WikiNews de

January 13, 2009

Acht Tote auf Fidschi durch tropisches Unwetter

Acht Tote auf Fidschi durch tropisches Unwetter

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:15, 13. Jan. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Lage der Fidschi-Inseln

Suva (Fidschi), 13.01.2009 – Ein tropisches Unwetter hat im Westen von Viti Levu zu Überschwemmungen geführt. 6.000 bis 10.000 Inselbewohner mussten vor dem Hochwasser flüchten und fanden in Schulen sowie anderen öffentlichen Gebäuden Unterschlupf. Nach Behördenangaben sind sechs Menschen ertrunken, zwei weitere starben durch Erdrutsche. In manchen Gebieten stand das Wasser mehr als drei Meter hoch.

Inzwischen geht das Hochwasser zwar zurück, aber schon haben die Meteorologen des Inselstaates ein weiteres tropisches Tiefdruckgebiet angekündet. In Teilen Viti Levus wurde nach der Erklärung des Notstandes eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, um Plünderungen zu vermeiden.

Vier Tage Dauerregen haben Nadi, Ba, Sigatoka und Labasa sowie viele Dörfer auf der Hauptinsel des Archipel überflutet. Straßen und Brücken litten durch das Hochwasser, und der Bestand an Zuckerrohr wurde geschädigt. Die Behörden fürchten nun den Ausbruch von Seuchen durch verunreinigtes Trinkwasser.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 5, 2006

Militär übernimmt Macht auf den Fidschi-Inseln

Militär übernimmt Macht auf den Fidschi-Inseln

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 23:02, 5. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Lage der Fidschi-Inseln

Suva (Fidschi), 05.12.2006 – Nachdem Soldaten gestern die Polizei entwaffnet hatten, hat der Oberbefehlshaber des Militärs, Frank Bainimarama, am Dienstag in einer Radioansprache bekannt gegeben, dass ab 18:00 Uhr lokaler Zeit die Armee die Kontrolle im Land übernommen habe. Premierminister Laisenia Qarase wurde aus seinem Amt entlassen und steht unter Hausarrest. Das Militär errichtete Straßensperren um die Hauptstadt Suva.

Premierminister Qarase sagte, er habe den Putsch nicht verhindern können. Soldaten hatten sein Haus umstellt und Regierungsfahrzeuge beschlagnahmt. Bainimarama sagte auf einer Pressekonferenz, dass er auf Grund der Verfassung des Landes zu besonderen Maßnahmen greifen könne. Nach seinen Angaben wird er die Kontrolle des Landes bald an Präsident Ratu Josefa Iloilo abgeben, der eine Übergangsregierung bestimmen soll.

Die Atmosphäre auf den Fidschi-Inseln, einer ehemaligen britischen Kolonie, ist seit mehreren Wochen von Spannungen zwischen der einheimischen Urbevölkerung und der indischstämmigen Minderheit geprägt, die etwa 44 Prozent ausmacht. Bainimarama, der sich selbst als Beschützer der Rechte aller Einwohner Fidschis betrachtet, hatte schon vor Wochen gedroht die Regierung „zu säubern“, nachdem durch Gesetzesvorhaben die einheimische Bevölkerungsmehrheit bevorzugt werden sollte. Eines dieser Gesetze sollte den Nationalisten, die vor sechs Jahren zunächst das Parlament gestürmt und später den ersten indisch-melanesischen Premierminister abgesetzt hatten, eine Amnestie gewähren. Ein anderes Gesetzesvorhaben sollte den Besitz wertvoller Küstenstreifen an die melanesische Bevölkerung übertragen.

Australiens Premierminister John Howard sagte, dass Qarase Unterstützung durch australische Truppen ersucht habe, um den Putsch noch zu verhindern, aber er, Howard, habe diese Bitte abgelehnt. Eine Sprecherin des britischen Außenministeriums verurteilte die Tat im Namen ihrer Regierung und gab bekannt, dass jegliche militärische Unterstützung mit sofortiger Wirkung eingefroren werde.

Das Land erlangte 1970 nach 96 Jahren britischer Herrschaft seine Unabhängigkeit. Im Jahr 1987 wurde die Republik ausgerufen und die englische Königin Elizabeth II. als Staatsoberhaupt gegen einen Präsidenten ausgetauscht. Die Fidschi-Inseln haben 900.000 Einwohner und gehören zu den am weitest entwickelten Staaten im Südpazifik. Jährlich besuchen etwa 400.000 Touristen das Land.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • AP via news.yahoo.com: „Fiji’s military takes control of nation“ (englischsprachige Quelle) (05.12.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • AFP via news.yahoo.com: „Britain condemns Fiji coup, suspends aid“ (englischsprachige Quelle) (05.12.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Deutsche Welle Online: „Militärputsch auf den Fidschi-Inseln“ (05.12.2006)

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 4, 2006

Anzeichen für einen bevorstehenden Militärputsch in Fidschi

Anzeichen für einen bevorstehenden Militärputsch in Fidschi

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:13, 4. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Suva (Fidschi), 04.12.2006 – Heute haben Soldaten in Suva, der Hauptstadt Fidschis, Polizisten und die Leibgarde des Premierministers und seiner Minister entwaffnet. Bei den betroffenen Polizisten handelt es sich um Beamte einer Spezialeinheit, die als einzige ihres Berufsstands auf den Inseln Waffen tragen. Nach Angaben der Zeitung „Fiji Times“ sind bewaffnete Soldaten in eine Polizeikaserne am Rande Suvas eingedrungen. Polizeichef Moses Driver sagte auf einer Pressekonferenz, dass es zu keiner gewaltsamen Konfrontation zwischen Polizei und Armee kommen werde. Soldaten errichteten des Weiteren einen Ring von Kontrollpunkten um Suva. Das Vorgehen der Armee wird in Artikeln verschiedener Medien als Anzeichen für einen bevorstehenden Militärputsch gedeutet.

Laut „news.bbc.co.uk“ will Commander Frank Bainimarama, der Chef der Fidschi-Armee, keine Angaben darüber machen, ob ein Putsch unmittelbar bevorstehe. Die jüngste Aktion der Armee solle einem möglichen Gewaltausbruch vorbeugen, so der Armeechef. In einer Stellungnahme vor Journalisten äußerte sich Frank Bainimarama nicht zu Berichten lokaler Medien, wonach der Armeechef bereits ein 13-köpfiges Übergangskabinett ernannt hat. Diese Information war zuvor von der Zeitung „Fiji Daily Post“ verbreitet worden. Zuletzt hatte der Armeechef der Regierung ein Ultimatum gestellt, das am Freitag abgelaufen war. Die Armeeführung hatte die Regierung von Premierminister Laisenia Qarase mit ihrem Ultimatum zum Rücktritt bewegen wollen. Der Premierminister befindet sich in seiner zweiten Amtszeit, nachdem er im Mai dieses Jahres wiedergewählt worden war. Noch am Wochenende hatte sich der Armeechef in einem Fernsehinterview zuversichtlich gezeigt, dass Laisenia Qaras seine Forderung spätestens bis zum heutigen Montag erfüllen werde. Premierminister Laisenia Qaras ließ heute verlauten, dass er noch im Amt sei, und gab die Einberufung einer außerordentlichen Kabinettssitzung bekannt, die morgen stattfinden soll. Auf der Sitzung soll über die Forderungen der Armeeführung beraten werden. Unterdessen kündigte die Armee laut „Netzeitung“ „Säuberungsaktionen“ an – für den Fall, dass die Regierung ihre Forderungen nicht erfülle. Die „Netzeitung“ berichtet, dass die Armee 1.000 Reservisten einberufen habe, womit sich die Zahl der Soldaten in Fidschi auf insgesamt 4.000 Personen erhöhe.

Lage der Fidschi-Inseln

In Fidschi gibt es bereits seit einigen Monaten einen Konflikt zwischen der Regierung und der Armee. Der Konflikt geht auf einen ethnisch motivierten Putsch im Jahr 2000 gegen den ersten indischstämmigen Premierminister zurück, an dessen Niederschlagung Frank Bainimarama beteiligt war. Der aktuelle Streit entzündete sich an einer Gesetzesvorlage der Regierung, mit der die Putschisten aus dem Jahr 2000 begnadigt werden sollen. Frank Bainimarama ist dagegen der Meinung, dass die Regierung noch nicht genug getan habe, um die Anführer des Putsches zur Verantwortung zu ziehen. Daneben wirft der Armeechef dem Premierminister Korruption vor. Die Arbeit an einem Amnestiegesetz hat die Regierung Medienberichten zufolge bereits ausgesetzt. Das Gesetz hätte auch vorgesehen, Land an ethnische Fidschianer zu verteilen. In Fidschi leben 51 Prozent Fidschianer, die ursprünglich melanesischer beziehungsweise polynesischer Abstammung sind, 44 Prozent der Bevölkerung des Südseestaates sind indischer Abstammung.

Australische und neuseeländische Regierungsvertreter äußerten sich besorgt über die Situation in Fidschi. Der australische Außenminister Alexander Downer sagte vor dem Parlament, es sei eindeutig, dass sich Fidschi am Rande eines Putsches befinde. In einem australischen Radiosender spekulierte Alexander Downer über eine mögliche Uneinigkeit innerhalb der Armeeführung hinsichtlich der Taktik gegen die Regierung. Demnach gäbe es in der Armee einige Widerstände gegen einen Putsch – es wäre der vierte Militärputsch seit 1987. Die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark richtete mahnende Worte an den Armeechef. Laut Helen Clark könnte Neuseeland als Reaktion auf einen Militärputsch Sanktionen gegen Fidschi verhängen, zum Beispiel ein Einreiseverbot für Frank Bainimarama, der Familienangehörige in Neuseeland hat. Die Nachbarstaaten fürchten negative Auswirkungen für die Wirtschaft, sollte es zu einem Militärputsch in Fidschi kommen. Australien hat aufgrund der politischen Krise in Fidschi Schiffe der Marine in die Region entsandt, um im Notfall australische Urlauber in Sicherheit bringen zu können.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 4, 2006

Putschvorbereitungen in Fidschi

Putschvorbereitungen in Fidschi – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Putschvorbereitungen in Fidschi

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 10:25, 4. Nov. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Suva (Fidschi), 04.11.2006 – Nachdem der oberste Militärführer des Landes, Voreqe (Frank) Bainirama, dem Ministerpräsidenten Fidschis, Qarase, ein Rücktrittsultimatum gestellt hatte, das fruchtlos verstrichen ist, hat Polizeichef Andrew Hughes ein Ermittlungsverfahren wegen Aufruhrs gegen Bainirama in Aussicht gestellt.

Bainirama befindet sich derzeit zu einem Besuch fidschianischer Armeeangehöriger im Irak. Nach Gerüchten über eine mögliche Festnahme nach Eintreffen auf der Landebahn teilte dessen Stellvertreter über die Sicherheitsvorkehrungen seines Chefs mit: „Er sagte, er ruft uns an, wenn er zurückkommt.“

Am 31. Oktober traf eine größere Waffenlieferung in Suva ein, die sich das Militär trotz einer anderslautenden Anweisung von Polizeichef Hughes aneignete.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.