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March 25, 2010

Unwetter richtet große Schäden in Westaustralien an

Unwetter richtet große Schäden in Westaustralien an

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Veröffentlicht: 14:57, 25. Mär. 2010 (CET)
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Während des Unwetters

Foto: FCB Excalibur/Flickr

Perth (Australien), 25.03.2010 – Ein Unwetter hat am Montag, dem 22. März, in der westaustralischen Hauptstadt Perth große Schäden verursacht. Nach Angaben des Insurance Council of Australia gingen bislang mehr als 23.000 Schadensmeldungen ein, der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 108 Millionen Australische Dollar. Der Premierminister des Bundesstaates hatte Perth am Dienstag, dem 23. März, zum Katastrophengebiet erklärt. „Es wird viele Monate der Reparaturarbeiten für Autos und Fahrzeuge und ähnliches dauern“, konstatierte Colin Barnett. Der Hagelschlage hat Schulen und Krankenhäuser und andere Autos sowie viele Autos beschädigt.

Durch den starken Regen wurden Straßen und Keller unter Wasser gesetzt. Die meisten Ampeln fielen aus, gestört war auch der Verkehr von öffentlichen Bussen und Bahnen. Am Flughafen von Perth verzögerten sich viele Flüge. Das Unwetter hat vor allem zwischen Joondalup – hier mussten zwanzig Patienten der Notaufnahme in Sicherheit gebracht werden, nachdem Wasser durch die Decke eingedrungen war – und Mandurah eine Spur der Verwüstung hinterlassen. In der Nähe von King′s Park unweit der Stadt mussten 100 Bewohner eines Wohnblockes wegen eines Erdrutsches evakuiert werden.

Starkregen setzte viele Straßen unter Wasser

Foto: Michael Spencer/Flickr

In über 150.000 Haushalten war die Energieversorgung zeitweise unterbrochen unterbrochen. Betroffen waren nach Angaben von Western Power vor allem die Stadtteile Atwell und Willeton sowie die umliegenden Städte Albany, Dongara, Geraldton, Katanning, Moora und Narrogin. Ein Umspannwerk im Norden Perths war durch Blitzschlag außer Betrieb.

Kevin Rudd, der Premierminister der australischen Bundesregierung, hat der Regierung des Bundesstaates Western Australia Unterstützung zugesagt. New South Wales, Victoria und South Australia entsenden insgesamt 94 Zivilschutzhelfer, um bei der Abarbeitung der noch rund eintausend unerledigten Notrufe zu helfen. Der State Emergency Service hat unterdessen die Bürger aufgefordert, sich soweit wie möglich selbst zu helfen. Zahlreiche Schulen blieben am Dienstag und Mittwoch geschlossen. Am Mittwoch waren noch immer 8.000 Haushalte ohne elektrischen Strom. Das Gesundheitsministerium warnte die Bewohner von Perth, in den Flüssen zu schwimmen oder zu angeln, da durch die Überflutungen das Wasser verschmutzt wurde.

Große Hagelkörner

Foto: FCB Excalibur/Flickr

Nach den Angaben des australischen Bureau of Meteorology war der Montag der regenreichste Tag in Perth seit 1971. Durch das Unwetter endete einer der trockensten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Westen des Kontinents. Nach Angaben von Andrew Burton vom Bureau of Meteorology erreichte der Sturm in Böen Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km pro Stunde. Die Wetterwarte in Swanbourne im Westen von Perth meldete 48 Millimeter Regen, in Mount Lawley summierte sich der Niederschlag im Verlauf des Untwetters auf 39 Millimeter.

Erst am 6. März war ein ähnliches Unwetter über Melbourne im Südosten des Kontinents hinweggezogen.

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Quellen

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January 26, 2010

Tropische Zyklone hielten Australien in Schach

Tropische Zyklone hielten Australien in Schach

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Veröffentlicht: 18:25, 26. Jan. 2010 (CET)
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Zyklon Olga am 23. Januar

Foto: MODIS/NASA

Perth / Brisbane / Darwin (Australien), 26.01.2010 – Gleich drei tropische Wirbelstürme hielten in den vergangenen Tagen Australien in Schach. Zyklon Magda, der stärkste von ihnen, war in Western Australia für die Evakuierung von Bergleuten verantwortlich, die präventiv in Sicherheit gebracht wurden. Der Norden von Queensland und das Northern Territory wurden von den Zyklonen Neville und Olga bedroht.

Olga zog über die Kap-York-Halbinsel hinweg. Neville schlug eine etwas südlichere Bahn ein, konnte sich aber durch die Auswirkungen Olgas nicht richtig intensivieren und starb ab, bevor er das Festland erreichte. Der sogenannte Fujiwhara-Effekt, eine Art Tango zweier tropischer Wirbelstürme, ist ein seltenes Phänomen. Bureau-of-Meteorology-Regionaldirektor Jim Davidson erklärte, sich nicht an eine solche Wetterkonstellation in der Korallensee erinnern zu können.

Die Meteorologen des australischen Wetterdienstes hatten befürchtet, Olga könne sich zu einem „perfekten Sturm“ entwickeln, falls es dem System gelungen wäre, die Reste von Neville zu absorbieren. Queenslands Premierministerin Anna Bligh hatte die Bevölkerung vor bis zu 300 Litern Regen pro Quadratmeter gewarnt. Zwischen Cooktown und Port Douglas hatte sich die Bevölkerung ausgiebig auf das Eintreffen des Sturmes vorbereitet.

Hauptstraßen in Queensland

Kartographie: Fikri

Gegen 14:00 Uhr Ortszeit am 24. Januar überquerte Olga die Küste nördlich von Cairns am Cape Tribulation. Der Sturm entwickelte jedoch nicht wie vorhergesagt Windgeschwindigkeiten von bis zu 140  Kilometer pro Stunde. „Alle waren aufgeregt, dass etwas passieren würde, aber nichts geschah“, erklärte der Manager des Court House Hotels in Port Douglas. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke und Starkregen entwurzelte Bäume und überflutete Straßen in der Region. Zwischen dem 24. Januar um 9:00 Uhr und dem Abend des 25. Januar wurden in Townsville 55 Millimeter Regen gemessen und am Flughafen von Mackay waren es 51 Millimeter. Die Straßen zwischen Port Douglas und Cooktown wurden überflutet.

Der Ex-Zyklon Neville befand sich in der Nacht zum 25. Januar etwa 200 Kilometer östlich von Cardwell und der Landfall wurde am Montag für den Küstenabschnitt zwischen Townsville und Innisfail erwartet.

Der Norden Queensland liegt in den Tropen und heftige Regenfälle sind dort nicht ungewöhnlich. Die Meteorologen sagten, dass sich Olga über dem Carpentaria-Golf reintensivieren könne. Für die Golfküste zwischen Karumba, Queensland und Borrolool, Northern Territory besteht eine Sturmwarnung. „Unsere Computermodelle haben ex-Olga noch sieben bis zehn Tage lang auf den Karten, [das System] hängt um das Northern Territory oder den Carpentaria-Golf herum“, sagte Davidson.

Der tropische Zyklon Magda beschädigte an der Küste der dünnbesiedelten Region Kimberley einige Häuser, als sein Zentrum am 22. Januar gegen 5:00 Uhr Ortszeit in der Nähe von Broome die Küste überquerte. Meldungen über Schäden an der Infrastruktur wurden nicht bekannt. Zuvor hatte Mt Gibson Iron Ore Ltd. die Bergwerkstätigkeit auf Koolan Island unterbrochen und 228 Bergleute von der Insel weggebracht, 64 Arbeiter blieben als Notfallbesatzung in einem sturmsicheren Schutzraum auf der Insel. Am 25. Januar gab das Unternehmen bekannt, dass Magda keine Schäden an den Bergwerkseinrichtungen verursachte und die Produktion im Wochenverlauf wieder voll anlaufen kann.

Der Sturm hatte nach TRMM-Analysen vor dem Landfall ein Auge gebildet und westlich seines Zentrums mehr als 50 Millimeter Niederschlag abgeladen.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Australische Zyklonsaison 2009–2010“.

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Quellen

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