Streikaussetzung: Verhandlungen mit Vermittlern – GDL geht gegen Verbot vor

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Veröffentlicht: 10:30, 10. Aug. 2007 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 10.08.2007 – Die Streitparteien „Die Bahn“ und die „GDL“ setzen sich mit je einem Vermittler wieder an den Verhandlungstisch. Daher wurde ein Streik für die Verhandlungsdauer vorläufig ausgesetzt; trotzdem wird heute der Widerspruch der GDL beim Arbeitsgericht Nürnberg gegen das Streikverbot behandelt. Für „Die Bahn“ wird Kurt Biedenkopf und für die „GDL“ Heiner Geißler als Vermittler an den Verhandlungstisch treten. Gewerkschaftssprecher Maik Brandenburger sagte, dass zunächst nicht zu weiteren Streiks aufgerufen werde, weil das in dieser Situation kontraproduktiv sei. Er hoffe, dass die Vermittlungsgespräche in der kommenden Woche beginnen können.

Bahn-Personalvorstand Margret Suckale geht davon aus, dass die beiden erfahrenen Vermittler für Bewegung in einer festgefahrenen Situation sorgen werden. Auch werden so Vorurteile aus dem Weg geräumt, zum Beispiel könne die Öffentlichkeit realistisch über das Nettogehalt der Lokführer informiert werden, das 2.100 Euro beträgt. Die Bahn wolle durch ihren Gang vor das Arbeitsgericht nicht das Recht auf Streik in Frage stellen, so Suckale in den Tagesthemen, sondern einen Streik zum jetzigen Zeitpunkt wegen der Unverhältnismäßigkeit verhindern.

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Quellen