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April 23, 2008

Malaysias Weltraumprogramm geht das Geld aus

Malaysias Weltraumprogramm geht das Geld aus

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Veröffentlicht: 20:58, 23. Apr. 2008 (CEST)
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Der erste malaysische Astronaut Sheikh Muszaphar Shukor

Kuala Lumpur (Malaysia), 23.04.2008 – Das bemannte Raumfahrtprogramms in Malaysia steht vor dem Aus. Demnach hat der Minister für Wissenschaft, Technologie und Innovation des Landes, Maximus Ongkili, gegenüber der Zeitung „New Straits Times“ einen Stopp angekündigt. In erster Konsequenz werde der zweite Flug eines malaysischen Astronauten, die landesintern „Angkasawan“ genannt werden, nicht stattfinden. Im Oktober 2007 hatte Sheikh Muszaphar Shukor als erster Astronaut des Landes die Internationale Raumstation (ISS) betreten. Das Ministerium werde versuchen, Geld zur Verfügung zu stellen, um das Programm fortzusetzen. Außerdem wies der Minister daraufhin, dass sich das Weltraumprogramm des Landes nicht alleine darauf beschränke, Astronauten ins Weltall zu schicken. Es müssten Prioritäten gesetzt und soziale Entwicklungen im Auge behalten werden.

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March 11, 2008

Malaysia im Umbruch: Regierungskoalition erlitt dramatische Wahlschlappe

Malaysia im Umbruch: Regierungskoalition erlitt dramatische Wahlschlappe

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Veröffentlicht: 19:30, 11. Mär. 2008 (CET)
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Kuala Lumpur (Malaysia), 11.03.2008 – Die seit fast fünfzig Jahren unangefochten regierende Koalition von Ministerpräsident Abdullah Badawi erlitt bei den Parlamentswahlen vom Samstag eine erdrutschartige Niederlage. Zwar ließ sich Badawi gestern bei einer feierlichen Zeremonie im Königspalast in der Hauptstadt Kuala Lumpur erneut vereidigen, der Börseneinbruch vom Montag um fast 10 Prozent – der Handel musste für eine Stunde ausgesetzt werden – weist jedoch nach Ansicht politischer Beobachter auf die tiefe Verunsicherung hin, die das Wahlergebnis hinterlassen hat. Erstmals seit 1969 verfehlte das Bündnis „Barisan Nasional“ (Nationale Front) die verfassungsändernde Zwei-Drittel-Mehrheit. Sie verfügt jetzt über 137 von 222 Sitzen im Parlament. Bei der letzten Wahl hatte das Bündnis noch 91 Prozent der Sitze gewonnen. Vier Bundesstaaten gingen an die Opposition, die jetzt in fünf Bundesstaaten das Sagen hat.

Der Opposition ist insbesondere die sogenannte New Economic Policy (NEP = Neue Ökonomische Politik) ein Dorn im Auge, die die ökonomische Absicherung des inzwischen rund 60 Prozent der Bevölkerung umfassenden malaiischen Bevölkerungsanteils gewährleisten soll. Die chinesischen und indischen Minderheiten sowie auch weniger privilegierte Malaien fühlen sich durch diese Politik diskriminiert. Die NEP wird damit gerechtfertigt, dass die Malaien früher gegenüber insbesondere den Chinesen ökonomisch in Rückstand geraten waren. Die NEP entstand nach den gewaltsamen Rassenunruhen am 13. Mai 1969 und sollte die wirtschaftliche Ungleichheit bekämpfen. Inzwischen ist diese Politik nach Ansicht der Opposition jedoch überholt und dient nur noch dem Schutz einer privilegierten Minderheit, an die unter anderem bevorzugt Staatsaufträge vergeben und Nachlässe bei Grundstückskäufen gewährt werden. Die Oppositionsparteien haben angekündigt, dass sie in den von ihnen beherrschten Landesteilen mit der NEP Schluss machen wird. „Wir werden die staatliche Verwaltung frei von der ‚Neuen Ökonomischen Politik‘ betreiben, die Vetternwirtschaft, Korruption und systematische Ineffektivität erzeugt“, erklärte Lim Guan Eng, ein gebürtiger Chinese, der am Dienstag als leitender Minister des chinesisch dominierten Landesteils Penang vereidigt wurde, in dem sich das industrielle Zentrum des Landes befindet.

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January 2, 2008

Malaysischer Gesundheitsminister tritt nach Sexskandal zurück

Malaysischer Gesundheitsminister tritt nach Sexskandal zurück

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Veröffentlicht: 23:24, 2. Jan. 2008 (CET)
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Kuala Lumpur (Malaysia), 02.01.2008 – „Ich bin der Mann auf dem Band.“ sagte Chua Soi Lek am Dienstag zu Reportern und schockierte damit Malaysia.

Der Film, der laut der Zeitung The Star in einem Hotelzimmer aufgenommen wurde, zeigt den verheirateten dreifachen Vater zusammen mit einer Frau beim Sex. Der genaue Ort und das Datum der Aufnahme sind jedoch unbekannt. Das Mädchen sei eine „persönliche Freundin“. Chua Soi Lek betonte aber, dass er das Video nicht selbst angefertigt habe.

Als Gesundheitsminister hatte er die freie Vergabe von Kondomen verteidigt, um die Verbreitung von HIV zu verringern.

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  • Portal:Malaysia

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November 11, 2007

Kuala Lumpur: Veranstaltung der Opposition gewaltsam aufgelöst

Kuala Lumpur: Veranstaltung der Opposition gewaltsam aufgelöst

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Veröffentlicht: 22:36, 11. Nov. 2007 (CET)
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Demonstranten in gelb – der Farbe von „Bersih“

Kuala Lumpur (Malaysia), 11.11.2007 – Mit Tränengas und Wasserwerfern ging die Polizei am Samstag in der malaysischen Haupstadt gegen tausende von Demonstranten vor, die für faire Wahlen auf die Straße gingen.

Die Veranstaltung wurde von der Gruppe „Bersih“ organisiert, einem Bündnis aus verschiedenen Oppositionsparteien und Dutzenden anderer Organisationen, die sich zusammen für saubere und faire Wahlen einsetzen. Eine ihrer Forderungen ist die Einführung von unveränderlicher Tinte, um möglichem Betrug vorzubeugen. Malaysias Premierminister Badawi sagte bereits am Freitag, er erwarte Schwierigkeiten.

Trotz eines Verbots und heftigen Regens versammelten sich die Teilnehmer – viele waren symbolisch mit gelben T-Shirts bekleidet – bereits gegen acht Uhr morgens an fünf verschiedenen Punkten in der Innenstadt. Gegen die auf etwa 4.000 Personen geschätzte Gruppe, die sich bei der Masjid Jamek-Moschee traf, setzte die Polizei am Nachmittag Reizgas ein. Bilder des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera zeigten, wie die Polizei versuchte, die dortige Versammlung aufzulösen, und Tränengas in die Massen spritzte. Informationsminister Zainuddin Maidin verteidigte das Vorgehen der Sicherheitskräfte und sagte: „Wir sind ein demokratisches Land. […] Wir sind nicht wie Myanmar. Wir sind nicht wie andere Länder.“

Über 1.000 Polizisten waren zuvor in Alarmbereitschaft versetzt worden. Ein Offizier der Polizei gab an, dass die Sicherheitskräfte sich zu diesen Schritten gezwungen sahen. Seinen Angaben zufolge wurden 245 Personen zunächst verhaftet, später jedoch wieder frei gelassen.

Obwohl es keiner der Demonstranten bis zum geplanten Ziel, der Mitte des Unabhängigkeitsplatzes, schaffte, konnte ein Vertreter von Bersih von Parteiangehörigen von PAS, Keadilan und DAP begleitet zum Königspalast gelangen und dort ein Schreiben ihrer Bedenken überreichen. Gegenüber der BBC sagten Teilnehmer, sie hätten das demokratische Recht, ihrem Verlangen nach sauberen und gerechten Wahlen Ausdruck zu verleihen. „Wir müssen nicht bis zur nächsten Wahl warten.“

Schon am vergangenen Mittwoch warnte Datuk Johari Baharom, der stellvertretende Innenminister des Landes, dass die Polizei die Durchführung einer solchen Versammlung nicht erlauben werde, so die staatliche Nachrichtenagentur Bernama. „Ich rufe die Öffentlichkeit dazu auf, nicht an dieser Demonstration teilzunehmen. Wir werden nicht zögern, entsprechende Maßnahmen gegen solche zu ergreifen, die sich dort versammeln.“ Die Anführer seien inzwischen identifiziert. Organisatoren und Teilnehmer müssten mit Anklagen rechnen, wenn sie die illegale Veranstaltung ohne Genehmigung durchführten.

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August 17, 2007

Badminton-Weltmeisterschaft 2007 – Deutsche Equipe stark dezimiert

Badminton-Weltmeisterschaft 2007 – Deutsche Equipe stark dezimiert

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Veröffentlicht: 13:31, 17. Aug. 2007 (CEST)
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Kuala Lumpur (Malaysia), 17.08.2007 – Vom 13. bis 19. August 2007 finden in Malaysia die Badminton-Weltmeisterschaften statt. Autragungsort ist das 15.000 Zuschauer fassende Putra-Stadion im „National Sports Complex“ in Bukit Jalil zirka 20 Kilometer südlich von Kuala Lumpur.

Für erste Aufregung im Vorfeld sorgten die Badmintonspieler Thailands um Mitfavorit Boonsak Ponsana: Da zeitgleich in ihrem Land die im Gegensatz zur WM mit Preisgeld verbundene Universiade stattfindet, sagten sie kurzfristig einen Start bei der Weltmeisterschaft ab.

Am dritten Tag der Titelkämpfe verabschiedete sich mit Taufik Hidayat einer der Top-Favoriten aus dem Einzelturnier. Er unterlag dem ungesetzten Inder Anup Sridhar 14:21, 26:24 und 20:22. Noch zeitiger erwischte es die Gesetzten Malayen Tan Bin Shen und Ong Soon Hock im Herrendoppel. Sie unterlagen Tadashi Ohtsuka und Keita Matsuda aus Japan in Runde eins.

Auch das deutsche Starterfeld wurde stark dezimiert. In den Einzeln hält nur noch Xu Huaiwen die deutsche Flagge hoch, in den Doppeln stehen als letzte verbliebene Deutsche Nicole Grether und Juliane Schenk im Achtelfinale.

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December 24, 2006

Hunderttausende in Südostasien auf der Flucht vor Überschwemmungen

Hunderttausende in Südostasien auf der Flucht vor Überschwemmungen

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Artikelstatus: Fertig 11:21, 24. Dez. 2006 (CET)
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Sumatra

Jakarta (Indonesien) / Kuala Lumpur (Malaysia), 24.12.2006 – Südostasien wird seit einigen Tagen von schweren Überflutungen heimgesucht. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters sind in der gesamten Region annähernd 200.000 Menschen auf der Flucht vor den Wassermassen, davon 100.000 allein aus Malaysia; betroffen sind vor allem die südlichen Regionen des Landes. Mindestens 70.000 Menschen sollen durch die Überflutungen obdachlos geworden sein. In Indonesien sollen 90.000 Menschen geflohen sein. In dem Inselstaat ist vor allem die Hauptinsel Sumatra betroffen. Allein in der Provinz Aceh im Nordwesten Sumatras starben seit gestern fünf Menschen. 17.000 Menschen sollen in Indonesien bereits in Sicherheit gebracht worden sein.

Aus Malaysia wird über sechs Ertrunkene berichtet. Aus Indonesien werden zwölf Tote und zahlreiche vermisste Personen gemeldet. Als Ursache werden in Malaysia die schwersten Regenfälle der letzten hundert Jahre verantwortlich gemacht. Meteorologen warnen vor einer Überflutung auch zentraler Landesteile, wenn sich die heftigen Monsunregen weiter fortsetzen sollten. Der malaysische Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi besuchte am Samstag die betroffenen Südregionen des Landes. Aus diesem Gebiet wird von einer Knappheit an Lebensmitteln berichtet, außerdem wurden Plünderungen registriert.

Als Ursache wurde von Behörden und betroffenen Bewohnern Indonesiens auch der illegale Holzeinschlag in der Region genannt. Aus der im Nordwesten Sumatras gelegenen Provinz Langkat, etwa 80 Kilometer von der Provinzzhauptstadt Medan entfernt, wurden schwere Regenfälle gemeldet. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber einem AFP-Reporter, dass viele Dorfbewohner unter den Dächern ihrer Häuser und auf Bäumen vor den Fluten Schutz gesucht hätten. Teile der Hauptstraße zwischen Medan und Banda Aceh stehen bis zu einem Meter unter Wasser.

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  • Portal:Naturkatastrophen

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December 12, 2006

Malaysias Premierminister lobt Thailands Politik in den Südprovinzen

Malaysias Premierminister lobt Thailands Politik in den Südprovinzen

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Artikelstatus: Fertig 20:56, 12. Dez. 2006 (CET)
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Lage der malaiischen Halbinsel

Kuala Lumpur (Malaysia), 12.12.2006 – Der Premierminister Malaysias, Abdullah Ahmad Badawi, lobte neue Ansätze in der Politik der thailändischen Militärregierung bezüglich der Situation in den an Malaysia angrenzenden thailändischen Südprovinzen. In einem Interview mit der „Bangkok Post“ vom Freitag letzter Woche sagte er, die neue thailändische Regierung habe die richtigen Entscheidungen getroffen, um Änderungen in der Politik gegenüber den Südprovinzen herbeizuführen. Allerdings bräuchten die Veränderungen etwas Zeit, um zu greifbaren Ergebnissen zu führen. Der gegenwärtige thailändische Interims-Premierminister Surayud Chulanont vertrete eine diplomatischere Herangehensweise als sein Vorgänger. Den Menschen in den Südprovinzen müsse etwas Zeit gegeben werden, um Vertrauen in die neue Politik zu gewinnen. Der Premierminister betonte, sein Land sei an einer stabilen Situation in den thailändischen Südprovinzen interessiert.

Die Situation in den Südprovinzen Thailands ist seit einigen Jahren durch täglichen Terror gekennzeichnet. Die Angriffe richteten sich häufig gegen Schulen und Lehrkräfte. Viele Schulen sind ein Opfer von Flammen geworden. Aus Sicherheitsgründen wurden in einigen Südprovinzen alle Schulen für den Unterrichtsbetrieb geschlossen. In den letzten zwei Jahren sollen nach Angaben der Bangkok Post über 1.400 Menschen durch Anschläge getötet worden sein.

Nach der Absetzung des bisherigen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra durch einen Militärputsch hatte die eingesetzte Interimsregierung in Bezug auf das Regime in den Südprovinzen des Landes den Weg des Dialoges gesucht und sich von der Politik des massiven Militäreinsatzes abgegrenzt, die von Thaksin forciert worden war.

Der thailändische Innenminister Aree Wong-araya teilte am Dienstag mit, es gebe geheimdienstliche Erkenntnisse, dass die aufständischen Kräfte im Süden Thailands zum Jahreswechsel Terrorakte planten. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen sollen getroffen werden.

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November 23, 2006

Malaysia widerspricht thailändischer Äußerung

Malaysia widerspricht thailändischer Äußerung

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Artikelstatus: Fertig 17:55, 23. Nov. 2006 (CEST)
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Kuala Lumpur (Malaysia), 23.11.2006 – Malaysias stellvertretender Verteidigungsminister Fu Ah Kiow wies eine Behauptung des thailändischen Übergangspremierministers Surayud Chulanont zurück, derzufolge Restaurants entlang der malaysischen Grenze die Aufständischen im Süden Thailands finanziell unterstützen.

Surayud erklärte am Dienstag, dass Militante Muslime über ein Netzwerk so genannter „Tom yum kung“-Restaurants Gelder mit Erpressung und Schutzgeld sammelten, um ihren bewaffneten Kampf in den mehrheitlich islamisch geprägten Südprovinzen Narathiwat, Yala, Pattani zu finanzieren. Seit 2004 sind über 1.700 Menschen ums Leben gekommen.

Erst vergangenen Montag explodierte eine Bombe in der Grenzstadt Sungai Kolok. Zwei Menschen starben und 16 wurden verletzt. Nach Angaben der thailändischen Polizei war der Sprengsatz in einen Motorrad versteckt und wurde wahrscheinlich mit einem Mobiltelefon gezündet. Ein Passant starb sofort, ein Soldat erlag später seinen Verletzungen. Das Attentat ereignete sich nur einen Tag, nachdem wahrscheinlich muslimische Militanten von einem Motorrad aus das Feuer auf einen Laden eröffneten und dabei einen lokalen Regierungsmitarbeiter und drei seiner Freunde tötete. Seit dem Ausbruch der Gewalt wird der Ort regelmäßig von Anschlägen heimgesucht. Der bisher schlimmste ereignete sich im Februar 2005, als eine Explosion in der Nähe eines Hotels fünf Menschen tötete und weitere 40 verletzte.

Gemäß einem Bericht der englischsprachigen Zeitung New Straits Times verlangt die malaysische Regierung Beweise für diese Behauptung und sagte, diese Äußerung sei „gegenstandslos“. Johari Baharom, Angehöriger des Ministeriums für Sicherheit, sagte: „Wenn das wahr ist, dann werden wir Untersuchungen anstellen. Aber zuerst brauchen wir Informationen.“

In der Vergangenheit hat die Regierung in Kuala Lumpur mit Separatisten aus Thailand Kontakt gehabt, obwohl diese eventuell nicht in den gegenwärtigen Aufstand verwickelt seien. Wan Kadir Che Wan, Anführer einer Gruppe mit dem Namen „Bersatu“, sagte gegenüber dem Nachrichtensender Al-Dschasira, dass die jungen Militanten nicht gewillt seien, mit der thailändischen Regierung zu verhandeln und glaubten, die Oberhand zu haben in dem Kampf, der in einen unabhängigen muslimischen Staat münden solle. Thailand hatte vor etwa 100 Jahren die südlichen Provinzen annektiert.

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  • Portal:Krisenregion Südthailand

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November 12, 2005

Der Airbus A380 steuerte erstmals Asien an

Der Airbus A380 steuerte erstmals Asien an

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Artikelstatus: Fertig 12:09, 12. Nov. 2005 (CET)
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Singapur, 12.11.2005 – Das größte Passagierflugzeug der Welt, der Airbus A380, hat gestern erstmals Europa verlassen und ist bis nach Asien geflogen. Er landete am Freitag auf dem „Changi-Flughafen“ in Singapur. An Bord befanden sich diverse Techniker und 30 Besatzungsmitglieder.

In Singapur werden bei einem kurzen Aufenthalt die Abfertigungsmodalitäten der Maschine getestet. Ursprünglich war der Flug bereits für Dienstag dieser Woche vorgesehen. Technische Probleme mit dem A380 zwangen Airbus jedoch dazu, den Start um einige Tage zu verschieben. Die Singapore Airlines ist die erste Fluggesellschaft weltweit, die einen A380 erhalten wird. Die Auslieferung ist für Ende des nächsten Jahres vorgesehen.

Danach flog der Großraumjet nach Australien und anschließend nach Malaysia weiter.

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November 9, 2005

Anzahl der Piratenüberfälle dieses Jahr bisher leicht gesunken

Anzahl der Piratenüberfälle dieses Jahr bisher leicht gesunken

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Kuala Lumpur (Malaysia), 09.11.2005 – In den ersten neun Monaten diesen Jahres ist die Zahl der Überfälle auf Schiffe um 18 Prozent auf 205 Vorfälle zurückgegangen. Das International Maritime Bureau (IMB) mit Sitz in der malaysischen Hauptstadt stellt fest, dass die Gewässer des indonesischen Inselstaates mit 61 Angriffen am unsichersten waren.

Die Piraten, die es hauptsächlich auf die Fracht der Schiffe abgesehen hatten, nahmen 259 Seefahrer als Geiseln, zehn davon waren in längerer Gefangenschaft, 19 wurden angegriffen und zwölf werden immer noch vermisst. Das IMB zählte 141 geenterte Schiffe – auf 15 wurde mit Waffen geschossen – und elf Entführungen.

Trotz des Rückganges der Überfälle äußerte man sich besorgt über einige besonders stark gefährdete Küstenabschnitte, wie etwa am Horn von Afrika. Nach nur einem Angriff auf ein Schiff vergangenes Jahr, erhöhte sich die Anzahl der Überfälle auf 19 für 2005. Erst am 6. November überfielen mit Maschinengewehren und Raketenwerfern Bewaffnete ein Schiff an der somalischen Küste. In der Straße von Malakka ereigneten sich dieses Jahr bisher zehn Vorfälle, verglichen mit 25 im Vorjahr. Auch im irakischen Öl-Verladehafen von Basra gab es trotz der Anwesenheit von Truppen der Koalition seit dem 22. April sechs Piratenangriffe. Häfen in Indonesien und Bangladesch sind ebenfalls gefährdet.

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  • Überfallenes Kreuzfahrtschiff nahm Kurs auf die Seychellen (06.11.2005)

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