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October 16, 2012

Al-Qaida ruft Muslime zu weiteren Protesten gegen Mohammed-Film auf

Al-Qaida ruft Muslime zu weiteren Protesten gegen Mohammed-Film auf

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Veröffentlicht: 22:45, 16. Okt. 2012 (CEST)
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Kairo (Ägypten), 16.10.2012 – Der in den Vereinigten Staaten gedrehte Mohammed-Film hatte weltweit Schlagzeilen gemacht und wurde sehr stark kritisiert. Die ganze muslimische Welt war in Aufruhr und es kam zu gewalttätigen Demonstrationen. Im Sudan wurde vor einem Monat die deutsche Botschaft von aufgebrachten Muslimen gestürmt. Nun rief der Chef der al-Qaida, Aiman az-Zawahiri, alle Muslime zu neuen Protesten auf.

Am vergangenen Freitag erklärte Zawahiri auf islamistischen Internetseiten, alle Muslime sollten sich vor den Botschaften der USA versammeln. Laut dem al-Qaida-Chef wurde der Film von den USA im Namen der Freiheit erlaubt, welche jedoch selbst diese Freiheit in Guantanamo, im Irak und in Afghanistan missachten. Dies soll beweisen, dass ein „zionistischer Kreuzzug“ gegen die Muslime von Seiten der USA geführt wird.

Die Regierung der USA bezeichnete den Film als verwerflich, ein Verbot des Films wurde aber aufgrund der in der Verfassung garantierten Meinungsfreiheit nicht erhoben.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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April 27, 2012

Sebastian Vettel gewann den Großen Preis von Bahrain

Sebastian Vettel gewann den Großen Preis von Bahrain

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Veröffentlicht: 21:15, 27. Apr. 2012 (CEST)
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Sebastian Vettel 2011 Sebastian Vettel in Yokohama Infiniti event.jpg

Manama (Bahrain), 27.04.2012 – Sebastian Vettel ist der Gewinner des Großen Preis von Bahrain 2012. Der Heppenheimer, der sich am Samstag die Pole Position sicherte, fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein. Für Vettel ist das der erste Sieg in diesem Jahr. Zweiter wurde Rückkehrer Kimi Räikkönen, der sich 2009 aus der Formel 1 zurück zog und erst seit diesem Jahr wieder in der Formel 1 mitfährt, im Lotus-Renault. Sein Teamkollege Romain Grosjean wurde Dritter. Nico Rosberg wurde Fünfter. Teamkollege Michael Schumacher, der nach einer verpatzten Qualifikation und wegen Getriebewechsels nur als 23. ins Rennen gehen konnte, arbeitete sich zunächst bis auf den elften Rang vor und wurde durch den Ausfall von Jenson Button in der 56. Runde noch Zehnter.

Am Start konnte sich Vettel vom Rest des Feldes gut absetzen. In den Runden 8-12 kamen dann die meisten Fahrer zum ersten Boxenstopp. Im Verlauf des Rennens blieben alle Positionen fast gleich. Nach dem zweiten Boxenstopp überholte Räikönnen erst seinen Teamkollegen Grosjean und näherte sich Vettel immer mehr. In Runde 30 kam dieser bis zu eine Sekunde an Vettel heran. Doch Vettel konnte sich wehren und blieb Erster. In der 40. Runde kamen beide gleichzeitig in die Box und Vettel konnte sich durch einen schnelleren Boxenstopp um 3,5 Sekunden von Räikönnen distanzieren. Diesen Rückstand konnte Räikkönen nicht mehr aufholen und Vettel konnte sich Platz 1 und 25 Punkte sichern.

Der Große Preis von Bahrain war höchst umstritten, da seit 2011 im Inselstaat Bahrain Unruhen herrschen. Die Formel-1-Saison 2011 sollte am 14. März 2011 in Bahrain eröffnet werden. Wegen den politischen Ausschreitungen zwischen der Regierung und der Bevölkerung wurde das Rennen am 21. Februar 2011 abgesagt. Es wurde später von der FIA vorgeschlagen, den Großen Preis am 30. Oktober 2011 stattfinden zu lassen. Schließlich wurde auch dieser Termin wegen verschiedener Kritiken abgesagt. Auch dieses Jahr war nicht sicher, ob der Große Preis stattfinden würde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Großer Preis von Bahrain 2012“.

Quellen[Bearbeiten]

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February 3, 2012

Krawalle in ägyptischem Fußballstadion: Viele Tote, hunderte Verletzte

Krawalle in ägyptischem Fußballstadion: Viele Tote, hunderte Verletzte

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Veröffentlicht: 09:06, 3. Feb. 2012 (CET)
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Port Said (Ägypten), 03.02.2012 – Mindestens 74 Tote und fast 250 Verletzte sind die Bilanz von Krawallen in einem Fußballstadion in der ägyptischen Hafenstadt Port Said. Fernsehbilder zeigen, wie Randalierer das Spielfeld stürmten und Jagd auf die Fußballspieler machten.

In der Online-Ausgabe der Zeitung „Al-Ahram“ sagte der Leiter eines Krankenhauses in Port Said, Hassan el-Isnawi, viele Opfer seien erdrückt worden. Nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums erlitten die Verletzten zumeist Stich- und Schnittwunden sowie Gehirnerschütterungen.

Die Krawalle begannen, nachdem das Spiel zwischen den Mannschaften Al-Ahly Kairo und der Heimmannschaft Al-Masry aus Port Said abgepfiffen worden war. Fans des siegreichen Vereins Al-Masry – das Spiel endete 3:1 – stürmten das Spielfeld. Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen wurden geworfen, Spieler dadurch verletzt. Spieler von Al-Ahly sagten örtlichen Medien, die Sicherheitskräfte hätten nichts zu ihrem Schutz getan. „Die Schuld hat einzig und allein die Polizei. Es waren Dutzende im Stadion, aber die sind plötzlich alle verschwunden oder haben gar nichts unternommen“, sagte der portugiesische Fußballtrainer Manuel José, der die Kairoer Spitzenmannschaft trainiert, telefonisch einem portugiesischen Fernsehsender. Er überlege, das Land zu verlassen, sagte José in dem Interview und verlangte eine Unterbrechung der ägyptischen Meisterschaft, da man unter diesen Bedingungen nicht spielen könne. Der Arzt der Mannschaft bezeichnet die Vorgänge in einer ägyptischen Zeitung als „Krieg und keinen Fußball“.

Kurz nach dem Bekanntwerden der schweren Ausschreitungen wurde das Spiel Ismaily SC und Zamalek SC in Kairo vorsorglich abgebrochen. Nach dem Abbruch brach ein Feuer in dem Stadion aus.

Am Donnerstag befasste sich das ägyptische Parlament in einer Sondersitzung mit den Ausschreitungen in Port Said. Am gleichen Tag wurden schwere Vorwürfe gegen den Militärrat laut. Der 30-jährige Mahmud al-Naggar, Mitglied der Koalition der Revolutionären Jugend in Port Said sagte: „Der Militärrat will zeigen, dass das Land in Chaos und Zerstörung stürzt“. Parlamentsabgeordneter Albadri Farghali: „Die Leute von Mubarak sind immer noch an der Macht“. Es gibt Vermutungen, dass die Gewalt von Vertretern der alten Regierung angestiftet wurde. Möglicherweise, um sich an den Ultras zu rächen, oder weil mit der Gewalt vom Mubarak-Prozess abgelenkt werden soll.

Links[Bearbeiten]

Video

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Ägypten

Quellen[Bearbeiten]

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November 5, 2011

Israelische Marine bringt zwei Schiffe auf

Israelische Marine bringt zwei Schiffe auf

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Veröffentlicht: 00:48, 5. Nov. 2011 (CET)
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Dieses von den israelischen Streitkräften veröffentlichte Bild zeigt Soldaten der IDF beim Entern des irischen Schiffes „Saoirse“

Haifa (Israel), 05.11.2011 – Zwei Schiffe wurden am Freitag (4. November) von der israelischen Marine in internationalen Gewässern aufgebracht. An Bord der beiden Wasserfahrzeuge befanden sich 27 Aktivisten aus neun Ländern, die die von Israel verhängte Seeblockade gegen den Gazastreifen durchbrechen wollten. Beide Schiffe hatten im Laufe der Woche türkische Häfen verlassen und Kurs auf die Küste des Gazastreifens genommen, bevor sie etwa 130 km vor ihrem Ziel abgefangen wurden. Die Aktivisten sollen nun in ihre Heimatländer abgeschoben werden.

Nach Ansicht der Aktivisten der „Freedom Waves to Gaza“ ist die israelische Seeblockade illegal und unmoralisch. „Es ist klar, dass 27 Zivilisten auf zwei kleinen Schiffen, die nur Medikamente geladen haben, keine Sicherheitsgefährdung für den israelischen Staat bedeuteten, und dass die Entschlossenheit, diese fernzuhalten nur eine Steigerung der Politik Israels der kollektiven Bestrafung ist, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, erklärt Huwaida Arraf, eine Sprecherin der Initiative. Israel hingegen hält die Seeblockade für notwendig, „um die Terrororganisation Hamas daran zu hindern, sich selbst mit Raketen und Waffen zu versorgen.“

Wie ein Sprecher der israelischen Streitkräfte der Presse mitteilte, habe man die beiden Schiffe mehrfach aufgefordert beizudrehen und Kurs auf Aschdod zu nehmen. Diesen Aufforderungen sei nicht Folge geleistet worden, weswegen man die beiden Wasserfahrzeuge, die unter irischer Flagge fahrende „Saoirse“ und das kanadische Schiff „Tahrir“, geentert habe. Es sei kein Widerstand geleistet worden.

Anfang Juni 2010 wurden beim Aufbringen einer Gaza-Flottille an Bord der „Mavi Marmara“ neun türkische Aktivisten getötet. Dieser Zwischenfall hatte zu internationalem Protest gegen das israelische Vorgehen und zu einer Eiszeit in den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei geführt.

In Gaza-Stadt forderte derweil Hamas-Chef Ismail Haniyya Aktivisten aus aller Welt auf, weiter Schiffe nach Gaza zu schicken. Nach seinen Worten ist „die Belagerung ungerecht und muss beendet werden“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Bericht basiert ganz oder teilweise auf Text der Voice of America
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Dieser Artikel enthält Textteile, die auf einer Übersetzung eines Artikel der Voice of America basieren. Texte und Bilder auf der Website der Voice of America sind als Werke der Bundesregierung der Vereinigten Staaten, sofern keine anderen Urheber angegeben sind, gemeinfrei.

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