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April 20, 2011

Bangladesch: Regierung erhöht Löhne in der Textilindustrie

Bangladesch: Regierung erhöht Löhne in der Textilindustrie

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Veröffentlicht: 17:27, 20. Apr. 2011 (CEST)
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Dhaka (Bangladesch), 20.04.2011 – Auf umgerechnet mindestens etwa 30 Euro pro Monat steigen die Löhne der Textilarbeiter in Bangladesch. Das beschloss jetzt die Regierung des Landes durch die Festlegung neuer Mindestlöhne. Die Lohnerhöhung kommt nahezu einer Verdoppelung des Lohnniveaus im Textilsektor des Landes gleich. Dennoch gehören die Löhne von Textilarbeitern in Bangaldesch immer noch zu den niedrigsten weltweit. Das berichtet die Deutsche Welle.

Im Dezember 2010 war es in der Textilindustrie des Landes zu Streiks und teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen um die Einhaltung von vereinbarten Mindestlöhnen gekommen. Bei den Auseinandersetzungen waren mehrere Menschen getötet worden (Wikinews berichtete). Mehr als 80 Prozent der Textilarbeiter in Bangladesch sind weiblichen Geschlechts.

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Quellen

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December 13, 2010

Textilarbeiter in Bangladesch kämpfen um Mindestlöhne

Textilarbeiter in Bangladesch kämpfen um Mindestlöhne

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Veröffentlicht: 20:17, 13. Dez. 2010 (CET)
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Lage des Distrikts Chittagong

Chittagong (Bangladesch), 13.12.2010 – Wegen der Unzufriedenheit um nicht eingehaltene Zusagen über Auszahlungen von Mindestlöhnen, die im November festgesetzt worden waren, kam es in der Region um Chittagong, wo die Textilindustrie Bangladeschs beheimatet ist, zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den staatlichen Sicherheitskräften. Mindestens vier Menschen sollen laut der in Pakistan erscheinenden Zeitung „The Daily Star“ am Sonntag bei den Zusammenstößen getötet worden sein. Weiterhin wurden 200 Menschen verletzt. Tausende Textilarbeiter hatten mehrere Textilfabriken gestürmt und dort hohe Sachschäden angerichtet.

Die Straßenkämpfe zwischen den aufgebrachten Demonstranten und der Polizei dauerten etwa fünf Stunden. Die Polizei setzte dabei Gummigeschosse und Tränengas ein. Außerdem wurden auch reguläre Schusswaffen eingesetzt. Die Arbeiter sollen Straßensperren errichtet, mit Steinen geworfen und Autos angezündet haben. In der Textilien erzeugenden Region „Chittagong Export Processing Zone“ (CEPZ) kam die Arbeit vollständig zum Erliegen.

Hintergrund ist die Auseinandersetzung um die Auszahlung des gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 3.000 Taka (entspricht in etwa 32 Euro) im Monat, den die Regierung bereits 2006 eingeführt hatte. Neue Mindestlöhne waren zuletzt im November eingeführt worden, die Fabrikbesitzer weigerten sich bisher jedoch, die höheren Löhne auszuzahlen.

Die Textilindustrie Bangladeschs ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes und befriedigt vor allem die ausländische Nachfrage nach Textilien. 2,5 Millionen Menschen arbeiten hier. Von den extrem niedrigen Löhnen in Bangladesch profitieren unter anderem auch deutsche Textilunternehmen, die hier nähen lassen. Dazu gehören beispielsweise der Textildiscounter KiK sowie H&M und der Jeanshersteller Levi Strauss.

Bangladesch gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Im HDI-Index der Vereinten Nationen für Wohlstand und Entwicklung belegt das Land Platz 130 von 169.

Ausgangspunkt der gewalttätigen Eskalation der Proteste am Sonntag war ein südkoreanisches Unternehmen (Youngone Ltd), das alle seine 17 Unternehmen in Bangladesch wegen der Proteste am Samstag geschlossen hatte. Arbeiter dieser Fabriken wussten von dieser Entscheidung des Managements anscheinend aber nichts. Als sie am Sonntag zur Arbeit erschienen, fanden sie die Fabriktore verschlossen vor. Wie „The Daily Star“ weiter berichtet, begannen die Arbeiter dann damit, die umliegenden Fabrikgebäude zu demolieren. Die Arbeiter anderer Fabriken schlossen sich schließlich ihren Kollegen von Youngone Ltd an.

Bereits im Juli 2010 waren die Auseinandersetzungen um Mindestlöhne in der Textilindustrie Bangladeschs eskaliert. Die Arbeiter konnten höhere Mindestlöhne durchsetzen. Davor galten in Bangladesch die niedrigsten Industrielöhne weltweit: 1700 Taka (etwa 19 Euro) pro Monat. Die Forderung der Arbeiter lautete auf 5.000 Taka pro Monat.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales
  • Portal:Armut

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October 25, 2005

Bergsportausrüstung wächst auf Maisfeld: Die Ingeo-Faser

Artikelstatus: Fertig 09:04, 3. Nov. 2005 (CET)
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Aschheim (Deutschland) / Minneapolis (Vereinigte Staaten), 25.10.2005 – Bekleidung für Wanderer und Bergsteiger muss besonderen Ansprüchen genügen. Bisher wurden die Fasern für derartige Kleidungsstücke aus Erdöl hergestellt. Jetzt bietet eine Firma für Outdoor-Sportbekleidung aus dem bayerischen Ort Aschheim Funktionskleidung an, die aus pflanzlichen Quellprodukten erstellt wurde, die Ingeo-Faser. Rohstoff der Produkte ist Mais, angebaut auf US-amerikanischen Maisfeldern.

Der Vorteil der neuartigen Bekleidung liegt in der Feuchtigkeitsaufnahme dieser alternativen Fasern. Während Stoffe aus Baumwolle Körperschweiß aufsaugen, transportiert die pflanzliche Alternative aus Mais die Flüssigkeit vom Körper weg.

Für die Herstellung der Ingeo-Faser sind mehrere Bearbeitungsabschnitte notwendig. Nach der Ernte der Maisfelder wird die Stärke aus den Maiskörnern isoliert und durch Enzyme in Zucker zerlegt. Durch Umwandlung in Milchsäure entsteht eine Vorstufe der Ingeo-Faser. Die weitere Herstellung bringt dann einen Grundstoff hervor, das Polylactid (PLA).

Weltweit gibt es bisher erst eine Firma, die PLA herstellt. Diese Firma aus Minneapolis erzeugt pro Jahr rund 140.000 Tonnen PLA in einer hochwertigen Qualität. Die Firma hat eine Methode zur technischen Großproduktion entwickelt, gibt aber keine Einzelheiten über den genauen Herstellungsvorgang bekannt.

Ingeo-Fasern kosten im Einkauf derzeit rund dreißig Prozent mehr als Polyesterstoff. Der Preis richtet sich nach der jeweiligen Produktionsmenge, je mehr erzeugt wird, umso niedriger wird der Herstellungspreis. Die Kunststoffproduktion auf Erdölbasis ist hingegen vom jeweiligen Erdölpreis abhängig.

Verwendet werden diese neuartigen Fasern nicht nur für Bekleidung, sondern auch im Bereich Heimtextilien für Kopfkissen und Bettdecken. Hersteller von Sonnenrollos schätzen die Ingeo-Faser wegen ihrer langen Haltbarkeit.

Auch in Deutschland sind Wissenschaftler bereits damit beschäftigt, die Herstellung des PLA’s zu erkunden. Naturfreunde können damit rechnen, in absehbarer Zeit ihre komplette Bekleidung aus Naturstoffen erhalten zu können.

Themenverwandte Artikel

Themenportal Mais, Kraut und Rüben

Quellen

  • Berliner Zeitung: „Ein T-Shirt aus Zucker“ (25. Oktober 2005)
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May 11, 2005

Trigema-Chef Grupp steht hinter Münteferings Kapitalismus-Kritik

Filed under: Burladingen,Textilindustrie,Unternehmenspolitik — admin @ 5:00 am

Trigema-Chef Grupp steht hinter Münteferings Kapitalismus-Kritik

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Burladingen (Deutschland), 11.05.2005 – Trigema-Chef Wolfgang Grupp hält die Kritik von SPD-Chef Franz Müntefering an den Unternehmern für teilweise gerechtfertigt.

Grupp sagte in einem Interview: “Es gibt viele schwarze Schafe, die Milliardenverluste machen und andere die Zeche bezahlen lassen”. Er forderte für Firmen Chefs, die Verantwortung für ihre Firma auch wirklich tragen.

Grupp ist seit 36 Jahren alleiniger Inhaber der Firma Trigema und hat langjährige Erfahrung mit der Leitung eines großen Unternehmens. Er gab den deutschen Managern Mitschuld an den hohen Arbeitslosenzahlen in Deutschland. Wäre dies nicht so, hätte Müntefering auch keinen Anlass gehabt, negativ über die deutsche Unternehmensführung zu sprechen. Nach Grupps Meinung werden im Größenwahn Entscheidungen getroffen, die in der Folge zu Milliardenverlusten führen. Deshalb sollten Unternehmer auch für entstandene Firmenpleiten mit ihren Gehältern persönlich haften. Dadurch würde auch in der Firmenpolitik so etwas wie soziale Verantwortung einkehren.

Auch an die Verbraucher stellte Grupp Forderungen. Nach seiner Meinung sollten die Verbraucher bei der Kaufentscheidung sensibler werden und bei den Einkäufen Firmen bevorzugen, deren Manager Verantwortung für den Standort und die Arbeitsplätze zeigen.

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February 19, 2005

Deutschland wird rund 150.000 Arbeitsplätze verlieren

Deutschland wird rund 150.000 Arbeitsplätze verlieren

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Berlin (Deutschland), 19.02.2005 – Die BILD-Zeitung berichtet über eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei rund 8.000 Firmen.

Diese ergab, dass bis Ende 2007 rund 150.000 Arbeitsplätze ins Ausland verlegt werden sollen. 43 Prozent sollen in die neuen EU-Länder wandern, 37 Prozent sollen nach China gehen. Die Metallindustrie, das Elektrotechnikgewerbe und die Textilbranche ist am meisten betroffen. Bereits in diesem Jahr werden 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen.

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February 18, 2005

Bewegung im Billigflugmarkt: dba übernimmt gexx

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