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May 30, 2010

Jagd auf Drogenboss in Jamaika wird zur blutigen Auseinandersetzung

Jagd auf Drogenboss in Jamaika wird zur blutigen Auseinandersetzung

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Veröffentlicht: 17:38, 30. Mai 2010 (CEST)
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Kingston (Jamaika), 30.05.2010 – Die Jagd auf den mutmaßlichen Drogenboss Christopher „Dudus“ Coke hat sich zu einer blutigen Angelegenheit entwickelt. Seit Montag, dem 24. Mai, als die Polizei ein Armenviertel in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston stürmte, wurden mindestens 73 Personen getötet. Vier der Toten waren Polizisten. Cokes Auslieferung wird von den Vereinigten Staaten verlangt. Diese beschuldigen ihn des Handels mit Waffen und Drogen. Außerdem soll er Anführer der Bande „Shower Posse“ sein, auf deren Konto die Ermordung hunderter von Menschen in den 1980er Jahren geht.

Die Bemühungen der Polizei, des Drogenbosses habhaft zu werden, entwickeln sich zu einem städtischen Bürgerkrieg. In den Straßen der Hauptstadt wurden Barrikaden aus Paletten und Autoreifen errichtet. Panzer sind aufgefahren. Coke genießt Unterstützung in der Bevölkerung, weil er wohltäterisch da tätig ist, wo der Staat versagt. „Lasst Dudus in Ruhe“ ist auf Transparenten zu lesen.

Bewaffnete des Drogenkartells beschießen Armeeeinheiten und Polizeistationen. „Es ist offensichtlich, dass die kriminellen Elemente gezielt und koordiniert die Sicherheitskräfte attackieren“, musste Polizeikommissar Owen Ellington eingestehen. Ministerpräsident Bruce Golding bezeichnete die Unruhen als „kalkulierten Angriff auf die Autorität des Staates“ und will Härte zeigen, um die Kontrolle des Staates zurückzugewinnen. Dies ist auch eine Folge der Gerüchte, die unter der Bevölkerung zirkulierten, nach denen er selbst von Coke mit Geld begünstigt werde. Medienberichten zufolge pflegte Coke zumindest enge Kontakte in Parlamentskreise.

Die Tourismusbranche befürchtet negative Auswirkungen auf die Tourismusindustrie der Karibikinsel.

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July 9, 2005

Hurrikan Dennis fordert 20 Todesopfer

Hurrikan Dennis fordert 20 Todesopfer – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Hurrikan Dennis fordert 20 Todesopfer

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Satellitenaufnahme des Hurrikan „Dennis“ vom 07.07.2005

Havanna (Kuba), 09.07.2005 – In der Nacht zum Samstag hat der Hurrikan „Dennis“ in der Karibik mindestes 20 Todesopfer gefordert. Mit bis zu 200 Stundenkilometern näherte sich der Wirbelsturm Havanna, der Hauptstadt Kubas. An der Küste schlugen bis zu zehn Meter hohe Wellen ans Festland. Am Sonntag oder Montag wird „Dennis” in Florida erwartet. Bewohner der Inselkette der Keys haben vorsorglich ihre Häuser verlassen.

Der kubanische Staatschef Fidel Castro wandte sich am Freitag Abend in einer Fernsehmitteilung an die Bevölkerung. In den Provinzen Granma und Santiago seien mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Auch das Gefangenenlager Guantanamo der USA auf Kuba war betroffen. Hier wurde ein Wachtturm umgeweht. Mindestens zehn Todesopfer seien auf Haiti zu beklagen. 3.000 Menschen wurden in Jamaika in Notunterkünften untergebracht, nachdem ihre Häuser im Osten des Landes überflutet worden waren.

Meteorologen gehen davon aus, dass der Hurrikan in den Golf von Mexiko weiterzieht. Dort könne es zu Unterbrechungen der Ölförderung kommen. Vorsorglich wurden Ölplattformen evakuiert.

„Dennis“ gilt als der saisonal stärkste Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnung im Jahre 1851. Meotorologen befürchten zudem die Bildung von Tornados.

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