Chinesisches Tauchboot gelangte in drei Stunden in eine Tiefe von mehr als 5.000 Metern

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Veröffentlicht: 19:22, 27. Jul. 2011 (CEST)
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Manganknolle aus dem Pazifik

Peking (Volksrepublik China), 27.07.2011 – In einem Tauchtest gelangte das bemannte U-Boot „Jiaolong“ in eine Tiefe von 5.057 Metern und stellte damit den Landesrekord auf.

Drei Stunden benötigte es im Pazifischen Ozean, um in diese Tiefe zu gelangen. „Jiaolong“ ist ein mystischer Meeresdrache; er ist der Namensgeber des Hightech-Produkts. Das U-Boot soll bei dem Plan helfen, wertvolle Rohstoffe aus großen Meerestiefen zu holen. Dort befinden sich Gold, Silber, Kupfer, Nickel und Kobalt; auch große Mengen Seltener Erden wurden bereits entdeckt. Die Förderung dieser Rohstoffe ist sehr aufwendig und teuer. Der steigende Verbrauch und die begrenzten Fördermöglichkeiten an Land werden die Preise in die Höhe treiben und damit eine Förderung vom Meeresgrund rentabel machen.

Für nächstes Jahr ist geplant, mit dem U-Boot auf 7.000 Meter abzutauchen. Das wäre 500 Meter tiefer, als das japanische Tauchboot „Shinkai“ abtauchen kann. Kein Boot kann derzeit tiefer tauchen. 1960 wurde durch das U-Boot „Trieste“ – gefahren von Jacques Piccard – eine Tiefe von 11.000 Metern im pazifischen Marianengraben erreicht.

8,20 Meter lang und 22 Tonnen schwer ist der „Jiaolong“. Das Boot kann in einer festgelegten Höhe über dem Meeresboden fahren, um beispielsweise Videoaufnahmen zu machen. Auch Proben vom Meeresboden können entnommen werden. Drei Mann Besatzung finden im Inneren Platz.

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Quellen