ASL: Die Grasshoppers gastieren beim FC Basel

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Basel (Schweiz), 08.03.2005 – Nach drei eher enttäuschenden Auftritten des Schweizer Meisters FC Basel nach der Winterpause und dem Ausscheiden aus dem UEFA-CUP gegen den OSC Lille ging es gegen den Rekordmeister Grasshoppers um sehr viel mehr als nur drei Punkte: Es galt zu zeigen, dass die Mannschaft nicht so schlecht ist, wie die letzten Ergebnisse haben ahnen lassen.

Obwohl der Gegner kein geringerer als der Erzfeind aus Zürich war, fanden sich lediglich etwas über 21.000 Zuschauer im St. Jakob Park ein, dessen Rasen aufgrund der Rasenheizung den Umständen entsprechend doch relativ gut zu bespielen war. Im Vergleich zu den letzten Partien hatte FCB Trainer Christian Gross das System gewechselt – wohl auch als Reaktion auf öffentliche Kritik – und wieder auf ein 4-4-2 umgestellt. Durch Huggels Ausfall wegen einer Sperre wurde Müller auf dessen Position im defensiven Mittelfeld positioniert und Quennoz vertrat den Neuzugang aus Mallorca in der Innenverteidigung.

Schon nach 180 Sekunden herrschte helle Aufregung auf dem Rasen, Schiedsrichter Massimo Busacca hatte Seoane nach einem rüden Foul gegen Kleber wieder mit der Roten Karte versehen in die Kabine geschickt, was die Taktik des Gästetrainers Hanspeter Latour sichtlich durcheinander warf. In der Folge spielt das Heimteam druckvoll nach vorne und kam zu einigen Abschlüssen vor dem gegnerischen Tor – allerdings waren alle Versuche erfolglos. So konnte Muff (19. Minute) das Score nach einem verunglückten Kopfball von Philipp Degen eröffnen, Zwyssig und Zuberbühler konnten nicht eingreifen.

Entgegen der letzten Auftritte in diesem Jahr zeigte sich der FC Basel dieses mal nicht geschockt und spielte auch fortan offensiv und drückte auf den Ausgleich, den Carignano in der 26. Minute nach schönem Zuspiel von Zanni erzielen konnte. In der Folge kam Basel durch Carignano und Zanni zu weiteren Chancen, ehe der Schiedsrichter zum Pausentee pfiff.

Der Auftakt der zweiten Hälfte war ebenfalls hektisch, da der Referee dem Basler Chipperfield nach einem Zweikampf mit Lichtsteiner die berechtigte Rote Karte zeigte (51. Minute) – und von da an numerische Ausgeglichenheit herrschte, doch nur numerisch: denn es war auch fortan der FC Basel, der das Spiel bestimmte und in der 53. Minute durch einen Handspenalty von Gimenez in Führung gehen konnte – Stepanovs hatte den Ball in Extremis mit der Band berührt und so eine Torchance verhindert.

Die Vorentscheidung konnte Zwyssig mit einem Kopfball aus kurzer Distanz herbeiführen, der herauseilende Gästegoalie Jehle hatte am Ball vorbeigefaustet. Rossi mit einem schönem Treffer in der 87. Minute konnte das Score noch auf 4:1 erhöhen, zuvor hatte Zuberbühler zweimal reaktionsstark retten können gegen Muffs Kopfbälle.

Durch das torlose Unentschieden zwischen Zürich und Xamax hat der FC Basel nun wieder sechs Punkte Vorsprung vor der Konkurrenz und kehrt somit wieder in ruhigere Fahrwasser zurück.

Telegramm

FC Basel – GC 4:1 (1:1) Tore: 19. Muff 0:1, 26. Carignano (Zanni) 1:1, 53. Gimenez (Handspenalty) 2:1, 58. Zwyssig 3:1, 87. Rossi (Zanni) 4:1 Joggeli – Sr. Busacca – 21’078 Zuschauer

FC Basel:

Zuberbühler; Degen P, Quennoz, Zwyssig, Kléber; Müller (46. Rossi); Zanni, Chipperfield, Delgado (82. D. Degen); Gimenez (76. Barberis), Carignano

Grasshoppers:

Jehle; Lichtsteiner, Mitreski, Stepanovs, Jaggy; Senesie (61. Hleb), Seoane, Chihab (48. Denicola), Cabanas, Muff, Rogerio (5. Salatic)

Bemerkungen:

FCB ohne Huggel (gesperrt), Petric, Sterjovski, Yakin M, Smiljanic (alle verletzt), Ergic (krank). GC ohne Spycher (gesperrt). Rote Karte: 3. Seoane, 51. Chipperfield; Gelbe Karten: 16. Quennoz, 51. Lichtsteiner, 52. Stepanovs, 56. Muff, 63. Hleb

Quellen

Originäre Berichterstattung
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