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December 14, 2009

Jüdische Siedler verüben Brandanschlag auf Moschee

Jüdische Siedler verüben Brandanschlag auf Moschee

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Veröffentlicht: 21:03, 15. Dez. 2009 (CET)
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Nablus (Palästinensische Autonomiegebiete), 14.12.2009 – Am 11. Dezember 2009 wurde ein Brandanschlag auf die Al-Kabir-Moschee in Kfar Jassuf im Westjordanland verübt. Nach Aussagen von Bürgermeister Rahim Musleh drangen gegen vier Uhr morgens vor dem traditionellen Freitagsgebet der Moslems die Brandstifter in die Moschee ein. Danach fingen sie an, das Innere der Moschee zu verwüsten. Sie schrieben Hassparolen in Hebräisch wie „Wir werden Euch alle verbrennen“ und „Wir werden unsere Vergeltung haben“ an die Wand. Danach setzten sie Bücherregale mit dem Koran und die Gebetsteppiche in Brand.

Israelis, die möglicherweise aus der nahegelegenen Siedlung Tapuah kommen, hatten in den vergangenen Wochen mehrere Anschläge im Westjordanland verübt. Offenbar wollen sie ihren Unmut über den Siedlungsstopp seitens der eigenen Regierung äußern. Sowohl die palästinensische Autonomiebehörde als auch das israelische Militär kündigten Untersuchungen an.

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March 16, 2007

Israelische Soldaten benutzten Jugendliche als menschliche Schutzschilde

Israelische Soldaten benutzten Jugendliche als menschliche Schutzschilde

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Artikelstatus: Fertig 20:25, 16. Mär. 2007 (CET)
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Nablus (Palästinensische Autonomiegebiete), 16.03.2007 – Bei militärischen Einsätzen im Westjordanland sollen israelische Soldaten laut der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem zwei palästinensische Jugendliche als menschliche Schutzschilde verwendet haben.

Bei einer Razzia in Nablus Ende Februar sollen demnach Soldaten zuerst ein elfjähriges Mädchen, einen 15-jährigen Jungen und einen 24-jährigen Mann in ein mutmaßlich von bewaffneten Extremisten besetztes Haus gesandt haben, bevor Soldaten die einzelnen Zimmer betraten. In dem Haus, das in der Altstadt von Nablus liegt, lebt eine Familie namens Amirah. Vor der Razzia sollen alle Hausbewohner in ein anderes nahe gelegenes Gebäude gebracht worden sein, bevor israelische Soldaten den drei Personen befohlen haben sollen, sie bei den Hausdurchsuchungen zu begleiten. Ein Kameramann der Nachrichtenagentur AP filmte den Vorfall. Die Bilder wurden unter anderem im israelischen Fernsehen ausgestrahlt. Die Razzia stand im Zusammenhang mit der am 25. Februar begonnen Militäroffensive „Heißer Winter“.

Die Menschenrechtsorganisation machte in einer am 8. März veröffentlichten Pressemitteilung nähere Angaben zu den Vorwürfen gegen die israelische Armee. B’Tselem stützt ihre Informationen auf Zeugenaussagen der betroffenen Personen und forderte eine Untersuchung der Vorwürfe durch die Militärpolizei. In einem Brief an den zuständigen Untersuchungsrichter schreibt B’Tselem, dass es sich um den vierten von Menschenrechtsorganisationen dokumentierten Fall dieser Art seit Beginn der Militäroperation „Sommerregen“ im Gazastreifen handele. General Avihai Mandelblit ordnete nun eine offizielle Untersuchung der Vorwürfe durch die Militärpolizei an. Dies geht aus einer kurzen Stellungnahme der israelischen Armee vom 15. März hervor. Das Völkerrecht fordert in bewaffneten Konflikten eine klare Unterscheidung zwischen Zivilisten und Angehörigen der Streitkräfte, wogegen der Einsatz menschlicher Schutzschilde verstößt.

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