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May 15, 2012

Landtagswahl in NRW 2012: Rot-Grün jetzt mit eigener Mehrheit

Landtagswahl in NRW 2012: Rot-Grün jetzt mit eigener Mehrheit

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Veröffentlicht: 20:16, 16. Mai 2012 (CEST)
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NRW-Landtagswahl 2012


Partei Ergebnis
SPD 39,1% 
.
CDU 26,3% 
.
Die Grünen 11,3% 
.
FDP 8,6% 
.
Piraten 7,8% 
.
Linke 2,5 
.
Sonstige 4,4% 
.

Vorläufiges amtl. Endergebnis
Quelle: Die Landeswahlleiterin

Düsseldorf (Deutschland), 15.05.2012 – Hannelore Kraft, die Spitzenkandidatin der SPD, kann ihre Koalition mit den Grünen weiterführen. Die SPD schaffte es bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai 2012, mit 39,1% stärkste Partei zu werden. Ihr Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen mit Sylvia Löhrmann erhielt 11,3% der Stimmen. Die CDU mit dem Umweltminister und gleichzeitigem Spitzenkandidaten Norbert Röttgen erlebte einen Absturz auf 26,3%. Die FDP, angeführt von Christian Lindner, hat es auf 8,6% geschafft. Auch die Piraten ziehen mit 7,8% in den Landtag ein. Die Piraten sind somit schon in vier Landtagen vertreten. Schlecht gelaufen ist es dagegen für die Partei Die Linke. Sie stürzte auf 2,5% ab und kam somit nicht mehr in den Landtag. Röttgen kündigte am Wahlabend seinen Rücktritt als Vorsitzende der CDU Nordrhein-Westfalen an.

13,2 Millionen Bürger konnten am Sonntag abstimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,6 Prozent.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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March 26, 2012

Landtagswahl im Saarland: CDU stärkste Partei, FDP draußen

Landtagswahl im Saarland: CDU stärkste Partei, FDP draußen

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Veröffentlicht: 12:03, 26. Mär. 2012 (CEST)
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Wappen des Saarlands

Saarbrücken (Deutschland), 26.03.2012 – Die CDU unter ihrer Spitzenkandidatin Annegret Kramp-Karrenbauer ist aus der vorgezogenen Landtagswahl im Saarland mit 35,2 % als stärkste Partei hervorgegangen. Zweitstärkste Fraktion wurde die SPD mit 30,6 %. Deren Spitzenkandidat Heiko Maas scheiterte zum dritten Mal mit dem Versuch, Ministerpräsident des Saarlandes zu werden. Die Linken erhielten nach kräftigen Verlusten 16,1 %. Ganz knapp in den Landtag gelangten die Grünen. Sie erreichten 5,0 % der Stimmen. Die FDP scheiterte mit 1,2 % deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde. Neu im Landtag ist die Piratenpartei mit 7,4 %. Die Wahlbeteiligung ging von 67,6 % auf 61,6 % zurück.

In einer ersten Reaktion erklärte die amtierende Ministerpräsidentin, die Wähler im Saarland hätten sich für eine stabile Regierung unter ihrer Führung entschieden. Sie sei darüber glücklich.

Die amtierende Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer…

…und ihr künftiger Koalitionspartner Heiko Maas

Das Wahlergebnis ist insofern überraschend, dass die Meinungsumfragen noch kurz vor der Wahl CDU und SPD gleichauf gesehen hatten. „Wir in der SPD haben leider ein Problem mit der Mobilisierung unserer Wähler“, erklärte sich Maas das Abschneiden seiner Partei. Das Wahlergebnis habe ihn „natürlich persönlich enttäuscht“, sagte Maas. Fast fünf Prozentpunkte lag die CDU vor der SPD, die mehr als sechs Prozentpunkte hinzugewinnen konnte. Die SPD will nun, wie angekündigt, Koalitionsverhandlungen mit der CDU aufnehmen, doch sie wird der Juniorpartner in dieser Koalition sein und nicht, wie angestrebt, den Ministerpräsidenten stellen.

Der Jamaika-Koalition folgt somit eine große Koalition. Diese hatte Kramp-Karrenbauer direkt nach dem Scheitern von Schwarz-Gelb-Grün angeboten, doch die SPD hatte auf eine Neuwahl spekuliert und sich einen größeren Erfolg erhofft.

Rein rechnerisch ist auch eine rot-rote Koalition möglich. Diese hätte eine Mehrheit von einer Stimme. Doch eine solche Koalition wurde von Maas abgelehnt, die Linkspartei sei nicht regierungsfähig, die SPD stehe für „Geradlinigkeit und der Glaubwürdigkeit“ und wolle einhalten, was vor der Wahl versprochen wurde. Auch SPD-Bundesvorsitzender Sigmar Gabriel erteilte den Linken eine Absage. Rot-rot an der Saar würde nur Oskar Lafontaine nutzen. Und den, so Gabriel, interessiere die Saar schon lange nicht mehr, dessen Interesse sei es nur, der SPD zu schaden. Er glaubt, die Linken seien inzwischen „im Sinkflug“.

Vorl. amtliches Endergebnis
Stimmenanteil +/- Sitze +/-
CDU 35,2 + 0,7 19 +0
SPD 30,6 + 6,1 17 +4
Linke 16,1 – 5,2 9 -2
Grüne 5,0 – 0,9 2 -1
FDP 1,2 – 8,0 0 -5
Piraten 7,4 + 7,4 4 +4
Andere 4,5 – 4,1 0 +0

Nach Angaben von Infratest dimap, die das Wahlverhalten der Saarländer für die ARD untersuchte, war die CDU in der Gruppe der Wähler über 60 Jahren erfolgreich. In dieser Altersgruppe erhielt sie 45 Prozent Zustimmung. Bei den Wählern unter 25 Jahren konnten die Christdemokraten nur unterdurchschnittlich punkten, nur einer von fünf Wählern dieser Altersgruppe entschied sich für die CDU. Die Piraten erhielten in dieser Altersgruppe mit 23 Prozent ihr bestes Ergebnis. Die SPD war am erfolgreichsten bei Frauen über 45 Jahren, die Linkspartei bei deren männlichen Altersgenossen. Die Wähler der Grünen waren in den meisten Altersgruppen ähnlich stark vertreten, nur bei den Wählern über 60 Jahren verfehlten sie deutlich die Fünf-Prozent-Hürde.

Für die FDP war die Wahl in allen Altersgruppen ein Desaster. Nur bei den selbständigen Wählern erreichten die Liberalen noch mehr als fünf Prozent, doch gerade in dieser Berufsgruppe waren die Piraten mit 13 Prozent besonders erfolgreich. Die SPD konnte unter den Arbeitern mit 36 Prozent die Führungsposition zurückgewinnen. In dieser Wählergruppe verlor die Linkspartei acht Prozentpunkte und damit überdurchschnittlich. Sie erreichten nun noch 27 Prozent der Stimmen in dieser Wählergruppe. Nur bei den Arbeitslosen konnten die Linken, trotz starker Verluste gegenüber 2009, mit 31 Prozent ihre Führungsposition behaupten. Jeweils 18 Prozent erreichte die CDU in diesen beiden Bevölkerungsgruppen. Am stärksten war die CDU bei ihren traditionellen Wählern: den Rentnern, den Beamten, den Selbstständigen und den Angestellten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Landtagswahl im Saarland 2012“.

Quellen[Bearbeiten]

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