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April 19, 2010

Auch ohne Aschewolke: Eurostar meldet Umsatzsteigerung

Auch ohne Aschewolke: Eurostar meldet Umsatzsteigerung

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Veröffentlicht: 22:13, 19. Apr. 2010 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich) / Paris (Frankreich), 19.04.2010 – Schon von der Aschewolke war der Eurostar-Zug offenbar beliebt: Das britisch-belgisch-französische Betreiberunternehmen meldete für das erste Quartal 2010 eine Umsatzsteigerung von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf aktuell 204 Millionen Euro. Vor allem bei Touristen erfreut sich der Schnellzug steigender Beliebtheit: So nutzten im ersten Quartal 2010 zwei Millionen Menschen aus Freizeitgründen den Zug von Frankreich nach Großbritannien.

Seitdem in Europa große Teile des Flugverkehrs aufgrund des Vulkanausbruchs auf Island eingestellt ist, kommt auf den Eurostar eine erhöhte Nachfrage zu. So wurden bereits vergangene Woche Donnerstag, den 15. April 10.000 zusätzliche Buchungen registriert. Am Freitagabend fiel dann die Entscheidung der Gesellschaft, zusätzliche Züge einzusetzen. Tatsächlich bietet die französische Staatsbahn SNCF in dieser Woche 80.000 zusätzliche Plätze in den Zügen an. Eine einfache Fahrkarte kostet 96 Euro, Last-Minute-Tickets kosten ansonsten bis zu 245 Euro. Gemäß einem Bericht der Badischen Zeitung haben aber auch zehn zusätzliche Züge nicht ausgereicht, um den Ansturm zu bewältigen. So seien die Warteschlangen in den Stationen London St. Pancras und Paris Gare du Nord länger statt kürzer geworden.

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February 15, 2010

Zugunfall mit zehn Toten in Belgien

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Zugunfall mit zehn Toten in Belgien

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Veröffentlicht: 21:37, 15. Feb. 2010 (CET)
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Halle (Belgien), 15.02.2010 – In der Nähe der Stadt Halle (bei Brüssel) stießen während des morgendlichen Berufsverkehrs zwei Regionalzüge frontal zusammen. Bei dem Zugunfall wurden mindestens achtzehn Menschen getötet. Unklar ist noch die Anzahl der Verletzten, nach Angaben der belgischen Eisenbahnen sollen es 150 sein. Insgesamt seien in den beiden Zügen zwischen 250 und 300 Reisende gewesen. In den Trümmern der Züge wird noch nach weiteren Opfern gesucht. Ursache des Unglücks war wahrscheinlich ein überfahrenes rotes Stoppsignal.

Das Zugunglück hatte Folgen für den Zugverkehr über Belgien hinaus. Die Zugbetreiber Thalis, Eurostar und TGV Europe stellten den Zugverkehr bis zum Mittag ein. Nach Einschätzungen der Betreiber dauern die Einschränkungen noch mindestens bis morgen an. Von den Einschränkungen sind auch Reisende aus Deutschland mit dem Ziel Brüssel betroffen.

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August 10, 2006

Terroranschlag in Großbritannien vereitelt

Terroranschlag in Großbritannien vereitelt

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Artikelstatus: Fertig 23:34, 10. Aug. 2006 (CEST)
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Scotland Yard in London

London (Vereinigtes Königreich), 10.08.2006 – Einer Stellungnahme des britischen Innenministers John Reids zufolge, die vom Newsservice des Metropolitan Police Service verbreitet wurde, hat die britische Polizei in Zusammenarbeit mit dem britischen Inlandsgeheimdienst MI5 mehrere Terroranschläge auf Flugzeuge vereitelt, die, wie verlautet, vermutlich von Großbritannien in Richtung der Vereinigten Staaten starten und dann in der Luft zur Explosion gebracht werden sollten.

Neue Sicherheitsbestimmungen für Flüge in Großbritannien
Was ist erlaubt?
  • Reiseunterlagen
  • Geldbörsen
  • Brieftaschen für persönliche Dokumente,
  • verschriebene Medikamente
  • Brillen und Sonnenbrillen
  • Kontaktlinsen
  • Babynahrung, Milch und Reinigungsutensilien.
  • Schlüssel
Was ist nicht erlaubt?
  • Handtaschen und sonstiges nicht oben aufgeführtes Handgepäck
  • nicht sicher identifizierbare Medikamente
  • Brillenetuis
  • Reinigungslösung für Kontaktlinsen
  • Schlüsselanhänger
  • Schlüssel mit elektronischen Türöffner
  • Mobiltelefone, Laptops sowie andere elektronische Geräte

Der Sprengstoff sollte in flüssiger Form per Handgepäck ins Flugzeug geschmuggelt werden. Die Scotland Yard sprach von einem geplanten „Massenmord unvorstellbaren Ausmaßes“. Diese Anschläge konnten laut CNN in einer großen, „monatelang“ vorbereiteten Anti-Terror-Aktion von Polizei und Geheimdiensten vereitelt werden. 25 Tatverdächtige wurden vergangene Nacht festgenommen, inzwischen sind aber vier wieder freigelassen. Die restlichen 21 Personen wurden laut Polizeiangaben hauptsächlich in London, aber auch in Thames Valley und Birmingham festgenommen. Der amerikanische Geheimdienst erklärte, bei dem versuchten Anschlag seien bis zu 50 Personen beteiligt gewesen. Laut Sky News sollten sechs Flugzeuge gesprengt werden, darunter laut CNN Flüge von United, American und Continental Airlines nach New York, Washington und Kalifornien.

Die britische Polizei sprach bei der Festnahme der Verdächtigen von einer Kooperation zwischen britischen und ausländischen Polizeiorganisationen und Geheimdiensten.

Um zwei Uhr heute früh verfügte die Arbeitsgruppe der Polizei für die Analyse terroristischer Gefahren (Joint Terrorism Analysis Centre), die Terrorwarnstufe auf die höchste Stufe zu setzen: „Critical“, was bedeutet, dass die Gefahr von Terroranschlägen akut gegeben ist. Auch wurden die Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen verstärkt: Handgepäck ist bis auf weiteres – auf Anweisung der britischen Regierung – in Flügen von und nach Großbritannien nicht mehr erlaubt; auch Laptops, Handys, Brillenetuis und MP3-Player dürfen nicht mehr mit an Bord genommen werden. Selbst Babymilch und -nahrung muss vor den Augen der Sicherheitsbeamten von den Passagieren probiert werden. Grund dafür ist die Vermutung, dass die Terroristen versucht haben, Flüssigkeiten an Bord zu schmuggeln, die gemischt einen hochexplosiven Sprengstoff ergeben. Der Flughafen Heathrow wurde teilweise geschlossen. Gleichzeitig verkaufte binnen kürzester Zeit der Eurostar 2.300 Tickets. Die britische Polizei warnte vor schweren Störungen im Flugverkehr, bat aber die Bevölkerung, ihren normalen Tagesgeschäften nachzugehen.

Das FBI hat sich ebenfalls eingeschaltet und will demnächst ein Statement abgeben.

Die Deutsche Lufthansa hatte am Morgen alle Flüge nach Großbritannien bis 14:00 Uhr ausgesetzt. Ryanair setzte rund 100 Flüge aus, darunter auch den Flug Altenburg-London-Stansted. Später gab die Lufthansa bekannt, alle Flüge aus Deutschland zum Londoner Flughafen Heathrow würden bis 20 Uhr gestrichen. 33 Flüge der Airline mit 5.000 Passagieren waren nach laut Auskunft einer Lufthansa-Sprecherin vom Nachmittag davon in Deutschland betroffen. Auch weitere europäische Flugesellschaften strichen Flüge in das Vereinigte Königreich.

Die Sicherheitsmaßnahmen an deutschen Flughäfen wurden durch das Bundesinnenministerium weiter erhöht. Was dies bedeute, wurde nicht erklärt, aber Reisende wurden dazu aufgefordert, frühzeitig bei den Sicherheitskontrollen zu erscheinen.

Die Börse reagierte auf die Nachricht von den geplanten Terroranschlägen mit Kurseinbrüchen. Vor allem British Airways und andere britische Touristikunternehmen waren davon betroffen.

Quellen

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July 7, 2005

Terroranschläge in London

Terroranschläge in London – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Terroranschläge in London

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Artikelstatus: Fertig 8. Jul 2005 07:52 (UTC)
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London (Vereinigtes Königreich) / Berlin (Deutschland), 07.07.2005 – Um 09:51 Uhr MESZ (08:51 Uhr Ortszeit London) ereigneten sich in London vier koordinierte terroristische Anschläge auf einen Doppeldeckerbus und U-Bahnen.

Die Fakten

Die Informationen drangen nur schwer nach außen, weshalb die gemeldete Zahl der Toten und Verletzen stark schwankte. Bis jetzt steht die Zahl der Opfer noch nicht fest. Fast alle öffentlichen Verkehrsmittel wurden lahm gelegt. In einer Presseerklärung hatte Tony Blair offiziell bestätigt, dass die britische Regierung von Terroranschlägen ausgeht. Er verließ wegen der Anschläge vorübergehend das G8-Treffen im schottischen Gleneagles, um sich in London über die Situation zu informieren. Die Gipfelgespräche werden heute jedoch fortgesetzt.

Es wurden vier Explosionen bestätigt, die praktisch gleichzeitig in der Londoner Innenstadt stattfanden, davon eine in einem Doppeldecker-Bus am Tavistock Square, nahe dem Russell Square, drei weitere in U-Bahnzügen. Betroffen waren ein U-Bahnzug von Aldgate East nach Station Liverpool Street, ein Zug bei der Station Edgware in Richtung Paddington und ein Zug der Piccadilly Linie von Russell Square nach King’s Cross Station, wie die BBC und die London City Police am Nachmittag meldeten. Es gab Verletzte und Tote: Ein Arzt sprach anfangs von ca. 90 Opfern in der U-Bahn Station Aldgate; ein anonymer Beamter des Justiz-Ministeriums in den USA sprach von 40 Todesopfern; Sky News sprach von bis zu 1.000 Verletzten und 45 Toten; offiziell bestätigt sind am Donnerstag von der Polizei über 38 Todesopfer sowie über 700 Verletzte, etwa 150 von ihnen schwer. Die Krankenhäuser befürchten, dass die Zahlen der Toten in den nächsten Tagen noch weiter nach oben korrigiert werden müssen. Laut Sky News soll es sich bei einem Anschlag um ein Selbstmordattentat handeln. Bei einem Bus wurden Sprengstoffspuren gefunden; auch die Verletzungen der Opfer deuten auf Sprengstoff hin.

Das öffentliche Verkehrs- und Transportwesen war am Donnerstag komplett zusammengebrochen. Behörden und Sicherheitsdienste hatten nach eigenen Angaben die Lage nach einiger Zeit wieder im Griff. Hunderte bis tausende Personen steckten stundenlang in den U-Bahnen fest. Die Schächte sind sehr eng, sodass eine Flucht aus den Waggons nur aus dem ersten und letzten Wagen möglich ist. Der Bus-Betrieb wurde auch in Überlandlinien eingestellt. Viele Bahnhöfe wurden geschlossen, dabei die größten in London sowie auch Bahnhöfe außerhalb Londons. Inzwischen fahren die meisten Eisenbahnen wieder, um die Pendler nach Hause zu bringen. Allerdings (und verständlicherweise) sind die Züge recht leer.

Ursachen / Täter

Zuerst wurde ein Terroranschlag behördlicherseits kategorisch ausgeschlossen und als Ursache ein Fehler im Elektrizitätsnetz der U-Bahn oder der Zusammenstoß von zwei Zügen angegeben. Scotland Yard bestätigte jedoch kurz danach, dass in einer U-Bahn mindestens eine Bombe gefunden worden sei. Die britische Regierung bestätigte, dass es sich um Terroranschläge handelt. Laut SPIEGEL ONLINE liegt ein Bekennerschreiben (deutsche Übersetzung) der Terrororganisation Al-Qaida vor, in dem auch „die Regierungen Dänemarks und Italiens und alle weiteren Kreuzritter-Regierungen“ gewarnt werden. Schon BBC berichtete von Bekennerschreiben auf Al-Qaida-nahestehenden Webseiten. An der Echtheit dieses Schreibens bestehen allerdings Zweifel. Es wurde bisher auch noch nichts offiziell bestätigt.

Opfer

Einige Personen waren im Londoner Underground eingeschlossen

Der abgesperrte Russell Square

  • Es hat Verletzte und Tote gegeben.
  • Auch Reuters berichtete unter Berufung auf Quellen aus der Verkehrsgesellschaft Metronet von Todesopfern.
  • Ein Sprecher des Royal London Hospital sprach von über 180 Verletzten, die in das Krankenhaus eingeliefert worden sind. Es ist auch die Rede von 300 Verletzten, 150 davon seien schwer verletzt.
  • Die BBC zitiert Augenzeugenberichte, wonach es mindestens 20 Todesopfer gäbe. Derzeit sind zwei Todesopfer im Bereich der Aldgate-Station offiziell bestätigt.
  • Die BBC meldet zudem, dass in der Station King’s Cross zehn Menschen getötet worden seien.
  • Todesfälle in der U-Bahnstation Liverpool Street.
  • Bei der U-Bahnstation Edgware Road wurden laut einem hohen Londoner Polizeioffizier mehrere Menschen getötet.
  • Augenzeugenberichten zufolge haben mehrere Menschen Gliedmaßen verloren.
  • Sky News spricht von 1.000 Verletzten (davon 150 schwer) und 40 Toten.
  • Offiziell

Von der Polizei sind 700 Verletzte und 38 Todesopfer bestätigt worden, davon 21 Tote in Liverpool Street, sieben in der Moorgate Station, sieben in der Edgware Road, zwei in einem Bus am Tavistock Square und eine Person starb an den Folgen der Verletzungen im Krankenhaus.

Die Situation der Infrastruktur in London

Die abgesperrte Euston Station

  • Am Donnerstag war das gesamte U-Bahnnetz in London stillgelegt.
  • Der Finanzdistrikt sowie über 40 Straßen in London wurden abgesperrt.
  • Die britischen Streitkräfte wurden mobilisiert und Armeeteile rücken derzeit in die Londoner Innenstadt ein um die Sicherheit, u.a. an wichtigen Verkehrsknotenpunkten, zu gewährleisten.
  • CNN berichtet, dass die Mobiltelefonnetze und das Festnetz aufgrund der plötzlichen Überlastung teilweise zusammengebrochen sind.
  • Das Gebäude der Großbank UBS an der Liverpool Street 100 wurde evakuiert, laut Angaben der Nachrichtenagentur AFX.
  • An den Haupteingangsstraßen Londons werden die Autofahrer mit Schildern gewarnt: Das Gebiet sei geschlossen, man solle London meiden und das Radio einschalten.
  • Die Eltern der Schulkinder wurden am Donnerstag aufgerufen, ihre Kinder nicht aus den Schulen abzuholen.
  • Die Busse fahren wieder auf allen Linien im Zentrum, wie die Verkehrsbetriebe um 16:11 Uhr Lokalzeit (GMT) mitteilten. Die U-Bahn ist seit Freitag wieder in Betrieb sein; die Eisenbahnen sind wieder in Betrieb, vereinzelte Züge entfallen noch und einige Stationen der Docklandlinie bleiben geschlossen. Die Schiffe auf der Themse verkehren zur Zeit kostenlos mit einem verdichteten Fahrplan.
  • Zur „Rush-hour“ wurde am Donnerstag ein Verkehrschaos erwartet. Radiosender forderten dazu auf, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Reaktionen

Europa

  • Nato und EU verurteilen die Terroranschläge in London.
  • Die Staaten der G8 gaben eine gemeinsame Erklärung ab.

Großbritannien

  • Die Sicherheitsmaßnahmen im schottischen Gleneagles, wo der G8-Gipfel statt findet, wurden massiv erhöht.
  • Innenminister Clarke drückte den Betroffenen und den Angehörigen sein Mitgefühl aus.
  • Premierminister Blair hat den G8-Gipfel verlassen um nach London zu kommen. Der G8-Gipfel wurde fortgesetzt.
  • Londons Bürgermeister Ken Livingstone verurteilte die Anschläge als „Massenmord“.

Deutschland

  • Für britische Einrichtungen in Deutschland wurden höhere Sicherheitsstufen ausgerufen.
  • Die deutschen Sicherheitsbehörden haben um 14:00 Uhr über die neue Lage („Terror kommt nach Europa“) gemeinsam beraten und das Vorgehen festgelegt.
  • Für die Berliner U-Bahn wurde Sicherheitsstufe zwei („gelb“) ausgerufen.
  • Die Bahn hatte ihre Sicherheitsmaßnahmen massiv erhöht. Auch einige Großstädte erwägten höhere Sicherheitsvorkehrungen.
  • Bundesaußenminister Joschka Fischer hat um 14:40 Uhr eine Erklärung abgegeben, worin er im Namen der Bundesregierung den Opfern das Mitgefühl ausdrückte. Der Terrorismus dürfe und werde sich nicht durchsetzen.
  • Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte in einer schriftlichen Erklärung die Anschläge verurteilt und den Opfern und dem britischen Volk sein Mitgefühl ausgesprochen. Wortlaut
  • Bundespräsident Horst Köhler hatte in einem Telegramm an die englische Königin Elisabeth II. die Anschläge als “barbarisch” verurteilt. Wortlaut
  • Bundesinnenminister Otto Schily trat gegen 16:00 Uhr vor die Presse. Zusammenfassung
  • Die Anschläge werden zum Anlass genommen die Sicherheitspläne für die WM noch einmal zu überdenken
  • Polizeipräsenz an Flughäfen wurde erhöht.
  • Am Bundestag und Bundesrat sind die Flaggen auf Halbmast. Der Bundestag legte eine Schweigeminute ein.

Andere europäische Länder

  • Die französische Regierung hob den Terroralarm ebenfalls von Orange auf Rot und damit auf die zweithöchste Stufe an, wie Nachrichtenagenturen mitteilten. In Paris greifen Sicherheitsmaßnahmen nach dem Plan ‘Vigipirate niveau rouge’. Es wurde dringend empfohlen von Reisen mit dem Eurostar nach London abzusehen.
  • Frankreichs Premierminister Dominique de Villepin hat moralische und materielle Unterstützung zugesagt.
  • Auch der Papst Benedikt XVI. verurteilte in einem Telegramm an den Erzbischof von Westminster in London die Anschläge als antichristlich und unmenschlich.[1]
  • Das Europaparlament legte eine Schweigeminute ein.

USA

  • Präsident George W. Bush verurteilte die Anschläge in einer Stellungnahme und stellte den Kontrast zwischen den bösen, mörderischen Absichten der Terroristen und den Absichten der Teilnehmer der G8-Konferenz heraus, die sich darum bemühten, Armut und Leid in der Welt zu verringern und den Kampf gegen AIDS zu gewinnen.
  • Die Terroralarmstufe in den USA wurde weiterhin auf „gelb“ gehalten. Die Sicherheitsvorkehrungen für die Regierung wurden erhöht.
  • Auf den Bahnhöfen und U-Bahnhöfen wurde die Terrorwarnstufe aber erhöht.

Sonstige Reaktionen

  • Amnesty International verurteilt die Anschläge ebenfalls aufs Schärfste.
  • Die Explosionen in London seien eine politische Erpressung durch Terroristen mit dem Ziel, Druck auf Großbritannien zum Irak-Problem auszuüben. Diese Meinung äußerte ein hochrangiger Veteran der russischen Geheimdienste, der nicht genannt werden wollte, in einem RIA-Nowosti-Interview.
  • In einer gemeinsamen Resolution verurteilte die UN einstimmig die Anschläge.

Internationale Finanzmärkte

  • Der Kurs der europäischen Einheitswährung Euro steigt durch die Terroranschläge kontinuierlich ( aktueller Kurs auf N24 ), da der Großteil der Investoren vom britischen Pfund weg in den Euro-Markt der EU investieren.
  • Aktienkurse von Reiseanbietern, Fluggesellschaften und Versicherern fallen aufgrund der Anschläge.
  • An der Londoner Börse ist der Ölpreis gefallen, es kam zu Panikverkäufen, weil man Auswirkungen auf die Weltwirtschaft befürchtet.
  • Die Londoner Zentralbank beließ die Leitzinsen auf ihrer heutigen Sitzung unverändert bei 4,75 Prozent.
  • Auch der Deutsche Aktienindex (DAX) verlor nach Bekanntwerden der Meldung mehr als 3,5 Prozent (mehr als in London), erholte sich aber zu Handelsschluss wieder leicht.
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London“.
Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Terroranschläge in London“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

„Qaida-Bekennerschreiben zu Anschlägen in London“
„Chronologie der Angriffe“

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