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June 26, 2010

Utah: Ronnie Lee Gardner hingerichtet

Utah: Ronnie Lee Gardner hingerichtet – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Utah: Ronnie Lee Gardner hingerichtet

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Veröffentlicht: 22:45, 26. Jun. 2010 (CEST)
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Salt Lake City (Vereinigte Staaten), 26.06.2010 – Der zum Tode verurteilte Mörder Ronnie Lee Gardner wurde am 18. Juni um 0:20 Uhr Ortszeit (08:20 Uhr MESZ) hingerichtet. Die Exekution wurde durch ein Erschießungskommando ausgeführt. Gardner war der erste Mensch, der in den Vereinigten Staaten seit John Albert Taylor am 26. Januar 1996 durch Erschießung hingerichtet wurde. Der Bundesstaat hatte 2004 seine Gesetzgebung geändert und die Hinrichtung durch Giftspritze verbindlich gemacht. Eine Sonderregelung erlaubt es jedoch Delinquenten, deren Verurteilung vor der Gesetzesänderung 2004 erfolgte, sich für eine Erschießung zu entscheiden.

Gardner war bereits 1985 rechtskräftig verurteilt worden, nachdem der den Rechtsanwalt Michael Burdell auf der Flucht aus dem Gerichtssaal erschossen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hielt er sich im Gericht als Angeklagter auf, weil wegen eines zuvor verübten Mordes an Melvyn Otterstrom im Jahr 1984 gegen ihn verhandelt wurde. Als Grund für seine Entscheidung hatte Gardener angegeben, er wolle erschossen werden, weil er mit Schusswaffen gemordet hätte. Unmittelbar vor der Erschießung wurde Gardner gefragt, ob er noch etwas sagen wolle, und er antwortete: „Das tue ich nicht. Nein.“

Das Erschießungskommando in einem Gefängnis in Draper, einem Vorort von Salt Lake City, bestand aus fünf Schützen. Sie wurden nicht darüber informiert, ob die jeweilige Waffe scharf geladen war oder mit einem Blindgänger, sodass keiner von ihnen weiß, wer die tödliche Kugel abgefeuert hat. Die Erschießung erfolgte auf Kommando, als laut von fünf abwärts gezählt wurde – bei Erreichen der Zahl zwei.

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January 15, 2006

Kometensonde Stardust: Rückkehr mit Kometenstaub

Kometensonde Stardust: Rückkehr mit Kometenstaub

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Der Probenbehälter

Washington D.C. (USA), 15.01.2006 – Am Sonntag, dem 15. Januar, landete die NASA-Raumsonde „Stardust“ unbeschadet wieder auf der Erde, im Bundesstaat Utah. Die Reise dauerte sieben Jahre, der zurückgelegte Weg beträgt 4,6 Milliarden Kilometer. Dabei umkreiste die Sonde die Sonne dreimal.

Das Auffinden der Sonde sorgte zunächst jedoch noch einmal für 45 Minuten Spannung im Kontrollzentrum, bis die Suche mit Hilfe eines Hubschraubers erfolgreich war, der wegen der Dunkelheit zur Suche Infrarot einsetzen musste. An Bord des Probenbehälters, der ohne die ursprüngliche Sonde auf der Erde landete, befindet sich Kometenstaub. Noch niemals zuvor in der Weltgeschichte gelangte Kometenstaub auf die Erde. Die Staubpartikel aus dem Kometenstaub sind nach Angaben der NASA 4,5 Milliarden Jahre alt. In ihnen befindet sich Ursprungsmaterie unseres Sonnensystems.

Die Auswertung des Staubs nehmen Wissenschaftler der Universität Berkeley in Kalifornien vor. Unterstützt werden sie von vielen freiwilligen Helfern im Internet, die die winzigen Partikel mit einem so genannten „virtuellen Mikroskop“ aufspüren sollen. Der Lohn der freiwilligen Arbeit besteht in dem Recht des Finders einen Namen für so ein interstellares Staubkörnchen zu vergeben.

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December 30, 2005

Jungferninseln: Anne Abernathy zum sechsten Mal für Olympia qualifiziert

Jungferninseln: Anne Abernathy zum sechsten Mal für Olympia qualifiziert

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Charlotte Amalie (Amerikanische Jungferninseln), 30.12.2005 – Anne Abernathy, Bürgerin der Amerikanischen Jungferninseln, ist eine Weltklasserodlerin. Die jetzt 52-Jährige wurde am 12.04.1953 geboren und hatte erst mit 29 Jahren mit dem Rodelsport begonnen. In Wintersportkreisen ist sie unter dem Spitznamen „Rodel-Oma“ bekannt. Sie selbst hatte sich den Namen „Grandma Luge“ gegeben.

Sie war bei allen fünf Vorläufen für die Qualifikation des Rodelweltcups von Viessmann nicht erfolgreich ins Ziel gekommen. Trotzdem erhielt sie eine „Fahrkarte“ für die Olympischen Spiele 2006 im italienischen Turin, denn ihre sportlichen Erfolge reichten aus, die Qualifikationshürden der Amerikanischen Jungferninseln zu überwinden.

Zu diesen bisherigen Erfolgen zählen im Winter 2003/04 bei den Nationen Cups in Königssee und Altenberg beide Male die dritten Plätze. Zusätzlich schaffte sie beim Weltcup in Altenberg im gleichen Jahr den 16. Platz. Abernathy beendete die Saison 2003/04 mit einem für sie hervorragenden 20. Platz. Ein 26. Platz bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City war der Saison voraus gegangen.

Die Winterspiele in Turin sind dann die sechsten Olympischen Spiele, an denen Abernathy teilnimmt. Zuvor war sie bereits bei den Winterspielen 1988, 1992, 1994, 1998 und 2002 als Teilnehmerin anwesend.

Bereits im vergangenen Winter konnte die Sportlerin die Olympiabahn testen. Sie fuhr am 1. Februar 2005 eine Probeabfahrt. Dieser Februartag war von zahlreichen Stürzen der Rodler überschattet. Auch Abernathy erreichte das Ziel nicht ohne Sturz. Sie musste mit einem Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dennoch hat sie den Mut, an den Olympischen Spielen 2006 teilzunehmen und diese Bahn noch mehrmals hinabzufahren.

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December 29, 2005

Kometensonde Stardust: Rückkehr mit Geschwindigkeitsrekord

Kometensonde Stardust: Rückkehr mit Geschwindigkeitsrekord

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Der Probenbehälter

Artikelstatus: Fertig 15:06, 29. Dez. 2005 (CET)
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Washington D.C. (USA), 29.12.2005 – Rekorde in der Raumfahrt sind selten geworden, doch wenn alles klappt, steht am 15. Januar 2006 wieder einer an. An diesem Tag soll nämlich die NASA-Raumsonde „Stardust“ wieder zurück zur Erde kommen. Und das tut sie recht rasant: Sie tritt mit 46.440 Stundenkilometern in die Erdatmosphäre ein. Damit ist sie sogar schneller als die Apollo-Raumkapseln vor 35 Jahren.

An Bord befindet sich eine besondere Fracht: Es sind Staubpartikel von Kometen. Die Wissenschaftler können es kaum erwarten, dieses Material zu untersuchen, erhoffen sie sich doch davon Aufschlüsse über die Entstehung des Sonnensystems.

Zurückkehren wird übrigens nicht die komplette Sonde, sondern nur der Probenbehälter. Dieser löst sich vier Stunden vor Eintritt in die Erdatmosphäre in 125 Kilometern Höhe und fliegt dann alleine weiter. In drei Kilometern Höhe öffnet sich dann der Fallschirm, und das Gerät landet sanft in Utah – so die Theorie. Ob es klappt, bleibt abzuwarten.

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May 7, 2005

Neue Dinosaurierart entdeckt: Der Sichelmacher aus Utah

Neue Dinosaurierart entdeckt: Der Sichelmacher aus Utah

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Salt Lake City / Utah (USA), 07.05.2005 – Die Liste der bisher bekannten Arten von Dinosauriern wurde jetzt um eine weitere Spezies namens Falcarius utahensis (zu deutsch: Sichelmacher aus Utah) bereichert. Der sensationelle Fund aus der frühen Kreidezeit vor etwa 125 Millionen Jahren kam in einem Massengrab von Dinosauriern am Cedar Mountain im amerikanischen Bundesstaat Utah zum Vorschein. Darüber berichteten die Päläontologen James Ian Kirkland und Lindsay E. Zanno aus Utah im Wissenschaftsmagazin „Nature“.

Falcarius utahensis gilt als Bindeglied aus der Familie der so genannten Therizinosaurier während deren Entwicklung vom Fleisch- zum Pflanzenfresser. „Das Tier ist das Bindeglied zwischen den kleinen Jagd-Dinosauriern und den hoch spezialisierten und bizarren pflanzenfressenen Therizinosauriern“, erklärte der Paläontologe James Kirkland vom Utah Geological Survey in Salt Lake City. Er hat etliche neue und wichtige Gattungen von Dinosauriern entdeckt und benannt und wird deswegen in der Liste der größten Dinosaurier-Jäger aller Zeiten aufgeführt.

Den phantasievollen Namen „Sichelmacher“ erhielt Falcarirus utahensis, weil seine vegetarischen Nachfahren knapp einen Meter lange sichelförmige Klauen hatten. Der neu entdeckte Dinosaurier erreichte eine Hüfthöhe von etwa 1,50 Metern und eine Länge von zirka vier Metern. Er ging auf zwei Beinen, trug zehn Zentimeter lange Krallen und könnte sogar Federn besessen haben, berichteten die Experten aus Utah, die Falcarius utahensis untersuchten.

Am Fundort von Falcarius utahensis vermutet das Forscherteam aus Utah noch Fossilien von Hunderten oder sogar Tausenden von Dinosauriern auf dem zwei Hektar großen Areal. Nach den Fossilien von dort zu schließen, kam es mindestens zwei Mal zu einem Massensterben. Der Massentod der Dinosaurier könnte durch eine Quelle ausgelöst worden sein, die gelegentlich giftiges Gas oder Wasser ausgestoßen habe, vermuten die Paläontologen.

An den fossilen Resten von Falcarius utahensis sind Merkmale erkennbar, die auf seine Vorliebe für Pflanzen deuten. Dazu zählen blattförmige Zähne, die sich gut zum Zerkauen von Blättern eignen, relativ kurze Beine, die für einen jagenden Dinosaurier untypisch sind, und ein breiteres Becken, als es bei räuberischen Ahnen dieser Art gefunden wurde. Dies könnte ein Indiz für einen größeren Darm zur Verdauung von Pflanzenmaterial sein, vermuten die Wissenschaftler. Was dieser Dinosaurier tatsächlich gefressen hat – Pflanzen, Fleisch oder beides -, weiß man bisher noch nicht. Die Therizinosaurier gehören zu einer Gruppe der Dinosaurier, aus der sich später die Vögel entwickelten.

Mit Falcarius utahensis konnte erstmals ein Fossilfund der Familie der Therizinosaurier aus der frühen Kreidezeit auf nordamerikanischen Boden nachgewiesen werden. Bisher tauchten die Vertreter aus dieser Zeit nur in Asien auf. Später lebte die Familie in Asien und Nordamerika.

Auf das Dinosaurier-Massengrab in den Cedar Mountains machte der Fossilienhändler Lawrence Walker 2001 den Paläontologen Lindsay E. Zanno vom „Utah Museum of Natural History“ an der Universität von Utah aufmerksam. Walker hatte dort bereits mehrfach illegal Dinosaurier-Fossilien geborgen und ihn plagte sein schlechtes Gewissen, weil er vermutete, dort eine neue Art der Dinosaurier entdeckt zu haben. Den Paläontologen Zanno und Kirkland bescherte diese Information einen Sensationsfund: etwa 1.700 Knochenstücke vom zu 90 Prozent erhaltenen neuen Dinosaurier Falcarius. Walker dagegen erhielt wegen Diebstahl fünf Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 15.000 Dollar!

Die aus der späten Kreidezeit in der Wüste Gobi nachgewiesene Dinosauriergattung Therizinosaurus (Sichel-Echse) wurde 1954 von dem russischen Paläontologen Evgenii Aleksandrovich Maleev (1915-1966) beschrieben. Anfangs verkannte man deren bis zu 70 Zentimeter lange Krallen als Reste einer Schildkröte. Doch bald identifizierte man Therizinosaurus als einen etwa sieben Meter langen und drei Meter hohen fleischfressenden Raubtierfuß-Dinosaurier (Theropoden) mit langem Hals sowie etwa 2,50 Meter langen Armen und Riesenkrallen.

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