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September 17, 2011

Havariertes Binnenschiff auf der Hunte auseinandergebrochen

Havariertes Binnenschiff auf der Hunte auseinandergebrochen

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Veröffentlicht: 17:35, 17. Sep. 2011 (CEST)
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Hunte bei Oldenburg (Archivbild)

Neuenhuntorf (Deutschland), 17.09.2011 – Ein havariertes Binnenschiff aus den Niederlanden brach in der Nacht zu Mittwoch, den 14. September, bei Neunhuntorf (Landkreis Wesermarsch) auf der Hunte auseinander und blockiert den Schiffsverkehr.

Als mögliche Unfallursache wird ein Ruderausfall des rund 85 Meter langen und neun Meter breiten Schiffes vermutet. In dessen Folge fuhr das Schiff in einer Böschung fest, durch die Strömung geriet es laut Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen mit dem Heck an die andere Böschung und wurde angehoben. Ein Schlepper versuchte noch vergeblich, den Havaristen aus der Böschung zu befreien. Bei ablaufendem Wasser hing das 85 Meter lange Schiff schließlich in der Luft. Dadurch konnte der Frachter die rund 1.100 Tonnen schwere Ladung nicht mehr tragen und brach drei Stunden nach der Havarie auseinander. Drei Besatzungsmitglieder der „Janine“ hätten sich unverletzt ans Ufer retten können, teilte die Wasserschutzpolizei am Mittwoch mit.

Spezialisten bereiteten die Sicherung und Bergung des mit 1.100 Tonnen Eisenerz beladenen Schiffes vor. Ölsperren sollen Umweltschäden verhindern. Das Huntesperrwerk wurde geschlossen und die Seeschifffahrtsstraße Hunte für die nächsten ein bis zwei Wochen gesperrt. Die Binnenschiffer müssen nun auf einen zwei Tage kostenden Umweg ausweichen. Dieser führt zuerst auf der Mittelweser gen Süden zum Mittellandkanal, dieser führt in westlicher Richtung an Osnabrück vorbei zum Dortmund-Ems-Kanal, der nach Norden zur Ems führt. Auf der Ems gelangen die Binnenschiffe weiter zurück in den Norden zum Küstenkanal, der sie zurück nach Osten bei Oldenburg zur Hunte führt. Diesen Umweg in umgekehrter Richtung müssen offensichtlich Binnenschiffer nehmen, die über die Hunte zur Weser wollten.

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  • Portal:Unfälle

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June 10, 2010

Bohrinsel-Unglück: Zwei weitere Ölteppiche nun auch in der Tiefsee entdeckt

Bohrinsel-Unglück: Zwei weitere Ölteppiche nun auch in der Tiefsee entdeckt

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Veröffentlicht: 07:40, 10. Jun. 2010 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / London (Vereinigtes Königreich), 10.06.2010 – Der Druck auf den BP-Konzern wächst, US-Präsident Barack Obama hat den Vorstandschef des Ölmultis, Tony Hayward, scharf angegriffen und ihn zum Rapport vor den US-Kongress Anfang nächster Woche bestellt. Würde es nach Obama gehen, hätte der den Hayward längst gefeuert, sagte Obama in einem Interview gegenüber dem Sender NBC aus. Schließlich hat Hayward doch die Öffentlichkeit monatelang durch Schönreden und Verharmlosung der dritten Katastrophe seiner Amtszeit hinters Licht geführt. Mittlerweile wurden er und seine Familie unter Polizeischutz gestellt. Das Weiße Haus hat angekündigt, dass den Ölkonzern neben den Zahlungen zur Sanierung und den Kosten der Bergung zusätzlich gemäß US-Gesetzen 4.300 US-Dollar pro Barrel Strafe pro Tag treffen wird. Da derzeit 19.000 Barrel täglich ins Meer flossen, beliefe sich die Strafe demzufolge für einen Tag auf 81,7 Millionen US-Dollar.

Der Sprecher der US-Küstenwache, Thed Allen, konnte in den vergangenen Tagen einen kleinen Erfolg vermelden. BP ist es im zweiten Anlauf gelungen, das Steigrohr über dem defekten Blow-out-Preventer zu kappen und mit einer kleinen Metallglocke abzudichten. Im ersten Versuch hatte sich das Diamantblatt des Spezial-Schneiders verkappt, der Versuch wurde zunächst abgebrochen und dann später mit einem gigantischen Hydraulik-Metallschneider ausgeführt. Durch den Einsatz des Metallschneiders allerdings unscharf, so dass zunächst nicht die von BP vorhergesehene Dichte erreicht werden konnte. Inzwischen sei nach Nachbesserungen die Quote beträchtlich gesteigert worden und werde aller Voraussicht weiter steigen, meinte BP. Rund die Hälfte der täglich austretenden Menge werde nun auf ein Schiff, welches am oberen Ende des Trichters angedockt ist, geleitet. Diese kleine Glocke ist jedoch nur ein Provisorium. Bis Mitte Juni soll noch ein weiteres System die Absaugrate weiter steigern. Erst Ende August soll eine Entlastungsbohrung – andere Quellen sprechen von zwei Entlastungsbohrungen – auf den Unglücksschacht auftreffen und dann die defekte Quelle mit Zement hoffentlich vollends abgedichtet werden, behelfsweise zumindest für eine Druckentlastung sorgen. Ob das gelingt, ist angesichts der vergangenen Fehlschläge von BP mehr als fraglich.

Die US-Behörde für Ozeanographie (NOAA) bestätigte, dass es weit entfernt von der Unfallstelle zwei große Unterwasser-Ölschwaden gibt, die von dem Unglück herrühren. Damit sind auch Meerestiere in größeren Tiefen bedroht. Am Montag hatte die für Wildtiere zuständige Behörde (U.S. Fish and Wildlife Service) von mehr als 1.000 ölverschmierten Vögeln berichtet, die – tot oder lebendig – an der Küste gefunden worden seien. Von der Ölpest sind bisher hauptsächlich die Strände und Marschen von Louisiana betroffen, aber auch in Alabama, Mississippi und Florida wird immer mehr schweres Öl zum Teil als Klumpen angeschwemmt. Die eine Unterwasser-Schwade befindet sich nach Angaben von NOAA-Chefin Jane Lubchenko gut 260 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt, die andere rund 78 Kilometer. Nach Proben-Analysen reichten die Öl-Wolken von der Wasseroberfläche aus bis zu 1.000 Meter in die Tiefe. Die Konzentration sei aber laut der NOAA nur gering.

Nach einem Bericht in der “Washington Post” (Dienstagausgabe) haben interne Untersuchungen bei BP in den letzten zehn Jahren wiederholt Hinweise auf Verstöße gegen Sicherheits- und Umweltbestimmungen ergeben. Damit hätten leitende BP-Manager gewarnt sein müssen, dass das Risiko eines schweren Zwischenfalls besteht, wenn es bei derartigen Praktiken bleibt, stellen die Autoren von der unabhängigen Journalisten-Gruppe ProPublica fest. So habe es bei Ölbohrungen in Alaska eine ganze Reihe von Problemen gegeben: beispielsweise veraltete Ausrüstung, verkürzte oder verzögerte Inspektionen aus Kostengründen und Druck auf Beschäftigte, Mängel zu verschweigen.

Der Naturschutzbund (NABU) forderte anlässlich des internationalen Tages der Ozeane am Dienstag Konsequenzen aus der Ölpest und bezeichnete den Untergang der Bohrinsel als die schlimmste Ölkatastrophe in der Geschichte der Industrialisierung: Ein einzigartiges Ökosystem und die Lebensgrundlage von Zehntausenden Menschen seien zerstört.

“Es ist an der Zeit, die Öl- und Gasindustrien stärker zu kontrollieren und unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen drastisch zu verringern”, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. In Deutschland müssten endlich die “Spritfresser” von der Straße kommen und erneuerbare Energien verstärkt genutzt werden. So könne auch auf die Erschließung “unkonventioneller Ölquellen” wie die Tiefsee- Bohrungen von BP verzichtet werden. Nach Angaben des Naturschutzbundes wäre ein ähnliches Desaster wie das im Golf von Mexiko auch an der heimischen Küste denkbar: Hier bohrten Firmen mit gleicher Technik wie BP in über einem Kilometer Tiefe.

Wie hoch die Auswirkungen der Katastrophe sind und wie lange man damit noch zu tun haben wird, steht noch in den Sternen. Der Ölmulti bereitet sich auf eine Klagewelle vor, und will gemäß Antrag an die US-Regierung alle Verfahren vom speziellen Richter Lynn Hudges im als ölfreundlich geltenden US-Bundesstaat Texas abwickeln lassen.

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May 31, 2010

Bohrinsel-Unglück: BP gibt Scheitern der „Top-Kill“-Methode bekannt

Bohrinsel-Unglück: BP gibt Scheitern der „Top-Kill“-Methode bekannt

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Veröffentlicht: 21:45, 31. Mai 2010 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 31.05.2010 – Der Mineralölkonzern BP gibt das Scheitern der angestrebten „Top-Kill“-Methode bekannt, mit der das Bohrloch verschlossen werden sollte. Hier sollte das Steigrohr des Bohrlochs der am „Tag der Erde“, dem 23. April 2010 explodierten und zwei Tage später gesunkenen Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko mittels Gummiresten, Fasern und Bohrschlamm unter Hochdruck verstopft und mit einer Betonmasse abgedichtet werden. Nun kursiert die Befürchtung, das Öl der fahrlässig herbeigerufenen Explosionskatastrophe würde ewig fließen.

Dem neuerlichen von BP angekündigten Versuch, dieses zu verschließen, misst man keine große Bedeutung bei: Man wolle das Steigrohr mit Genehmigung der US-Behörden absägen und über die Öffnung eine Kuppel stülpen. BP musste zugeben, es mit der Sicherheit nicht so genau genommen zu haben. Bereits 151 Millionen Liter Rohöl sind aus bislang zwei entdeckten Bohrlöchern ins Meer geflossen, es wurden über 240 Kilometer US-Küste verseucht. Zuletzt hatte eine Zunge des Ölteppichs auch die Meeresströmung Loop Current erreicht, die in der Lage ist, das Öl bis zum Golfstrom zu transportieren. Es würde noch mindestens bis August, vielleicht sogar September dauern, bis die eingeleitete Alternative der Entlastungsbohrung auf das Steigrohr mit Verschließen vollendet ist und dann hoffentlich auch greift. Bisher waren sämtliche Versuche des Konzerns, der Katastrophe Herr zu werden, gescheitert. Deshalb gibt sich inzwischen auch BP verängstigt, die Lage nicht mehr unter Kontrolle bringen zu können.

Die Wut auf den Konzern steigt, nachdem eine gigantische Schlamperei aus Profitgier des Mineralölkonzerns ans Licht kam: Schon am 22. Juni vergangenen Jahres war befürchtet worden, dass die Metallverschalung des Bohrlochs dem Druck der Tiefsee in 1.500 Metern Tiefe möglicherweise nicht standhalten und somit bersten könne. Der Konzern hatte seinerzeit abgewiegelt und die Warnungen der Experten in den Wind geschlagen. Man habe die Maßnahme durch den Betreiber Transocean Limited durchführen lassen, obwohl man von der Gefahr wusste.

Die Ölkatastrophe wird auch für Barack Obama ein „politischer Alptraum“- Alle bisherigen Versuche waren vergeblich. Man klammere sich an die Aussagen von BP und müsse hoffnungslos mit ansehen, wie der Konzern eine Maßnahme nach der anderen vergeigt. Erschwerend kommt hinzu: Nur kurze Zeit vor dem Ölunfall hatte Barack Obama die Fördertechnik in der Tiefsee als zuverlässig angepriesen und weitere Bohrungen in diesem Tiefenbereich im Golf von Mexiko genehmigt. Seine erste Maßnahme: Die Zahl der 20.000 bisher eingesetzten Helfer soll anlässlich des nächsten Problems, dem Herannahen der atlantischen Hurrikansaison zum Säubern der US-Küstenbereiche verdreifacht werden. Ungünstige Winde und die mit den Stürmen verbundenen Sturmfluten könnten den Ölteppich in noch größerer Menge als ursprünglich befürchtet auf die US-Küste drücken, auch ein über den Loop Current hinausgehender Transport bis in den Golfstrom bei den Meeresströmungen sei nunmehr wahrscheinlich.

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May 23, 2010

Bohrinsel-Unglück: Öl erreicht Meeresströmung „Loop Current“

Bohrinsel-Unglück: Öl erreicht Meeresströmung „Loop Current“

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Veröffentlicht: 12:59, 23. Mai 2010 (CEST)
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Diese MODIS-Aufnahme der NASA zeigt den Öltepprich und den Loop Current.

Foto: NASA Earth Observatory

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 23.05.2010 – Die schlimmsten Befürchtungen wurden wahr: Nun hat eine hauchdünne Zunge des Ölfilms den „Loop Current“ erreicht. Dabei handelt es sich um eine schleifenförmige warme Meeresströmung im Golf von Mexiko, welche einen Transport des Ölfilms im Uhrzeigersinn wie über eine Autobahn auf mit dem Loop verbundenen Meeresströmungen ermöglicht, unter anderem zum Golfstrom. Dies bestätigen Satellitenaufnahmen des Satelliten Envisat der Weltraumorganisation ESA, welche seit dem 19. Mai 2010 dem Magazin Focus vorliegen. Auch von der NASA erreichen uns am selben Datum erschreckende Bilder. Der Löwenanteil des Ölfilms soll laut der österreichischen Zeitung „Die Krone“ noch einige US-Meilen von der Meeresströmung entfernt gewesen sein, treibe aber unaufhörlich darauf zu: Denn Öl, welches die Strömung erreicht, kann den US-Bundestaat Florida binnen geschätzten sechs Tagen erreichen.

Mittlerweile sind auch Aufnahmen der Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) bekannt, welche das Ausmaß des Ölteppichs zeigen. Die Raumfähre Atlantis hat an die Weltraumstation angedockt, wie der Fernsehsender CNN nach Information des US-Kommandanten Oleg Kotov berichtet. Inzwischen liegen neue Satellitenaufnahmen vor, die Öl bereits in besagter Meeresströmung auf dem Weg gen Florida zeigen. Es bedroht dort wertvolle Korallenriffe und die US-Küste von Florida, sofern es dort auf einen auflandigen Wind trifft. Vorsorglich wurden die Behörden auf Kuba durch die US-Behörden alarmiert, weil der Ölfilm seinen Weg dahin fortsetzen könnte.

Zudem haben große Mengen des Erdöls bereits wertvolle Feuchtgebiete im US-Bundesstaat Louisiana und mittlerweile auch das empfindliche Mississippi-Delta erreicht und es tiefrot gefärbt. Letzteres beherbergt Austernbänke und Garnelenzuchtfarmen. Laut US-Behörden von Louisiana, vertreten durch Billy Nungesser, wurden 24 Meilen (38 Kilometer) Schwemmland in der Gemeinde „Plaquemines Parish“ durch den Ölteppich zerstört und mit ihm alles Leben dort. Es wird befürchtet, dass es weit größere Ausmaße erreichen könnte und es noch zu recht hohen Schäden kommen wird. Die US-Regierung verlangt von dem Konzern BP mit Nachdruck, endlich die korrekten Zahlen auf den Tisch zu legen. Es wurden Verdachtsmomente laut, dass der Konzern die Zahlen geschönt haben könnte. Dieser Verdacht erhärtet sich: Hat der Konzern doch behauptet, täglich würden 5.000 Barrel (800.000 Liter) durch das Absaugrohr in der Steigleitung abgefangen, tatsächlich musste der Konzern auf Anfrage die Zahl auf 2.000 Barrel (320.000 l) korrigieren, was er mit angeblichen Schwankungen begründete. Die Wahrheit war ans Licht gekommen, weil sich die Zahlen des ehemaligen Plattformbetreibers mit denen aus den Satellitenaufnahmen nicht deckten. Außerdem sei nicht alles Öl, sondern auch Erdgas. Man habe sich zu sehr auf die Zahlen des Konzerns verlassen, statt eigene Untersuchungen anzustellen, wird mittlerweile der US-Regierung und damit Barack Obama vorgeworfen.

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May 20, 2010

Bohrinsel-Unglück: Öl errreicht ungünstige Meeresströmung “Loop Current”

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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 20.05.2010 –Die schlimmsten Befürchtungen wurden wahr: Nun hat eine hauchdünne Zunge des Ölfilms eine ungünstige Meeresströmung erreicht: den “Loop Current“. Dabei handelt es sich um eine kreisförmige Warmwasserströmung im Golf von Mexiko, welche einen Transport des Ölfilms im Uhrzeigersinn wie über eine Autobahn auf mit dem Loop verbundene Meeresströmungen ermöglicht, unter anderem zum Golfstrom. Dies bestätigen Satellitenaufnahmen des Satelliten Envisat der Weltraumorganisation ESA, welche am 19. Mai dem Magazin Focus vorliegen. Auch von der NASA erreichen uns am selben Datum erschreckende Bilder. Der Löwenanteil des Ölfilms war laut der österreichischen Zeitung “Die Krone” noch einige US-Meilen von der Meeresströmung entfernt, treibe aber unaufhörlich darauf zu: Denn Öl, welches die Strömung erreicht, kann unbehelligt den US-Bundestaat Florida binnen geschätzten sechs Tagen erreichen. Inzwischen liegen neue Satellitenaufnahmen vor, die Öl bereits in besagter Meererströmung auf dem Weg gen Florida zeigen, Es bedroht dort wertvolle Korallenriffe. Und die US-Küste von Florida, sofern es dort auf einen auflandigen Wind trifft. Zudem haben große Mengen des Öls bereits wertvolle Feuchtgebiete im US-Bundesstaat Louisiana erreicht. Vorsorglich wurden die Behörden auf Kuba durch die US-Behörden alarmiert, weil der Ölfilm seinen Weg dahin fortsetzen könnte.

[Bearbeiten] Themenverwandte Artikel

[Bearbeiten] Quellen

  • krone.at: „”KEIN GUTES GEFÜHL: NASA-Bilder der US-Ölpest: Es sieht schrecklich aus“ (19.05.2010 10:48 Uhr)
  • focus.de: „Golf von Mexiko: Ölpest hat Loop Current erreicht“ (19.05.2010 15:13 Uhr)
  • derstandard.at: „Öl treibt nach Florida“ (20.05.2010 06:30 Uhr)
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May 18, 2010

Bohrinsel-Unfall: Ölteppiche in mehreren Schichten unter dem Meeresspiegel

Bohrinsel-Unfall: Ölteppiche in mehreren Schichten unter dem Meeresspiegel

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Veröffentlicht: 08:36, 18. Mai 2010 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 18.05.2010 – Der Ölteppich nach der Explosion und dem Untergang der Bohrplattform Deepwater Horizon vor über drei Wochen, welche von Transocean Limited betrieben und von BP geleast wurde, ist nach neuesten Forschungsergebnissen zehnmal größer als angenommen. Die Forscherin Samanta Joye hat einen Ölteppich unter der Wasseroberfläche ausmachen können, der 16 Kilometer lang, 15 Kilometer breit und hunderte Meter dick gewesen sei. Damit ist das Ausmaß der Exxon Valdez-Katastrophe von 1998 gesprengt. Der Konzern muss alle Kosten und Schadenersatzforderungen im Zuge des Ölunfalls tragen, auch jene, welche über die gesetzliche Haftungsgrenze von 75 Millionen US-Dollar hinausgingen. Bereits 400 Millionen Dollar habe der Konzern hierfür schon ausgegeben, hieß es.

Die biologischen Schäden in der empfindlichen Tiefsee seien praktisch nicht mehr aufzuhalten. Inzwischen will auch das Unternehmen verstärkt Öl zersetzende Mittel am Meeresgrund einsetzen. Bisher durfte BP den noch unerforschten Stoff nach den Vorgaben der US-Küstenwache nur an der Wasseroberfläche einsetzen. Dieser wurde von den Behörden inzwischen zertifiziert. Jedoch gebe es keine Studien, wie sich die Lösungsmittel auf das Leben auf dem Meeresgrund auswirke.

Nur einen kleinen Teilerfolg konnte inzwischen bp verbuchen: Es ist den Experten offenbar gelungen, eines der beiden verbleibenden großen Lecks mittels eines mit dem Bohrloch verbundenen Absaugrohrs teilweise zu verschliessen bzw. die Abflussrate zu drosseln. Man habe einen Test durchgeführt, ob das System zuverlässig arbeite. Zwar sei dieser Test kurzzeitig unterbrochen worden, weil das Rohr sich gelöst habe. Inzwischen sei die Rohrleitung mit der geborstenen Steigleitung aber wieder stabil verankert.

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May 11, 2010

Bohrinsel-Explosion: BP sucht nach einer Lösung

Bohrinsel-Explosion: BP sucht nach einer Lösung

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Veröffentlicht: 15:45, 11. Mai 2010 (CEST)
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New Orleans (Vereinigte Staaten), 11.05.2010 – Einen herben Rückschlag musste der Ölmulti BP bei der Bekämpfung der Ölkatastrophe der am 20. April 2010 explodierten und zwei Tage später gesunkenen Ölplattform Deepwater Horizon hinnehmen: Die gigantische 100 Tonnen schwere Metallglocke, die probeweise eines der Bohrlöcher verschließen sollte, hat ihren Zweck nicht wie geplant erfüllt.

Erstmals bestätigte inzwischen die US-Küstenwache einen Ölfilm in Freemason Island, einem Naturschutzgebiet der New Orleans vorgelagerten Inselgruppe Chandeleur Islands. Er stammt von dem Ölunfall der Ende April zunächst explodierten und zwei Tage später gesunkenen Super-Bohrplattform Deepwater Horizon, die von Transocean Limited betrieben, jedoch von BP geleast wurde. Mit dem Sinken verschwanden auch elf Arbeiter spurlos in den Fluten. Ein in den USA noch nicht vorgeschriebener Sicherheitsnotschalter, der ein Verschließen der Bohrlöcher nach anderen Methoden hätte gewährleisten können, war überhaupt nicht installiert. Seitdem sprudeln noch zwei größere Lecks unaufhörlich während lediglich ein kleineres Leck erfolgreich geschlossen werden konnte.

Alle Bemühungen des Konzerns und der US-Küstenwache, das Öl von den Küsten fernzuhalten, sind nun endgültig gescheitert. Der Schaden ist noch nicht zu überblicken, könnte aber im Ökosystem des Naturschutzgebiets beträchtlich sein. Präsident Barack Obama hatte BP nach dessen anfänglicher Schuldzuweisung an den Plattform-Eigentümer unmissverständlich für den Ölunfall und dessen Folgen verantwortlich gemacht. Dies trägt einem US-Gesetz Rechnung, das anlässlich des Unfalls des Tankschiffs Exxon Valdez vor Alaska im Jahre 1989 erlassen wurde und Betreiber nach dem Verursacherprinzip haftbar macht.

Die Aktien des Unternehmens erlitten seit dem Unfall einen Kurssturz. Der Ölmulti verlor an der Börse rund 23 Milliarden US-Dollar, was einem Börsenwert von 13 Prozent entspricht. Die Kosten für die Beseitigung der Folgen der Ölkatastrophe belaufen sich derzeit auf rund 350 Millionen US-Dollar. Darin sollen Ausgaben für Sofortmaßnahmen, Arbeiten zur Eindämmung der Ölpest, die Bohrung eines Entlastungsausgangs, Verpflichtungen gegenüber den US-Bundesstaaten und Gerichtskosten enthalten sein. BP gab zu, dass die Folgekosten des Unfalls höher seien als zunächst angenommen, man war ursprünglich von rund sechs Millionen US-Dollar ausgegangen.

Trotz einer Klagewelle gegen den Plattform-Betreiber Transocean Limited rechnet dieser damit, aus der Sache noch Gewinn abzuschöpfen. Transocean hatte die Plattform mit 560 Millionen US-Dollar versichert, die Schäden durch den Verlust belaufen sich jedoch nur auf 290 Millionen US-Dollar. Für die Schäden im Meer sei Transocean nicht verantwortlich, die Kosten zur Entschädigung der Fischer und der Tourismusbranche müssten sich die Leasingnehmer BP und die beiden Minderheitspartner „Anadarko Petroleum“ und „Mitsui“ teilen – sie werden derzeit auf 30 Milliarden US-Dollar taxiert.

Behörden haben mit dem Auftreffen des Ölteppichs auf die US-Küste ein Fischfangverbot erlassen und inzwischen noch ausgeweitet. Mit gestifteten Nylonstrümpfen, die mit Menschen- und Tierhaaren gefüllt wurden, werde derzeit versucht das Öl vor dem Auftreffen auf die Küsten zu binden und aufzusaugen: Es wurde ein Aufruf an alle 370.000 Friseure und 100.000 Tiersalons und an zahlreiche Schäfer gestartet, Haare jedweder Art und Größe zu spenden und zur Beseitigung des Ölteppichs zu Verfügung zu stellen. Dieser Aufruf fand überraschend lebhaften Anklang. Etwa 10.000 Helfer versuchen parallel dazu, ein Auftreffen des Ölschlamms auf das empfindliche Marschland an der Küste des Mississippi-Deltas zu verhindern. Nun haben die Behörden gemäß Bericht des Weltspiegel begonnen, den zusammengeschobenen Ölteppich auf offener See kontrolliert zu verbrennen. Die entstandenen Ölklumpen könnte man dann besser einsammeln. Jedoch werden so giftige Dämpfe in die Umwelt entlassen, weshalb das Vorgehen umstritten ist. Auch will man versuchen, das Öl mit ebenfalls giftigen Chemikalien zu zersetzen.

Unterdessen ist eine 100 Tonnen schwere und 13 Meter hohe, schnell konstruierte Metallglocke an die Stelle der gesunkenen Ölplattform geschleppt worden, die nun über der Unglücksstelle in Stellung gebracht und ausgerichtet werden soll. Mit ihr sollten ab Montag das entweichende Öl zu angestrebten 85 Prozent aufgefangen und per Tankschiff zur Küste transportiert werden. Doch das Projekt ging vorläufig schief. Wegen der extremen Kälte in der Tiefsee bildete sich ein Panzer aus einer schwammigen, eisähnlichen Masse mit der Bezeichnung Methanhydrat an der Innenseite der Kuppel, die aus einer Ausflockung des Methananteils aus dem Rohöl (in Verbindung mit Wasser) resultiert, ein Abpumpen vereitelt und auch noch für gehörigen Auftrieb sorgt. Zwar waren Techniker auf das Problem vorbereitet, jedoch kam es zur Bildung der Masse weitaus schneller als berechnet. Dies ist auf den Umstand zurückzuführen, dass es sich bei dem Verfahren um eine Premiere in dieser Tiefe handelte. Derweil wurde die Kuppel 200 Meter neben dem Bohrloch-Leck „geparkt“.
Experten arbeiten fieberhaft an der Lösung des Problems. Es könne durchaus noch zwei Tage dauern, bis man einen Plan B zur Hand hat. Es wird eine kleinere Kuppel ins Spiel gebracht, die jedoch nicht vor Dienstag einsatzbereit sei. Ob das Unterfangen, die Glocke am Bohrloch in 1.600 Metern Tiefe festzumachen, doch noch gelingt, ist laut BP derzeit ungewiss. Sollte dieses Experiment tatsächlich noch gelingen, die Stahlglocke das Bohrloch dicht abschließen und alle erwarteten Parameter gegeben sein, ist geplant, das zweite Leck auf dem gleichen Wege abzudichten.

Aus den genannten zwei Bohrlöchern strömen täglich geschätzte 800.000 Liter schweres Rohöl und tragen weiter zur Ausbreitung des Ölteppichs auf dem Meer bei, der am vergangenen Mittwoch ein Ausmaß von 110 Kilometern Breite mal 210 Kilometern Länge erreicht hatte.

Derzeit seien immer noch vier von ursprünglich zehn Tauchrobotern im Einsatz, um die Bohrlöcher abzudichten. Warum eine Sicherung, die die Unterbrechnung des Abflusses aus dem Bohrloch aktivieren sollte, versagte, ist laut Informationen von BP noch ungeklärt. Die sogenannten Blow-out-preventer (BOP) wurden bei der Explosion der Bohrplattform möglicherweise zerstört. Es ist nicht das erste Mal, dass eine solche Sicherung versagte, siehe dazu die Vorgänge bei dem Ixtoc I – Unfall aus dem Jahre 1979. Derzeit wolle man den defekten BOP austauschen beziehungsweise alternativ das Bohrloch mit Gummi und schwerem Bohrschlamm einen umzubauenden BOP beziehungsweise Hochdruck in der so genannten „Top-Kill-Methode“ den versagenden Preventer mit Reifenteilen und Golfbällen verstopfen. Alternativ könne man versuchen, die Steigleitung zu kappen und durch eine größere zu ersetzen. Diese sei aber nur eine nicht favorisierte Notlösung, da ein solches Verfahren mit einem vorübergehend größeren Austritt von Öl in den Golf von Mexiko einhergehe. Diese Verfahren sind laut BP-Manager Doug Suttles riskant, könnten sie doch die Rate des Ölaustritts bei einem Scheitern verzwölffachen. Bis Sonntag sind offiziellen Angaben zufolge nunmehr 13 Millionen Liter Öl seit der Explosion und dem Sinken der Bohrinsel in den Golf von Mexiko ausgelaufen, was einem Drittel der „Exxon-Valdez“-Katastrophe 1979 vor Alaska gleichkommt.

Inzwischen hat man auch eine Entlastungsbohrung schräg zum Bohrloch angesetzt. Der Durchbruch auf das ursprüngliche Bohrloch könne dann in etwa drei Monaten erfolgen, erklärte BP-Sprecher Jon Pack. Danach will man das ursprüngliche Bohrloch mit einem Zementgemisch verschließen und den defekten Bohrkopf damit versiegeln, aus dem das Öl derzeit sprudelt.

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May 2, 2010

Bohrinsel-Unglück: Obama stoppt neue Tiefseebohrungen und macht BP für die Folgen des Ölunfalls haftbar

Bohrinsel-Unglück: Obama stoppt neue Tiefseebohrungen und macht BP für die Folgen des Ölunfalls haftbar

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Veröffentlicht: 22:08, 2. Mai 2010 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 02.05.2010 – Als Reaktion auf den Ölunfall vor der US-Küste hat Präsident Barack Obama mit sofortiger Wirkung alle Zulassungen für neue Tiefseebohrungen gestoppt. Hintergrund ist, dass mittlerweile Sicherheitsmängel bekannt geworden sind, welche möglicherweise für das Unglück mitverantwortlich sein könnten. So fehlte ein so genannter Sicherheitsschalter, mit dem man die Bohrlöcher hätte verschließen können. Die Kosten dafür betragen etwa 50.000 US-Dollar, die der Ölkonzern BP offenbar einsparen wollte. Zudem sei laut Wall-Street-Journal bekannt geworden, dass es offenbar Sicherheitsmängel bei der Ölplattform gegeben habe, die Technik sei nicht auf dem neuesten Stand gewesen.

So beschuldigt BP den Betreiber Transocean Limited, der die zunächst explodierte und dann zwei Tage später gesunkene Ölplattform Deepwater Horizon betrieb, in Sachen Sicherheit geschlampt zu haben. Allerdings obliegen die Überwachungstätigkeiten in Puncto Sicherheit rechtlich dem Leasingnehmer BP, der es aus Kostengründen abgelehnt haben soll, den in den Vereinigten Staaten (noch) nicht vorgeschriebenen Notschalter zu installieren. Es gilt seit der Exxon Valdez-Katastrophe das sogenannte Verursacher-Prinzip nach den US-Gesetzen. Die Kosten für die notwendigen Bohrungen werden auf derzeit 100 Millionen US-Dollar, die Aufräumkosten auf sechs Millionen Dollar pro Tag geschätzt. Diese Zahlen können je nach Lage der Dinge und weiterer Entwicklungen noch nach oben korrigiert werden. An die Kosten der Exxon-Valdez-Katastrophe könnte die gegenwärtige Umweltkatastrophe in den nächsten drei Wochen herankommen. Die gesunkene Ölplattform war aber nicht die einzige ihrer Art im Golf von Mexiko: Die Bohrinseln „Bullwinkle“ (mit einer Gesamthöhe von 530 Metern), „Baldpate“ (580 Meter hoch und 78.000 Tonnen schwer) sowie „Petronius“ (mit 610 Metern Höhe und einem Gewicht von 43.000 Tonnen einer der größten Turmplattformen ihrer Art) sind nach dem gleichen Bauplan errichtet worden.

Zeitnah hat die Heimatschutzministerin Janet Napolitano die Ölpest zu einer nationalen Katastrophe erklärt, wodurch Finanzmittel aus dem Bundeshaushalt für die Bekämpfung der Ölpest in den betroffenen Gebieten eingesetzt werden können. Außerdem ermöglicht die Ausrufung des Notstands den Einsatz der US-Armee. Derweil hat der 190 Kilometer lange Ölteppich die US-Küsten erreicht und ist auf die Küste des US-Bundesstaates Louisiana getroffen. Dieser Bundesstaat hatte bereits am Vortag den Notstand ausgerufen. Etwa 400 Tierarten sind unmittelbar bedroht.

Sollten die eilig errichteten Ölsperren im Mississippi versagen, könnte der Ölteppich am Wochenende bis in den US-Bundesstaat Florida vordringen. Dort wurde nur drei Stunden später nachgezogen und ebenfalls der Notstand ausgerufen. Wichtige Naturschutzgebiete liegen im weiteren Verlauf im Mississippi-Delta, das bereits von dem Ölteppich erreicht worden ist. Inzwischen besteht der Notstand neben den vorgenannten US-Bundesstaten auch in Alabama, Mississippi und Texas.

Starke Winde und rauhe See ermöglichten ein schnelleres Vordringen des ausgelaufenen Rohöls und Dieselkraftstoffes der gesunkenen Ölplattform. Einzelne Schlieren sollen bereits im Bereich der Mississippi-Mündung bei einem Überflug durch BP selbst entdeckt worden sein. Ölbarrieren dort vor Ort hielten nicht stand, eine wurde sogar durch die rauhe See völlig versenkt.

Unterdessen wird von der Küstenwache und dem Mineralölkonzern fieberhaft versucht, das Leck an der Unglücksstelle der gesunkenen Ölplattform zu schließen, bislang ohne Erfolg. Es strömt eine tägliche Förderrate von 800.000 Litern Rohöl ungehindert aus dem Bohrloch in den Golf von Mexiko. Zehn Tauchroboter haben bislang erfolglos versucht, die Lecks abzudichten. Zurzeit wird eine Art Taucherglocke über die Austrittstellen gebaut. Diese Arbeiten können sich aber noch Wochen hinziehen. Geplant ist das Aufnehmen des dann gesicherten Öls durch ein Spezialschiff und ein Verbringen an Land. Inzwischen hat sich der Ölteppich im Golf von Mexiko mehr als verdreifacht und erstreckte sich Freitagabend auf über 9.900 Quadratkilometer. BP scheint weiterhin noch kein Konzept zu haben, dem Ölteppich zu begegnen und die Küsten zu schützen.

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Quellen

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February 14, 2007

Landstuhl: Riesenölspur hält Feuerwehr auf Trab

Landstuhl: Riesenölspur hält Feuerwehr auf Trab

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Artikelstatus: Fertig 10:50, 14. Feb 2007 (CET)
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Landkreis Kaiserslautern (Deutschland), 14.02.2007 – Zu einem Großeinsatz der Feuerwehren aus Landstuhl, Oberarnbach und Bann führten 300 Liter ausgelaufener Diesel am Freitagabend im Landkreis Kaiserslautern. An einem Sattelzug war beim Überfahren eines Gegenstandes an der Autobahnauffahrt Landstuhl-Atzel der Tank aufgerissen. Das Fahrer hielt das Fahrzeug auf dem Beschleunigungsstreifen an, dennoch liefen rund 300 Liter aus, teilweise auch ins angrenzende Erdreich. Neben den Feuerwehren waren auch die Autobahnpolizei, die untere Wasserbehörde sowie die Autobahnmeisterei im Einsatz.

Quellen

  • Polizei.rlp.de: „A 62 / Landstuhl-Atzel, Sattelzugunfall: Diesel ausgelaufen – Feuerwehr im Großeinsatz“ (12.02.2007) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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