WikiNews de

April 28, 2010

Monsanto will sich jetzt auch Schweinefleisch patentieren lassen

Monsanto will sich jetzt auch Schweinefleisch patentieren lassen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:26, 28. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Genf (Schweiz), 28.04.2010 – Der international operierende Agrarkonzern Monsanto will offenbar über das Patentrecht seine Kontrolle über die weltweite Lebensmittelherstellung ausbauen. Das schreibt das Internetportal für nachhaltige Wirtschaft, nachhaltigkeit.org. Jüngster Vorstoß ist die Einreichung einer Patentanmeldung auf das Fleisch von Schweinen, die mit transgenen Futtermitteln aus der Produktion von Monsanto gemästet wurden. Unter der Antragsnummer WO2009097403 hat der Konzern eine Patentanmeldung bei der Weltpatentbehörde in Genf eingereicht.

Im letzten Jahr hatte Monsanto bereits versucht, ein Patent auf Schnitzel und Schinken zu erhalten. Greenpeace-Sprecher Christoph Then sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung: „Dahinter steckt das strategische Interesse, die gesamte Kette in der Lebensmittelproduktion unter Kontrolle zu bringen.“ Im März war ein Patentantrag von Monsanto auf Fische aus Aquakulturen bei der Behörde eingegangen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Gentechnik

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 3, 2006

Thailand bricht Patentschutz für Merck-Aids-Medikament Efavirenz

Thailand bricht Patentschutz für Merck-Aids-Medikament Efavirenz

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 20:18, 3. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bangkok (Thailand), 03.12.2006 – Die thailändische Gesundheitsbehörde gab am letzten Mittwoch bekannt, dass sie das von dem US-Pharmakonzern Merck & Co. vertriebene AIDS-Medikament Efavirenz ab sofort mit einer Zwangslizenz belegt. Dadurch kann das Medikament zu einem günstigeren Preis angeboten werden. Merck & Co., das die exklusiven Rechte für den Vertrieb in Thailand besaß, verlangte 41 US-Dollar je Patient und Monat für das Medikament. Die thailändische Regierung hatte den Schritt damit begründet, dass die Kosten für das Medikament angesichts wachsender Zahlen HIV-infizierter Patienten für Thailand nicht mehr finanzierbar seien. Durch die Zwangslizenz verbilligt sich der Preis für das Medikament in Thailand auf 38,50 US-Dollar.

Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“, die die Entscheidung der thailändischen Regierung ausdrücklich begrüßte, erklärte, indische Generika-Produzenten hätten das Medikament bisher schon für 22 US-Dollar angeboten. Der staatliche thailändische Pharmaproduzent GPO werde in sechs Monaten außerdem auch für den thailändischen Markt ein Nachahmerprodukt für Efavirenz produzieren, berichteten thailändische Medien. Ein Sprecher von „Ärzte ohne Grenzen“ sagte außerdem, Mercks Belieferung des thailändischen Marktes mit Efavirenz sei nicht verlässlich gewesen, „was Behandlungsunterbrechungen zur Folge hatte“.

Das Medikament Efavirenz hemmt ein Protein des HI-Virus. Bei diesem Protein handelt es sich um das Enzym „Reverse Transkriptase“, mit dessen Hilfe sich HIV in menschlichen Körperzellen vermehrt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Gesundheit
  • Portal:Thailand

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 3, 2004

Verbot von Patenten auf menschliche Gene

Verbot von Patenten auf menschliche Gene

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 06:06, 5. Dez. 2004 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Berlin (Deutschland), 03.12.2004 – Der Deutsche Bundestag hat am 3. Dezember 2004 mit den Stimmen von SPD, Grünen und Union beschlossen, die europäische Biopatentrichtlinie umzusetzen.

Während für Tier- und Pflanzengene weiterhin Stoffpatente erlaubt sind, ist nun das Klonen von Menschen, der Eingriff in das menschliche Erbgut und Stoffpatente auf menschliche Gene verboten. Weiterhin erlaubt sind so genannte Verfahrenspatente, d.h. Patente, mit denen eine konkrete Anwendung verbunden ist.

Nach knapp zehnjähriger Beratung wurde die Biopatentrichtlinie im Juli 1998 vom Europäischen Parlament verbindlich für alle EU-Staaten verabschiedet. Mit der Restriktion der Stoffpatente ging die Bundesregierung dabei über die Vorgabe der EU hinaus.

Nachdem die Bundesrepublik der Verpflichtung, die Richtlinie bis 2000 in nationales Recht umzusetzen, nicht nachgekommen war, hatte die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik eingeleitet. Mit dem neuen Gesetz soll eine drohende Geldstrafe von 800.000 Euro pro Tag abgewendet werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Gentechnik

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.