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June 14, 2010

Mindestens 19 Tote bei Sturzflut in Arkansas

Mindestens 19 Tote bei Sturzflut in Arkansas

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Veröffentlicht: 19:27, 14. Jun. 2010 (CEST)
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Aufnahme des National Weather Service, zeigt die extremen Niederschläge im Westen von Arkansas und dem äußersten Nordosten von Texas.

Grafik: National Weather Service/NOAA

Little Rock (Vereinigte Staaten), 14.06.2010 – Mindestens 19 Personen sind bei einer durch ein Unwetter verursachten Sturzflut bei Caddo Gap im Ouachita National Forest im US-amerikanischen Bundesstaat Arkansas ertrunken. Eine Person wird noch vermisst. Sechs der Opfer waren Kinder. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich wegen der Unzugänglichkeit des Gebietes und schlechter Kommunikationsverbindungen schwierig. In der betroffenen Region waren am frühen Morgen des 11. Junis (Freitag) innerhalb weniger Stunden 150–200 Millimeter Niederschlag gefallen. Zwar hatten die Meteorologen vor der Sturzflutgefahr gewarnt, doch diese Warnungen haben die Camper in dem abgelegenen Gebiet wohl kaum erreicht.

Diese Aufnahme zeigt einen Teil eines der verwüsteten Campingplätze

Foto: National Weather Service/NOAA

Mehrere Campingplätze im Einzugsgebiet von Caddo River und Little Missouri River wurden von den stark anschwellenden Gewässern überflutet und verwüstet. Viele Camper wurden von dem heranschießenden Wasser im Schlaf überrascht und mitsamt Zelten und Ausrüstung vom Wasser mitgerissen. Eines der Opfer wurde 13 Kilometer unterhalb der Stelle gefunden, wo es gecampt hatte. Von den 15 bereits am Freitag identifizierten Opfern kamen acht aus Louisiana, sechs aus Texas und eine Person aus Arkansas. Bei ihr handelte es sich um die 23-jährige Leslie Jez. Sie schrieb vor dem Ausflug auf ihrer Facebook-Seite skeptisch: „Ich freue mich nicht auf das kalte Wasser, aber es sieht so aus, als ob ich meine Meinung ändere, wenn ich sehe, wie es wird.“

Es bestand zunächst Unklarheit über die Zahl der Opfer, da die Sturzflut Aufzeichnungen vor Ort mitgerissen hatte. Viele besorgte Angehörige meldeten Familienmitglieder vermisst, weil sie glaubten, dass diese sich im betroffenen Gebiet aufhielten. Am Freitagabend gingen die Behörden noch von 73 vermissten Personen aus. Hilfsmannschaften konnten sich nur mit Kanus und Pferden bewegen, um an den Ort der Tragödie zu gelangen. Tom Collins, ein Feuerwehrmann aus Spring Hill, beschrieb die Schwierigkeiten der Retter. Baumstämme und Trümmer wurden teilweise so übereinander geworfen, dass diese Geflechte an Biberdämme erinnern. Die Nationalgarde setzte Hubschrauber ein, um nach den Vermissten zu suchen.

US-Präsident Barack Obama kondolierte den Hinterbliebenen und bot dem Staat Arkansas Bundeshilfen an.

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Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „June 2010 Arkansas floods (Englisch)“.

Quellen

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August 30, 2006

USA: Bauern reichen wegen Genreis Sammelklage gegen CropScience ein

USA: Bauern reichen wegen Genreis Sammelklage gegen CropScience ein

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Artikelstatus: Fertig 10:39, 30. Aug. 2006 (CEST)
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Kambodscha: Eine Arbeiterin entfernt die Reis-Keimlinge

Little Rock (Vereinigte Staaten), 30.08.2006 – Rechtsanwälte haben gestern im Namen von Reisbauern bei einem Bundesgericht in Little Rock, Arkansas, zwei Sammelklagen gegen „Bayer CropScience“ und „Riceland Foods“ eingereicht. Die Anwälte, die nach eigenen Angaben 20 Bauern aus Arkansas, Kalifornien, Louisiana, Mississippi, Missouri und Texas vertreten, werfen dem zur Bayer AG gehörenden Unternehmen Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit einer nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Reissorte vor. Das Unternehmen hat aus Sicht der Bauern beim Schutz ihrer Feldfrüchte vor der Verunreinigung durch den gentechnisch veränderten Reis versagt. Die zuständigen Richter haben die Klagen bisher noch nicht als Sammelklagen anerkannt.

In einer am 18. August veröffentlichten Pressemitteilung von „CropScience“ heißt es, das Unternehmen arbeite eng mit dem Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten und der Arzneimittelzulassungsbehörde FDA zusammen, nachdem das Unternehmen in den USA Spuren des nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Reises in Proben von konventionellem Reis identifiziert habe. Die Reissorte, von der in den Proben Spuren nachgewiesen wurden, entstammt laut „CropScience“ einem Versuchsprojekt, das im Vorfeld der Vermarktung der Sorte durchgeführt werde. Durch gentechnische Veränderung produziert der Langkornreis ein Protein, wodurch der Reis tolerant gegen Herbizide, insbesondere gegen das Herbizid „Liberty“, wird. Laut Nachrichtenagentur „Associated Press“ wurde die Reissorte von 1998 bis 2001 getestet. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums und der FDA stellt die Reissorte keine Gesundheitsgefährdung dar. Das Protein ist „CropScience“ zufolge in vielen Ländern, darunter Japan, Mexiko, USA, Kanada und den EU-Staaten von den Zulassungsbehörden als sicher für den Einsatz in Nahrungsmitteln und Tierfutter eingestuft worden. Ein Bayer-Sprecher bestätigte gegenüber der Agentur AFP, dass eine Klage gegen „CropScience“ eingereicht wurde, wollte sich aber nicht weiter zu dem Fall äußern.

Als Reaktion auf den Nachweis des gentechnisch veränderten Reises in für den Lebensmittelmarkt bestimmten Reisbeständen in den USA, der Ende Juli dieses Jahres erfolgte, verhängte die Europäische Kommission Mitte dieser Woche Maßnahmen gegen Reisimporte aus den USA. So darf Langkornreis aus den USA nur in die EU importiert werden, wenn er nachweislich frei von dem nicht zugelassenen Reis mit der Bezeichnung „LL 601“ ist. Der Nachweis muss von zugelassenen Labors erbracht werden. Zudem forderte die Europäische Kommission die EU-Mitgliedsstaaten zu verstärkten Kontrollen an den EU-Außengrenzen auf. Bei Importen von Langkornreis aus den USA müsse eine ordnungsgemäße Bescheinigung mitgeführt werden. Sofern keine Bescheinigung vorliegt, soll der Reis in die USA zurückgeschickt werden oder vernichtet werden. Die Maßnahmen sind auf sechs Monate befristet und können bei Bedarf verlängert werden. Japan hat mit einem vorübergehenden Importstopp für Reis aus den USA eine noch härtere Maßnahme ergriffen als die EU. Die Sammelklage der Bauern steht im Zusammenhang mit diesen Restriktionen, aufgrund derer sie Einnahmeeinbußen zu erwarten haben. Die US-Reisbauern exportieren etwa die Hälfte ihrer Erträge und sind daher auf den Außenhandel angewiesen. Im Zuge der Affäre brach in den USA der Reispreis ein.

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Quellen

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