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March 31, 2016

Selbstmordanschlag auf Kinderspielplatz in Pakistan

Selbstmordanschlag auf Kinderspielplatz in Pakistan

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Veröffentlicht: 09:10, 31. Mär. 2016 (CEST)
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Lahore (Pakistan), 31.03.2016 – Ein Selbstmordattentäter hat am Ostersonntag in der pakistanischen Millionenstadt Lahore mindestens 70 Menschen getötet und wahrscheinlich mehr als 300 Menschen teilweise schwer verletzt. Es handelt sich um den schwersten Anschlag in Pakistan seit Monaten. Der Anschlag wurde ganz in der Nähe einer Kinderschaukel verübt, die meisten Opfer waren Frauen und Kinder. Nach ersten Berichten sei die talibanische Terrorgruppe Jamaat ul-Ahrar („Partei der Freiheitskämpfer“) verantwortlich, deren Aktionen sich oft gegen Christen richten.

Das soziale Netzwerk Facebook aktivierte für Teilnehmer in Lahore ein Feature, so dass sie im Freundes- und Bekanntenkreis deutlich signalisieren können, ob sie sich in Sicherheit befinden oder ob sie verletzt wurden. Ein Sprecher der Terrorgruppe erklärte gegenüber der in Pakistan erscheinenden englischsprachigen Tageszeitung The Express Tribune, der Anschlag sei bewusst am christlichen Osterfest erfolgt.

Neusten Meldungen zufolge stieg die Zahl der Toten auf 72, darunter sind 29 Kinder. 172 Verletzte müssen noch in Krankenhäusern behandelt werden. Die Ermittlungen haben ergeben, dass es sich um vier Angreifer handelte, von denen drei die Sicherheitskräfte am Eingang des Parks abgelenkt hatten, während der vierte zu seinem Ziel gelangte. Am darauffolgenden Montag wurden alle öffentlichen Parks in Lahore geschlossen und Veranstaltungen abgesagt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Pakistan

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Terroranschlag in Lahore am 27. März 2016“.

Quellen[Bearbeiten]

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August 29, 2014

Indisch-Pakistanische Wassergespräche ergebnislos vertagt

Indisch-Pakistanische Wassergespräche ergebnislos vertagt

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Veröffentlicht: 08:28, 29. Aug. 2014 (CEST)
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Der Indus mit Quellflüssen

Lahore (Pakistan), 29.08.2014 – Das Treffen der Indus Water Commission im pakistanischen Lahore ist am 27. August nach drei Tagen ohne Ergebnis auf Oktober vertagt worden. Pakistan hat Bedenken, dass der Bau von fünf Wasserkraftwerken im indischen Bundestaat Jammu und Kashmir seine im Indus-Wasservertrag zugesicherten Wasserrechte verletzt. Nach Angaben der pakistanischen Delegation hat man seine Sicht der Dinge vorgetragen, die Indien zur Kenntnis genommen hat und überdenken möchte. Von einem Scheitern der Gespräche wollte man von pakistanischer Seite nicht sprechen, sondern hofft auf die nächste Gesprächsrunde, die in Delhi stattfinden wird. Sollte jedoch keine Einigung am Verhandlungstisch zu erzielen sein, wolle man den Internationalen Gerichtshof anrufen, erklärte Mirza Asif Baig, der Leiter der pakistanischen Delegation.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Indien und Pakistan führen Gespräche über Wasser (27.08.2014)

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August 27, 2014

Indien und Pakistan führen Gespräche über Wasser

Indien und Pakistan führen Gespräche über Wasser

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Veröffentlicht: 27.08.2014, 03:14 (CEST)
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Lahore (Pakistan), 27.08.2014 – Das Treffen der Außenminister beider Länder ist gescheitert, doch indische und pakistanische Vertreter der Indus Water Commission sind für ein dreitägiges Treffen in Lahore zusammengekommen. Mit dem Indus-Wasservertrag wurden 1960 die Rechte der beiden Ländern am Wasser des Indus bzw. seiner Quellflüsse geregelt. Ein Teil der Quellen des Indus liegt in Indien, aber der Fluss ist ein wichtiger Wasserlieferant für die pakistanischen Provinzen Sindh und Punjab, weshalb Pakistan immer wieder über eine überproportionale Nutzung des Wassers durch Indien Klage führt, zu deren Klärung das jährlich stattfindende Treffen dienen soll.

Ein besonderes Problem stellte diesmal das Kishanganga-Wasserkraftwerk dar, das von Indien gebaut und mit Wasser des Flusses Neelum (auch Kishangenga genannt) gespeist werden soll. Pakistan seinerseits plant das Neelum-Jheelum-Wasserkraftwerk, das ebenfalls Wasser des Neelum benutzen soll. Der Neelum folgt über weite Strecken der Line of Control, der de-facto Grenze zwischen Indien und Pakistan im indischen Gebiet von Jammu und Kashmir, und ist einer der Hauptstreitpunkte des Kashmirkonflikts zwischen beiden Staaten. K. Vohra. Mirza, der Leiter der indischen Delegation, betonte bei seiner Ankunft in Pakistan aber, dass alle Probleme in Bezug auf das Wasser mit friedlichen Mitteln gelöst werden sollten.

Das Kishengenga-Wasserkraftwerk ist mit einer geplanten Leistung von 330 MW klein im Vergleich zu den anderen vier Wasserkraftwerken (dem 650-MW-Ratli-Kraftwerk, dem 1000-MW-Pikkal-Kraftwerk, dem 1190-MW-Karthai-Kraftwerk und dem 600-MW-Kero-Kraftwerk), die Wasser des Flusses Chenab nutzen sollen und ebenfalls Thema der Gespräche sein sollen.

Alle Kraftwerke befinden sich im Gebiet von Kashmir und stellen einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region dar, die zurzeit auf den Import von Strom aus anderen Teilen Indiens angewiesen und deren Bedarf trotzdem nicht gedeckt ist, was zu stunden- und zeitweise tagelangen Stromabschaltungen führt.

Folgeartikel: Indisch-Pakistanische Wassergespräche ergebnislos vertagt

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Indisch-Pakistanisches Außenministertreffen abgesagt (21.08.2014)

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Originäre Berichterstattung
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May 30, 2010

Dutzende Tote bei Angriffen auf zwei Moscheen im pakistanischen Lahore

Dutzende Tote bei Angriffen auf zwei Moscheen im pakistanischen Lahore

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Veröffentlicht: 11:30, 30. Mai 2010 (CEST)
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Lahore (Pakistan), 30.05.2010 – Bei Angriffen mit automatischen Gewehren und Granaten auf zwei Moscheen wurden in der pakistanischen Stadt Lahore mindestens 93 Personen getötet. Dreizehn der mehr als achtzig in Krankenhäuser eingelieferten Verletzten sind dort verstorben. Der Angriff im Stadtbezirk Garhi Shahu begann nach den Freitagsgebeten gegen 14:00 Uhr Ortszeit (11:00 MESZ). Nach Behördenangaben wurden beide Moscheen zeitgleich von insgesamt sieben Bewaffneten angegriffen. Diese schossen gezielt um sich und warfen Handgranaten. Zwei der Attentäter sprengten sich in der Dar-ul-Zakir-Moschee in die Luft. Hier dauerte das Morden rund drei Stunden, an der Bait-ul-Noor-Moschee eine Stunde. Fernsehaufnahmen zeigten einen der Angreifer, wie er vom Minarett einer der Moscheen Handgranaten warf und die Polizei beschoss.

„Ich sah was ich niemals vergessen werde. Überall waren tote Körper und überall floss Blut“, zitierte die New York Times Waseem Ahmad, der den Personenscanner am Eingang der Dar-ul-Zakir-Moschee bedient.

Einer der Angreifer – es soll sich um einen 16-Jährigen handeln – wurde von Gläubigen überwältigt und der Polizei übergeben. Es wurde ein weiterer Jugendlicher festgenommen, die restlichen Angreifer kamen im Verlauf des Massakers um.

In Pakistan sind Regierung, Militär und westliche Ausländer häufig Ziel gewaltsamer Aktionen, die den Taliban und dem Terrornetzwerk al-Qaida zugeschrieben werden. Rund 3300 Menschen wurden in Pakistan während der letzten drei Jahren Opfer von Terroranschlägen. Lahore, die acht Millionen Einwohner zählende zweitgrößte Stadt des Landes, die südöstlich der Hauptstadt Islamabad an der Grenze zu Indien liegt, ist in letzter Zeit verstärkt das Ziel gewaltsamer Aktionen extremistischer Gruppierungen wie Jaish-e-Mohammed und Laschkar e-Taiba.

Die Moscheen gehören zu den Ahmadisten. Diese zählen sich selbst zu den Moslems, glauben jedoch nicht daran, dass Mohammed der letzte Prophet war, sondern verehren stattdessen den Gründer Mirza Ghulam Ahmad. Die Anhänger dieser Lehre wurden in der Vergangenheit wiederholt von Sunniten angegriffen. Sie zählen in Pakistan rund zwei Millionen Mitglieder. Ihre Mitglieder wurden in Pakistan diskriminiert. Die Regierung hat sie während der Regierungszeit von Muhammad Zia ul-Haq als nichtmoslemische Minderheit eingestuft.

Die Polizei in Lahore hat inzwischen mitgeteilt, dass pakistanische Taliban für das Blutbad verantwortlich seien. Einer der beiden Verhafteten habe ausgesagt, er sei in einem Lager im westpakistanischen Waziristan für den Angriff ausgebildet wurden. Im dortigen Stammesgebiet halten sich viele der Militanten auf, die auf afghanischer Seite von der NATO und den Vereinigten Staaten bekämpft werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Indien
  • Portal:Terrorismus

Quellen

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December 22, 2009

Pakistanisches Gericht: Nase um Nase, Ohr um Ohr

Pakistanisches Gericht: Nase um Nase, Ohr um Ohr

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Veröffentlicht: 19:06, 22. Dez. 2009 (CET)
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Lahore (Pakistan), 22.12.2009 – Ein pakistanisches Gericht verurteilte zwei Männer zu einer körperlichen Verstümmelung. Ihnen sollen Ohren und Nasen abgeschnitten werden. Die Strafe erfolgt für eine gleiche Tat, die die beiden Angeklagten im September an einer Cousine verübt hatten. Damit folgt das Gericht der islamischen Rechtstradition der Scharia, die sich an dem auch aus dem Alten Testament bekannten Grundsatz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ orientiert. Außerdem wurde eine finanzielle Entschädigung für das Opfer in Höhe von umgerechnet 5.800 Euro, eine Geldstrafe von umgerechnet 2.500 Euro sowie eine lebenslange Haftstrafe gegen die beiden Täter verhängt.

Die beiden Männer hatten ihrer Cousine auf dem Nachhauseweg von der Arbeit aufgelauert. Dann legten sie eine Schlinge um ihren Hals und schnitten ihr beide Ohrmuscheln sowie die Nase ab. Die Eltern der jungen Frau hatten ihre Einwilligung zu einer Heirat ihrer Tochter mit einem der beiden Angeklagten verweigert. Wie berichtet wird, sei die Mutter des Opfers beim Anblick ihrer verstümmelten und blutenden Tochter vor Schreck gestorben.

Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden. Bisher wurden ähnliche Urteile, die solche drakonischen Strafen in der Rechtstradition der Scharia vorsahen, selten wirklich vollstreckt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Pakistan

Quellen

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