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January 16, 2016

Auch Schwedens Polizei ist jetzt in Erklärungsnot

Auch Schwedens Polizei ist jetzt in Erklärungsnot

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Veröffentlicht: 19:21, 16. Jan. 2016 (CET)
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Auch bei einem Konzert der schwedischen Popsängerin Zara Larsson kam es zu Übergriffen

Stockholm (Schweden), 16.01.2016 – Vergleiche der Vorfälle zu Silvester in Köln mit ähnlichen Ereignissen in anderen Ländern hat die Vertuschungstaktik der schwedischen Polizei aufgedeckt. Es geht vor allem um Musikfestivals in den Jahren 2014 und 2015. In einigen Fällen waren die überwiegend jugendlichen Besucher eines fünftägigen Festivals betroffen. Das Alter der meisten lag zwischen 13 und 19 Jahren, die Zahl der Teilnehmer wird mit 170.000 angegeben. Der Verdacht richtet sich gegen junge Asylbewerber aus Afghanistan und Syrien. Es gab bisher keine offziellen Berichte und keine angemessene Strafverfolgung, obwohl die Zahl der Strafanzeigen verglichen mit Köln überschaubar war. Die Ereignisse wurden bisher mit den Worten kommentiert: „Es gab relativ wenige Delikte in Anbetracht der vielen Konzertbesucher.“

Ausgerechnet auf einem Konzert der als feministisch geltenden schwedischen Popsängerin Zara Larsson, das am 15. August 2015 in Stockholm begann, sollen zahlreiche Übergriffe erfolgt sein. Teilweise passierte es unmittelbar vor der Bühne. Die Polizei musste gegen rund 90 männliche Jugendliche vorgehen, aber auch erwachsene Männer waren unter den Tätern. Berichte einzelner Polizisten an die schwedische Zeitung Dagens Nyheter wurden ignoriert. Der Herausgeber der Zeitung soll sie als Falschmeldungen bezeichnet haben. Erst nach den Ereignissen in Köln richtete sich die Aufmerksamkeit einzelner Journalisten wieder auf die Ereignisse vom August 2015.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Schwere Vorwürfe gegen das Verhalten der Polizei zu Silvester in Köln (08.01.2016)

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Ermittlungen gegen Kölner Polizei wegen der Ereignisse in der Silvesternacht

Ermittlungen gegen Kölner Polizei wegen der Ereignisse in der Silvesternacht

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Veröffentlicht: 10:03, 16. Jan. 2016 (CET)
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Pressekonferenz mit Wolfgang Albers

Köln (Deutschland), 16.01.2016 – Nach den schweren Vorwürfen gegen das Verhalten der Polizei zu Silvester in Köln im Nordrhein-Westfälischen Landtag könnten die dortigen Ereignisse für einzelne Beamte nun auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch, dem 13. Januar 2016, bestätigte, liegen mehrere Strafanzeigen wegen strafbaren Unterlassens gegen Einsatz- sowie Führungskräfte der Polizei vor. Mindestens eine derselben richtet sich dem Vernehmen nach auch gegen den in vorzeitigen Ruhestand versetzten Polizeipräsidenten w:Wolfgang Albers. Um unabhängige Ermittlungen zu gewährleisten, wurde die Leitung des Verfahrens der Staatsanwaltschaft Aachen übertragen, die auf Ermittlungspersonen der Polizei in Düsseldorf zurückgreift.

Ursprüngliche Meldungen, wonach die Strafanzeigen nicht von Opfern, sondern besorgten Bürgern erstattet wurden, bestätigte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Unterdessen wurde bekannt, dass sich die Ermittlungen jedenfalls zum Teil auch auf Aussagen von Opfern stützen. Diese berichten unter anderem, in der Silvesternacht von Polizisten zurück in die Menge gestoßen worden zu sein. Dort war es zu zahlreichen sexuellen Übergriffen sowie Diebstählen gekommen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Schwere Vorwürfe gegen das Verhalten der Polizei zu Silvester in Köln

Wikipedia-logo-v2.svg   Wkipedia-Artikel zum Thema

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January 8, 2016

Schwere Vorwürfe gegen das Verhalten der Polizei zu Silvester in Köln

Schwere Vorwürfe gegen das Verhalten der Polizei zu Silvester in Köln

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Veröffentlicht: 01:18, 9. Jan. 2016 (CET)
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Armin Laschet (CDU)

Köln (Deutschland), 08.01.2016 – Armin Laschet, Vorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalen und Oppositionsführer im Landtag Nordrhein-Westfalen erhebt schwere Vorwürfe gegen das Verhalten der Kölner Polizei in der Silvesternacht, als es zu zahlreichen sexuellen Übergriffen gegen Frauen kam. Er schrieb auf Twitter: „Erneut unglaubliche Fehleinschätzung der Kölner Polizei.“ Auch Sven Lehmann, Landesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen in Nordrhein-Westfalen äußert Kritik. Er sagte: „Aufgeklärt werden muss auch, warum die Polizei in Köln erneut von einer aggressiv auftretenden Menschenmenge derart überrascht wurde.“

Polizeipräsident Wolfgang Albers

Über die Zahl und Herkunft der Täter gibt es widersprüchliche Angaben. Einige sprechen von Asylbewerbern und lenken den Verdacht auf die Flüchtlinge, die vor allem in letzter Zeit nach Deutschland gekommen sind. Andere sprechen von Männern, die mit den örtlichen Verhältnissen sehr gut vertraut seien und sich demnach schon längere Zeit in Deutschland aufhalten würden. Inzwischen liegen rund 100 Strafanzeigen seitens der betroffenen Frauen vor. Nach einem aktuellen Bericht von Spiegel Online sei der Staat angesichts der Zahl der vor dem Hauptbahnhof Köln versammelten und alkoholisierten Männer „nicht mehr Herr der Lage“ gewesen. Die Zahl der dort versammelten Personen wird auf etwa 1000 geschätzt.

Zunächst wurde vor allem Polizeipräsident Wolfgang Albers (SPD) vorgeworfen, er habe am Neujahrsmorgen die Lage verharmlost. Er stand bereits in der Kritik, weil 2014 die Lage bei der Veranstaltung „Hooligans gegen Salafisten“ aus den Händen geglitten war und in einem anderen Fall 2015 das „Spezialeinsatzkommando 3“ besonders brutal vorgegangen sei. Die Kölner CDU forderte deswegen seinen Rücktritt. Auch Kölns parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte die Arbeit der Polizei in der Silvesternacht am Hauptbahnhof scharf kritisiert. Schließlich wurde Albers in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Anderen Darstellungen zufolge stehen sowohl der Kölner Hauptbahnhof als auch der Bahnhofsvorplatz, auf dem die meisten Übergriffe stattfanden, nicht im Zuständigkeitsbereich der Kölner Polizei, sondern der Bundespolizei. Diese wiederum war zuvor wegen möglicher terroristischer Anschläge und wegen notwendiger Grenzsicherungen in Bayern entsprechend anders aufgestellt. Das beanstandet auch die Deutsche Polizeigewerkschaft und macht Bundesinnenminister de Maizière dafür verantwortlich.

Inzwischen sind die Vorgänge in Köln Gegenstand der internationalen Berichterstattung. Kommentatoren kritisieren das Verhalten der deutschen Behörden, die bestimmte Erscheinungsformen der Kriminalität verschweigen und zum Beispiel auch rechtsradikalen Parolen Zündstoff liefern würden. Andere sehen die Toleranz in Deutschland gegenüber der Migration auf eine harte Probe gestellt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Bombendrohungen in mehreren Städten (31.12.2015)

Wikinews-logo.svg   Wkipedia-Artikel zum Thema

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January 4, 2016

Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs vorgeladen

Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs vorgeladen

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Veröffentlicht: 12:01, 4. Jan. 2016 (CET)
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Bill Cosby

New York City (Vereinigte Staaten), 04.01.2016 – Dem 78-jährigen Komiker Bill Cosby wird sexueller Missbrauch in zahlreichen Fällen vorgeworfen. Rund 50 Frauen beschuldigen ihn. Er selbst verklagte bereits sieben Frauen wegen Verleumdung. Gegen eine Kaution in Höhe von umgerechnet 92.000 Euro musste er vorerst nicht inhaftiert werden.

Die meisten Frauen erhoben ihre Vorwürfe in den Jahren 2014 und 2015, 35 taten dies sogar in einer Veröffentlichung des New York Magazine. Betroffen sind Models, Kellnerinnen und Frauen aus dem Showgeschäft. Die erste Strafanzeige erfolgte am 2. März 2000. Die Taten sollen bereits 1969 begonnen haben. Das jüngste Opfer war 15 Jahre alt. Einige nennen ihn „sexuell aggressiv“. Er soll die Frauen in vielen Fällen mit einem Cocktail gefügig gemacht haben, oft waren sie vorübergehend bewusstlos. Laut Aussage des Staatsanwalts soll Cosby 2004 in einem Fall die Frau mit Medikamenten und Alkohol willenlos gemacht und anschließend sexuell missbraucht haben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   2014 wurden in den USA 800 Lehrer wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt (26.04.2015)

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May 28, 2015

Pädophile Vergangenheit der Berliner Alternativen Liste aufgedeckt

Pädophile Vergangenheit der Berliner Alternativen Liste aufgedeckt

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Veröffentlicht: 11:12, 28. Mai 2015 (CEST)
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Hans-Christian Ströbele kam 1983 auf die grüne Liste und zwei Jahre später in den Bundestag

Berlin (Deutschland), 28.05.2015 – Im Berliner Bezirk Kreuzberg soll es ein pädophiles Netzwerk über 20 Jahre aus schätzungsweise 15 Tätern gegeben haben, die Zahl der Opfer soll bis 1000 betragen. Zwei der Täter wurden strafrechtlich verurteilt, mussten Gefängnisstrafen verbüßen und kandidierten auf der grünen Liste. Das ist ein Ergebnis aus der Aufarbeitung durch den grünen Landesverband Berlin, das vor kurzem in einem Bericht vorgestellt wurde. Als Grund für die Aufarbeitung im Berliner Landesverband heißt es in Bezug auf die Pädophiliedebatte, dass „anders als in anderen Landesverbänden – auch verurteilte pädosexuelle Straftäter zu den Akteuren der Debatte gehörten und diese zudem bis Mitte der 1990er Jahre andauerte“.

Nach Einschätzung eines Kommentators von BZ Online „hatten Kinderschänder die Arbeitsgruppe der Homosexuellen unterwandert“, um in den 1980er und 1990er Jahren „Jungen aus prekären Milieus in ihre Netzwerke“ zu locken. Hierzu erklärten die grünen Landesvorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener, bei den genannten Zahlen handle sich um „eine spekulative Aussage über mögliche Opfer“, die nicht in dem vorliegenden Bericht zu finden sei.

Der 75jährige grüne Bundestagabgeordnete Christian Ströbele, 1978 Mitbegründer der Alternativen Liste für Demokratie und Umweltschutz (AL), gestand im Interview mit dem Tagesspiegel ein, es sei „ein großer Fehler, dass wir damals in Diskussionen über Strafrecht und Straftäter das Leid der Opfer viel zu wenig berücksichtigt haben.“ An Einzelheiten und Personen könne er sich jedoch nicht mehr erinnern.

Über das bei den Grünen damals herrschende Rotationsverfahren rückte Ströbele als Nachrücker am 31. März 1985 in den Deutschen Bundestag ein. Am 14. Mai 1993 wurde mit dem Zusammenschluss der Alternativen Liste und des Bündnis 90 der Landesverband der Partei Bündnis 90/Die Grünen in Berlin gegründet.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Missbrauch durch linke Pädagogik schlimmer als durch Kirche ? (21.03.2015)

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October 21, 2014

Internationale Tagung in Hildesheim zur Sexuellen Revolution und zum Missbrauch

Internationale Tagung in Hildesheim zur Sexuellen Revolution und zum Missbrauch

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Veröffentlicht: 21.10.2014, 12:08 (CET)
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Hildesheim (Deutschland), 21.10.2014 – Unter der Überschrift „Zwischen notwendiger Enttabuisierung und problematischer Entgrenzung“ beschäftigte sich in der Zeit vom 29. September bis 1. Oktober eine internationale und fachübergreifende wissenschaftliche Tagung mit der Sexuellen Revolution und den Auswirkungen bis heute. Die Vorträge deckten eine große Bandbreite von Themen ab, wie etwa die Aufklärungsbücher für Kinder um 1970 oder sehr fachspezifische Fragen wie „Wilhelm Reich, die Psychoanalyse und die deutsche Neue Linke“. Veranstalter war eine Gruppe von Hochschullehrern der Universitäten Trier, Frankfurt am Main und Hildesheim zusammen mit dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung.

Unter dem Begriff Sexuelle Revolution wird der Wandel der öffentlichen Sexualmoral in den westlichen Industrieländern während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verstanden. Dieser Wandel steht im Zusammenhang mit einer in links-libertären Kreisen propagierten Befreiung der Gesellschaft. In den letzten Jahren wurden auch zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern damit in Verbindung gebracht. Die Tagung diente dazu, eine wissenschaftlich fundierte Sichtweise zu erarbeiten.

Meike Sophia Baader, Professorin für Erziehungswissenschaft an der Universität Hildesheim und Mitglied der Ethikkommission „Nähe und Distanz in pädagogischen Beziehungen“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, erklärte dazu: „Sexualisierte Gewalt war in pädagogischen Einrichtungen bis zum öffentlichen Bekanntwerden von Missbrauchsvorfällen in pädagogischen Institutionen 2010 mit einem Tabu versehen. Derzeit ist es eher mit Angst und Verunsicherung verbunden, wie Forschungsergebnisse zum Umgang von pädagogischen Einrichtungen mit der Thematik zeigen.“ Seit Sommer 2014 läuft ein dreijähriges Forschungsprojekt, bei dem Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren sowie Betreuungspersonen von Wissenschaftlern bundesweit befragt werden. Eine dieser Befragungen ist anonym und läuft im Internet bis Mitte November. Dabei soll unter anderem ermittelt werden, welche Vorstellungen die Jugendlichen in Wohngruppen, Internaten und Kliniken haben und wie die Betreuungspersonen die eigenen Qualifikationen bei den Themen Gewalt und Grenzüberschreitung einschätzen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Sexueller Missbrauch: Ehemalige Schüler erheben Vorwürfe gegen Odenwaldschule (06.03.2010)

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January 13, 2013

Deutsche Bischofskonferenz stoppt kriminologische Studie zum sexuellen Missbrauch

Deutsche Bischofskonferenz stoppt kriminologische Studie zum sexuellen Missbrauch

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Veröffentlicht: 02:37, 13. Jan. 2013 (CET)
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Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts

Hannover (Deutschland), 13.01.2013 – Im Juni 2011 hatte die Deutsche Bischofskonferenz beschlossen, zusammen mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) eine Studie zum sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche zu erstellen. Am Mittwoch dieser Woche (9. Januar) wurde der Vertrag mit dem Forschungsinstitut gekündigt. Als Begründung wurde auch angegeben, es werde ein neuer Partner für die Studie gesucht.

Das Kriminologische Forschungsinstitut wird seit 2003 von Christian Pfeiffer geleitet, der zuvor Justizminister des Landes Niedersachsen war. Er wirft der Deutschen Bischofskonferenz jetzt vor, die Ergebnisse der Missbrauchsstudie zensieren zu wollen. Außerdem seien wichtige Unterlagen vernichtet worden. Seine Kritik richtet sich insbesondere gegen die Erzbistümer München und Freising. Wegen dieser Vorwürfe hat die Deutsche Bischofskonferenz eine Unterlassungsklage gegen Pfeiffer erhoben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Recht in Deutschland

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September 21, 2012

Göttingen: Wegen Kindesmissbrauchs zehn Jahre Haft für Patenonkel

Göttingen: Wegen Kindesmissbrauchs zehn Jahre Haft für Patenonkel

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Veröffentlicht: 10:31, 21. Sep. 2012 (CEST)
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Göttingen (Deutschland), 21.09.2012 – Das Landesgericht Göttingen hat am Donnerstag einen 44 Jahre alten Mann zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Mann wurde in 30 Fällen schuldig gesprochen, seine Patentochter sexuell missbraucht zu haben. Zudem soll der Mann, aufgrund einer schweren seelischen Abartigkeit, anschließend in die Psychiatrie eingewiesen werden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Mann über Jahre hinweg an seiner Patentochter, welche bei dem ersten Missbrauch sechs Jahre alt war, sexuell verging und sie dabei schwer erniedrigte und misshandelte. Der 44-Jährige hatte seine Taten auf Videos festgehalten, welche von den Behörden sichergestellt wurden. Von Seiten der Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreter wurden jeweils elf Jahre Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung plädierte auf neun Jahre Gefängnisstrafe.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Niedersachsen

Quellen

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October 23, 2011

Paris: Deutscher Arzt zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt

Paris: Deutscher Arzt zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt

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Veröffentlicht: 19:52, 23. Okt. 2011 (CEST)
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Paris (Frankreich), 23.10.2011 – Der 76-jährige deutsche Arzt Dieter K. wurde von einem Pariser Schwurgericht zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, im Juli 1982 seine 14-jährige Stieftochter Kalinka Bamberski in Lindau am Bodensee getötet zu haben. Das Urteil lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge.

In der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 1982 starb das Mädchen im Haus des Arztes Dieter K., nachdem dieser ihr eine Spritze gegeben hatte. Dort hatte die 14-Jährige zusammen mit dem Bruder, die Mutter und deren neuen Lebensgefährten besucht. Der jetzt 76-Jährige hatte nach dem Auffinden der Leiche keine Polizei verständigt, obwohl er dies mit dem Notarzt so abgesprochen hatte. Er rief lediglich einen Bestattungsunternehmer, der nach seinem Eintreffen die Polizei verständigte. Ein Gerichtsmediziner stellt zahlreiche Einstiche und eine „ungewöhnlich fortgeschrittene Fäulnis“ an der Leiche fest. An den Genitalien weißliche Flüssigkeit, die Schamlippe ist verletzt, in der Vagina befinden sich Blutspuren. Die Verletzung wird als post mortem eingestuft. Die Beschuldigung, der Arzt habe das Mädchen betäubt und vergewaltigt, wurde nie ausgeräumt, die deutsche Justiz lehnte eine Auslieferung nach Frankreich ab. Im September 1987 hatte sich das Oberlandesgericht München letztinstanzlich in Deutschland mit dem Fall beschäftigt und festgestellt, dass die Spritze nicht ursächlich für den Tod von Kalinka gewesen ist.

Der Stiefvater leugnet bis heute die Tat. Er habe dem Mädchen lediglich ein Eisenpräparat gespritzt und später eine Schlaftablette gegeben. Dabei galt das Mädchen als gesund, eine Anämie, wie sie der Stiefvater behandeln wollte, war nicht bekannt. Weitere Erklärungen des jetzt Verurteilten machen seine Angaben nicht glaubwürdiger. Ein Bräunungsmittel habe er ihr verabreicht und sieben weitere Medikamente im Zeitraum von sechs Stunden injiziert, dabei muss die Leichenstarre längst eingetreten sein, was einem Arzt nicht entgangen sein dürfte.

Vielleicht wäre bei einer konsequenten Verfolgung der Tat 1997 einem 16-jährigem Mädchen der Missbrauch durch Dieter K. erspart geblieben. Sie war Patientin des Arztes und hatte ihn wegen Vergewaltigung angezeigt, nachdem er sie betäubt und in diesem Zustand sexuell missbraucht hatte. Im Laufe des in Paris geführten Prozesses wurden Akten von Beschwerden von sieben Frauen vorgelegt, die er in den 1990er Jahren mit eindeutigem Motiv belästigt haben soll. Weitere Mädchen meldeten sich und gaben an von dem Arzt missbraucht worden zu sein. 1997 war er wegen der Vergewaltigung der 16-Jährigen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Damals verlor er die Zulassung als Arzt, illegal übte er den Beruf weiter aus.

Zu dem Prozess in Paris kam es nur, weil Kalinka französische Staatsbürgerin war. In Deutschland musste der Arzt nach dem Urteil des Oberlandesgerichts München nicht mehr mit einer Strafe rechnen. Die französische Justiz verurteilte 1995 Dieter K. in Abwesenheit zu 15 Jahren Gefängnis. Dieses Urteil wurde später wegen Verfahrensfehlern aufgehoben. Der leibliche Vater von Kalinka, André Bamberski konnte sich nie damit abfinden, dass der Arzt nicht zur Verantwortung gezogen wurde. 2009 ließ er ihn deshalb nach Frankreich entführen und lieferte ihn dem Zugriff der Strafverfolgungsbehörden aus. Bei der Entführung wurde Dieter K. übel zusammengeschlagen und leidet noch jetzt an den Folgen der Prügel.

Das Bundesjustizministerium und die deutsche Botschaft in Paris haben sich mit dem Fall befasst. Erreicht wurde dadurch lediglich die konsularische Betreuung. Grundsätzlich sind die deutschen Behörden der Meinung, dass sich Dieter K. in einem Rechtsstaat wie Frankreich ausreichend selbst gegen vermeintliches Unrecht wehren kann.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Frankreich
  • Portal:Tötungsdelikte

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September 14, 2011

Mann soll Tochter 34 Jahre lang vergewaltigt haben

Mann soll Tochter 34 Jahre lang vergewaltigt haben

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Veröffentlicht: 15:03, 14. Sep. 2011 (CEST)
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Nürnberg (Deutschland), 14.09.2011 – Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat Anklage gegen einen Mittelfranken erhoben: Ihm wird vorgeworfen, seine Tochter 34 Jahre lang vergewaltigt zu haben. Außerdem soll er drei Söhne mit ihr gezeugt haben, die alle behindert zur Welt kamen. Seit März sitzt der Rentner in Untersuchungshaft.

Mit 12 oder 13 Jahren soll die heute 46-Jährige erstmals von ihrem Vater zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden sein. Er habe sie damals mit Schlägen bedroht. Überhaupt sei der Mann laut der Staatsanwaltschaft sehr autoritär gewesen, habe seine Tochter kontrolliert und ihr den Kontakt zu anderen Menschen verboten. Mehrmals wöchentlich habe es sexuelle Übergriffe im Kinderzimmer und im Schlafzimmer der Eltern gegeben.

Zwei der drei Kinder sollen noch im Kindesalter gestorben sein. Der Fall wurde bekannt, weil das mutmaßliche Opfer die Ehefrau eines Arztes nach dem Tod ihres jüngsten Sohnes erpressen wollte. Sie wurde deshalb zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und vertraute sich der Bewährungshelferin an.

Die Staatanwaltschaft erhebt nun unter anderem Anklage wegen Vergewaltigung in 497 Fällen, die noch nicht verjährten. Der Mann selbst gebe sexuelle Kontakte zu seiner Tochter zu, spreche aber von Einvernehmlichkeit. Für den Prozess sind dreizehn Zeugen und drei Sachverständige geladen.

Die Mutter der 46-Jährigen soll zwar einige Übergriffe mitbekommen haben, diese Taten seien aber laut der Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke schon verjährt. Daher wurde ein Verfahren gegen die Frau eingestellt.

Ende August war in Österreich ein neuer Inzest-Fall bekannt geworden: Ein heute 80-Jähriger soll seine beiden Töchter und seine Frau regelmäßig sexuell missbraucht und misshandelt haben. Die Anschuldigungen wurden aber nun zurückgenommen; die beiden Frauen hätten die Vorwürfe gegen ihren Vater nicht bestätigt. Die Taten hätte ein anderer Mann verübt. Problematisch sei bei den Befragungen gewesen, dass die Frauen geistige Defizite aufweisen. Der Mann ist nun wieder auf freiem Fuß; die Anklage wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung bleibe aber bestehen. Die Frauen hatten angegeben, dass der Vater sie geschlagen hatte; es wird momentan geprüft, ob diese Vorwürfe bereits verjährt sind.

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