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May 6, 2012

Fotoreportage: Science-Center „Agrarium“ eröffnet

Fotoreportage: Science-Center „Agrarium“ eröffnet

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Veröffentlicht: 13:50, 6. Mai 2012 (CEST)
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Rosengarten (Deutschland), 06.05.2012 – An der Hamburger Landesgrenze öffnet ein ganz besonderes Museum seine Pforten. Das „Agrarium“ ist das bislang einzige Museum in Deutschland, das sich mit Landwirtschaft und Ernährung in der heutigen Zeit beschäftigt. Heute öffnet das Museum seine Pforten für Besucher; gestern fand ein Festakt zur Eröffnung statt. Danach eröffnete der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister das Agrarium und circa 1500 geladene Gäste konnten das Museum bestaunen. Unser Reporter ChrGermany war dabei.

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Der Ansturm von geladenen Gästen und Fördervereinsmitgliedern war so groß, dass selbst die Parkplatzeinweiser ein kurzfristiges Verkehrschaos nicht verhindern konnten. Und auch vor der Eingangskontrolle bildete sich eine lange Schlange, im Inneren des Gebäudes herrschte dichtes Gedränge. Für die 1 500 erwarteten Gäste stand ein großes Festzelt bereit. Damit alle Anwesenden etwas sehen konnten, hingen an den Seitenwänden Monitore, die zeigten, was sich auf der Bühne abspielte. Die vorderen Stühle waren für die VIPs reserviert.

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Kurz vor Beginn der Veranstaltung wird der wohl prominenteste Gast begrüßt: David McAllister (CDU, 2. v. l.). Rechts neben ihm: MdL Heiner Schönecke und Frau Wiese (Gattin des Museumsdirektors).

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Um 18:32 begrüßt Heike Meyer, die Vorsitzende der Museumsstiftung, die Gäste. Sie betonte in ihrer Rede, dass für das Agrarium 10 Jahre geplant wurde.

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Die NDR-Moderatorin Heike Götz, bekannt aus ihrer Sendung „Landpartie“, führte durch den Abend. Sie berichtete zunächst über ihre Erfahrungen mit dem „Museum am Kiekeberg“, zu dem die neue Ausstellung gehört. In ihrer Rede lobte sie, dass die Ausstellung zeige, wie es wirklich ist. „Ich finde die Idee einfach ganz toll, … auch die Landwirtschaft von heute zu zeigen, denn genau das versuchen wir auch mit der Sendung ‚Landpartie‘ kein verklärtes Bild der Landwirtschaft zu zeigen, sondern so, wie sie wirklich ist. Und das ist in diesem Museum wunderbar gelungen.“

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Anschließend hielt David McAllister (CDU, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen) seine Rede. Er bezeichnete den bereits bestehenden Teil des Museums als „Hauptattraktion“ der niedersächsischen Kulturlandschaft. Er betonte, dass er gerne gekommen sei, um das Agrarium zu eröffnen. Er sei jedoch etwas skeptisch gewesen, als er in seinen Kalender sah. In ihm habe „Aquarium“ gestanden. Das Science-Center setze „neue Maßstäbe in der Museumsbranche“. McAllister unterstrich die Wichtigkeit eines Agrarmuseums in Niedersachsen, „denn Niedersachsen ist bekanntlich Agrarland Nummer 1 in Deutschland, da können die Bayern noch so sehr die Statistiken fälschen wollen.“ Zudem lobte er das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger – auch das Museum wird zum Großteil von Freiwilligen betrieben. McAllister hob auch die Wichtigkeit der EU hervor; ohne deren finanzielle Hilfe (immerhin 3,5 Millionen Euro) wäre die Ausstellung nicht möglich gewesen.

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Es folgte eine Diskussionsrunde mit (von links nach rechts) Joachim Bordt (Landrat des Landkreis Harburg), Heike Götz (Moderatorin), Dietmar Stadi (Bürgermeister a.D., verdeckt) und Heiner Schönecke (Geflügelproduzent, MdL). In ihr wurde über die große Anziehungskraft des Freilichtmuseums diskutiert, wobei Konsens darüber herrschte, dass es sich um ein „Leuchtturmprojekt“ handle.

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Der nächste Redner war der Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg, Prof. Dr. Rolf Wiese. Er erklärte den Gästen, wie das Agrarium entstand. Er erläuterte zudem die Wichtigkeit des Themas Ernährung: „Dieses Thema ist national … und teilweise auch international zu sehen.“ Wiese übernahm vor 25 Jahren das völlig heruntergekommene Museum und machte es zu dem, was es heute ist.

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Dem folgte eine Diskussion zwischen Jürgen Abraham (Abraham-Schinken, Vorsitzender der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie) und Professor Wiese. Abraham beschuldigte die Medien, vertreten durch die NDR-Journalistin Heike Götze, die Ernährungsindustrie dauernd zu diffamieren. Abraham sagte, man mache die Ernährungsindustrie oft sogar dafür verantwortlich, dass es dicke Menschen gäbe. Er sagte, vielmehr wäre das Problem, dass die Verbraucher es nicht genug schätzten, qualitativ hochwertige Nahrungsmittel in ausreichendem Maße zur Verfügung zu haben.

Danach wurde das Agrarium geöffnet.

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Vor dem Eingang bildete sich eine lange Schlange. Die Moderatorin nutzt die Wartezeit, um sich mit Gästen zu unterhalten.