Neu Delhi: Europa schmeißt Mitbewerber im Rennen um den Bau von 126 Kampfjets aus dem Ring

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Veröffentlicht: 21:19, 28. Apr. 2011 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 28.04.2011 – Am Donnerstag überraschte das indische Verteidigungsministerium mit der Entscheidung zur geplanten Beschaffung von 126 Kampfjets. Allgemein war erwartet worden, dass der US-Hersteller Boeing oder Lockheed Martin den Zuschlag bekommen würden. Nach neuesten Informationen werden es die Europäer unter sich ausmachen. Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) und der französische Dessaultkonzern befinden sich mit ihren Jets alleine auf der Zielgeraden. 11 Milliarden Dollar schwer ist der Auftrag.

Die Bewerber und ihre Angebote:

Lockheed Martin – F 16

Boing – F/A-18

Saab – JAS 39

Russland – MiG 35

EADS – Eurofighter Typhoon

Dassault – F/Rafale

Begründet wurde die Entscheidung: „Die unterlegenen Bewerber haben die technischen Anforderungen nicht erfüllt.“ Timothy Roemer der US-Botschafter in Indien trat am Tag des Bekanntwerdens zurück. Er nannte berufliche und private Gründe für seine Entscheidung, zu einem möglichen Zusammenhang mit der Auftragsvergabe, wollte er sich nicht äußern, zeigte sich aber tief enttäuscht und fügte an: „Die USA wird versuchen die Zusammenarbeit mit Indien in Rüstungsprojekten auszubauen“.

Den endgültigen Zuschlag kann nur erhalten, wer die Endmontage des Jets in Indien garantiert. 50 Prozent des Auftragswertes müssen in indischen Unternehmen investiert werden. Indien will einen genauen Einblick in die Technik des Jets erhalten. Alle Bewerber hatten sich bereits auf diese Bedingungen eingestellt.

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Quellen