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January 11, 2010

Ivo Josipović zum neuen Präsidenten Kroatiens gewählt

Ivo Josipović zum neuen Präsidenten Kroatiens gewählt

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Veröffentlicht: 19:28, 11. Jan. 2010 (CET)
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Ivo Josipović

Zagreb (Kroatien), 11.01.2010 – In einer Stichwahl zwischen zwei verbliebenen Kandidaten konnte sich der sozialdemokratische Rechtsprofessor Ivo Josipović bei der gestrigen Präsidentschaftswahl in Kroatien gegenüber seinem Mitbewerber, dem parteilosen Zagreber Bürgermeister Milan Bandić, klar mit 60,3 Prozent der Stimmen gegenüber 39,7 Prozent für Bandić durchsetzen.

Josipović folgt Stjepan Mesić in diesem Amt, dessen zweite Amtszeit im Februar endet und der gemäß der Verfassung nicht wieder zur Wahl antreten durfte. Mesić hatte die Kandidatur Josipovićs unterstützt. Der neue Präsident will sich, wie die konservative Regierung des Landes, für den Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union bis 2012 einsetzen. Regierungschefin Jadranka Kosor begrüßte denn auch das Wahlergebnis und kündigte an, mit Josipović zusammenarbeiten zu wollen. In Kroatien besitzt der Staatspräsident auch wesentliche Kompetenzen in der Außenpolitik.

Als wesentliches Hindernis für einen EU-Beitritt gilt die verbreitete Korruption in Kroatien. Kroatien liegt auf dem Internationalen Korruptionsindex von Transparency International mit einem Indexwert von 4,2 auf Platz 66. Zum Vergleich: Deutschland liegt auf Platz 14 (8,0) und Österreich auf Platz 16 (7,9). Der CPI-Index gibt die Wahrnehmung von Korruption im öffentlichen Sektor in dem jeweiligen Land wieder. Mitentscheidend für den Wahlausgang war politischen Beobachtern zufolge, dass Josipović im Gegensatz zu seinem Rivalen Bandić keine persönliche Verstrickungen in Korruptionsaffären nachgesagt wurden.

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January 3, 2005

Stichwahl bei Präsidentenwahl in Kroatien nötig

Stichwahl bei Präsidentenwahl in Kroatien nötig

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Artikelstatus: Fertig 3. Jan. 2005 (CET)
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Zagreb (Kroatien), 03.01.2005 – Bei der Wahl um das Amt des kroatischen Präsidenten konnte keiner der 13 Kandidaten im ersten Wahlgang am Sonntag die absolute Mehrheit erreichen.

Bei der Stichwahl am 16. Januar tritt der 70-jährige amtierende Präsident Stjepan Mesic gegen die konservative Vize-Ministerpräsidentin Jadranka Kosor an.

Amtsinhaber Mesic kam im ersten Wahlgang auf 49,03 Prozent der Stimmen, Jadranka Kosor erzielte nach offiziellen Angaben ein Ergebnis von 20,18 Prozent. 51 Prozent der rund 4,4 Millionen Wahlberechtigten beteiligten sich am ersten Urnengang. Sowohl Mesic als auch Kosor wollen sich für den Beitritt Kroatiens zur EU noch in diesem Jahrzehnt einsetzen.

Als Überraschung gilt, dass der US-Geschäftsmann Boris Mikšić mit 17,18 Prozent der Stimmen einen Achtungserfolg erzielen konnte. Der populistische Nationalist hat angekündigt, das Wahlergebnis anfechten zu wollen. Unabhängige Wahlbeobachter beurteilten die Wahl als demokratisch.

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