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May 22, 2011

Island: Vulkan Grímsvötn ausgebrochen, 220 Kilometer Flugverbotszone

Island: Vulkan Grímsvötn ausgebrochen, 220 Kilometer Flugverbotszone

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Veröffentlicht: 14:03, 22. Mai 2011 (CEST)
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NASA-Aufnahme des Grímsvötn-Ausbruchs in 2004

Reykjavík (Island), 22.05.2011 – Der Grímsvötn, der als Islands aktivster Vulkan gilt, hat laut dpa eine 17 Kilometer hohe Aschewolke ausgestoßen. Reuters spricht sogar von 20 Kilometern. Die Wolke erreicht damit die Höhe, in der Passagierflugzeuge verkehren. Die isländischen Behörden erließen eine Flugverbotszone im Umkreis von über 220 Kilometern. Der wichtigste Flughafen auf Island, der Flughafen Keflavík, wurde gesperrt.

Zurzeit treibt die Aschewolke jedoch nach Norden, so dass der europäische Luftraum mit Ausnahme Skandinaviens vorerst nicht betroffen sein wird. Nach Einschätzungen von Geologen ist nicht davon auszugehen, dass es ähnliche Beeinträchtigungen des Luftverkehrs wie im letzten Jahr geben wird, als der Vulkan Eyjafjallajökull ausgebrochen war und wochenlang den Luftverkehr über Europa zum Erliegen brachte. Páll Einarsson, Geophysiker an der Universität von Island, erklärte dazu gegenüber AFP: „Die Asche des Grimsvötn ist gröber und deshalb ungefährlicher, weil sie viel schneller auf die Erde zurück sinkt und nicht so lange in der Luft bleibt wie bei der Eruption des Eyjafjalla.“ Der Grímsvötn war zuletzt 2004 ausgebrochen.

Ein Video des Ausbruchs, das von einem Flugzeug aus aufgenommen wurde, finden Sie hier (MP4-Format).

Die erste Nachricht in Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch war die Meldung über ein Erdbeben der Stärke 4,6, die mit möglicher vulkanischer Aktivität erklärt wurde. Das Beben ereignete sich am 21. Mai um 19:10 Uhr (Ortszeit) rund einen Kilometer unter der Erdoberfläche, etwa 150 Kilometer von dem Vulkan Eyjafjallajökull entfernt, 168 Kilometer östlich der isländischen Hauptstadt, Reykjavík.

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Quellen

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March 21, 2010

Vulkanausbruch: Ausnahmezustand auf Island ausgerufen

Vulkanausbruch: Ausnahmezustand auf Island ausgerufen

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Veröffentlicht: 17:30, 21. Mär. 2010 (CET)
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Der Þórsmörk- und Eyjafjallajökull-Gletscher auf Island

Reykjavík (Isand), 21.03.2010 – In der Nähe des Eyjafjallajökull-Gletschers auf Island ist kurz nach Mitternacht ein Vulkan ausgebrochen. Die Behörden des Landes riefen für einige Gemeinden im Süden vorsorglich den Notstand aus. Zeitweilig mussten 700 Bewohner der Ortschaften in der Nähe des Gletschers ihre Wohnungen verlassen. Die Behörden rechneten mit der Möglichkeit von Überschwemmungen durch geschmolzenes Gletschereis. Im Laufe des Tages wurde klar, dass das Zentrum des Vulkanausbruchs nicht unter dem Gletscher, sondern jenseits der Eisgrenze bei dem Ausflugsgebiet Fimmvörduhals lag.

Bei Fljótshlíð soll es Berichten des Radiosenders RUV zufolge zu Ascheregen gekommen sein. Einwohner sollen von gleißenden Lichterscheinungen aus dem Gletscher berichtet haben. Geologen, die den Gletscher im Laufe des Vormittags überflogen, berichteten von einem Riss, der durch die Vulkanaktivitäten unter dem Gletscher entstanden sei. Außerdem wird mit einem bevorstehenden Ausbruch des Vulkans Katla gerechnet.

Der Flugverkehr von und nach Island wurde für mehrere Stunden eingestellt. Der internationale Flughafen Keflavík war von der Schließung des Flugbetriebes ebenso betroffen wie die nationalen Flughäfen Reykjavík und Akureyri. Drei Flugzeuge der Icelandair mussten umdrehen und wurden zu Flughäfen in den USA zurückbeordert, wo sie gestartet waren.

Die Insel Island besteht praktisch aus den Auswürfen von Vulkanen, aus denen sie einst entstanden ist. Größter Vulkan auf der Insel ist Hekla, der zuletzt vor zehn Jahren ausgebrochen war. Der Vulkan unter dem Eyjafjallajökull-Gletscher war zuletzt 1823 ausgebrochen.

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