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November 4, 2011

UNESCO veröffentlicht Richtlinien für freie Lehrmaterialien an Hochschulen

UNESCO veröffentlicht Richtlinien für freie Lehrmaterialien an Hochschulen

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Veröffentlicht: 17:36, 4. Nov. 2011 (CET)
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Vancouver (Kanada), 04.11.2011 – Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) und der Commonwealth of Learning haben am Dienstag einen Leitfaden für den Einsatz freier Lehrmaterialien an Hochschulen und Universitäten veröffentlicht. Die Autoren begründen diese Empfehlung damit, dass in den Jahren bis 2025 die Zahl der Studierenden um mehr als 50 Prozent auf 260 Millionen ansteigen werde, doch die Bildungsetats nur unzureichend angepasst würden.

Offene Lizenzen würden einen strukturierten Rechtsrahmen bieten, um Rechte der Autoren trotz der allgemeinen Digitalisierbarkeit und Kopierbarkeit der Inhalte zu schützen. Das transformative Bildungspotential freier Lehrmaterialien ließe sich aber nur erschließen, wenn auf die Qualität und Offenheit der Inhalte und die systematische Einbeziehung der Lehrenden und Lernenden hinreichend Wert gelegt würde.

Der Leitfaden weist darauf hin, dass Regierungen häufig in der Lage seien einzufordern, dass mit öffentlichen Mitteln geschaffene Lehrmittel unter eine gemeinfreie oder Creative Commons Lizenz gestellt werden, damit diese weiterverbreitet werden können. Den Regierungen wird nahegelegt, Rahmenbedingungen in Forschung und Lehre zu schaffen, unter denen vermehrt freie Lehrmittel in hoher Qualität erstellt werden und dauerhaft frei verfügbar bleiben. Lehreinrichtungen wiederum sollten die Integration freier Lehrmaterialien fördern, sich selbst an deren Erstellung beteiligen und den Zugang von Studenten und Hochschullehrern zu solchen freien Lehrmaterialien ermöglichen. Auch die Mitwirkung von Studenten wird im Rahmen der Initiative ist angedacht. Sie sollen selbsterstellte Lehrmaterialien unter freien Lizenzen veröffentlichen und unter Ausnutzung sozialer Netzwerke an der Qualitätssicherung und -verbesserung freier Lehrmittel mitwirken.

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Quellen[Bearbeiten]

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February 9, 2011

Jurastudent greift BGH-Richter während einer Vortragsveranstaltung an

Jurastudent greift BGH-Richter während einer Vortragsveranstaltung an

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Veröffentlicht: 23:59, 9. Feb. 2011 (CET)
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Universität Passau

Passau (Deutschland), 09.02.2011 – Thomas Fischer ist Vorsitzender Richter des 2. Strafsenats beim Bundesgerichtshof. Am 08. Februar 2011 hält er an der Universität Passau einen Vortrag vor Jurastudenten. Thema ist „Die neue Rechtsprechung des BGB zu den Grenzen des Lebens“. Um 17:30 Uhr, gegen Ende des Vortrags, erhebt sich ein 22-jähriger Student und geht auf Fischer zu, greift ihn an, schlägt ihn mit der Faust ins Gesicht. Der BGH-Richter wird leicht am linken Ohr verletzt. Der Angreifer wird von hinzueilenden Studenten überwältigt und der alarmierten Polizei übergeben.

In dem Vortrag ging es um Präimplantationsdiagnostik und Sterbehilfe, ein Thema zu dem es auch im Bundestag unterschiedlichste Standpunkte gibt. Der Täter rechnet sich dem rechten Spektrum zu und erklärt, sein Angriff sei gegen die „fortschreitende Unterdrückung der Lebensgrundlagen“ gerichtet gewesen. Er habe die Tat alleine geplant und sei nicht Angehöriger irgendeiner Gruppe. Zeugen gaben an, er habe einen verwirrten und hilflosen Eindruck gemacht. Helmut Walch, Oberstaatsanwalt in Passau, geht nicht von einer politisch motivierten Tat aus.

Die in Passau für den Staatsschutz zuständige Kriminalpolizeidienststelle hat Ermittlungen wegen Körperverletzung (§ 223 Strafgesetzbuch) aufgenommen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bundesgerichtshof

Quellen

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July 8, 2010

Uni gegen Uni – Pläne zur Einstellung der Medizinerausbildung stammen von Kieler Dekan

Uni gegen Uni – Pläne zur Einstellung der Medizinerausbildung stammen von Kieler Dekan

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Protestbanner am Holstentor

Veröffentlicht: 09:03, 8. Jul. 2010 (CEST)
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Kiel (Deutschland), 08.07.2010 – Nach einem Bericht der Lübecker Nachrichten vom 7. Juli 2010 wurden die Pläne zur Verlagerung der Lübecker Medizinstudienplätze an die Universität Kiel von dem vormaligen Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Michael Illert 2009 noch zu Zeiten der CDU/SPD Landesregierung erarbeitet und in einem Geheimtreffen in Kiel vorgestellt. Das Treffen mit dem damaligen Staatssekretär und heutigen Wissenschaftsminister Jost de Jager sowie seinem damaligen Minister Werner Marnette kam nach dem Bericht auf Initiative des ehemaligen Damp-Chefs und UKSH-Sanierers Staatsekretär a.D. Carl Hermann Schleifer zustande. Die Medizinische Fakultät in Kiel und das Reha-Zentrum in Damp sind eingespielte Kooperationspartner. Bei dem Geheimtreffen soll nach dem Protokoll des Wissenschaftsministeriums insbesondere von Illert und Schleifer ausgehend eine gegen Lübeck gerichtete Stimmung geherrscht haben. Das Protokoll wurde durch die LN veröffentlicht, nachdem die Kieler Universität gestern alternative Sparkonzepte aus der Hansestadt scharf als „Piraterie“ zurückgewiesen hatte. Kiels Uni-Präsident Gerhard Fouquet sprach laut LN von einem „unberechtigten Eingriff einer Uni in die Strukturen einer anderen Universität.“ Lübecks Uni-Präsident Peter Dominiak hatte am 6. Juli 2010 die Lübecker Einsparpläne der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Süddeutsche Zeitung hatte bereits zuvor drastische Worte für die Wissenschaftspolitik des Landes Schleswig-Holstein gefunden und diese im Bundesvergleich „am Hintern der Nation“ verortet.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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July 5, 2010

Lübeck kämpft für seine Uni

Lübeck kämpft für seine Uni – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Lübeck kämpft für seine Uni

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Veröffentlicht: 12:24, 5. Jul. 2010 (CEST)
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Sternmarsch am 1. Juli 2010

Lübeck (Deutschland), 05.07.2010 – Nach der großen Demonstration mit geschätzten 14.000 Teilnehmern vor dem Landeshaus in Kiel am 16. Juni und den Lübecker Protesten am Rande der Eröffnung der Kieler Woche kamen am Abend des 1. Juli in Lübeck auf dem Markt wieder über 8.000 Bürger zu einer vom AstA der Hochschule organisierten Kundgebung zusammen, um für den Erhalt des Studienganges Medizin an der Universität zu Lübeck zu demonstrieren, während die Spitzen der Lübecker Stadtpolitik mit Vertretern der Universität und Landespolitikern in der Lübecker Universitätskirche St. Petri kontrovers diskutierten. Die Demonstranten legten Unmengen gelber Blumen vor der Kirche nieder, um die Landespolitiker aus Kiel zu zwingen, „blühende Landschaften“ zu zertreten. Während die Landesregierung um den Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen und den Wissenschaftsminister de Jager mit diesem Schritt Einsparungen von 24 Millionen erzielen möchte, wurde aus dem Bericht des Landesrechnungshofes von Schleswig-Holstein deutlich, dass sich aus diesem Plan für das Land keine Einsparungen ergeben werden. Die Städte Lübeck und Kiel stehen seit 1937 in Schleswig-Holstein gegeneinander in einer vor Jahrhunderten angelegten Tradition feindlicher Rivalität.

Die Schließung des Studiengangs Medizin in Lübeck soll eine vollständige Privatisierung des Universitätsklinikums in Lübeck als Allgemeines Krankenhaus ermöglichen. Das Medizinstudium in Lübeck erzielt seit Jahren im Deutschlandvergleich Spitzenrankings und damit auch internationale Anerkennung. Vorschläge aus Lübeck, die auf die Einrichtung einer Stiftungsuniversität in Lübeck abzielten, wurden von der Landesregierung in Kiel in den vergangenen Jahren nicht aufgegriffen und auch derzeit mit großer Skepsis betrachtet. Das machte Wissenschaftsstaatssekretärin Cordelia Andreßen am 3. Juli 2010 auf einem Parteitag der Lübecker FDP erneut deutlich.

Quellen

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