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October 5, 2011

Experten rätseln: Die Killeralge Caulerpa taxifolia verschwindet aus dem Mittelmeer

Experten rätseln: Die Killeralge Caulerpa taxifolia verschwindet aus dem Mittelmeer

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Veröffentlicht: 06:27, 5. Okt. 2011 (CEST)
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Caulerpa taxifolia

Mittelmeer, 05.10.2011 – 1984 wurde die Alge erstmals vor Monaco entdeckt. Seitdem warnen Wissenschaftler vor einer Gefährdung des Ökosystems. Alle Bekämpfungsmaßnamen liefen ins Leere. Nun verschwindet Caulerpa taxifolia von alleine.

Bis ins Jahr 2004 breitete sich die Alge extrem im Mittelmeer aus. Seitdem verringern sich die Bestände extrem. An manchen Stellen ist das Mittelmeer wieder algenfrei, an den meisten anderen sind die Bestände der Alge um 50 bis 80 Prozent zurückgegangen. Der Vorgang ist für die Wissenschaft unerklärlich. Sie hatte mit Horrorszenarien im Mittelmeer gerechnet.

Natürliche Feinde hat die Alge im Mittelmeer nicht. Angestammte Arten wurden von ihr verdrängt, für diese blieben zu wenig Licht und Nährstoffe. Hypothesen über den Rückgang wurden aufgestellt, Temperaturschwankungen, eine Auslaugung des Meeresgrundes oder genetische Veränderungen, nichts erwies sich als tragfähige Erklärung. Anscheinend hat die Natur ein eigenes Mittel gefunden.

Alexandre Meinesz vom Umweltlabor der Mittelmeerküste (LEML) hält die Gefahr für noch nicht gebannt. Jederzeit könne sich die Alge wieder ausbreiten. Er spricht von einer „Globalisierung der Meere“ und meint damit das Einschleppen fremder Arten durch Schiffe.

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  • Portal:Umwelt

Quellen

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May 26, 2011

Bundeswehr: Fortsetzung des Unifil-Einsatzes für ein weiteres Jahr

Bundeswehr: Fortsetzung des Unifil-Einsatzes für ein weiteres Jahr

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Veröffentlicht: 16:18, 26. Mai 2011 (CEST)
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Das Wappen des Einsatzes

Berlin (Deutschland), 26.05.2011 – Seit September 2006 beteiligt sich Deutschland an der Maritime Task Force (MTF) 448, die vor der Küste des Libanon im Einsatz ist. Der Marineeinsatzverband ist Teil der 1978 vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Interimstreitkraft im Libanon (UNIFIL). Nachdem die Bundesregierung am 18. Mai 2011 den Beschluss gefasst hat den Einsatz bis zum 30. Juni 2012 zu verlängern, berät heute der Bundestag über den Antrag in erster Lesung und leitet ihn anschließend in die Ausschüsse, wo eine Empfehlungen für das Plenum erarbeitet wird.

Für den deutschen Einsatz der Marine im Rahmen von UNIFIL bleibt es bei der Obergrenze von 300 deutschen Soldaten. Die Kosten werden bei 31,9 Mio. Euro liegen. Der internationale Marineverband hat seit 2006 nach Angaben des 15. UN-Reports[1] insgesamt 35.873 Schiffe angehalten und befragt, und die libanesische Marine hat 865 Handelsschiffe inspiziert.

Die politische Situation hatte sich zuletzt im Libanon radikal geändert. Der am 25. Januar 2011 auf Betreiben der schiitischen Hisbollah und mit Unterstützung von Drusenführer Walid Dschumblat ins Amt des Ministerpräsident gekommene Nadschib Miqati ist ein persönlicher Freund des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Allerdings gelang es dem neuen Ministerpräsidenten nicht ein Kabinett aufzustellen, so dass der anti-syrische Vorgänger Saad Hariri noch als Übergangs-Ministerpräsident die Regierungsverantwortung hat. Mit den aktuellen Protesten in Syrien besteht die Möglichkeit, dass sich die politischen Rahmenbedingungen für den Marineeinsatzverband und der ganzen UNIFIL-Mission ändern.

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Quellen

Fußnote

  1. Fifteenth report of the Secretary-General on the implementation of Security Council resolution 1701 (2006) Link zum UN-Report vom 28. Februar 2011 innerhalb des Textes. Zahlen sind unter Punkt 24 zu finden.

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July 27, 2010

BP beginnt Tiefseebohrungen im Mittelmeer

BP beginnt Tiefseebohrungen im Mittelmeer

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Veröffentlicht: 20:36, 27. Jul. 2010 (CEST)
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Bild aus Wikimedia Commons

Tripolis (Libyen), 27.07.2010 – Während die Versuche, die durch die Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April im Golf von Mexiko ausgelöste Umweltkatastrophe in den Griff zu bekommen noch andauern, wird der Ölkonzern British Petroleum (BP) demnächst mit Tiefseebohrungen in der Mittelmeerbucht Große Syrte, etwa 200 km vor der Stadt Bengasi beginnen. BP-Sprecher David Nicholas bestätigte einen Bericht der Financial Times, wonach mit den Bohrungen in wenigen Wochen begonnen werden soll. In 1.750 Metern Tiefe soll vor der Küste Libyens nach großen Mengen Erdöl sowie bis zu 850 Millionen Kubikmetern Erdgas gebohrt werden. Obwohl die Quelle damit um 250 Meter tiefer liegt als die Quelle im Golf von Mexiko, weist BP Sicherheitsbedenken zurück. Laut BP-Sprecher David Nicholas seien hohe Sicherheitsstandards vor Libyen gewährleistet. Die Rechte für die Bohrung hatte BP bereits im Jahr 2007 von Libyen für 900 Millionen Dollar (675 Millionen Euro) gekauft. Laut BP-Chef Tony Hayward die bis dahin größte Einzelinvestition des Konzerns.

Neben der Ölpest im Golf von Mexiko sieht sich BP derzeit auch mit Vorwürfen konfrontiert, Forscher zum Schweigen bringen zu wollen und Sicherheitsstandards auf der gesunkenen Ölplattform nicht eingehalten zu haben. Darüber hinaus werfen die USA dem Ölkonzern vor, an der vorzeitigen Freilassung von Abdel Basset al-Megrahi, der am 31. Januar 2001 zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen seiner Beteiligung am Lockerbie-Attentat verurteilt wurde, aktiv mitgewirkt zu haben, damit mit den Bohrungen begonnen werden kann. Der britische Außenminister William Hague teilte in einem Brief an US-Senator John Kerry mit, dass es zwar Gespräche zwischen BP und dem Außenministerium in der Angelegenheit gab, dass dies aber ein normaler und legitimer Vorgang sei. Weiter meint Hague, dass es keine Hinweise darauf gäbe, dass BP irgendwie Einfluss auf die Entscheidung der schottischen Regierung genommen habe, die al-Megrahi lediglich aus menschlichen Gründen freigelassen habe. Diese Woche noch soll in den USA eine Anhörung zum Thema stattfinden.

Antonio D´Ali, Vorsitzender des Umweltausschusses des italienischen Senats, teilte der Financial Times mit, dass er trotz der Versicherungen des Ölkonzerns, mit großer Vorsicht vorzugehen, über die Pläne von BP beunruhigt sei. Seiner Meinung nach ist das größte Problem, dass das Mittelmeer jetzt schon eines der am stärksten ölbelasteten Meere der Welt ist und eine größere Ölkatastrophe den gesamten Mittelmeerraum in Mitleidenschaft ziehen würde.

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March 5, 2010

Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer von „Monsterwelle“ getroffen

Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer von „Monsterwelle“ getroffen

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Veröffentlicht: 23:14, 5. Mär. 2010 (CET)
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Athen (Griechenland), 05.03.2010 – Im Mittelmeer ist am vergangenen Mittwoch das Kreuzfahrtschiff „Luis Majesty“ von drei Monsterwellen getroffen worden. Dabei wurden ein italienischer und ein deutscher Passagier getötet. Den Tod des Deutschen bestätigte das Auswärtige Amt in Berlin. Den Angaben der Reederei zufolge sollen 14 weitere Passagiere verletzt worden sein. Ein Sprecher der Reederei sagte, die See sei nicht aufgewühlt gewesen; diese Aussage steht jedoch im Widerspruch zu den Angaben von Passagieren und Behörden.

Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte in der Nähe ein starker Sturm, dabei kann es vorkommen, dass sich drei unmittelbar aufeinander folgende Wellen bilden, im Fachbegriff spricht man von den Drei Schwestern. Eine der Wellen drückte einem Amateurvideo zufolge das Fenster eines zu diesem Zeitpunkt vollbesetzten Bord-Restaurants des Kreuzfahrtschiffes ein. Ein Betroffener sagte, es sei wie ein Tsunami gewesen.

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  • Portal:Stürme

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January 25, 2010

Flugzeug stürzt vor der libanesischen Küste ins Meer

Flugzeug stürzt vor der libanesischen Küste ins Meer

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Veröffentlicht: 22:26, 25. Jan. 2010 (CET)
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Eine baugleiche Boeing 737-800 auf dem Flughafen Entebbe

Foto: Hansueli Krapf

Beirut (Libanon), 25.01.2010 – Kurz nach dem Start auf dem Rafiq-al-Hariri-Flughafen in Beirut gegen 2:30 Uhr Ortszeit (1:30 Uhr Mitteleuropäische Zeit) ist eine Boeing 737-800 der Ethiopian Airlines ins Meer gestürzt. An Bord der Maschine waren 82 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder, davon 22 Äthiopier und 54 Libanesen sowie einige Angehörigen anderer Nationen, darunter jedoch keine Personen aus dem deutschen Sprachraum. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass niemand den Absturz überlebt hat. Lokale Medien gaben zunächst an, die libanesische Armee habe sieben Personen gerettet, die libanesischen Behörden konnten diese Angaben jedoch nicht bestätigen. Die französische Botschaft bestätigte, dass die Ehefrau des französischen Botschafters in Beirut, Marla Sanchez Pietton, in dem abgestürzten Flugzeug gesessen habe.

Der libanesische Präsident Michel Sulaiman schloss sowohl einen Anschlag als auch Sabotage aus. Ein Flughafensprecher gab an, das Flugzeug sei von einem Blitz getroffen worden. Seit Sonntagabend herrschte in Beirut schlechtes Wetter mit Gewitter und Regen. Augenzeugen berichteten, sie hätten das Flugzeug brennend ins Meer stürzen sehen. Die Absturzstelle liegt nach Angaben der libanesischen Armee etwa dreieinhalb Kilometer von der Küste entfernt in der Nähe der Ortschaft Na’ameh. An der Suche nach Überlebenden nahmen Hubschrauber und Schiffe der libanesischen Streitkräfte sowie Schiffe der internationalen Friedenstruppe UNIFIL teil, darunter auch zwei Schiffe der Deutschen Marine, das Minensuchboot „Laboe“ und das Versorgungsschiff „Mosel“, das die Suchaktion koordinierte.

Ethiopian Airlines wurde 2008 als beste Fluggesellschaft auf dem afrikanischen Kontinent prämiert und verfügt über eine relativ junge Flotte. Die Airline fliegt außerhalb Äthiopiens 56 Flughäfen auf vier Kontinenten an.

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  • Portal:Luftfahrt
  • Portal:Libanon

Quellen

Weblinks

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Ethiopian-Airlines-Flug 409“.

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October 7, 2009

Prozess gegen drei Mitarbeiter von „Cap Anamur“ endet mit Freisprüchen

Prozess gegen drei Mitarbeiter von „Cap Anamur“ endet mit Freisprüchen

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Veröffentlicht: 19:27, 7. Okt. 2009 (CEST)
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Agrigent (Italien), 07.10.2009 – Mit Freisprüchen ist heute ein Prozess gegen drei Mitarbeiter der deutschen Hilfsorganisation „Cap Anamur“ vor einem Gericht im sizilianischen Agrigent zu Ende gegangen. Der ehemalige Chef der Hilfsorganisation, Elias Bierdel, der Kapitän Stefan Schmidt und der Erste Offizier Vladimir Daschkewitsch wurden vom Vorwurf der Beihilfe zur illegalen Einwanderung freigesprochen.

Das Hilfsschiff Cap Anamur II hatte am 20. Juni 2004 insgesamt 37 afrikanische Bootsflüchtlinge, die sich mit einem überfüllten Schlauchboot im Mittelmeer in Seenot befunden hatten, aufgenommen und nach einem Streit um die Einfahrtsgenehmigung schließlich nach Italien gebracht. Laut damaliger Darstellung der italienischen Behörden hätten die Bootsflüchtlinge von Malta aufgenommen werden müssen, weil sie die Cap Anamur in maltesischen Gewässern betreten hätten. Nach der Ankunft in Sizilien wurden die Mitarbeiter der Hilfsorganisation festgenommen. Die aus der Seenot geretteten Menschen wurden nur wenige Tage nach ihrer Ankunft in Italien wieder abgeschoben.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Strafe von vier Jahren Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 400.000 Euro plädiert. Eine Urteilsbegründung wird in drei Wochen vorgelegt. Elias Bierdel hat laut „tagesschau.de“ mit einer Verurteilung gerechnet und dem Gericht unterstellt, dass gegen ihn und die Mitangeklagten ein politischer Prozess geführt werde. Der Prozess wegen mutmaßlicher „bandenmäßiger Schleuserei“ hatte bereits Ende 2006 begonnen.

In einer Pressemitteilung feiert „Cap Anamur“ den Prozessausgang als großen Erfolg. Es handle sich um das „folgerichtige Urteil eines fragwürdigen Strafprozesses. Denn die Rettung von Menschenleben darf nicht juristisch geahndet werden“, so die Hilfsorganisation. Edith Fischnaller, die aktuelle Vorsitzende des Vereins, spricht von einem wichtigen Tag für die humanitäre Arbeit und einem Erfolg für die Menschlichkeit. Elias Bierdel teilt diese Freude laut einem auf „taz.de“ veröffentlichten Interview nicht. Er weist darauf hin, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig sei und die Staatsanwaltschaft möglicherweise in Berufung gehen werde. Dann könne es zu einem Verfahren vor dem Gericht in Palermo, der nächsthöheren Instanz, kommen. Zugleich ändere das Urteil laut Bierdel nichts an den Zuständen im Mittelmeer und an der Migrationspolitik der Europäischen Union. Nach wie vor würden europäische Einheiten unter deutscher Beteiligung Flüchtlingsboote abdrängen. Zugleich erhebt der ehemalige Cap-Anamur-Chef Vorwürfe gegen den damaligen Bundesinnenminister Otto Schily und die deutschen Medien. Die meisten Medien hätten ihn und seine Crew 2006 „aufs Übelste verleumdet“. Schily habe immer wieder Zweifel an der Lauterkeit der Hilfsorganisation geäußert und die Mitarbeiter von „Cap Anamur“ so indirekt in den Prozess „hineinmanövriert“.

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September 17, 2009

Schiffe mit Atom- und Giftmüll von italienischer Mafia im Mittelmeer versenkt

Schiffe mit Atom- und Giftmüll von italienischer Mafia im Mittelmeer versenkt

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Veröffentlicht: 15:27, 17. Sep. 2009 (CEST)
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Lage von Kalabrien in Italien

Catanzaro (Italien), 17.09.2009 – Vor der kalabrischen Küste ist in 487 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund ein Schiffswrack gefunden worden. Mit Hilfe eines Roboters wurde festgestellt, dass sich in dem Wrack etwa 120 mit Giftmüll gefüllte Fässer befinden. Wahrscheinlich handelt es dabei um das Schiff „Cunsky“, das radioaktives Material an Bord hatte. Umweltorganisationen schätzen, dass es sich dabei jedoch nur um die Spitze eines Eisbergs handelt und in den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts etwa 40 Schiffe verschwunden sind.

Der süditalienischen Staatsanwaltschaft zufolge soll die Mafia bis zu 32 Schiffe mit Giftmüll im Mittelmeer versenkt haben. Die „Cunsky“ soll mit drei anderen Frachtern Ende der 1980er Jahre von der italienischen Regierung eingesetzt worden sein, um radioaktiven Müll aus dem Libanon zu entsorgen. Offiziellen Angaben zufolge war das Schiff im Januar 1992 verschrottet worden.

Seit 1994 war Staatsanwalt Francesco Neri dem Verschwinden von Schiffen nachgegangen, weil er vermutete, mit ihnen sei Giftmüll versenkt worden. Im Jahr 2000 wurde die Untersuchung jedoch aus Mangel an Beweisen eingestellt. Der Fund des Schiffes soll aufgrund von Aussagen des Kronzeugen Francesco Fonti, einem ehemaligem Mitglied bei der Mafia-Organisation ’Ndrangheta, und eigenen Ermittlungen der Umweltorganisation Legaambiente möglich gewesen sein.

Der Umweltbeauftragte der Region Kalabrien, Silvestro Greco, forderte das italienische Umweltministerium zu Nachforschungen in dem Fall auf. Kalabrien selbst habe dafür nicht die finanziellen Mittel.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Umwelt
  • Portal:Organisierte Kriminalität

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May 15, 2008

Libanon: Gespannte Ruhe nach Kämpfen

Libanon: Gespannte Ruhe nach Kämpfen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Libanon: Gespannte Ruhe nach Kämpfen

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Veröffentlicht: 22:52, 15. Mai 2008 (CEST)
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Beirut (Libanon), 15.05.2008 – Nach der Ankündigung der libanesischen Armeeführung, Ruhe und Ordnung notfalls gewaltsam wiederherzustellen und Waffen beschlagnahmen zu wollen, ist es im Libanon am Dienstag, den 13. Mai 2008 zu keinen Kämpfen mehr gekommen. Die Armee platzierte Einheiten vor allem in Beirut und Tripoli sowie im Bezirk Aley, wo am 11. und 12. Mai Schiiten und Drusen heftige Gefechte geführt hatten.

US-Präsident George W. Bush hatte sich in einer Stellungnahme gegenüber dem Fernsehsender Al-Arabija geäußert, dass das vor wenigen Tagen von der Küste Somalias ins Mittelmeer verlegte Kriegsschiff USS Cole vor der Küste Libanons kreuze, „um die Demokratie zu schützen“. Bush kritisierte die Rolle Irans und Syriens, deren Unterstützung der schiitischen Hisbollah die innenpolitische Lage im Libanon destabilisiere. Der amerikanische Präsident unternimmt anlässlich der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Israels eine Nahostreise, während der er mit verschiedenen Politikern in der Region zusammentrifft.

Prinz Saud al-Faisal, der Außenminister Saudi-Arabiens, warnte Teheran vor einer Belastung der Beziehungen zwischen Iran und den arabischen Staaten, wenn Iran und Syrien nicht an der Entspannung der Situation im Zedernstaat mitwirken sollten.

Unterdessen hat der Fernsehsender Future TV seine Sendungen wieder aufgenommen. Aus einem Ersatzstudio in dem vorwiegend von Christen bewohnten Stadtteil Sin al-Fil wurden Aufnahmen der Auseinandersetzungen und eine Pressekonferenz mit Saad al-Hariri ausgestrahlt. Der Sender gehört dem Sohn des 2005 durch ein Bombenattentat getöteten früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafiq al-Hariri. Er ist Vorsitzender der pro-westlichen Zukunftsbewegung, der auch Ministerpräsident Fuad Siniora angehört.

Eine Delegation der Außenministerkonferenz der Arabischen Liga ist am Mittwoch, den 14. Mai in Beirut eingetroffen. Die Vermittlungsmission wurde durch den Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Musa und den Premierminister Katars, Scheich Hamad bin Jassim bin Jaber al-Thani angeführt.

Das libanesische Kabinett hat in der Nacht zum Donnerstag, den 15. Mai 2008 sowohl die Suspendierung des Flughafensicherheitschefs als auch die Anordnung zur Abschaltung des Hisbollah-eigenen Telekommunikationsnetzes offiziell aufgehoben. Parlamentspräsident Nabih Berri hatte dies als Voraussetzung für weitere Gespräche genannt. Gegenüber der regierungsnahen Zeitung al-Akbar erklärte Berri, „die Alternative zum Dialog lässt schwierige Optionen. Das ist nicht, was wir wollen“. Die beiden Entscheidungen hatten am 7. Mai 2008 zum Ausbruch der Krise geführt. Kurz nach der Bekanntgabe der Kabinettsbeschlüsse durch Informationsminister Ghazi al-Aridi feuerten Hisbollah-Kämpfer in ihren Hochburgen am südlichen Stadtrand von Beirut Gewehrsalven zum Zeichen des Sieges in die Luft. Die Erfüllung ihrer Forderungen betrachtet die Hisbollah als Schlag gegen die Regierung und ihre Verbündeten und feierte diesen Sieg entsprechend.

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October 15, 2006

Bundesmarine übernimmt Kommando für den UNIFIL-Einsatz vor der libanesischen Küste

Bundesmarine übernimmt Kommando für den UNIFIL-Einsatz vor der libanesischen Küste

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Artikelstatus: Fertig 23:06, 15. Okt. 2006 (CEST)
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Limassol (Zypern), 15.10.2006 – Die deutschen Kriegsschiffe vor der Küste des Libanons übernahmen heute in einer feierlichen Zeremonie auf dem italienischen Flugzeugträger Giuseppe Garibaldi das Kommando über den Teil der UNIFIL-Mission, der vor der libanesischen Küste stattfindet. Die rund 1.500 deutschen Soldaten sind auf zwei Fregatten, vier Schnellbooten und zwei Versorgungsschiffen stationiert. Aufgabe der Flotille ist die Unterbindung von Waffenschmuggel für die Hisbollah-Miliz; hierfür ist auch die Anwendung von Waffengewalt freigegeben.

Die UNIFIL-Mission findet aber nicht nur vor der Küste statt, sondern auch im Süden des Libanon auf dem Land. Die nördliche Grenze ist dabei der Litani-Fluss. Die Mission läuft bereits seit 1978.

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January 8, 2006

Erdbeben erschütterte Griechenland

Erdbeben erschütterte Griechenland – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Erdbeben erschütterte Griechenland

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Artikelstatus: Fertig 10:27, 9. Jan. 2006 (CET)
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Epizentrum des Erdbebens. Quelle:USGS

Athen (Griechenland), 08.01.2006 – Heute um 11:34 Uhr UTC erschütterte ein Erdbeben Griechenland zwanzig Sekunden lang. Die Hauptstadt Athen war stark betroffen. Häuser gerieten ins Schwanken. Augenzeugenberichten zufolge liefen Menschen ins Freie, erschienen jedoch gefasst. Auf dem Flughafen von Kythira entstanden leichte Sachschäden. Auf Kreta wurden zwei Menschen durch die Erdstöße leicht verletzt. Auch seien dort und auf dem Peloponnes Gebäude beschädigt worden. Spiegel Online berichtet vom Einsturz von zehn Häusern und einer Kirche. Bis um 14:00 Uhr MEZ hätte es vier größere Nachbeben gegeben.

Angaben des seismologischen Instituts von Athen zufolge lag das Epizentrum 92 Kilometer nordwestlich der kretischen Hafenstadt Chania, nahe der Insel Kythira, 215 Kilometer südlich von Athen. In Athen wurde ein Stärke von 6,5 auf der Richterskala gemessen. N24 berichtete von einem Spitzenwert von zeitweise 7,1. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) fand das Beben in einer Tiefe von 37,7 Kilometer statt. Zu spüren waren die Auswirkungen in einem Radius von 1.200 Kilometern. Der glimpfliche Ausgang des Bebens war offenbar der Tatsache zu verdanken, dass sein Epizentrum in großer Tiefe lag.

Griechenland ist das erdbebengefährdetste Land des europäischen Kontinents. Die Hälfte aller in Europa registrierten Beben gibt es hier. Um 1500 v. Chr. hatte ein Erdbeben nach einem Vulkanausbruch bei der Insel Santorini im östlichen Mittelmeer einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, dem unter Anderem der Untergang der Minoischen Kultur auf Kreta zugeschrieben wird.

Quellen

  • N24.de: „Starkes Erdbeben erschüttert Athen“ (08.01.2006, 13:14 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Spiegel Online: „Starkes Erdbeben erschüttert Athen“ (08.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Website des US Geological Survey: „Magnitude 6.7 – SOUTHERN GREECE 2006 January 8 11:34:52 UTC“ (englischsprachige Quelle) (08.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Deutsche Welle Online: „Starkes Erdbeben in Griechenland“ (08.01.2006)
  • N24.de: „Schweres Erdbeben in Griechenland“ (08.01.2006, 14:23 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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