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October 25, 2010

Warnstreiks im Bahnverkehr für Dienstag angekündigt

Warnstreiks im Bahnverkehr für Dienstag angekündigt

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Veröffentlicht: Zeitlupe 18:43, 25. Okt. 2010 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 25.10.2010 – Die Verkehrsgewerkschaften GDBA und Transnet haben für den morgigen Dienstag, den 26. Oktober, zeitlich befristete Arbeitsniederlegungen angekündigt. Von den Warnstreiks betroffen sind die Deutsche Bahn und zahlreiche Privatlinien. Obwohl die Gewerkschaften sich nach eigenen Aussagen bemühen werden, die Beeinträchtigungen für Fahrgäste möglichst gering zu halten, seien doch erhebliche Störungen im Schienenverkehr zu erwarten.

Ursache der Warnstreiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen. Dabei geht es den Gewerkschaften besonders darum, eine einheitliche Bezahlung der Beschäftigten für gleiche Arbeit durchzusetzen. Laut den Gewerkschaftsvorsitzenden Klaus-Dieter Hommel (GDBA) und Alexander Kirchner (Transnet) gebe es derzeit Unterschiede bei der Bezahlung von bis zu 20 Prozent, was vor allem durch Lohndumping bei Privatbahnen und Tochterunternehmen der Deutschen Bahn verursacht werde.

Ulrich Weber, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn, nannte die Warnstreiks unbegründet und kontraproduktiv. Er zeigte Bereitschaft, auf die Forderungen nach flächendeckenden Tarifstandards einzugehen, und schlug den Gewerkschaften den Beginn eines Schlichtungsverfahrens vor.

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Quellen

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July 25, 2007

Signale zwischen Gewerkschaft GDL und Bahn stehen auf Streik

Signale zwischen Gewerkschaft GDL und Bahn stehen auf Streik

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Veröffentlicht: 19:32, 25. Jul. 2007 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 25.07.2007 – Ab Mittwoch, den 25. Juli läuft die Urabstimmung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) über den ersten flächendeckenden Streik der bundesdeutschen Lokführer bei ihrem Arbeitgeber Deutsche Bahn AG. Das Ergebnis soll bis zum 6. August vorliegen. Die Streiks könnten je nach Ergebnis der Urabstimmung in zwei Wochen beginnen und in einem unbefristeten Arbeitskampf gipfeln. Vorraussetzung: Eine Mehrheit von 75 Prozent spricht sich dafür aus. Unterdessen rief der Vorsitzende der GDL, Manfred Schell, Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, als Vertreterin des Bundes Einfluss auf den Bahnvorstand zu nehmen.

Eine kritische Stellungnahme kam vom Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer. Er warf der GDL vor, mit dem Vorhaben den Flächentarifvertrag zu gefährden. Auch drohe die Gefahr einer Spaltung der Bahnbeschäftigten. Die GDL gehört nicht dem DGB an.

Die Arbeiter und Angestellten der Deutschen Bahn sind in drei Gewerkschaften organisiert: der DGB-Gewerkschaft Transnet, die rund 270.000 Mitglieder hat; die GDBA, die zum Deutschen Beamtenbund gehört und rund 50.000 Mitglieder hat sowie die GDL, die zwar nur 30.000 Mitglieder hat, aber ausschließlich Lokomomotivführer vertritt, während die anderen beiden Gewerkschaften neben Lokführern auch alle anderen Bahnbediensteten organisieren. Die GDL organisiert rund 13.000 der 20.000 Lokführer in ihren Reihen. Transnet und GDBA haben sich zu einer Tarifgemeinschaft zusammengeschlossen, der ursprünglich auch die GDL angehörte. Die GDL hat sich jedoch von den anderen beiden Gewerkschaften wegen Meinungsverschiedenheiten getrennt. Sie fordert einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer und Lohnerhöhungen, die wesentlich höher liegen als die Forderungen der anderen beiden Gewerkschaften.

Quellen

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June 26, 2007

Ab Montag: Bahnkunden müssen mit Streiks rechnen

Ab Montag: Bahnkunden müssen mit Streiks rechnen

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Veröffentlicht: 17:23, 26. Jun. 2007 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 26.06.2007 – Ab kommendem Montag wollen die in der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GdL) organisierten 30.000 Lokführer und Zugbegleiter in den Streik treten. Bahnreisende sollten sich auf erhebliche Behinderungen einstellen.

Die Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer fordert für ihre Mitglieder einen eigenen Tarifvertrag und Gehaltserhöhungen von bis zu 30 Prozent. Ein Einkommen von 1.400 bis 1.500 Euro netto für die Lokführer sei nicht länger hinnehmbar, sagte Manfred Schell, der Vorsitzende der GdL, heute im ARD Morgenmagazin. Er geht davon aus, dass der Streik sich nicht mehr verhindern lasse, da die Bahn bisher Gespräche mit der GdL verweigere. “Wer über 130 Tage mit uns nicht verhandeln will, wird in den letzten drei Tagen nichts mehr daran ändern können”, ist Schnell überzeugt.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn AG und der Tarifgemeinschaft aus den Gewerkschaften Transnet und GDBA gehen unterdessen in die zweite Runde. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA vertreten 143.000 Serviceangestellte bei der Bahn und fordern Einkommensverbesserungen in Höhe von sieben Prozent. Ein erstes Gespräch zwischen den Tarifpartnern war in der vorigen Woche nach nur zwei Stunden ohne Ergebnis abgebrochen worden. Wie inzwischen bekannt wurde, wurde ein erstes Angebot der Bahn in Höhe „von etwa zwei Prozent“ von den Gewerkschaften als „Almosen, mit dem die Beschäftigten verhöhnt würden“ zurückgewiesen.

Quellen

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