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December 23, 2010

Nordkorea droht dem südlichen Nachbarn mit „heiligem Krieg“ und Einsatz von Atomwaffen

Nordkorea droht dem südlichen Nachbarn mit „heiligem Krieg“ und Einsatz von Atomwaffen

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Veröffentlicht: 18:07, 23. Dez. 2010 (CET)
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Seoul (Nordkorea), 23.12.2010 – Nordkorea betrachtet das Militärmanöver Südkoreas, das am heutigen Donnerstag stattfand, als gezielte Provokation. Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA zitierte den Verteidigungsminister des Landes mit den Worten, die Armee sei bereit, einen „Heiligen Krieg“ gegen Südkorea zu führen. Außerdem wurde Südkorea der Einsatz von Atomwaffen angedroht. Südkorea wurde unterstellt, es sei „darauf versessen, Nordkorea zu überfallen“.

Nordkorea reagierte mit seiner Drohung auf ein großangelegtes Militärmanöver der südkoreanischen Streitkräfte 30 Kilometer südlich der Grenze zwischen beiden Ländern in der Region Pocheon. Bei dem Manöver kamen 800 Soldaten, Kampfjets, Hubschrauber, Panzer, Artilleriegeschütze und Langstreckenraketen zum Einsatz. Das Manöver dauerte nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums weniger als eine Stunde.

Die gegenseitigen Provokationen oder – je nach Lesart – Maßnahmen zur Sicherung der Landesverteidigung dauern seit einem Artillerieangriff Nordkoreas auf die zu Südkorea gehörende Insel Yeonpyeong am 23. November an (Wikinews berichete). Bei dem Angriff waren zwei südkoreanische Soldaten sowie zwei Bauarbeiter getötet worden.

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Südkorea kündigt weiteres Militärmanöver an

Südkorea kündigt weiteres Militärmanöver an

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Veröffentlicht: 12:32, 23. Dez. 2010 (CET)
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Übersichtskarte der koreanischen Halbinsel

Pjöngjang (Südkorea), 23.12.2010 – Die Militärführung der südkoreanischen Armee hat für heute eine großangelegte Militärübung der Boden- und Luftstreitkräfte in der Nähe der Grenze zu Nordkorea angekündigt. Die Anzahl der an dem Manöver beteiligten Soldaten werde größer sein als je zuvor bei einem Manöver zu Friedenszeiten.

Die Ankündigung kommt einen Tag nach einer anderthalbstündigen Artillerieübung der südkoreanischen Streitkräfte auf der Insel Yeonpyeong. Nordkorea hatte entgegen einer entsprechenden Ankündigung darauf verzichtet, die Militärübung der südkoreanischen Streitkräfte mit einem „Selbstverteidigungsschlag“ zu beantworten. Vorangegangen war ein Artillerieangriff des Nordens auf die Insel am 24. November 2010, bei der vier Menschen getötet worden waren.

In der Erklärung des südkoreanischen Militärs hieß es, 800 Soldaten seien an der Übung beteiligt. Sechs Kampfjets, Kampfhubschrauber und Panzer würden mit scharfer Munition schießen. Bei dem Manöver handelt es sich um eine Übung an Land in der Region Pocheon – etwa 30 Kilometer südlich der Grenze zu Nordkorea.

Die südkoreanische Marine begann bereits am heutigen Mittwoch mit einer auf drei Tage angesetzten Schießübung an der Ostküste, etwa 100 Kilometer südlich der Seegrenze zu Nordkorea. Sechs Kriegsschiffe sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap daran beteiligt.

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December 21, 2010

Nordkorea reagiert zurückhaltend auf Militärübung Südkoreas

Nordkorea reagiert zurückhaltend auf Militärübung Südkoreas

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Veröffentlicht: 21:36, 21. Dez. 2010 (CET)
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Seoul (Südkorea) / Pjöngjang (Nordkorea), 21.12.2010 – Trotz eines von nordkoreanischer Seite angekündigten „Selbstverteidigungsschlages“ für den Fall einer südkoreanischen Militärübung in den Gewässern des Gelben Meeres in der Nähe der nordkoreanisch-südkoreanischen Grenze, reagierte die nordkoreanische Führung heute nicht auf eine anderthalbstündige Artillerieübung der südkoreanischen Streitkräfte auf der Insel Yeonpyeong.

Am 24. November 2010 hatten nordkoreanische Artillerieeinheiten Ziele auf der Insel Yeonpyeong beschossen. Dabei waren vier Menschen ums Leben gekommen.

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December 18, 2010

Wachsende Spannungen zwischen Nord- und Südkorea wegen geplantem Militärmanöver

Wachsende Spannungen zwischen Nord- und Südkorea wegen geplantem Militärmanöver

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Veröffentlicht: 16:57, 18. Dez. 2010 (CET)
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Gelbes Meer: Hier ist das Militärmanöver Südkoreas geplant

Seoul (Südkorea) / Pjöngjang (Nordkorea), 18.12.2010 – Eine geplante Artillerieübung der südkoreanischen Streitkräfte in dem umstrittenen Grenzgebiet im Gelben Meer wird Nordkorea möglicherweise mit einem „Selbstverteidigungsschlag“ beantworten, der „hinsichtlich der Stärke und des Gebietes tödlicher sein [wird] als das, was am 23. November geschah“. Am 23. November hatten die nordkoreanischen Streitkräfte die zu Südkorea gehörende Insel Yeonpyeong unter Artilleriebeschuss genommen (Wikinews berichtete). Vier Bürger Südkoreas waren dabei ums Leben gekommen.

Die Großmächte Russland und Vereinigte Staaten warnten die jeweils andere Seite vor einer Eskalation der Situation. Russland unterstützt Nordkorea, die USA dagegen Südkorea. Die USA haben in Südkorea 28.500 US-Soldaten stationiert, was dem Norden ein Dorn in Auge ist. Russland forderte Südkorea „nachdrücklich“ dazu auf, von der geplanten Militärübung abzusehen um eine weitere Eskalation der Situation zu vermeiden. Die USA erklärten, das Militärmanöver stelle keine Bedrohung für Nordkorea dar und beharrte auf dem Recht jedes Landes, Militärübungen abzuhalten.

China, das Nordkorea unterstützt, reagierte besorgt. Der chinesische Außenminister bestellte den Botschafter Südkoreas ein, um seine Besorgnis mitzuteilen.

Die südkoreanische Militärführung kündigte die Artillerieübung für den Zeitraum zwischen Samstag und Dienstag an. Außerdem versicherte ein Militärsprecher, Geschütze würden dabei nicht in Richtung Nordkorea abgefeuert.

Nordkorea rüstete im Gegenzug verbal weiter auf: „Angesichts der kriegerischen und unverantwortlichen Haltung Südkoreas ist die Frage nicht, ob es auf koreanischen Halbinsel Frieden oder Krieg geben wird, sondern wann der Krieg ausbrechen wird.“

Die größte Oppositionspartei Südkoreas forderte die Führung des Landes auf, die militärische Machtdemonstration abzublasen und stattdessen auf diplomatischem Wege das Gespräch mit Nordkorea zu suchen.

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May 23, 2010

Heftige Vorwürfe an Nordkorea wegen Torpedoangriff

Heftige Vorwürfe an Nordkorea wegen Torpedoangriff

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Veröffentlicht: 10:42, 23. Mai 2010 (CEST)
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Lage von Nord- und Südkorea

Seoul (Südkorea) / Pjöngjang (Nordkorea) / Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 23.05.2010 – Nachdem Experten zu der Ansicht gekommen sind, dass ein Torpedo am 26. März das südkoreanische Kriegsschiff „Cheonan“ versenkte, ist der Ton zwischen Nord- und Südkorea rauer geworden. Eine Kommission mit Fachleuten aus Australien, Schweden, Südkorea, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten hatte Trümmerteile untersucht. Demnach habe ein 250 kg schwerer Torpedo die Korvette versenkt. Dabei wurden 46 südkoreanische Seeleute getötet.

In dem Untersuchungsbericht heißt es, die Beweise gegen Nordkorea seien „überwältigend“ und die gefundenen Torpedoreste würden „perfekt“ zu einer nordkoreanischen Bauart passen. Das von den Vereinigten Staaten geführte UN-Kommando, das die Grenze zwischen Nord- und Südkorea in der Demilitarisierten Zone (DMZ) am 38. Breitengrad sichert, hat inzwischen eine eigene Untersuchung des Vorfalls angekündigt. Der UN-Mission gehören außer Südkorea und den Vereinigten Staaten auch Australien, Dänemark, Frankreich, Kanada, Neuseeland, die Türkei und das Vereinigte Königreich an. Zudem sollen auch die neutralen Staaten Schweden und Schweiz an der Untersuchung beteiligt werden.

Nach einem Treffen von Sicherheitskreisen wurde aus Seoul eine umsichtige Reaktion angekündigt. Südkoreas Präsident Lee Myung-bak bezeichnete den Zwischenfall als „überraschenden Militärangriff aus Nordkorea, während die Südkoreaner spät in der Nacht schliefen“. Verteidigungsminister Kim Tae-young wurde auf einer Pressekonferenz deutlicher; nach seinen Worten müsse der Norden für die Tat büßen. Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea sind seit dem Amtsantritt Lees im Februar 2008 schlechter geworden. Er tritt für einen härteren Kurs gegenüber dem Norden ein. Somit wird die derzeitige Krise als Testfall seiner Politik gegenüber dem kommunistischen Nachbar im Norden angesehen.

Der Zwischenfall ereignet sich unweit der Insel Baekryong (rot eingefärbt).

Nordkorea verwahrte sich gegen die Anschuldigung scharf und bezeichnete den Bericht als „Fälschung“. Pjöngjang kündigte einen „Krieg im großen Stil“ an, falls die Vereinten Nationen aufgrund des Zwischenfalls neue Sanktionen gegen Nordkorea beschlössen. Nach US-Generalstabschef Mike Mullen befinden sich die in Südkorea stationierten Truppen derzeit nicht in erhöhter Bereitschaft.

Das deutsche Auswärtige Amt bezeichnete den Zwischenfall als „schwerwiegenden Bruch geltenden internationalen Rechts“. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Philip Crowley, erklärte in Washington, D.C., der Zwischenfall werde „definitiv Konsequenzen“ haben. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton verurteilte den Torpedoangriff energisch. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon nannte den Untersuchungsbericht „zutiefst beunruhigend“. Die chinesische Diplomatie fordert zu „Zurückhaltung“ auf. Die Volksrepublik China, die mögliche Sanktionen im UN-Sicherheitsrat durch ein Veto blockieren kann, ist ein wichtiger Lieferant Nordkoreas für Treibstoff und Lebensmittel. Die südkoreanische Regierung verhandelt seit dem Zwischenfall mit China, Japan, Russland und den USA, um Sanktionen gegen Nordkorea im Sicherheitsrat durchzusetzen.

Weblink

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Cheonan (PCC-772)“.

Quellen

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March 28, 2010

Südkoreanisches Kriegsschiff nach Explosion gesunken

Südkoreanisches Kriegsschiff nach Explosion gesunken

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Veröffentlicht: 15:21, 28. Mär. 2010 (CEST)
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Südkorea, 28.03.2010 – Nahe der Grenze zu Nordkorea ist ein südkoreanisches Kriegsschiff aufgrund eines Loches im Rumpf gesunken. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend (MEZ) in der Nähe der südkoreanischen Insel Baengnyeongim im Gelben Meer. Von 104 Menschen an Bord der Cheonan konnten wahrscheinlich 58 gerettet werden. Die Ursache für die Entstehung des Loches ist noch unklar. Es wurde aber anfangs darüber spekuliert, ob es ein Torpedoangriff gewesen sein könnte, nachdem Inselbewohner eine Explosion vernommen hatten. Berichtet wurde aber auch von Schießübungen des nordkoreanischen Staates. Zuvor habe das betroffene Schiff einen Schuss Richtung Norden abgegeben. Am Samstag wollte sich die Regierung zu einem Krisentreffen zusammenfinden. Bereits im November 2009 war es zu einem Schusswechsel auf See zwischen Nord- und Südkorea gekommen. Allerdings sieht die Regierung Südkoreas keine Hinweise auf eine Beteiligung Nordkoreas.

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  • Portal:Südkorea

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August 23, 2006

Südkoreanischer Militärsatellit gestartet

Südkoreanischer Militärsatellit gestartet

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Artikelstatus: Fertig 12:06, 24. Aug. 2006 (CEST)
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Long Beach (Vereinigte Staaten), 23.08.2006 – Am Dienstag, den 22. August ist ein südkoreanischer Militärsatellit mit Namen „Koreasat 5“ in den Weltraum transportiert worden. Der Start erfolgte um 03:27 Uhr UTC mit einer Trägerrakete des Typs „Zenit-3SL“ von der so genannten „Odyssey“-Startplattform, die im Pazifik verankert ist. Die Startanlagen im Ozean werden von der Firma Sea Launch betrieben, die im Jahr 2006 den vierten gelungenen Start vermelden kann. Einige Wochen vor einem Start wird die Zenit-Rakete in Long Beach, Kalifornien, in einen Hangar auf der Startplattform geladen, danach fahren sowohl das Transportschiff wie auch die Startplattform zu einer Stelle im Pazifik, die bei ungefähr 154 Grad westlicher Länge etwa 2.200 Kilometer südlich von Hawaii liegt. In diesem Jahr sollen noch zwei weitere Starts erfolgen.

Bei dem Satelliten handelt es sich um einen Kommunikationssatelliten mit hoher Übertragungskapazität, der auf einer geostationären Bahn für militärische Zwecke eingesetzt werden soll, um den asiatisch-pazifischen Raum abzudecken. Er hat eine Masse von 4.438 Kilogramm und wurde auf der Position 113 Grad Ost direkt über der Insel Borneo stationiert. Gebaut wurde er von der Firma „Alcatel Alenia Space“, Auftraggeber waren die Firma KT Corporation, ein führender Telekommunikationsprovider der Region, und das südkoreanische Verteidigungsministerium. Der Satellit soll auch zivilen Zwecken dienen und ist für eine Lebensdauer von 15 Jahren ausgelegt. Er besitzt 36 Transponder, die von zwei Kunden betrieben werden können. Er ist Südkoreas erster Militärsatellit, der primär für militärische Zwecke hergestellt wurde.

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