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July 11, 2012

Nigeria: Mehr als 100 Tote bei Anschlägen

Nigeria: Mehr als 100 Tote bei Anschlägen

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Veröffentlicht: 17:06, 11. Jul. 2012 (CEST)
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Nigerias Präsident Goodluck Ebele Jonathan

Jos (Nigeria), 11.07.2012 – Am vergangenen Wochenende starben bei Angriffen muslimischer Viehzüchter auf christliche Dörfer mehr als 100 Menschen. Ein Sprecher von Gouverneur Jonah Jang sagte am Montag, dass am Samstag mindestens 80 Menschen getötet worden seien, als Angehörige der Bevölkerungsgruppe der Fulani, welche sich als Polizisten verkleidet hatten, mehrere Dörfer im Bundesstaat Plateau überfielen. Auf einer Trauerfeier für bereits vorher getötete Menschen am Sonntag sollen bei einem Angriff mindestens 22 Leute umgebracht worden sein. Auch ein nigerianischer Senator und der Mehrheitsführer des Parlaments des Bundesstaates sollen unter den Toten vom Sonntag sein. Wie ein Polizeisprecher sagte, wären zwischen 22 und 25 Angreifer von Sicherheitskräften festgenommen worden.

Wegen der blutigen Fehden im Bundesstaat Plateau kündigte der Präsident Nigerias, Goodluck Ebele Jonathan, eine „weitere Verschärfung des Kampfes gegen den Terrorismus“ an. Am Montag wurde von der Regierung aus Angst vor Racheaktionen der christlichen Bevölkerung und als Reaktion auf die Angriffe eine Ausgangssperre für die Stadt Jos und Umgebung verhängt.

Die meisten der vielen muslimischen Bewohner Nord-Nigerias sehen die seit Jahrzehnten in der Region lebenden christlichen Bauern und Kaufleute immer noch als Feinde an. Die Muslime in Plateau fühlen sich von der christlich dominierten politischen Klasse des Bundesstaates benachteiligt. Die Situation wird oft von radikalen Islamisten ausgenutzt.

Die Bevölkerung, überwiegend die Christen, werden schon jahrelang durch die islamistische Sekte Boko Haram terrorisiert. Die Angriffsziele der Sekte sind vor allem Kirchen und Polizeistationen. Die Zahl der Toten durch Terror wird allein in den vergangenen zwölf Monaten auf weit über 1000 geschätzt. Die islamistische Sekte will aus Nigeria einen islamischen Gottesstaat mit der Scharia, dem islamischen Gesetz, als Grundlage der Gesetzgebung machen. 40 % der Einwohner Nigerias sind Muslime und weitere 40 % sind Christen.

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  • Portal:Nigeria

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June 28, 2012

Nigeria: Täglich werden 150.000 Barrel Öl gestohlen

Nigeria: Täglich werden 150.000 Barrel Öl gestohlen

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Veröffentlicht: 14:59, 28. Jun. 2012 (CEST)
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Ölförderstation

Abuja (Nigeria), 28.06.2012 – Mutiu Sumonu, Managing Director bei der Shell Petroleum Development Company Nigeria sprach vor wenigen Tagen vor dem Abgeordnetenhaus von Nigeria bei einer öffentlichen Anhörung und gab dabei erschreckende Zahlen zu Öldiebstählen im Land bekannt. 150.000 Barrel würden täglich durch Kriminelle abgezweigt. Dies ergäbe einen Verlust von vier Milliarden Euro jährlich.

Ein Branchenkenner äußerte, dass die Machenschaften ein ernsthaftes Probleme für die im Land tätigen Ölfirmen darstelle. Nach Sumonu haben professionell arbeitende kriminelle Organisationen das Geschäft mit dem illegalen Öl zwischenzeitlich fest in ihrer Hand. Es sei ihnen gelungen Mitarbeiter der Förderfirmen zu korrumpieren. Er forderte ein wesentlich stärkeres Engagement der Politik. Ein Experte erklärte: „Die Regierung Nigerias versucht schon seit Jahren, eine Gesetzgebung an den Start zu bringen, die mit illegalen Praktiken aufräumt. Bisher waren jedoch alle Versuche zum Scheitern verurteilt.“ Aminu Tambuwal, Sprecher des nigerianischen Abgeordnetenhauses, sagte bei der Anhörung von Sumonu: „Die Aktivitäten der Öldiebe gefährden sowohl die nationale Sicherheit als auch die Umwelt.“ Die Verhaftung von 300 Nigerianern und 15 Ghanaern wegen Öldiebstahl gibt Hoffnung.

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January 6, 2012

Nigeria: Sechs Menschen in einer Kirche erschossen

Nigeria: Sechs Menschen in einer Kirche erschossen

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Veröffentlicht: 15:01, 6. Jan. 2012 (CET)
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Gombe (Nigeria), 06.01.2012 – Am Donnerstagabend griffen bewaffnete Männer eine Kirche in Gombe an und schossen auf die anwesenden Menschen. Sechs Personen wurden getötet, zehn weitere verletzt.

Priester Johnson Jauro: „Unsere Augen waren geschlossen, als einige Bewaffnete in die Kirche stürmten und das Feuer auf die Gemeindemitglieder eröffneten.“ Eine Panik brach aus, als die Christen zu fliehen versuchten. Die Frau des Priesters ist unter den Todesopfern. Bevor die Kirche gestürmt wurde, hätten die Angreifer durch die Fenster geschossen, so Jauro.

Zu dem Anschlag hat sich bislang niemand bekannt. Die islamistische Sekte Boko Haram hatte Anfang Dezember bei Anschlägen 150 Menschen getötet. Weitere Terrorakte waren angekündigt worden. Nach einem Bericht der Associated Press war die Sekte Boko Harman im Jahr 2011 für 500 Morde verantwortlich. Die Islamisten wollen die Scharia wiedereinführen. Die Polizei bestätigte bislang nur, dass der Angriff auf die Kirche stattgefunden hat.

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November 6, 2011

Nigeria: Rund 150 Menschen sterben bei Anschlägen einer islamistischen Sekte

Nigeria: Rund 150 Menschen sterben bei Anschlägen einer islamistischen Sekte

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Veröffentlicht: 10:32, 6. Nov. 2011 (CET)
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Damaturu (Nigeria), 06.11.2011 – Bei mehreren Bombenanschlägen und Schießereien, zu denen sich die islamistische Sekte Boko Haram bekannt hat, kamen im Nordosten Nigerias 150 Menschen zu Tode. Ein Sprecher der Gruppe mit dem Kampfnamen Abul-Kaka kündigte weitere Terroranschläge an.

Die Anschläge konzentrierten sich in und um Damaturu, der Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaates Yobe. In Maiduguri der Hauptstadt des Bundesstaates Borno sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Die Stadt ist eine Hochburg der islamistischen Terrororganisation. Die Zahl von 150 Toten stammt von einem Mitarbeiter der Rettungsdienste der gegenüber der Nachrichtenagentur AFP angegeben hat, er habe die Leichen selbst gezählt. Einige der Toten seien bereits von Angehörigen abgeholt worden.

In Damaturu begann die Anschlagserie mit der Explosion einer Autobombe vor einem Gebäude das durch das Militär genutzt wurde. Hier kamen viele der Wachen ums Leben. Anschließend zogen Bewaffnete durch die Stadt und griffen Polizeiwachen und Kirchen an, eine Bankfiliale wurde gesprengt. Mehrere der angegriffenen Gebäude wurden zerstört. In einem Dorf nahe der Stadt sollen zwei weitere Menschen getötet worden sein.

Seit der Demokratisierung Nigerias 1999 nahmen Islamisierungstendenzen im Land zu. Auf Druck islamischer Gruppen wurde im Nordteil des Landes die Scharia eingeführt.

Boko Haram machte erstmals um 2004 mit der Einrichtung des Trainingslagers „Afghanistan“ an der Grenze zum nördlichen Nachbarland Niger von sich reden. Die muslimische Sekte rekrutierte in der Folge gezielt junge Männer. Warnungen von islamischen Imamen vor der Gefährlichkeit dieser Sekte wurden von den Behörden zunächst ignoriert.

Nach einem Demonstrationsverbot gegen Boko Haram brachen Ende Juli 2009 in der Stadt Bauchi Unruhen aus, die sich auf Yobe, Borno und andere Regionen ausweiteten. In der gleichnamigen Provinz Bauchi ist seit 2001 die Scharia in Kraft. Nach fünftägigen Zusammenstößen starben alleine in Maiduguri mindestens 300 Menschen. Sektenführer Ustaz Mohammed Yusuf wurde während einer groß angelegten Polizeiaktion zunächst verhaftet und nach Angaben eines Polizeisprechers bei einem Fluchtversuch von Sicherheitskräften erschossen.

Bundesstaaten von Nigeria

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March 8, 2010

Wieder Tote in Nigeria durch religiös motivierte Gewalt

Wieder Tote in Nigeria durch religiös motivierte Gewalt

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Veröffentlicht: 15:20, 8. Mär. 2010 (CET)
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Jos liegt zentral in Nigeria

Lagos (Nigeria), 08.03.2010 – Viele Tote wurden in der kleinen Ortschaft Dogo Nahawa bei Jos im nigerianischen Bundesstaat Plateau gefunden. Der Augenzeuge Peter Jang, der in dem Dorf wohnt, gab an, dass Hirten der Hausa-Fulani gegen drei Uhr morgens Schüsse in die Luft abgegeben hätten und nachfolgend die Menschen, die in Panik aus ihren Hütten flüchteten, mit Macheten abschlachteten.

Gregory Yenlong, der Sprecher des Gouverneurs des Bundesstaates, teilte mit, dass womöglich bis zu 500 Personen ein Opfer des Massakers wurden. Für diese Angabe gibt es noch keine unabhängige Bestätigung. Die Al-Dschasira-Korrespondentin Yvonne Ndege meldete, dass es über die Zahl der Opfer unterschiedliche Angaben gebe. Nach den Angaben der nigerianischen Polizei wurden acht Tote gefunden. Ein Reporter von Reuters habe in dem fünf Kilometer südlich von Jos liegenden Ort 103 Leichen gezählt, doch viele Tote seien über die Felder der Umgebung des Dorfes verteilt. 18 weitere Leichen sollen in der Leichenhalle des Krankenhauses von Jos liegen. Dem Reuters-Reporter zufolge soll es sich bei vielen der Getöteten um Kinder handeln. Nach Angaben des Roten Kreuzes sind fünf- oder sechshundert Bewohner des Dorfes geflohen.

Im Januar war es in Jos zu Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen gekommen, in deren Verlauf nach amtlichen Angaben 325 Personen getötet wurden. Diese hatten sich am Streit über den Bau einer Moschee entzündet. Danach wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Jos liegt an der Grenze der überwiegend von Christen bewohnten Südhälfte des Landes und dem meist muslimischen Norden Nigerias. Deswegen kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Diesen sind 2001 rund 1000 Menschen, 2004 etwa 700 und im Jahr 2008 rund 200 Personen zum Opfer gefallen.

Quellen

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