Siemens plant „Struktur- und Kapazitätsanpassungen“: 2.000 Stellen sollen in Deutschland entfallen

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Veröffentlicht: 13:22, 29. Jan. 2010 (CET)
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München / Bad Neustadt an der Saale / Erlangen (Deutschland), 29.01.2010 – Trotz einer positiven Geschäftsentwicklung plant der Siemenskonzern laut einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung „Struktur- und Kapazitätsanpassungen“ im industriellen Sektor. Insgesamt bedeutet das für Deutschland den Verlust von rund 2000 Arbeitsplätzen. Zur Begründung verweist die Unternehmensführung auf zwei Faktoren: Die Anpassung der Fertigungsstruktur wegen eines „Technologiewechsels bei Niederspannungsmotoren“ sowie die Absatzeinbrüche im Maschinen- und Anlagenbau.

Betroffen sind schwerpunktmäßig die Standorte Bad Neustadt (Saale) (840 Stellen) und Erlangen (300 Stellen). Weitere 850 Stellen sollen ohne konkrete Standortangabe im Bereich der „Division Industry Solutions“ entfallen. Siemens will dabei „möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen“ auskommen.

Am Standort Bad Neustadt an der Saale (Unterfranken) demonstrierten nach Bekanntwerden der Pläne spontan 1000 Menschen vor den Werkstoren der Firma. Die Produktion soll in ein Elektromotoren-Werk nach Mohelnice in Tschechien verlagert werden. Siemens will die Produktion energieeffizienter Motoren der nächsten Generation an dem tschechischen Standort bündeln.

Der Siemenskonzern beschäftigt in Deutschland insgesamt 402.000 Mitarbeiter. Vor zwei Tagen hatte der Vorstandsvorsitzende von Siemens, Peter Löscher, einen Gewinn des Konzerns in Höhe von 2,2 Milliarden Euro für das zurückliegende Quartal (Oktober/November/Dezember 2009) bekannt gegeben.

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