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March 21, 2010

NASA-Operation IceBridge setzt Luftüberwachung der Eisflächen fort

NASA-Operation IceBridge setzt Luftüberwachung der Eisflächen fort

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Veröffentlicht: 17:08, 21. Mär. 2010 (CET)
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Ausdehnung des arktischen Eises (2007)

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 21.03.2010 – Am Montag startet die NASA in die diesjährige Beobachtungssaison der Operation IceBridge, deren Ziel die Erfassung von Daten über die Ausdehnung und Bewegung von Eisflächen in den arktischen Regionen der Erde ist. Die Operation fand zum ersten Mal im März 2009 statt, sie füllt eine Lücke in der Überwachung der Eisflächen aus dem Weltall durch das Satellitenprogramm ICESat. Der Satellit ICESat I wird wahrscheinlich dieses Jahr seine Arbeit einstellen, der Nachfolger ICESat II wird erst zwischen 2014 und 2015 gestartet.

Tom Wagner, Programm-Manager des Kryosphärenprogramms am NASA-Hauptquartier in Washington, erklärt das Ziel der Mission so: „Ziel der Mission ist die Sammlung der wichtigsten Daten um unsere Vorhersagemodelle für die Meereshöhe und des globalen Klimawandels zu verbessern.“[1]

Zur Beobachtung werden Propellermaschinen der NASA eingesetzt, darunter die Douglas DC-8 und die Lockheed P-3b. Rund 200 wissenschaftliche Flugstunden sind für die diesjährige Frühjahrssaison geplant. Eine DC-8 wird Montag/Dienstag in Thule (Grönland) eintreffen, wo die Wissenschaftler in den nächsten vier bis fünf Wochen ihr Flugprogramm mit 10 bis 12 wissenschaftlichen Flügen absolvieren werden. Ihre größte Aufmerksamkeit gilt dabei den arktischen Eisflächen, die im März/April ihre größte Ausdehnung erreichen. Bei ihrer Arbeit stützen sie sich hauptsächlich auf moderne Lasertechnik wie das ATM (Airborne Topographic Mapper), das es ermöglicht, Höhenveränderungen der Eisflächen genau zu messen. Dabei werden Laserreflektoren auf dem Boden als Referenzpunkte genutzt. Die wissenschaftliche Betreuung und Durchführung des Projekts wird vom Goddard Space Flight Center (Greenbelt, Maryland) geleistet. Außerdem sind Wissenschaftler weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen der Vereinigten Staaten beteiligt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wissenschaft
  • NASA-Satelliten enthüllen abschmelzende arktische Eisflächen (30.09.2005)

Referenzen

  1. engl. Originalzitat lt. NASA: The mission’s goal is to collect the most important data for improving predictive models of sea level rise and global climate change.

Quellen

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February 12, 2010

Cape Canaveral: NASA schickt Sonnensonde ins All

Cape Canaveral: NASA schickt Sonnensonde ins All

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Veröffentlicht: 22:59, 12. Feb. 2010 (CET)
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Start der Atlas V mit dem SDO

Magnetfeld der Sonne

Cape Canaveral (Vereinigte Staaten), 12.02.2010 – An der Spitze einer Atlas-V-Rakete der US-Raumfahrtbehörde NASA wurde am Donnerstag um 10:23 Uhr (Ortszeit) erfolgreich eine Sonnenbeobachtungssonde auf die Reise in eine geostationäre Umlaufbahn geschickt. Die Sonde trägt den Namen Solar Dynamics Observatory (SDO) und ist nach NASA-Aussagen in ihrer Art einzigartig. Sie überträgt täglich 1,5 Terabyte Daten zu einer Bodenstation in New Mexico, mit der sie durch ihre geostationäre Umlaufbahn ständig in Kontakt steht. Die übertragene Datenmenge ermöglicht unter anderem die Darstellung von fotografischen Daten in bisher unerreichter Detailtreue.

Das Spektrum der Fragen, die die Forscher interessiert, ist dabei weit gesteckt. Sie reicht von der Frage, wie die Sonne das Wetter auf der Erde beeinflusst bis hin zur Klärung der Phänomene, die im Innern des glutheißen Muttergestirns unserer Galaxis ablaufen. Dazu gehört auch das Studium der gewaltigen Magnetosphäre der Sonne. Durch die von der Sonne ausgehende Strahlung werden unter anderem die Übertragung von Satelliten- und Kommunikationssignalen auf der Erde beeinflusst. Die genauere Kenntnis der in der Sonnenatmosphäre ablaufenden Prozesse soll genauere Vorhersagen über Veränderungen der Strahlungsphänomene im Weltraum ermöglichen, von denen zum Beispiel die im All arbeitenden Astronauten der Internationalen Raumstation profitieren könnten.

Die NASA bezeichnet die SDO-Sonde als das „Kronjuwel“ des NASA-Programms zur Erforschung der Sonne, das unter der Bezeichnung „Living With a Star“ läuft. Das SDO-Projekt läuft unter der Regie des Goddard Space Flight Centers der NASA in Greenbelt, im US-Bundesstaat Maryland. Die SDO-Mission soll 848 Millionen Dollar kosten. Die Lebensdauer des SDO ist auf mindestens fünf Jahre ausgelegt.

Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Solar Dynamics Observatory gibt es auf Wikimedia Commons.


Hinweis: Korrektur: Nachträglich wurde die Datentransferrate von 1,5 Terabyte „pro Sekunde“ auf „täglich“ geändert.


Themenverwandte Artikel

  • Portal:NASA

Quellen

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September 1, 2006

Astronomen beobachteten Supernova

Astronomen beobachteten Supernova – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Astronomen beobachteten Supernova

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Artikelstatus: Fertig 18:47, 1. Sep. 2006 (CEST)
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Wissenschaftler untersuchen eine merkwürdige Explosion, die sich am 18. Februar 2006 etwa 440 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Widder ereignete

Greenbelt / Pasadena (Vereinigte Staaten) / Merate / Mailand (Italien), 01.09.2006 – Wissenschaftler haben mit Hilfe des Satelliten Swift und anderer Teleskope fast live eine Supernova im Sternbild Widder beobachtet. Dabei handelt es sich angeblich um die stärkste Explosion, die den Wissenschaftlern bekannt ist, bei der es zu einem Ausbruch von Gammastrahlen oder einer Detonation von Röntgenstrahlen gekommen ist. Die Wissenschaftler sagen, dass solche Ausbrüche den Beginn des Sterbens eines Sterns signalisieren.

Swift entdeckte die Explosion zuerst am 18. Februar – sie erhielt die Bezeichnung GRB 060218 –, so dass es möglich wurde, das Ereignis mit Teleskopen und Satelliten zu beobachten, während es stattfand. Die Detonation dauerte mehr als 2.000 Sekunden (33 Minuten).

„Das ist vollkommen neu und unerwartet. Das ist genau die Art von überraschendem Ereignis, von dem wir gehofft hatten, dass Swift es einfangen könnte“, sagte Neil Gehrels, der Hauptforscher im Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland.

„Diese Beobachtungen erfassen die Zeit, als der Stern kollabierte, seine äußere Hülle und den größten Teil seiner Masse abwarf und einen kompakten Überrest zurückließ. Und wir glauben, dass es sich bei dem kompakten Überrest um einen Neutronenstern handelt“, sagte ein Autor eines Berichts für das Journal Nature, wo dieser am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler planen auch, das Weltraumteleskop Hubble und das Teleskop Chandra zu benutzen, um mehr Bilder von dem Ereignis zu bekommen.

Der Stern ist mindestens 440 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Wissenschaftlergruppe wurde von Sergio Campana vom Italienischen Nationalinstitut für Astrophysik und Alicia Soderberg, einer Doktorandin am California Institute of Technology in Pasadena, Kalifornien, geleitet.

Swift wurde im November 2004 gestartet.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 31.08.2006.

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Quellen

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