WikiNews de

June 17, 2010

HD+-WM-Spielplan nicht im Sinn von ARD und ZDF – Fußball in HD ohne Zusatzkosten

HD+-WM-Spielplan nicht im Sinn von ARD und ZDF – Fußball in HD ohne Zusatzkosten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:24, 17. Jun. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Deutschland, 17.06.2010 – Über die Satellitenplattform HD+ der gleichnamigen GmbH, einer Tochtergesellschaft des Satellitenbetreibers SES Astra, strahlt die RTL-Gruppe ihren HDTV-Ableger zu RTL aus. RTL erwarb die Senderechte von neun der 64 Spiele der FIFA-Fußballweltmeisterschaft in Südafrika und wird diese auch in hochauflösend im 1080i50-Format ausstrahlen. (Die Bezeichnung 1080i50 steht dabei für 1920*1080 Bildpunkte mit 50 Halbbildern pro Sekunde.) Eine nicht zulässige Verknüpfung dieser Plattform mit HDTV-Sendern der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten hat insgesamt zu einer gewissen Verwirrung geführt.

In einem Spielplan auf hd-plus.de/wm-spielplan[1] wird die Spielreihenfolge der über HD+ ausgestrahlten Spiele dargestellt. Zusätzlich zu den sechs Spielen der Vorrunde bei RTL HD werden auch die restlichen 42 Spiele der Vorrunde aufgelistet, die allerdings bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern ARD und ZDF in HDTV, das im 720p50-Format (entsprechend 1280*720 Bildpunkten bei 50 Vollbildern) sendet, zu sehen sein werden. Beim Lesen der genannten Infoseite springt einem ins Auge, dass diese mit der Überschrift „Fußball-WM: Alle Spiele bei HD+ zu sehen!“ eingeleitet wird und die Tabelle mit „Ihr HD+-Spielplan für die WM-Vorrundenspiele“ übertitelt ist. Das ist jedoch so nicht richtig, denn weder ARD noch ZDF senden ihre HD-Pendants über diese Plattform, und es ist auch nicht geplant, diese in Zukunft darüber auszustrahlen. Wird in den Erklärungstexten auf der Internetseite noch richtig beschrieben, wo welche Spiele der Vorrunde und das Finalspiel ausgestrahlt werden, so wird ausleitend erwähnt „Damit können die Zuschauer mit HD+ 58 Spiele in HD-Qualität genießen!“. Diese Aussage ist so korrekt. Dass die öffentlich-rechtlichen HD-Programme keinen HD+-fähigen Receiver voraussetzen, wird allerdings nicht erwähnt.

Auf Anfrage der Redaktion der Seite HDTVTotal.com gab dazu Peter Niedermeier, zuständig für Kommunikation und Marketing ARD Digital, gemeinsam für ARD und ZDF bekannt:

„Es könnte bei den Verbrauchern durch die Website sehr wohl der Eindruck entstehen, dass für den Empfang der öffentlich-rechtlichen HD-Programme ein HD+-fähiger Receiver sowie eine entsprechende Smartcard benötigt wird. Dies ist natürlich nicht in unserem Sinn.
Wie Sie richtig feststellen ist es vielmehr so, dass unsere Programme – und dies ist uns wichtig – mit den HD+-Boxen empfangen werden können, sie aber werden nicht über eine HD+-Plattform verbreitet. Wir erstellen unsere Multiplexe selbst. Die HD- und SD-Angebote der öffentlich-rechtlichen Programmanbieter sind nicht nur unverschlüsselt und ohne DRM-Restriktionen, sondern auch ohne zusätzliche Kosten zu empfangen.
Wir danken Ihnen für Ihren Hinweis und werden diesbezüglich auf Astra zugehen.“ (21.05.2010 14:52)

Das Erste und das ZDF werden nicht nur auf dem soeben genannten WM-Spielplan in Verbindung gebracht. Mit den HD+-fähigen Receivern sind die öffentlich-rechtlichen HD-Sender auch zu empfangen, weil diese Receiver DVB-standardkonforme Sender (sowohl HD- als auch SD-Sender) empfangen und anzeigen können und nur für die über HD+ ausgestrahlten Sender der RTL- und Pro7-Sat1-Gruppen mit spezieller Technik zur Entschlüsselung und Signalkontrolle außerhalb des Standards erweitert wurden. Somit kann HD+ GmbH auf ihrer Internetseite HD+-Sender und externe Sender miteinander in Bezug setzen „Bei HD+ können Sie das komplette Programm von RTL, SAT.1, ProSieben, VOX und kabel eins in hochauflösender HD-Qualität empfangen. Neben den privaten Sendern sind bspw. Das Erste, ZDF, ARTE, Anixe HD und Servus TV in HD-Qualität zu empfangen.“[2], obwohl diese nur die Empfangbarkeit über spezielle HD+-Receiver teilen und die anderen Sender auch ohne HD+ zu sehen sind. Diese Verbindung von für sich selbstständig richtigen Teilaussagen kann sehr leicht zu einem Fehlschluss beim Kunden führen.

Die Fußballweltmeisterschaft 2010 wurde am 11. Juni gestartet und das Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber Südafrika und Mexiko wurde im Ersten ausgestrahlt. Das Erste und das ZDF werden mindestens 46 der 64 Spiele des Turniers live übertragen.

Auf die Aussage der HD+ GmbH zu dem Thema der Vermischung von Informationen zu HD+ und HD warten wir noch. Wir werden diese nachreichen, sobald uns die in der vergangenen Woche telefonisch zugesagte E-Mail erreicht haben wird.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf hdtvtotal.com: „HD+ WM-Spielplan nicht im Sinn von ARD und ZDF – Fußball in HD ohne Zusatzkosten“ (von Andreas -horn- Hornig) (09.06.2010, 19:14 Uhr) .


Originäre Berichterstattung
Plume ombre.png
Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.
  1. www.hd-plus.de: „Fußball-WM: Alle Spiele bei HD+ zu sehen!“
  2. www.hd-plus.de: „Was ist HD+“

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 15, 2009

Nun auch modifizierte Vantage-Firmware für HD+ Smartcards

Nun auch modifizierte Vantage-Firmware für HD+ Smartcards

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:18, 15. Dez. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Deutschland, 15.12.2009 – Der nächste nicht für HD+ lizenzierte Receiver ist nun fähig über die HD-Plus-Plattform gesendete Sender RTL-HD und Vox-HD zu empfangen. Hobby-Programmierer haben die Firmware für die Vantage HD-PVR-Receiver erweitert und nun sei es möglich HD-Plus-Smartcards mit dem internen Lesegerät zu nutzen.

Vantage Receiver nutzen eine eigene Firmware, die im Gegensatz zum Betriebssystem der Dreambox nicht auf dem freien Linux-Betriebssystem basiert. Mit der Dreambox war es bereits 4 Tage nach dem Start der ersten HD-Plus Sender möglich, diese zu empfangen und entgegen der geforderten Kopierschutzmechanismen diese auch aufzunehmen.[1] Die modifizierte Vantage Firmware basiert dabei auf der schon älteren Softwareversion 2.55. Die Firmware laufe zwar stabil, jedoch meldeten einige Benutzer, dass sie mehrmals die Karte einlegen mussten oder den Emulator starten mussten, bis die Smartcard erkannt wurde und damit das Programm entschlüsselt werden konnte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. www.HDTVTotal.com: „HD+ läuft nun auf nicht zertifizierten Dreamboxen (04.11.2009, 17:52 Uhr)“

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 4, 2009

RTL Group beginnt Ausstrahlung von RTL HD und VOX HD auf HD+ und sendet ersten nativen HD-Film

RTL Group beginnt Ausstrahlung von RTL HD und VOX HD auf HD+ und sendet ersten nativen HD-Film

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:11, 4. Nov. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Köln (Deutschland), 04.11.2009 – Die Sendergruppe RTL begann am 1. November offiziell mit der Ausstrahlung ihres HDTV-Programmes über SES Astras HD-Plus-Plattform. Der erste Film war „Stirb Langsam 4.0“ mit Bruce Willis auf RTL HD.

Sowohl RTL HD und VOX HD werden als Simulcast-Sender auf einem eigenem Kanal gesendet, so dass zwischen dem herkömmlichen Sender in Standardauflösung (SD) in 576i50 (720zu576 Bildpunkte bei 50 Halbbilder) und dem hochauflösendem Sender (HD) in 1080i50 (1920zu1080 Bildpunkte bei 50 Halbbilder) umgeschaltet werden kann. Zusätzlich muss man über einen HD-Plus-fähigen Receiver verfügen, da sowohl beim Übertragungsstandard als auch bei der digitalen Kodierung auf die neueren Standards DVB-S2 und MPEG-4 gesetzt wird, und nicht – wie bei SD-Sendern – auf DVB-S und MPEG-2. Selbst wenn man über einen bereits seit mehreren Jahren verkauften HD-Receiver mit Unterstützung dieser Standards verfügt, wird das Gerät die HD-Plus-Sender nicht empfangen können, da zum Empfang spezielle HD-Plus-fähige Receiver benötigt werden.

Die RTL Gruppe entschloss sich, die HD-Plus-Plattform zu nutzen, weil nur über diese und die dazu gehörigen Geräte der Lizenzvereinbarungen mit den Filmstudios zu wahren seien. HD-Plus-Geräte verfügen über Kontrollfunktionen, mit denen unter anderem die Aufnahme einer Sendung gänzlich unterbunden oder aber das Überspringen von Werbung (und Filminhalten) unterbunden werden kann. So wolle man das Geschäftsmodell des Werbefernsehens schützen.

Die HD-Plus-Receiver sind erst seit letzter Woche in den Geschäften erhältlich oder wurden durch ein Update dazu in die Lage versetzt. So ist bereits in begrenzten Stückzahlen der Technotrend TT-micro S835 HD+ erhältlich und der Humax HD-Fox bekam Ende Oktober mit einem Tag Verspätung sein Update über den Satelliten gesendet. Zum Empfang der in Nagravision verschlüsselten Sender wird eine Smartcard benötigt, die den Receivern beim Kauf beiliegt oder bei den Receiverherstellern gegen eine Bearbeitungsgebühr beantragt werden kann. Für den updatefähigen HD-Fox kann diese bei myhumax.de[1] beantragt werden.

Es lassen sich aber nicht alle bereits verkauften Receiver updaten. Eine Liste mit Modellen ist auf hd-plus.de/receiver-tabelle[2] einsehbar. Einige Hersteller hatten bereits angekündigt, ihre Receiver ebenfalls für HD+ anzupassen. Da es diesen an einer CI-Plus-Unterstützung mangelte, wurden seitens Astra entsprechende „Legacy Module“ angekündigt, die zusammen mit einem Firmwareupdate den Empfang von HD+ möglich machen sollten. Diese Module wurden aber bereits auf Mitte nächsten Jahres verschoben. Der Nachfolger des Common Interfaces (CI) – der Schacht zur Aufnahme der Module für die Smartcards – ist somit dafür verantwortlich, dass über 500.000 bereits verkaufte HD-Receiver – ca. 350.000 Stück sollen HD-Sat-Receiver sein – erst einmal nicht für HD-Plus verwendbar sind. Damit wird der Start der Sender beinahe unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Dieses erinnert an die Anfangszeiten der HDTV-Ambitionen in Deutschland, als im Jahre 2005 Pro7 und Sat.1 ihre HD-Sender starteten und ebenfalls eine geringe Zuschauerschaft vorhanden war. Die RTL Group begründete in der Zeit zwischen 2005 und der Ankündigung ihres HDTV-Engagements die abwartende Haltung damit, dass die Anzahl an Empfängern noch zu gering sei und man auf einen signifikanten Anstieg warten wolle.

RTL und VOX sind die Vorhut der deutschen HD-Sender auf HD-Plus. Weitere Sender der RTL Group haben noch keinen offiziellen HD-Einstieg angekündigt, dafür werden Pro7 und Sat.1 nach der Beendigung ihres frei empfangbaren HD-Angebotes in 2008 im Frühjahr 2010 über HD-Plus wieder starten[3].

Beim Kauf eines HD-Plus-Receivers oder der eventuell in 2010 erhältlichen „Legacy Module“ wird eine Smartcard im Kaufpreis enthalten sein. Diese Karte schaltet die Sender für ein Jahr frei. Nach Ablauf des Probejahres muss der Kunde die Karte für 50 Euro wieder freischalten lassen bzw. eine neue erwerben. Dieses Prepaid-Zahlungsmodell ist laut Astras Aussagen kein Abonnement für Pay-TV, sondern eine reine Infrastukturgebühr, die mit der Bereitstellung des Signals ähnlich einem Kabelanschlusses vergleichbar sei. Der Preis richte sich daher nicht an die Anzahl der Programme und bleibe damit erst einmal bei 50 Euro pro Jahr. Wenn der Kunde nach dem Probejahr die Karte nicht verlängert, können zwar die HD-Plus-Programme nicht mehr empfangen werden, aber die Receiver können weiterhin die bereits ausstrahlenden Free-to-Air-Sender wie Anixe HD oder Servus TV oder die in 2010 startenden deutschen öffentlich-rechtlichen HD-Programme empfangen. Diese werden nicht über HD-Plus gesendet und nutzen auch keine Verschlüsselung. Der Receiver bleibt also weiterhin nutzbar.

Die HD-Plus-Kontrollmechanismen zur Unterbindung von Aufnahmen oder zur Verhinderung der Spul-Funktionen moderner Festplatten-HDTV-Receiver (Timeshifting) sollen laut Statements der HD-Plus-Sender auch angewendet werden. Ob eine Anwendung der HD-Plus-Kontrollmechanismen zukünftig auch bei den SD-Angeboten der an HD+ beteiligten Sender geplant ist, darüber lässt sich nur spekulieren. Technisch wäre das jedenfalls möglich, wenn sich erst einmal genügend Zuschauer entsprechende HD-Plus-Geräte angeschafft haben.

Die HD-Plus-Kontrollmechanismen riefen bereits Verbraucherschützer auf den Plan[4] und in Internetforen gibt es auch schon entsprechende Boykottaufrufe[5], da man durch HD-Plus-Kontrollmechanismen stark eingeschränkt wird und die Sender die Kontrolle über die Funktionen der HD-Plus-Receiver übernehmen und somit die Zuschauer entmündigen.

Auf der “Fragen und Antworten” Rubrik auf RTL-HD.de ist folgende Aussage zu finden:

6. Können Sendungen bei RTL HD aufgezeichnet und auf DVD archiviert werden?

Bei RTL HD wird das Aufzeichnen von Sendungen auf HD+ Receivern mit integrierter Festplatte (Digitale Videorekorder) generell gestattet sein. Allerdings ist bei diesen Aufzeichnungen die Wiedergabe nur in Echtzeit möglich.
Bei Endgeräten mit integrierter Festplatte, die über eine CI Plus-Schnittstelle und einem entsprechenden CI Plus-Modul RTL HD entschlüsseln, wird das längerfristige Aufzeichnen zunächst nicht gestattet sein. Allerdings wird die sogenannte Time-Shift-Funktionalität nutzbar bleiben.
Aufgezeichnete Sendungen von RTL HD können nicht auf einem HD-fähigen Datenträger archiviert werden. Eine Aufzeichnung und Archivierung des analogen und digitalen SD-Programmsignals wird allerdings weiterhin möglich sein.“[6]

Der erste nativ in HD ausgestrahlte Film auf RTL HD war der Actionfilm „Stirb Langsam 4.0“ mit Bruce Willis. Der Anteil an echten HDTV-Filmen und Serien soll stetig gesteigert werden und umfasst dabei zur Anfangszeit vor allem US-Serien wie „Dr. House“, „Bones“, „Monk“, „CSI: Den Tätern auf der Spur“ auf RTL oder „CSI: NY“ auf VOX. 2010 sollen auf RTL dann zusätzlich Live-Sendungen wie RTL Aktuell sowie Sportevents wie die Formel 1 und die Fußball-WM in HDTV gesendet werden. Die restlichen Sendeanteile werden auf 1080i50 hochskaliert. Ein neues Senderlogo für den Kanal wurde ebenfalls enthüllt. Ob damit dann nur die nativen HD-Sendungen markiert werden, so dass der Zuschauer echtes HD erkennen kann, oder das Logo permanent genutzt wird, ist noch nicht bekannt. Einige Programmzeitschriften wie die TVmovie[7] haben die Markierung der echten HD-Sendungen in ihren Angaben bereits integriert.

Empfangsparameter:

  • Frequenz: 10.832 MHz
  • Polarisation: horizontale
  • 8PSK
  • Symbolrate: 22000
  • FEC: 2/3

Themenverwandte Artikel

Quellen

  1. www.myhumax.de: „myhumax.de – Beantragen der HD+ Smartcard mach Firmwareupdate“
  2. www.hd-plus.de/receiver-tabelle: „hd-plus.de/receiver-tabelle – Liste der HD-Plus-Receiver“
  3. www.de.wikinews.org: „HDTV-Kanäle von Pro7, Sat.1 und Kabel 1 starten auf der HD+ Plattform im Januar 2010“
  4. www.de.wikinews.org: „Astra startet Website zu seinem HD-Plus-Service – Verbraucherschutzzentrale warnt vor verwendetem CI+“
  5. www.i-have-a-dreambox.com: „Aufruf gegen die neue Astra Plattform HD+“
  6. www.rtl-hd.de: „FRAGEN UND ANTWORTEN – 6. Können Sendungen bei RTL HD aufgezeichnet und auf DVD archiviert werden?“
  7. www.tvmovie.de: „TVmovie.de „Stirb Langsam 4.0“ auf RTL HD in nativem HD“

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 27, 2009

HDTV-Kanäle von Pro7, Sat.1 und Kabel 1 starten auf der HD+ Plattform im Januar 2010

HDTV-Kanäle von Pro7, Sat.1 und Kabel 1 starten auf der HD+ Plattform im Januar 2010

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:23, 27. Jul. 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

München (Deutschland), 27.07.2009 – Die ProSiebenSat1 Media AG gab bekannt, dass im Januar 2010 die drei Sender Pro7, Sat.1 und Kabel 1 als HDTV-Programme auf der ASTRA-HD+-Plattform ausgestrahlt werden, auf der dann auch RTL und VOX HD ausgestrahlt werden.

Markus-Zahler, Sprecher für SES-Astra, erklärte: „Wir alle mögen unsere HD+-Plattform und haben Sie so weit wie möglich für alle Parteien geöffnet, Content Inhaber und Hersteller. Der Content-Inhaber möchte eine größtmögliche Reichweite seiner Inhalte, und der Hersteller möchte attraktive Produkte, letztendlich entscheidet aber der Verbraucher.“

Andreas Bartl von der German TV Group, in der die vier Hauptsender zusammengefasst sind, sagte: „Unsere drei Vollprogramme nun auf HD+ anbieten zu können, ist ein Meilenstein in Sachen Technik- und Qualitätsangebot an unsere Zuschauer. Das Angebot von HD+ kommt für uns genau zur richtigen Zeit.“ Denn schon heute gebe es über 13 Millionen HD-fähiger Flachbildschirme in Deutschland.

Empfänger für ASTRA HD+ soll es ab Herbst geben. Die ersten Modelle sollen schon zur Internationalen Funkausstellung Berlin (IFA09) in Berlin gezeigt werden.

Astra HD+ (HD-Plus) wird vom Betreiber als neutrale Plattform bezeichnet und wird den Sendern zur Ausstrahlung ihrer HDTV-Programme angeboten. Zum Empfang von HD+-Sendern werden spezielle HDTV-Receiver und Smartcards benötigt. Diese Smartcards müssen gekauft werden und gelten ein Jahr. Beim Kauf eines Receivers wird eine Prepaid-Card für das erste Jahr beiliegen, nach Ablauf des Jahres können von der Smartcard abhängige Sender nicht mehr gesehen werden, aber der Empfang freier Sender bleibt möglich. Astra sieht vor, dass diese Smartcards entweder direkt in den HD+ Receiver eingeschoben werden, man will aber auch den Nachfolger des Common Interface (CI) mit der Bezeichnung CI+ unterstützen.

ProSiebenSat1 Media startete 2005 bereits mit einem fast zwei Jahre dauernden Testbetrieb ihrer HDTV-Sender von Pro7 und Sat.1 und stellte den Testbetrieb im Februar 2008 wieder ein. Das Unternehmen begründete diesen Schritt damit, dass es zu dem Zeitpunkt ca. 150.000 verkaufte HDTV-Receiver für den Empfang in den Haushalten gegeben habe und diese Entwicklung unter den Erwartungen geblieben sei. Aktuell wird sich die Anzahl der HDTV-Receiver über dieser Marke befinden. Mehrere Quellen geben dazu Angaben:

  • Die BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) beziffert die Verbreitung in den Haushalten bei etwa zwei Prozent – die Verbreitung von HD-fähigen Displays wird dort mit 13 Prozent angegeben.[1]
  • Die Multimedia-Illustrierte INFOSAT gibt dazu absolute Zahlen bei Kabelreceiver 150.000 und Satellitenreceiver 500.000 Stück für 2009.[2]
  • SES-Astra gibt selber 530.000 verkaufte Satellitenreceiver bis 2009 an, was 75 Prozent aller verkaufter HD-Receiver entsprechen soll.[3]

Diese aktuell rund 500.000 HDTV-Receiver können aber nicht alle die von Andreas Bartl genannten 13 Millionen Displays mit dem HDTV-Signal der über HD+ ausgestrahlten Sender beliefern. Für Sender, die über HD+ ausgestrahlt werden, werden gänzlich neue Receiver benötigt, und die allerersten Receiver für HD+ wird es zur IFA09 geben.

Für den Empfang der neuen HD-Sender werden also neue Receiver benötigt, die aber nicht nur neue, hochauflösende Inhalte ins Wohnzimmer bringen, sondern auch erweiterte Rechteauswertung. So kann durch CI+ das Aufzeichnen ganz verhindert oder auf eine bestimmte Anzahl an Kopien begrenzt werden. Die Aufnahmen lassen sich verschlüsselt speichern und nach einem Löschsignal oder Ablaufdatum auch wieder komplett von der Festplatte löschen. Wenn TimeShift, also das zeitversetzte Aufnehmen und Abspielen, erlaubt wird, kann aber das Vorspulen über die Werbepausen untersagt werden. Dieses erweiterte Rechtemanagement kann vom Sender und Rechteinhaber mit den neuen Geräten ausgeführt werden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  1. bitkom.org: „Tipps für hochauflösendes Fernsehen“
  2. infosat.de: „Fachverband Satellit & Kabel im ZVEI: Positive Umsatzentwicklung im Bereich CE“
  3. aps.de: „ASTRA: Absatz digitaler HD-Sat-Receiver verdoppelt“

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 19, 2009

Astra startet Website zu seinem HD-Plus-Service – Verbraucherschutzzentrale warnt vor verwendetem CI+

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:21, 19. Jul. 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

München (Deutschland), 19.07.2009 – Der Satellitenbetreiber Astra hat nun unter www.hd-plus.tv die Website zu seinem HD-Plus-Service gestartet.

Zur Zeit befindet sich die Site noch im Aufbau, und es gibt nur rudimentäre Informationen zum Service. So befindet sich dort der Hinweis, dass zu den ersten Kunden die RTL-Gruppe gehöre und diese ab Herbst HDTV-Ableger der Programme von RTL und VOX über HD-Plus ausstrahlen wolle. Ebenfalls wird dort das Logo enthüllt.

Unter HD-Plus sollen vor allem HDTV-Sender vermarktet und dem Zuschauer angeboten werden. Einen ähnlichen Anlauf unternahm Astra bereits mit Entavio, das aber verstärkt auf klassische SDTV-Sender und Pay-TV setzte und in Fachkreisen schnell einen Ruf zur Durchsetzung der Grundverschlüsselung bekam. HD-Plus setzt nun auf HDTV-Sender und wird über spezielle HD-Plus-Receiver zu empfangen sein. Eine Ausweitung auf andere Receiver sei möglich, werde aber momentan aus Kopierschutzgründen nur für Receiver mit CI-Plus-Unterstützung erwogen.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Wesfalen warnt vor dem Kauf von HD-Receivern mit CI-Plus-Unterstützung. So heißt es auf der Internetpräsenz: „Die Verbraucherzentrale NRW lehnt die HD-Planung der werbefinanzierten Privatsender und von APS/ASTRA wegen der zuschauerunfreundlichen Eigenschaften von CI-Plus ab.“ Mit der CI-Plus-Technik könnten die TV-Sender den heimischen Umgang mit ihren Sendungen besser kontrollieren, beispielsweise könne das Vorspulen von Reklame unterdrückt oder die Aufnahme verhindert werden. Andererseits zeigt die Verbraucherzentrale, dass das Angebot erst noch wachsen wird und dementsprechend sich noch Standards entwickeln müssen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

Originäre Berichterstattung
Plume ombre.png
Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 7, 2007

Veröffentlichung von HD-DVD-Entschlüsselungscode sorgt für Aufruhr im WWW

Veröffentlichung von HD-DVD-Entschlüsselungscode sorgt für Aufruhr im WWW

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:27, 7. Mai 2007 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

HD-DVD Logo

San Francisco (Vereinigte Staaten), 07.05.2007 – Die Social-News-Internetsite „Digg.com“ wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. April möglicherweise einer Art Benutzeraufstand ausgesetzt. Dieser könnte eine Antwort auf die Löschung von mehreren Artikeln sein, in denen ein Entschlüsselungs-Code für HD-DVDs veröffentlicht wurde, der es Privatpersonen erlaubt, den HD-DVD-Kopierschutz zu entfernen. Benutzer oder Hacker veröffentlichten daraufhin Artikel mit Links zu diesem Code. Etwa um 1:40 Uhr Ortszeit (Eastern Time) war Digg.com nicht mehr erreichbar. Kurze Zeit später kehrte die Site mit einer Nachricht von Diggs-Gründer Kevin Rose zurück, in der er schrieb, dass er keine weiteren Artikel mit dem enthaltenen Code mehr löschen werde.

Vorher war in einer auf der Website veröffentlichten Erklärung zu lesen gewesen: „Wir werden bald zurückkehren. Digg.com wird für eine kurze Zeit vom Netz genommen, während wir ein paar Veränderungen vornehmen.“ In der Titelzeile des Browsers erschien neben dem Digg.com-Schriftzug der Hinweis „Out of Service“: außer Betrieb.

Laut Mitbegründer Jay Adelson wurden die Benutzerartikel wegen Verletzung geistigen Eigentums gelöscht. Einige Benutzer der Site vermuteten jedoch, dass die Artikel im Zusammenhang mit der Motion Picture Association of America (MPAA) und dessen Podcasts „Diggnation“ gelöscht wurden.

„Wir mussten einen Anruf tätigen, und in unserem Wunsch, ein Szenario zu vermeiden, bei dem Digg unterbrochen oder geschlossen werden würde, entschieden wir uns, uns zu fügen und die Artikel mit dem enthaltenen Code zu löschen. Jetzt aber, nachdem wir Hunderte von Artikeln gesehen und Tausende von Kommentaren gelesen haben, habt ihr es klar gemacht. Ihr würdet Digg lieber kämpfend untergehen sehen, als sich einer größeren Firma zu beugen. Wir haben euch vernommen, und ab sofort werden wir keine Artikel oder Kommentare mit dem enthaltenen Code mehr löschen und jegliche Konsequenzen daraus in Kauf nehmen“, sagte Kevin Rose in einer Erklärung im Digg-Blog. Die Erklärung erschien auch als ein von Rose eingeschickter Artikel auf der Hauptseite von Digg. Rose band den Entschlüsselungscode in den Titel des Artikels ein und schloss sich unzähligen Benutzern durch Wiederholen des Codes im Kommentarbereich des Artikels an.

Daraufhin begann ein augenscheinlich großer Teil der Benutzer, die Website mit dem 16-stelligen Code in so einem Ausmaß zu spammen, dass die Seite beinahe unlesbar wurde. Benutzern war es nicht mehr möglich, Artikel zu veröffentlichen, obwohl noch eine Bestätigung beim Einschicken von neuen Artikeln angezeigt wurde.

Im Vorfeld dieser Benutzeraktion wurde der Suchmaschinenbetreiber Google von der für die Lizenzvergabe von AACS zuständigen Organisation-Advanced-Access-Content-System-License-Administrator aufgefordert, mehrere Internetseiten mit besagten Code aus der Datenbank zu entfernen und eine Unterlassungserklärung abzugeben, um so einen Rechtsstreit zu umgehen. Die zuständige Kanzlei deute die Indizierung der Links zu diesen Seiten als Verletzung des US-amerikanischen Digital Millenium Copyright Acts (DMCA), der das Umgehen, das Verbreiten von Software zur Umgehung und auch das Beschreiben der Umgehung im Ganzen und in Teilen von Kopierschutz-Maßnahmen verbietet.

Diese juristische Aufforderung an Google und die Zensierung der Artikel in Digg waren nicht die einzigen Gründe, warum die Benutzer sich der Eigenschaften des Web 2.0 bedienten und eine Spam-Attacke durchführten, sondern nur die prominentesten Fälle. Wie viele andere Seiten ist auch Digg auf die freiwillige Teilnahme der Benutzer angewiesen, um Inhalte zu generieren. Bei Digg können Benutzer Links zu anderen Seiten setzen, um diese anderen Benutzern mitzuteilen und auf diese hinzuweisen. Eine größere Kontrollinstanz ist nicht vorhanden, so dass die Artikel nur auf wenige redaktionelle Themen und unerwünschte Inhalte, wie Pornographie und rassistische Inhalte, im Nachhinein geprüft werden und schnell veröffentlicht werden können. Diese wenigen Filtermethoden führten zur Flut an Veröffentlichung als Protestreaktion und der folgenden Aufgabe der überforderten Verantwortlichen von Digg.

Aber nicht nur Digg ist von dieser Benutzerrevolte betroffen, sondern auch weitere Seiten mit vornehmlich User Generated Content. So wurden unter anderem auch die englische und deutsche Wikipedia von Benutzern zur Verbreitung des Codes benutzt, welcher in diversen passenden Artikeln eingefügt wurde. Zusätzlich wurde ein eigener Artikel über den Ablauf der Ereignisse gestartet. Dieser Artikel wird dort unter dem Namen HD-DVD Nacht geführt.

Mittlerweile wurden auch vom AACS LA die ersten Kommentare zu diesem Vorfall veröffentlicht. Herr Michael Ayers, chair of the AACS business group, gab auf BBC News wieder, dass er diese Reaktion der Benutzer für eine interessante Wendung gehalten habe, und gab bekannt:

„Sie können das Für und Wider diskutieren. Wir wissen, dass einige sehr kritisch bezüglich dieser Technologie sind. Aber die Grenze ist überschritten, wenn wir sehen, dass die Schlüssel und Werkzeuge zur Umgehung veröffentlicht werden. Ihr begebt euch außerhalb des Raumes, der von freier Meinungsäußerung (US-Term: „Free Speech“) geschützt wird.“

Er machte noch keine genauen Angaben dazu, wie gegen die Veröffentlichung vorgegangen wird, aber angemessene Reaktionen sollen folgen, auch wenn es technisch aufwendig werden wird, jeden, der den Key veröffentlicht hatte, aufzustöbern. Auch sei der Kopierschutz nicht gebrochen, und besagter Key sei schon geändert und werde bei zukünftigen Filmveröffentlichungen nicht mehr eingesetzt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 02.05.2007, demzufolge für seine Erstellung folgende Quellen verwendet wurden:

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 3, 2007

EMI will zukünftig Musik ohne Kopierschutz anbieten

EMI will zukünftig Musik ohne Kopierschutz anbieten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:22, 3. Apr. 2007 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

London (Vereinigtes Königreich), 03.04.2007 – Der Musikkonzern EMI hat angekündigt, bald Musik ohne Kopierschutz im Internet anzubieten. Dies soll zunächst über das Angebot „iTunes“ von Apple erfolgen. Das Unternehmen ist damit der erste große Anbieter der Branche, der digitale Musik in dieser Form verfügbar macht. Zugleich soll die Tonqualität der so angebotenen Musikstücke erhöht werden.

Durch das so genannte „Digital Rights Management“, war es bisher nur sehr eingeschränkt, beziehungsweise überhaupt nicht möglich die heruntergeladenen Lieder zu kopieren, um sie zum Beispiel auf verschiedenen MP3-Playern zu nutzen.

Ob weitere Unternehmen ähnliche Schritte folgen lassen, wurde noch nicht bekannt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Internet

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 30, 2006

Anti-Piraterie-Kopierschutz für hochauflösende Speichermedien möglicherweise gehackt

Anti-Piraterie-Kopierschutz für hochauflösende Speichermedien möglicherweise gehackt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 17:21, 30. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Hier stand einmal ein Bild, das von den Commons aus eingebunden wurde, dort aber gelöscht wurde.

Vereinigte Staaten, 30.12.2006 – Mehrere an dem Verschlüsselungssystem der hochauflösenden DVD-Nachfolgermedien beteiligten Firmen analysieren gegenwärtig die Behauptungen eines Hackers, der behauptet, den für den Schutz der neuen DVD-Generation zuständigen Code vor illegaler Vervielfältigung gecrackt zu haben. Dieses wurde von einem Repräsentanten einer dieser Firmen am Donnerstag, dem 28. Dezember 2006, angegeben.

Der unter dem Spitznamen „Muslix64“ auftretende Hacker gab Details über den von ihm durchgeführten Prozess bekannt, um die Verschlüsselung zu entschlüsseln. Zweck des eingesetzten Kopierschutzes Advanced Access Content System (AACS) ist es, illegales Kopieren zu verhindern. Es soll die Geräte einschränken, die fähig sind, die DVDs abzuspielen.

Zu den Firmen, die die Verschlüsselung entwarfen, um damit die hochauflösenden Formate zu schützen, gehören unter anderem Walt Disney Co., Intel Corp., Microsoft Corp., Toshiba Corp. und Sony Corp.. Diese hochauflösenden Formate umfassen das von Toshiba und einer Reihe anderer Firmen entwickelte HD-DVD-Format und das von Sony und dessen Partnern in diesem Vorhaben entwickelte Blu-ray-Disc-Format.

Der Hacker veröffentlichte seine Entschlüsselungscodes auf einer bekannten Hackerinternetseite und einen Kurzfilm auf einer Videointernetseite. Der Kurzfilm zeigt den Ablauf des Kopierens mehrere Filme, wie „Full Metal Jacket“ von Warner Bros. und „Van Helsing“ von Universal Studios.

„Muslix64“ erwähnte auch, dass er weiteren Quellcode am zweiten Tag des neuen Jahres veröffentlichen werde. Gemäß seiner Aussage werden die zusätzliche Codes es erlauben, eine breitere Auswahl an Spielfilmtiteln zu kopieren.

Die Firmen könnten sich wegen der Unfähigkeit, ihre Filmproduktionen zu schützen, in einer schwierigen Situation wiederfinden. Dieses beunruhigt besonders diejenigen, die das Ziel verfolgen, ihr Erlöse anzutreiben. Sie sind sich der Tatsache bewusst, dass die Standard-DVD nicht mehr so zugkräftig ist, wie sie es einst war. Mit dem Verkauf von DVD-Filmen erwirtschaftete die Filmindustrie im Jahr 2005 einen Erlös von rund 24 Milliarden US-Dollar.

Der Technologieexperte Adrian Kingsley-Hughes schrieb auf der englischen Internetseite ZDNet.com, dass der von „Muslix64“ geschaffene Entschlüsselungscode recht authentisch aussehe. Er schrieb weiter, dass der Entschlüsselungscode für HD-DVDs denjenigen nutzen könne, die ein Back-Up ihrer Scheiben erstellen wollen. Allerdings wird insgesamt gesehen keines der rivalisierenden Formate wegen dieses möglichen Hacks im Vorteil sein.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 29.12.2006

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 10, 2006

Electronic Entertainment Expo 2006: Offizieller Start der Playstation3 angekündigt

Electronic Entertainment Expo 2006: Offizieller Start der Playstation3 angekündigt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:42, 10. Mai 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Playstation 3 auf der Tokyo Game Show 2005. Noch mit altem Kontroller

Las Vegas (Vereinigte Staaten), 10.05.2006 – Sony hat auf der Spielemesse Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles den offiziellen Start der PlayStation3 (PS3) in Europa für den 17. November dieses Jahres bekannt gegeben. Mit einem Doppelkern-Chip namens „CELL“, einem Blu-ray-Laufwerk und einem für Sony einmaligen annähernd gleichzeitigen weltweiten Verkaufsstart (eine Woche nach Japan und den USA) wird die neue Konsolengeneration eingeleitet.

Die PS3 wird in zwei verschiedenen Versionen beziehungsweise Ausstattungsvarianten erscheinen. Die eine Variante der Konsole wird eine 20-Gigabyte-Festplatte beinhalten (zirka 499 Euro) und keine HDMI Schnittstelle besitzen. Die schon etwas üppigere zweite Variante ist mit einer 60-Gigabyte-Festplatte sowie HDMI, W-LAN und Speicherkartenleser (MS, SD, CF) ausgestattet (zirka 599 Euro). Trotzdem erfüllt auch die Mehrausstattung der zweiten Variante nicht alle Erwartungen, nachdem Sony letztes Jahr noch einen zweiten HDMI-Anschluss für die PS3 versprochen hatte.

Beiden Austattungen bieten jeweils:

  • Blu-ray-Laufwerk (vermutlich zweifache Geschwindigkeit, neun Megabyte pro Sekunde)
  • Ethernet-Anschluss (Gigabit)
  • USB-2.0-Anschlüsse für Erweiterungen
  • Bluetooth (vor allem für die kabellosen Gamepads)

Altes Design des PS3 Gamepads

Zur großen Freude aller Anhänger von Sonys bisherigen Gamepads der PS1 und PS2 hat man den Gamepad, welchen man im vergangenen Jahr vorstellte, verworfen. Dieser erinnerte eher an das Modell „Sidewinder“ von Microsoft. Auf der E3 stellte man die PS3 nun mit einem Gamepad vor, der dem der PS2 weitgehend gleicht, allerdings kabellos, in Silber gehalten und mit Bewegungssensoren ausgestattet ist, welche auf dreidimensionale Bewegungen reagieren. Diese Sensorentechnologie bedeutet aber auch den Wegfall des altbekannten Dual-Shock-Systemes, da dieses die Bewegungssensoren gestört hätte. Im Zusammenhang mit den Gamepads erlaubt es die PS3, die PlayStation Portable (PSP) als Gamepad mit erweiterten interaktiven Features zu nutzen.

Ein umfangreiches Onlineangebot wird ebenfalls nutzbar sein, welches kostenlos angeboten wird. Dieses Angebot soll sich von Video-Chat und VOIP über Onlinespiele bis zu einem VoD-Dienst erstrecken.

Vorerst wird die Konsole nur in schwarz erscheinen. Auch optisch werden sich die beiden Konsolen, wenn auch nicht im großen Stil, unterscheiden. Die gehobenere Ausstattung schmückt ein Chromstreifen auf der Oberfläche. Ob es eine Möglichkeit gibt, die PS3 von der Standardvariante zu der Premiumvariante mit einem Zusatzpack zu erweitern, so wie es bei der Xbox360 der Fall ist, wurde nicht bekannt gegeben.

Hier stand einmal ein Bild, das von den Commons aus eingebunden wurde, dort aber gelöscht wurde.

Auf Grund der Eigenschaft des Filmkopierschutzes AACS, die Analogausgabe von Spielfilmen von Blu-ray-Discs über die Digitalausgänge zwingen zu können und nach dem „Analog Sunset“ (zu Deutsch „analoger Sonnenuntergang“) am 31. Dezember 2011 diese ganz abschaltbar zu machen, so dass ausschließlich über digitale Ausgänge mit HDCP-Kopierschutz ausgegeben wird, ist es offen, ob ein „Upgraden“ überhaupt möglich ist. Wenn wieder sechs Jahre bis zum Konsolennachfolger benötigt werden, verbliebe genügend Zeit, aber es wäre nicht kundenfreundlich, da Konsolen auch länger genutzt werden, und der Rechteinhaber des Filmes kann auch, ohne dieses zu berücksichtigen, den Blu-ray-Film schon vor dem Analog Sunset per Steuerbefehl exklusiv über HDMI ausgeben lassen.

Mit 599 Euro wird die Premiumvariante der PS3 im Vergleich zu den vorangekündigten reinen Blu-ray-Disc-Playern günstiger sein, und dabei liegt das Hauptaugenmerk auf Videospielen. Reine Blu-ray-Player wurden bis jetzt mit einem Preis von 800 bis 1.000 US-Dollar angekündigt.

Auf der E3 wurde ausschließlich Inhalte mit 1080p Bildauflösung und 60 Bildern pro Sekunde ausgegeben. Es wurde das Auto-Rennspiel „Grand Tourismo“ gezeigt, und mit „Metal Gear Solid“ und „Final Fantasy XIII“ gab es weitere Ankündigungen von Spielen, die 1080p nutzen werden. Die Firma Electronic Arts gab bekannt, zehn Spiele zum Verkaufsstart anbieten zu können, wobei unklar ist, ob bei diesen ebenfalls 1080p genutzt wird.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 8, 2006

Consumer Electronics Show 2006: Filmstudios kündigen Blu-ray Disc und HD-DVD Spielfilmtitel an

Consumer Electronics Show 2006: Filmstudios kündigen Blu-ray Disc und HD-DVD Spielfilmtitel an

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 12:59, 8. Jan. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Hier stand einmal ein Bild, das von den Commons aus eingebunden wurde, dort aber gelöscht wurde.

Las Vegas (Vereinigte Staaten), 08.01.2006 – Auf der am Donnerstag in Las Vegas gestarteten Consumer Electronics Show (CES) gaben die großen Filmstudios ihre Vorstellungen für das Nachfolgemedium der DVD bekannt. Genaue Angaben zum tatsächlichem Starttermin und Preise der vorbespielten Kaufmedien der Blu-ray Disc und HD-DVD wurden noch nicht genannt. Als Verkaufstart der Filme und Abspielgeräte wird von beiden konkurrierenden Lagern das Ende des ersten Quartals 2006 angegeben.

Von Sony wurde bekannt, zum Blu-ray-Start 20 Titel der hauseigenen Filmfirma Sony Pictures und der in 2005 erworbenen MGM Studios anbieten zu wollen. Darunter werden sich Neuveröffentlichungen sowie ältere, schon auf DVD veröffentlichte Filme befinden. Es wird angedacht, jede Neuveröffentlichung ab diesem Zeitpunkt parallel zur DVD auch auf Blu-ray herauszubringen und pro Monat ebenfalls vier Katalogtitel für das neue Medium neu aufzulegen.

Das Startkontingent besteht aus „Bram Stoker’s Dracula“, „Desperado“, „Das Fünfte Element“, „Für ein paar Dollar mehr“, „Hitch – Der Date Doktor“, „House of Flying Daggers“, „Die Kanonen von Navarone“, „Kung Fu Hustle“, „The Last Waltz“, „Legenden der Leidenschaft“, „Resident Evil 2: Apocalypse“, „Ritter aus Leidenschaft“, „Robocop“, „Sinn und Sinnlichkeit“, „Species“, „Stealth – Unter dem Radar“, „S.W.A.T – Die Spezialeinheit“ und „xXx – Triple X“. Ebenfalls wird mit „Stargate: Atlantis“ eine TV-Serie auf Blu-ray veröffentlicht werden. Ob es sich dabei um eine Zusammenfassung aller Folgen in Standardauflösung auf einer Blu-ray Disc oder um eine Box mit mehreren Blu-ray Discs mit den Folgen als hochauflösende Version handelt, ist noch nicht bekannt.

Die Starttitel werden auf einlagigen Scheiben mit 25 Gigabyte Fassungsvermögen veröffentlicht. Für den Sommer 2006 wurden aber die Filme „Blackhawk Down“ und „Die Brücke am Kwai“ auf doppellagigen Discs mit 50 Gigabyte angekündigt, da diese Filme aufgrund von Überlänge und Bonusmaterial mehr Speicherplatz benötigen.

Außerdem sollen alle Titel ausgiebig Gebrauch von den interaktiven Fähigkeiten der BD-Java Software machen. Laut Ben Feingold, Präsident bei Sony Pictures Home Entertainment, sei es nun zu spät, um einen Rückzug von BD-Java zu machen. Dies wurde vom HD-DVD-Lager im letzten Jahr gefordert, um eine vorzeitige Einigung im Streit um einen gemeinsamen DVD-Nachfolgestandard zu erzielen. Dafür soll mit weiteren Funktionen wie unkomprimiertem digitalem Audio das Blu-ray Format attraktiver gemacht werden. Dieses soll auch direkt bei „Das Fünfte Element“ und „The Last Waltz“ zum Einsatz kommen. Weitere technische Angaben über Auflösung und Kopierschutz wurden aber noch nicht gemacht. Allerdings sollen 50.000 bis 100.000 Einheiten jedes Titels zum Start erhältlich sein.

Lions Gate soll ähnlich wie Sony seine zehn für Blu-ray Disc angekündigten Filme aus Katalogtiteln und Neuveröffentlichungen zusammensetzen und diese ab März/April im Laufe des Jahres weiter ausbauen. Zu den Starttiteln gehören „The Devil´s Rejects“, „Dune – Der Wüstenplanet“, „The Punisher“, „Rambo – First Blood“, „Reservoir Dogs“, „SAW“, „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ und „Total Recall – Die Totale Erinnerung“. Die letzten beiden Titel wurden schon in den USA und in Deutschland auf der proprietären Zwischenlösung WMV-HD-DVD veröffentlicht, die eine normale DVD-ROM als Speichermedium und den Film als hochaufgelöste Version in WMV-HD nutzt.

20th Century Fox will 20 Titel zum Sommer anbieten, unter denen sich „Fantastic Four“, „Ice Age“, „Im Fadenkreuz – Allein gegen Alle“, „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ und „Kiss of the Dragon“ befinden sollen. Die Filme sollen bereits zwei Wochen vor den Blu-ray Playern auf den Markt kommen und sollen nur etwa 20 Prozent der Bonusmaterialien enthalten, die auf den DVDs der selben Filme enthalten sind. Als Mehrwert sollen sie jedoch mit speziell für das neue Format erstellten Bonusmaterialien aufwarten.

Paramount Pictures wird gleichfalls zehn Film auf Blu-ray Disc herausbringen, allerdings auch parallel dazu auf HD-DVD. Die Filme „Aeon Flux“, „The Italian Job: Jagd auf Millionen“, „Lara Croft: Tomb Raider“, „Der Manchurian Kandidat“, „Sahara“, „Sleepy Hollow“, „Sky Captain and the World of Tomorrow“, „U2: Rattle and Hum“, „Vier Brüder“ und „Wir waren Helden“ sollen dabei ab dem späten Frühling erhältlich sein. Inwiefern sich die gleichzeitig auf Blu-ray und HD-DVD herausgebrachten Filme wegen inkompatibler Technik und Interaktivitätssoftware unterscheiden, ist noch nicht bekannt. Auch von diesen Filmen gibt es bereits „The Italian Job“, „Lara Croft: Tomb Raider“ und „Wir waren Helden“ auf WMV-HD-DVD in Deutschland zu kaufen.

Weitere Filmstudios werden ihre Starttitel ebenfalls noch auf der CES oder kurz danach bekannt geben. Einzig Warner gab im Vorfeld bekannt, dass diese ebenfalls wie Paramount ihre Filme auf beiden Scheibenformaten vertreiben wollen. Auf Amazon.com werden bereits die ersten Titel von Paramount unter HD-DVD gelistet und mit einer Veröffentlichung im April angegeben.

Alle Filmstudios schwiegen aber noch über detailliertere technische Informationen. Vor allem, in welchen Auflösungen sich die Filme auf den Medien befinden werden, da es bei HDTV mehrere Auflösungen und Bildaufbauarten in den Spezifikationen gibt. Die ebenfalls auf der CES vorgestellten Player unterstützen dabei die Auflösungen 1080i und 720p bei 60 Hertz und waren auch für DVD und CD vorbereitet.

Auch welches der beiden konkurrierenden Formate sich durchsetzen wird, ist ungewiss. Es wird aber davon ausgegangen, dass ein Formatkrieg wie zu „VHS gegen Beta“-Zeiten bevorsteht. Letztlich wird der Kunde entscheiden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • VideoBusiness.com: „As studios dish slate news at Consumer Electronics Show“ (englischsprachige Quelle) (03.01.2006, 16:03 Uhr)
  • Yahoo! News: „20TH Century Fox Announces 1ST Wave of 20 Blu-Ray Disc Titles“ (englischsprachige Quelle) (04.01.2006, 16:42 Uhr Ortszeit) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Yahoo! Finance: „Paramount Pictures Home Entertainment Announces Debut Line-up for Blu-ray Disc Format“ (englischsprachige Quelle) (04.01.2006, 03:01 Uhr ET) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Yahoo! Finance: „Paramount Pictures Home Entertainment Unveils HD DVD Launch Titles“ (englischsprachige Quelle) (04.01.2006, 03:01 Uhr ET) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.