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September 12, 2005

Ursache für den Flugzeugabsturz vor Sizilien geklärt

Ursache für den Flugzeugabsturz vor Sizilien geklärt

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Palermo (Italien), 12.09.2005 – Die Ursache für den Absturz einer ATR-72 vor Sizilien am 6. August ist geklärt. Eine der von den Ermittlern als mögliche Ursache genannten Fakten war tatsächlich der Grund für das Unglück: Die Triebwerke sind mangels Treibstoff ausgefallen.

Techniker hatten vor dem Abflug der ATR einen defekten Treibstoffanzeigen aus der Maschine ausgebaut. Anstelle dessen wurde ein neues, elektronisches Anzeigesystem eingebaut. Es handelte sich hierbei jedoch um ein Anzeigesystem, das in der ATR 72 nicht funktionsfähig ist. Das Gerät zeigte den Piloten einen falschen Treibstoffstand im Tank an. Die tatsächlich vorhandene Kerosinmenge wich von der Anzeige im Display stark ab. Aufgrund dessen wurde vor dem Abflug auch nur eine minimale Menge an Kerosin aufgefüllt. Im Moment des Absturzes war der Tank definitiv leer, die Tankanzeige wies jedoch einen Kerosininhalt von 3.000 Kilogramm auf.

Die italienische Flugsicherungsbehörde ENAC hat der Fluggesellschaft Tunisair für Italien ein Flugverbot erteilt. Die ENAC hat nun bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) die Genehmigung angefordert, alle Maschinen der Fluggesellschaft überprüfen zu dürfen.

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September 1, 2005

Pilot kehrt mit defekter Maschine um – fristlose Entlassung

Pilot kehrt mit defekter Maschine um – fristlose Entlassung

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Artikelstatus: Fertig 23:07, 2. Sep 2005 (CEST)
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Paris (Frankreich) / Djerba (Tunesien), 01.09.2005 – Nach eigenen Aussagen ist der belgische Pilot Peter Thys vergangene Woche fristlos entlassen worden. Er war Mitarbeiter bei der türkischen Fluggesellschaft Fly Air.

Thys stellte auf dem Flug von Paris nach Tunesien einen Defekt an seiner Passagiermaschine fest und kehrte deswegen um. Fly Air hatte ihm daraufhin nach seinen Angaben per Fax die Kündigung zugestellt. Er erhielt ein Schreiben, in dem sein Vertrag beendet wurde.

An Bord seines Airbus A300 war ein Generator ausgefallen. Daraufhin entschloss sich Thys zur Rückkehr auf den Flughafen Pariser-Orly. Nach der Landung wurden ihm in Paris von Fly Air Vorwürfe wegen der Rückkehr gemacht. Sein Arbeitgeber verlangte von ihm den sofortigen Weiterflug.

Nach einigen Reparaturen an der alten Maschine durfte er mit Erlaubnis der französischen Behörden nach Tunesien weiterfliegen – allerdings ohne Passagiere. Bei der Inspektion des Airbus wurden zwei Lecks in den Treibstofftanks gefunden, auch die Hydraulik wies zwei Lecks auf. Des Weiteren fehlten erforderliche Bordpapiere und die Sauerstoffmasken hatten keine Zulassung in Frankreich. Nach der Ankunft in Tunesien erhielt Thys sein Entlassungsschreiben.

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August 30, 2005

Nach Notwasserung vor Sizilien Vermisste und Flugschreiber geortet

Nach Notwasserung vor Sizilien Vermisste und Flugschreiber geortet

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Palermo (Italien), 30.08.2005 – Drei Wochen nach der Notlandung eines Passagierflugzeuges im Meer nördlich von Palermo wurden heute die Leichen der drei noch vermissten Passagiere auf dem Meeresgrund geortet. Auch die beiden Flugschreiber der Maschine konnten in 1.440 Metern Tiefe gefunden werden.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur „Ansa“ hat das zypriotische Spezialschiff „Edt Ares“ eines der drei Skelette an die Oberfläche gebracht. Auch der erste der beiden Flugschreiber der ATR-72 wurde inzwischen geborgen. Durch die Auswertung der Flugschreiber soll der genaue Unfallhergang geklärt werden.

Die Leichen der geborgenen Opfer sollen nun anhand einer DNA-Analyse identifiziert werden, dies kann jedoch eine Woche dauern.

Als Unglücksursache wird derzeit menschliches Versagen nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen gegen den Flugkapitän sowie gegen die beiden Mitarbeiter des Flughafens von Bari sind bereits in den vergangenen Tagen eingeleitet worden. Sie waren für die Treibstoffversorgung des Flugzeuges verantwortlich.

Die Staatsanwaltschaft von Palermo ermittelt nun auch gegen den zweiten tunesischen Piloten der Maschine wegen fahrlässiger Tötung. Seine Vernehmung ist für die nächsten Tage geplant. Vito Riggio, der Leiter von Italiens ziviler Luftfahrtbehörde, sagte: „Die beiden Piloten haben möglicherweise nicht überprüft, ob genügend Treibstoff im Tank war.“

Mehrere Versionen sind laut Riggio vorstellbar: Neben Treibstoffmangel könnte auch die Treibstoffanzeige nicht richtig funktioniert haben. Des Weiteren wird die Qualität des Treibstoffes genau untersucht, eine Verwässerung des Sprits wird nicht ausgeschlossen.

Bei dem Unglück am 6. August waren 13 der insgesamt 42 Passagiere ums Leben gekommen, der Pilot überlebte verletzt. Nach dem Absturz wurden noch zwei Passagiere und der Bordmechaniker vermisst. Die Maschine war beim Aufprall in drei Teile zerbrochen.

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