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December 5, 2011

Koblenz: Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

Koblenz: Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

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Veröffentlicht: 15:09, 5. Dez. 2011 (CET)
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Die im Rhein gefundene Luftmine, erkennbar sind auch die Pumpen mit denen Wasser abgepumpt wurde.

Foto: Holger Weinandt

Koblenz (Deutschland), 05.12.2011 – Das Niedrigwasser im Rhein hatte die britische Luftmine an den Tag gebracht – nach zwei Wochen Vorbereitung und der in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands größten Evakuierung wurde der rund 1.800 Kilogramm schwere Sprengkörper von Mitarbeitern des Kampfmittelräumdienstes im Laufe des 4. Dezember entschärft. Zuvor hatten mehr als 45.000 Bewohner die Evakuierungszone verlassen müssen.

Bereits am Morgen waren Lautsprecherwagen der Polizei durch die Koblenzer Innenstadt gefahren und hatten die Bewohner zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert. Man zwinge die Menschen notfalls und lasse Wohnungen durch Schlüsseldienste öffnen, falls die Menschen sich weigerten, teilte Olav Kullak von der Koblenzer Berufsfeuerwehr mit. Bereits am 2. Dezember war die Verlegung von Gefängnisinsassen in andere Haftanstalten in Angriff genommen worden. Außerdem wurden hunderte von pflegebedürftigen Personen aus sieben Altenheimen und Patienten von zwei in der Evakuierungszone liegenden Krankenhäusern evakuiert. 2.500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Ordnungsamt und Polizei waren an der Evakuierung beteiligt, dazu zahlreiche Freiwillige von Maltesern und Johannitern.

Die Evakuierungszone betraf ein Gebiet von etwa 1.800 Metern um den Fundort der Luftmine.

Für die 99-jährige, aus Breslau stammende Annelotte Weidlich war die Evakuierung vor allem wegen der Zugluft lästig. „Ich stamme aus Breslau. Dort wurde ich im Krieg evakuiert“, sagte sie. „Dagegen ist das hier gar nichts.“ Die Bombe war in der Nähe des Deutschen Ecks am 20. November von Spaziergängern entdeckt worden. Als bedeutender Verkehrsknotenpunkt wurde Koblenz von den Alliierten im Zweiten Weltkrieg besonders intensiv bombardiert, weshalb noch immer Blindgänger gefunden werden. Diese Evakuierung war bisher die umfangreichste. Die bisher größte Evakuierung betraf am Pfingstmontag 1999 rund 11.000 Koblenzer.

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes bei der Vorbereitung am 3. Dezember

Foto: Holger Weinandt

Die Entschärfung behinderte auch den Verkehr. Aus Sicherheitsgründen wurde der Zugverkehr auf beiden Rheinufern eingestellt. Die Züge wurden umgeleitet. Auch mehrere Bundesstraßen und zwei Koblenzer Rheinbrücken wurden für den Verkehr gesperrt.

Die Entschärfung begann um 13:40 Uhr. Eine US-Fliegerbombe wurde ebenfalls entschärft. Sie war nahe der Luftmine im flachen Wasser aufgetaucht war. Obwohl die Fliegerbombe verzogen war, verliefen die beiden Entschärfungen ohne Zwischenfälle. Ein Tarnnebelfass der Wehrmacht wurde anschließend gesprengt. „Wir waren mit zehn Mann im Einsatz. Und wir fahren mit zehn Mann nach Hause. Das ist das Wichtigste“, kommentierte der Leiter des Kampfmittelräumdienstes, Horst Lenz, nachher erleichtert. Für die vielen Einsatzkräfte des Roten Kreuzes war der Tag jedoch noch nicht zu Ende. Die evakuierten Personen mussten zurückbefördert werden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Evakuierung in Koblenz am 4. Dezember 2011“.

Quellen[Bearbeiten]

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June 3, 2010

Göttingen: Entschärfung einer Fliegerbombe schlägt fehl – drei Tote

Göttingen: Entschärfung einer Fliegerbombe schlägt fehl – drei Tote

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Veröffentlicht: 17:58, 3. Jun. 2010 (CEST)
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Göttingen (Deutschland), 03.06.2010 – Am Dienstagabend kamen in Göttingen bei dem Versuch, einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen, drei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes im Alter von 38, 52 und 55 Jahren ums Leben; zwei weitere Personen wurden schwer verletzt, vier mussten wegen eines Schocks behandelt werden. Die beiden schwer verletzten Personen sind jedoch außer Lebensgefahr.

Zur Explosion der Fliegerbombe mit einem TNT-Äquivalent von 1.000 Pfund kam es um 21:36 Uhr, noch während der Vorbereitungsarbeiten zu der Entschärfung, die für 22:30 Uhr angesetzt war. Für die Entschärfung sollten 7.200 Menschen evakuiert werden; als die Explosion geschah, war die Evakuierung noch nicht abgeschlossen. Nach Aussage des städtischen Pressesprechers soll die Bombe mit einem Säurezünder ausgestattet und spontan explodiert sein, obwohl niemand an der Waffe gearbeitet habe. Durch die Explosion wurden Gebäude im Umkreis von 300 Metern vermutlich in Mitleidenschaft gezogen, so dass dieser Bereich, in welchem sich auch Firmen, Schulen und Kindertagesstätten befinden, zunächst weiterhin gesperrt blieb. Bei zwei Gebäuden sei die Fassade zerstört worden.

Die betroffenen Anwohner konnten in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren. Es wurde eine Sonderkommission gebildet. Diese soll Spuren sichern, damit ermittelt werden kann, warum es zu der plötzlichen Explosion kam. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) zeigte sich „tief bestürzt“ über den Tod der Sprengstoffexperten, die mit Dienstzeiten von zwischen 20 und 30 Jahren sehr erfahren gewesen seien.

Die Bombe wurde bei Bauarbeiten für die neue Göttinger Sportarena entdeckt; im selben Areal war bereits am vergangenen Donnerstag eine Sprengbombe ans Tageslicht gekommen. Diese konnte ohne Zwischenfall entschärft werden.

Quellen

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April 8, 2010

Flughafen Berlin-Tegel: Fliegerbombe entschärft

Flughafen Berlin-Tegel: Fliegerbombe entschärft

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Veröffentlicht: 08:26, 8. Apr. 2010 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 08.04.2010 – Eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg musste am 7. April 2010 am Flughafen Berlin-Tegel entschärft werden. Aus Sicherheitsgründen wurden etliche Abflüge gestrichen, ankommende Flugzeuge landeten auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Wegen der 250-Kilogramm-Bombe wurde auch das Terminal A des Flughafens evakuiert, bis Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst den Blindgänger entschärft hatten. Der Flughafen war rund zwei Stunden vollständig geschlossen. Um 19:15 Uhr hatten die Sprengmeister die Bombe explosionsunfähig gemacht.

Die Betriebsstörung ereignete sich nur einen Tag, nachdem auf einer S-Bahn-Baustelle am Ostkreuz ein deutscher Blindgänger entdeckt wurde, sodass der S-Bahn-Verkehr auf der Ringstrecke angehalten werden musste. Auch dieser Sprengkörper wurden folgenlos unschädlich gemacht.

Berlin-Tegel ist der meistfrequentierte Flughafen Berlins. Er wird von 15 Millionen Reisenden jährlich genutzt und ist der viertgrößte Flughafen in Deutschland. Wenn 2011 der neue Flughafen Berlin-Brandenburg eröffnet wird, soll Berlin-Tegel nach den Plänen des Senats geschlossen werden.

Quellen

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March 31, 2009

Massenevakuierung von Langenhagen: Bombenentschärfung von sechs britischen Fliegerbomben

Massenevakuierung von Langenhagen: Bombenentschärfung von sechs britischen Fliegerbomben

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Veröffentlicht: 07:13, 31. Mär. 2009 (CEST)
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Hannover (Deutschland), 31.03.2009 – Wegen einer Bombenentschärfung wurde am Sonntag, den 29. März der gesamte Ort Langenhagen mit derzeit etwa 15.000 Einwohnern im Verlauf des Vormittags evakuiert, ebenso wurde kurz vor Beginn der Bombenentschärfung die in der Nähe gelegene Bundesautobahn 2 zwischen Herrenhausen und Kreuz Hannover-Ost gesperrt. Die Bahnstrecke Hannover–Hamburg wurde abgeriegelt. Ausfallstraßen und innerstädtische Verbindungen wurden gesperrt. Es kam zu kurzen Staus auf der A 2 und Behinderungen im Zugverkehr.

Die Verlegung der Bewohner von Altersheimen und Seniorenheimen wurde durch den Einsatz von Krankentransportwagen ermöglicht. Ungefähr 1.000 Einsatzkräfte begleiteten die Aktion. Die Polizei musste mit den Rettungskräften die Anwohner nur zum Teil aus ihren Häusern klingeln, die meisten hatten sie schon verlassen.

Die Entschärfung der sechs britischen Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg durch Sprengmeister Thomas Gesk ging ab 14 Uhr fast reibungslos vonstatten. Die sechste bereitete jedoch wegen eines Säurezünders, der mit einer so genannten Raketenklemme mit sehr hoher Geschwindigkeit ferngesteuert herausgedreht werden musste, zunächst Probleme. Der Stadtsprecher Peter Probosch bezeichnete die Bevölkerung als sehr kooperativ, und die Polizei gab gegen 17 Uhr Entwarnung.

Gesperrt war zwischen 14 Uhr und 17 Uhr; die Vollsperrung der Verkehrswege wurde anschließend aufgehoben, und die Bewohner konnten in ihre Häuser zurückkehren. Die Senioren wurden mit Krankentransportwagen zurückverlegt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal: Feuerwehr

Quellen

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October 24, 2006

Fliegerbombe auf der A 3 bei Aschaffenburg explodiert

Fliegerbombe auf der A 3 bei Aschaffenburg explodiert

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Artikelstatus: Fertig 19:23, 24. Okt. 2006 (CEST)
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Aschaffenburg (Deutschland), 24.10.2006 – Bei der Explosion eines Fünf-Zentner-Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg ist gestern Morgen an einer Autobahnbaustelle auf der A 3 bei Aschaffenburg ein Bauarbeiter ums Leben gekommen. Fünf weitere Personen erlitten einen Schock. Bei dem Blindgänger handelte sich um eine englische Fliegerbombe.

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May 21, 2006

Zwei Fliegerbomben in Nordhausen gefunden

Zwei Fliegerbomben in Nordhausen gefunden

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Artikelstatus: Fertig 16:37, 21. Mai 2006 (CEST)
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Nordhausen (Deutschland), 21.05.2006 – Im thüringischen Nordhausen sind am Donnerstag, den 18. Mai zwei Bomben gefunden worden. Es handelt sich um Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg, die als Blindgänger unter der Erde lagen.

Die erste Bombe wurde in der Mittagszeit in der östlichen Innenstadt Nordhausens in einem Gebiet gefunden, wo in einem Umkreis von 500 Meter 2.100 Menschen wohnen. Sie alle mussten evakuiert und in Notunterkünften untergebracht werden.

Die zweite Bombe wurde am Donnerstag im Industriegebiet von Nordhausen entdeckt. Bauarbeiter hatten den Blindgänger bei Schachtarbeiten gefunden. Hier mussten einige Einkaufsmärkte vorzeitig geschlossen werden, um die Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen.

Nach der Entschärfung konnten alle Bürger wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Quellen

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December 21, 2005

Entschärfung einer Fliegerbombe in Freiburger Innenstadt

Entschärfung einer Fliegerbombe in Freiburger Innenstadt

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Artikelstatus: Fertig 15:11, 21. Dez. 2005 (CET)
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Freiburg

Freiburg im Breisgau (Deutschland), 21.12.2005 – Heute nachmittag wird in Freiburg eine Fünf-Zenter-Fliegerbombe entschärft.

Die Bombe, die vermutlich im zweiten Weltkrieg während des Angriffs vom 27. November 1944 auf Freiburg abgeworfen wurde, wurde am Dienstag Abend am Rand der Freiburger Innenstadt gefunden.

Dazu musste die nahe Innenstadt und auch einige Alten- und Pflegeheime im Umkreis von 275 Metern geräumt werden. Die Freiburger Verkehrs AG musste ihren Verkehr unterbrechen.

Quellen

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