politik, Wirtschaft und anderen Bereichen des gesellschaftlichen Alltags“ markieren. Die Jury wertete hauptsächlich aus 2000 Wörtern und Wendungen aus tagesaktuellen Medien aus. Aber auch Vorschläge von Bürgern, die an die GfdS eingesandt wurden, wurden in den Auswahlprozess einbezogen.

Der Begriff „Stuttgart 21“ wurde ausgewählt, weil der Begriff für eine Protestbewegung um den geplanten Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs steht, die weit über die Region Stuttgart hinaus reichte. Der Begriff „Sarrazin-Gen“ bezieht sich auf die öffentliche Debatte um das Buch „Deutschland schafft sich ab“ des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin, wobei der Begriff „Sarrazin-Gen“ sich ironisch auf die angebliche genetische Differenz von Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund gegenüber der „rein“ deutschen Bevölkerung bezog. Die Begriffe „Cyberkrieg“ und „WikiLeaks“ stehen für die mediale Aufmerksamkeit, die durch die Veröffentlichung geheimer US-Dokumente auf der Internetplattform WikiLeaks in den letzten Wochen entstanden war. Nach der Veröffentlichung hatte es zunächst Hacker-Angriffe auf die Computer mit den von WikiLeaks veröffentlichten Dokumenten gegeben, woraufhin WikiLeaks-Unterstützer im Gegenzug versucht hatten, Computer beziehungsweise Server von Firmen lahmzulegen, die WikiLeaks ihre Unterstützung entzogen hatten (Wikinews berichtete). Zur Bezeichnung dieses virtuellen Schlachtfelds im Internet war der Begriff „Cyberkrieg“ in die öffentliche Debatte geworfen worden. Das Verb „schottern“ bezieht sich auf die Aktionen von Castorgegnern, die mit dem Entfernen von Gleisschotter die Schienenwege zum Transport der Castoren mit radioaktivem Müll nach Gorleben sabotieren wollten (Wikinews berichtete). Der Begriff „Aschewolke“ auf Platz 7 bezieht sich auf den Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, dessen Eruptionen den Flugverkehr in großen Teilen Europas lahmgelegt hatte. (Wikinews berichtete). Vuvuzela auf Platz 8 war ein für viele Deutsche neues Wort, das im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika Furore machte. Es handelt sich dabei um ein Plastik-Blasinstrument, mit dem man ohrenbetäubenden Lärm machen kann und mit dem vor allem südafrikanische Fußballfans ihre Mannschaft bei dem Weltcup-Turnier anfeuerten. Das Wort Femitainment bezieht sich auf eine Debatte zwischen der Feministin Alice Schwarzer und der amtierenden Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, in der es um die Themen „Frauenbewegung“ und „Geschlechterrollen“ ging. Der letzte Begriff „unter den Eurorettungsschirm schlüpfen“ bezieht sich auf die Notwendigkeit überschuldeter EU-Mitgliedsstaaten wie Irland und Griechenland sich bei den EU-Partnerstaaten in großem Umfang Geld zu leihen, um einem drohenden Staatsbankrott zu entgehen.

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June 14, 2010

Fußball-WM: Patzer für England, Argentinien schlägt Nigeria knapp

Fußball-WM: Patzer für England, Argentinien schlägt Nigeria knapp

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Veröffentlicht: 09:44, 14. Jun. 2010 (CEST)
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Johannesburg / Port Elizabeth / Rustenburg (Südafrika), 14.06.2010 – Am zweiten Tag der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika konnte sich Argentinien knapp mit 1:0 gegen Nigeria durchsetzen. England patzte gegen die Vereinigten Staaten und erreichte nur ein 1:1-Unentschieden. Das dritte Spiel des Tages, Südkorea gegen Griechenland, endete mit einem 2:0 für Südkorea. Die von Otto Rehhagel trainierte Mannschaft steht damit beim nächsten Spiel gegen Nigeria bereits mit dem Rücken zur Wand, da ein Sieg im dritten Gruppenspiel gegen die starken Argentinier unwahrscheinlich erscheint.

England – Vereinigte Staaten
1:1 (1:1)

Bereits nach vier Minuten gelang dem englischen Kapitän Steven Gerrard das Führungstor. Nach Vorarbeit der beiden Stürmer Wayne Rooney und Emile Heskey stand es 1:0, ein hoher Sieg der Engländer gegen den Underdog schien möglich. Doch die für den Turniersieg mitfavorisiertem Engländer schaltete zurück und ruhten sich auf dem 1:0 aus. Dafür kam die Strafe in der 40. Minute. Zwar hatten die Nordamerikaner bis zu diesem Zeitpunkt keine wirkliche große Chance, doch als es Mittelfeldspieler Clint Dempsey mit einem Fernschuss probierte, patzte Englands Torhüter Robert Green. An ihm vorbei trudelte der eher harmlos geschossene Ball ins Tor der Engländer. Mit diesem Stand gign das Spiel in die Pause. Unverdient war das glücklich erzielte Tor jedoch nicht. Die US-Boys zeigten jedoch auch nach dem frühen Rückstand keinen Respekt und ein Kopfball von Jozy Altidore war in der 12. Minute nur knapp am Tor vorbeigegangen.

Das Tor bewirkte einen Umschwung im Spiel. Zwar spielten die Engländer nach dem Halbzeitwechsel aktiver nach vorne, doch ein Zuspiel Aaron Lennons in der 49. kam ungünstig und als er in der 52. Minute den Ball zu dem freistehenden Heskey passt, trifft dieser direkt in den fangbereiten US-Torhüter Tim Howard. Howard machte auch eine Chance von Frank Lampard in der 63. Minute zunichte. Die englische Drangphase war dann aber vorbei. DIe Amerikaner erspielten sich noch einige Chancen. So konnte Green in der 64. Minute seinen Fehler zumindest teilweise wiedergutmachen, als er einen Schuss von Altidores reflexartig noch an den Pfosten lenkte. Die Engländer hatten durch Rooney (74.) und Shaun Wright-Phillips (75.) nochmal zwei Chancen, das Spiel doch noch für Albion zu entscheiden, letztlich blieb es jedoch beim 1:1.

„Nach dem 1:1 hatten wir gute Chancen zu gewinnen“, kommentierte Bob Bradley später. Außer den beiden Toren sahen die 38.646 Besucher im Royal Bafokeng Stadium in Rustenburg noch sechs gelbe Karten, je drei für England und die Vereinigten Staaten. Sie hatten lange Staus in Kauf nehmen müssen, weil es durch Überlastung der Zufahrtsstraßen und Unzulänglichkeiten beim Einweisen auf die Parklplätze zu Verzögerungen kam.

Südkorea – Griechenland
2:0 (1:0)

Viele Titel hat der 71-jährige Otto Rehhagel in seiner langen Trainerlaufbahn schon gewonnen, deutsche Meisterschaften, Pokalsiege, schließlich 2004 vollig überraschend die Europameisterschaft mit Griechenland, doch seine erste Teilnahme bei einer Fußball-Weltmeisterschaft begann mit einem Misserfolg. Mit den beiden in der Bundesliga spielenden Stürmen Theofanis Gekas (Berlin) und Angelos Charisteas sowie dem offensiven Linksaußen Georgios Samaras (Celtic Glasgow) war die griechische Aufstellung zwar ausgesprochen offensiv, doch fanden die Griechen gegen Südkorea kein Konzept und unterlagen mit 2:0. Die beiden südkoreanischen Tore im ersten Spiel der Gruppe B erzielten Lee Jung-soo und Park Ji-sung.

Es war ein Fehler des beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag stehenden Charisteas im eigenen Strafraum, der das frühe Tor der Südkoreaner einleitete. Und sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff führt erneut ein griechischer Abwehrfehler zum zweiten Tor der Südkoreaner, als ein Ball vom Fuß des griechischen Abwehrspielers Loukas Vyntra abprallt. Den Ball schnappt sich der in Diensten von Manchester United spielende Park, der mit einem flachen Schuss am griechischen Torwart vorbei ins Netz traf. Rehhagel wechselte Charisteas und Karagounis aus. Die beiden eingewechselten Stürmer Dimitrios Salpingidis und Pantelis Kapetanos konnten das griechische Spiel dann auch beleben, sodass Griechenland zwischen der 758. und 80. Minute einige Chancen hatte. Südkorea hatte einige gute Kontermöglichkeiten, doch es blieb beim 2:0 und Griechenland beim zweiten WM-Auftritt – 1994 hatte man sich das erste Mal für die WM qualifiziert – weiterhin ohne Torerfolg.

Das Spiel in Port Elizabeth verfolgten 31.513 Zuschauer.

Vorläufige Tabelle der Gruppe B
Rang Land Tore Punkte
1 Südkorea Südkorea 2:0 3
2 Argentinien Argentinien 1:0 3
3 Nigeria Nigeria 0:1 0
4 Griechenland Griechenland 0:2 0
Argentinien – Nigeria
1:0 (1:0)

Verdient, weil überlegen, jedoch ohne sich anzustrengen, gewann das von Diego Maradona trainierte Team von Argentinien. „Wir haben ein wichtiges Spiel gewonnen und sind auf dem richtigen Weg. Wir können der nächsten Partie gelassen entgegensehen“, kommentierte der frühere Weltmeister das Ergebnis. Das einzige Tor des Spieles fiel bereits in der 6. Minute. Der argentinische Verteidiger Gabriel Heinze drückte einen Eckball mit dem Kopf in die linke obere Ecke des nigerianischen Tores.

Die erste Halbzeit war mitgeprägt von vielen guten Einzelaktion für den beim FC Barcelona spielenden Lionel Messi. Der hatte in der ersten Minute zwei Gegenspieler ausgespielt, gab ab auf den in der englischen Liga seinen Lebensunterhalt verdienenden Carlos Tevez, doch dieser konnte aus der Chance nichts machen. In der vierten Minute ließ er drei Nigerianer aussteigen, passte auf Gonzalo Higuain, der beim spanischen Club Real Madrid kickt. Higuain schoss am Tor vorbei. Nicht einmal drei Minuten später war es wieder eine Aktion von Messi, die Gefahr für das Tor Nigerias brachte. Schlussmann Vincent Enyeama lenkte den von Messi von der Strafraumgrenze abgegebenen Schuss gerade noch über die Latte. Aus der nachfolgenden Ecke ging dann Heinzes mit Wucht geschossenes Tor hervor, das das einzige im Spiel bleiben sollte. Die Argentinier ließen dann die Zugel etwas nach. Messis nächste Chance nach gut einer Viertelstunde war ebensowenig von Erfolg gekrönt, wie Higuains Versuch, der sich wenig später frei vor dem Tor Nigerias befand. Auch Messis Schuss kurz vor der Halbzeitpause wurde vom nigerianischen Schlussmann abgewehrt. Nigeria drang in der ersten Halbzeit nur wenig in die argentinische Spielfeldhälfte vor. Einzig Chinedu Obasi, der für Bundesligist Hoffenheim spielt, kam zweimal von der linken Seite aus zum Schuss auf das Tor. Beide Versuche gingen jedoch deutlich am Tor vorbei.

In der zweiten Abstand spielte Argentinien gekonnt Defensiv und beschränkte sich auf′s Kontern. In Minute 65 schoss Messi knapp am Tor vorbei, eine Minute später wurde nach einer weiteren Messi-Vorlage Higuains Versuch vom Torhüter vereitelt. Sieben Minuten vor dem regulären Spielende hatte der Nigerianer Kalu Uche die größe Chance zum Ausgleich, traf jedoch nicht. Die letzte Torchance des Spieles gehörte erneut Messi, doch auch diese konnte er nicht verwerten.

Im mit 55.686 Zuschauern ausverkauften Stadion im Ellis Park Johannesburgs verfolgten die Zuschauer ein sehenswertes Fußballspiel. Die gelben Karten für Gutierrez und Haruna waren gleichmäßig zwischen beiden Mannschaften aufgeteilt, rote Karten gab es nicht.

Kritik am Vuvuzela-Lärm

Unterdessen haben ARD und ZDF ihre Unzufriedenheit mit dem Lärm durch die Vuvuzela-Trompten deutlich gemacht. Viele Zuschauer seien verärgert, teilten die Fernsehanstalten der Produktionsfirma HBS mit. Nach Auskünften der ARD versucht man mit technischen Maßnahmen die von den Zuschauern als störend empfundenen Klänge zu dämpfen. So würden die Reporter mit speziellen Mikrophonen ausgestattet und die Außenmikrophone würden „aufs Nötigste herunter“ gedämpft. In den Fernsehgeräten ist der Vuvuzela-Lärm deshalb in Art der Lautstärke mit dem Summen der Bienen in einem Bienenstock zu vergleichen.

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November 9, 2009

Lärmbelastung in Europa – erste Karte veröffentlicht

Lärmbelastung in Europa – erste Karte veröffentlicht

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Veröffentlicht: 17:22, 9. Nov. 2009 (CET)
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Kopenhagen (Dänemark), 09.11.2009 – Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat die erste umfassende Karte der Lärmbelastung veröffentlicht. Die Karte ist das Ergebnis des ersten Schritts nach der Richtlinie über Umgebungslärm (2002/49/EG) und zeigt, inwieweit die Bürger in den Mitgliedsstaaten übermäßigem Lärm ausgesetzt sind.

Lärm ist allgegenwärtig, aber seine Rolle als wichtigste Form der Verschmutzung mit schweren gesundheitlichen Folgen wird noch immer unterschätzt. Die andauernde Wirkung von selbst geringen Lärmpegeln kann Bluthochdruck auslösen und den Schlaf stören.

Ein erster Blick auf Europas Lärmkarten ist bei weitem nicht beruhigend: Rund die Hälfte der Bevölkerung in städtischen Gebieten mit mehr als 250 000 Einwohner ertragen Werte über 55 dB LDEN (die untere EU-Berichtschwelle über einen Zeitraum von 24 Stunden) aufgrund der Umgebungsgeräusche. Etwas mehr als 41 Millionen Europäer sind von übermäßigem Lärm aus Straßenverkehr alleine in den größten Städten ausgesetzt. LDEN ist ein Indikator für den allgemeinen Geräuschpegel während des Tages (D), des Abends (E) und der Nacht (N), der verwendet wird, um die Belästigung durch Lärm darzustellen.

Die EUA hat ihren Sitz in Kopenhagen. Die Agentur soll zu einer erheblichen und messbaren Verbesserung der Umwelt in Europa beitragen, indem sie aktuelle, gezielte, relevante und zuverlässige Informationen für politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit liefert.

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February 1, 2008

Nächtliches Alkoholverbot im Stadtzentrum von Magdeburg

Nächtliches Alkoholverbot im Stadtzentrum von Magdeburg

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Veröffentlicht: 19:58, 1. Feb. 2008 (CET)
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Hasselbachplatz bei Nacht

Magdeburg (Deutschland), 01.02.2008 – Auf dem Magdeburger Hasselbachplatz und seinen Seitenstraßen gilt ab 1. Februar 2008 in der Zeit von 18:00 Uhr abends bis 06:00 Uhr morgens ein striktes Alkoholverbot. Damit will die Stadtverwaltung Vandalismus, Gewalt und Lärm von alkoholisierten Leuten eindämmen.

Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD): „Abends und in den Nachtstunden finden sich dort Gruppen ein, die den Platz in Besitz nehmen. Sie rücken mit Bierkästen an und konsumieren stundenlang Bier und andere Alkoholitäten. In der Folge kommt es immer wieder zu Gewalt und Ordnungswidrigkeiten. Das hat ein Ausmaß erreicht, das wir als Kommune nicht mehr dulden können!“

Auslöser für das nächtliche Alkoholverbot war ein Vorfall in der Sylvesternacht 2007/2008, bei dem eine Gruppe von 15 bis 20 Jugendlichen ein Polizeiauto mit Flaschen beworfen und mit Feuerwerkskörpern beschossen hat; dabei wurden die zwei Polizisten verletzt.

Das Alkoholverbot soll vom Stadtordnungsdienst und der Polizei kontrolliert werden. Dabei solle die Identität festgestellt und ein Zwangsgeld angedroht werden. Beim dritten Verstoß solle ein Zwangsgeld von bis zu 2.000 Euro festgesetzt und vollstreckt werden.

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September 10, 2007

Baden-Württemberg: Umweltministerin veröffentlicht erste Lärmkarten

Baden-Württemberg: Umweltministerin veröffentlicht erste Lärmkarten

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Veröffentlicht: 22:00, 10. Sep. 2007 (CEST)
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Stuttgart (Deutschland), 10.09.2007 – Heute stellten die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) und die Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW), Margareta Barth, in Stuttgart die ersten 1.000 Lärmkarten für Baden-Württemberg vor. Diese können teilweise im Internet abgerufen werden.

Die Lärmkarten kamen aufgrund der EU-Umgebungslärmrichtlinie (Richtlinie 2002/49/EG) zustande, die die Mitgliedsstaaten zu Maßnahmen gegen Lärm verpflichtet. Zunächst sollen Schallberechnungen durchgeführt werden, deren Ergebnisse in Form von Lärmkarten dargestellt werden müssen. Anschließend müssen auf Basis dieser Daten Aktionspläne gegen gesundheitsschädlichen Lärm erarbeitet werden.

Bei der Präsentation der Karten sagte Tanja Gönner: „Vor allem in dicht besiedelten Räumen gehört eine hohe Lärmbelastung zum Alltag der dort lebenden Menschen. Dauerhaft erhöhte Geräuschpegel sind ein ernst zu nehmendes Umweltproblem. Dem muss verstärkt Rechnung getragen werden.“ Einer Umfrage zufolge fühlt sich in Baden-Württemberg jeder Dritte durch Lärm belästigt. In einer Pressemitteilung des Landesumweltministeriums wird auf die durch Lärm verursachten Gesundheitsrisiken hingewiesen. Leistungsbeeinträchtigungen, Lern- und Konzentrationsstörungen sowie Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Herz-Kreislauferkrankungen könnten Folgen eines hohen Lärmpegels sein.

Der Verkehr ist erwartungsgemäß die Hauptquelle für Lärm. Tanja Gönner zitierte eine Umfrage, wonach jeder dritte Baden-Württemberger den Straßenverkehr für die hohe Lärmbelastung verantwortlich mache und sich rund 20 Prozent durch Flugverkehr und gut zehn Prozent durch Schienenverkehr belästigt fühlen. Die bisher erhobenen Daten scheinen diese subjektiven Einschätzungen zu bestätigen. „Allein in den bislang erhobenen Gebieten sind über 360.000 Menschen hohem Straßenlärm und über 30.000 Personen davon erhöhten Gesundheitsrisiken durch dauerhaft hohe Lärmpegel ausgesetzt“, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums. Die zweite Personengruppe muss mit einer Lärmbelastung von über 60 Dezibel leben. Am größten ist die Belastung im Filder-Raum bei Stuttgart mit dem Flughafen und der viel befahrenen Bundesautobahn 8.

Die Ergebnisse der Lärmberechnungen decken 4.100 Quadratkilometer, also über zehn Prozent der Landesfläche ab. Noch nicht berücksichtigt sind Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe, die drei größten Städte des Landes. Diese Städte erstellen die Karten selbst und wollen ihre Resultate laut „Stuttgarter Nachrichten“ bis Ende Oktober dieses Jahres im Internet veröffentlichen.

Die Umweltministerin des Landes appellierte an die Industrie, dem Lärm bei der Produktion einen angemessenen Stellenwert einzuräumen und die Geräuschemissionen weiter zu verringern. Die veröffentlichten Lärmkarten versteht Margareta Barth neben einer zentralen Lärmdatenbank als Service für die Städte und Gemeinden im Land, die nun bis August 2008 Aktionspläne erstellen müssen und dabei von der Landesregierung mit einer Million Euro unterstützt werden.

Start- und Landebahn des Stuttgarter Flughafens

Während die Umweltministerin die Lärmkarten als „Meilenstein in der Lärmbekämpfung“ einstufte, kritisieren Vertreter der Opposition im Stuttgarter Landtag die Ministerin für ihre Maßnahmen gegen Lärm. Die Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein (SPD) bezeichnete die Erstellung der Lärmkarten laut „Stuttgarter Nachrichten“ als „wichtige Hausaufgabe des Landes“. Sie sagte aber, dass man lärmgeplagten Menschen nur mit echten Maßnahmen helfen könne. Als Beispiel nannte die Abgeordnete den Verzicht auf eine zweite Startbahn am Stuttgarter Flughafen.

Gisela Splett, die umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen, fordert in einer Pressemitteilung ein schnelleres Tempo bei der Erstellung und Umsetzung der Lärmaktionspläne. „Die Grünen kritisieren, dass die Lärmaktionspläne in den nächsten Jahren nur für extrem hoch belastete Bereiche erstellt werden sollen“, heißt es in der Pressemitteilung der Landtagsfraktion. Die Landtagsfraktion der Grünen kritisiert, dass die Landesregierung für das Erstellen von Aktionsplänen deutlich höhere Werte voraussetzt als die Werte, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen wurden. Gisela Splett erklärte, dass die Karten ohne die EU-Richtlinie wohl nicht zustande gekommen wären. Kritik übt die Landtagsfraktion an der Verkehrspolitik der Landesregierung insgesamt: „Statt neuer Startbahnen und einem weiteren Ausbau des Fernstraßennetzes brauchen wir Tempolimits und eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs“, lautet eine Aussage aus ihrer Pressemitteilung. Dennoch begrüßen auch die Grünen im Stuttgarter Landtag die nun vorgelegten Karten, weil sie betroffenen Bürgern Argumente lieferten.

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