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May 7, 2012

Bonn: Islamist sticht bei rechter Demonstration zwei Polizisten nieder

Bonn: Islamist sticht bei rechter Demonstration zwei Polizisten nieder

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Veröffentlicht: 06:39, 7. Mai 2012 (CEST)
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Der Prophet Mohammed; aus der Apokalypse des Mohammed, 1436, Herat. Das Werk befindet sich in der Sammlung der Bibliothèque Nationale in Paris.

Bonn (Deutschland), 07.05.2012 – Bei einer Demonstration der rechten Splitterpartei „pro NRW“ am Samstag in Bonn wurden bei Ausschreitungen mehrere Polizisten verletzt. Nachdem Anhänger der Rechts-Partei Mohammed-Karikaturen zeigten, gingen radikale Salafisten auf die Demonstranten los. Als Polizisten versuchten einzugreifen, wurden sie von den Salafisten angegriffen. Dabei wurden zwei Beamte von einem Islamisten mit mehreren Messerstichen schwer verletzt. Der Messerstecher konnte festgenommen werden, es handelt sich um einen 25-jährigen Mann. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen versuchten Mordes eingeleitet. Die beiden mit dem Messer verletzten Polizisten mussten operiert werden, sie sind nicht in Lebensgefahr.

Insgesamt 109 Gewalttäter konnten bei und nach den Ausschreitungen durch die Polizei festgenommen werden. Bei der Kundgebung hatten 30 Personen der Splitterpartei 500 bis 600 gewaltbereite Salafisten auf den Plan gerufen. Die Veranstaltung musste nach 45 Minuten beendet werden, die Rechtsextremisten waren massiven Übergriffen ausgesetzt. Die Polizeibeamten wurden bei dem Einsatz mit Steinen beworfen, auch mit Stöcken wurde auf sie eingeschlagen, insgesamt wurden dabei 29 Polizisten verletzt. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) sagte gegenüber der Deutschen Presseagentur: „Das waren keine spontanen Angriffe, denn die Salafisten hatten zuvor intensiv bundesweit für ihre Aktion mobilisiert“. „pro NRW“ machte er den Vorwurf, den Hass gegen vier Millionen Muslime, die im Land leben, zu schüren. Andererseits wies er darauf hin, dass das Vorzeigen der Karikaturen allein keinesfalls geeignet sei, solche Gewaltausbrüche zu rechtfertigen. Es handele sich um eine neue Dimension der Gewalt.

Jäger erklärte, dass es zukünftig untersagt sei, Mohammed-Karikaturen zu zeigen. Die Bürgerbewegung „pro Nordrhein-Westfalen“ („pro NRW“) hatte in den letzten Wochen immer wieder gezielt vor Moscheen demonstriert und dabei Mohammed-Karikaturen vorgezeigt. Für Moslems verstößt die bildliche Darstellung von Mohammed gegen ein religiös begründetes Verbot.

Dem Verfassungsschutz zufolge ist der Salafismus in Deutschland zu einem Sammelbecken für gewaltbereite Islamisten geworden. Das äußerte auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). In Deutschland gibt es rund 2500 Anhänger. Salafisten lehnen eine theologische Modernisierung des Islam ab. Durch bundesweite Aktionen, bei denen kostenlose Exemplare des Korans verteilt wurden, machten sie erst kürzlich auf sich aufmerksam. Sie stehen auch für die Diskriminierung von Frauen und deren Vollverschleierung.

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October 7, 2011

Oberhausen: Drei Polizeibeamte nach wilder Schießerei durch Messer verletzt

Oberhausen: Drei Polizeibeamte nach wilder Schießerei durch Messer verletzt

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Veröffentlicht: 19:59, 7. Okt. 2011 (CEST)
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Oberhausen (Deutschland), 07.10.2011 – Am Donnerstag um 01.15 Uhr kam es im Rotlichtviertel von Oberhausen zu einem Schusswechsel zwischen der Polizei und einem 30-jährigen unter Drogen stehenden Mann. Bei der Festnahme zückte dieser ein Messer und verletzte damit drei Polizeibeamte.

Wie sich später herausstellte, hatte der psychisch labile Mann mit einer Gaspistole, die von einer scharfen Waffe äußerlich nicht zu unterscheiden war, geschossen. Polizeibeamte eröffneten das Feuer auf ihn und gaben mindestens zehn Schüsse ab. Dabei wurde der Mann, der sich hinter einer Litfaßsäule verschanzt hatte, in die Beine getroffen. Als die Beamten auf den zusammengesackten 30-Jährigen zugingen, kam es wieder zum Schusswechsel, dabei wurde der Mann in den Unterleib getroffen.

Bei der Festnahme gelang es dem Täter ein Messer zu ziehen, einen 32-jährigen Beamten trifft er an der Schulter, sein 38-jähriger Kollege wird in der Magengegend getroffen, eine Polizistin wird leicht verletzt. Einer der Beamten liegt noch am Freitag im Krankenhaus. Die Mordkommission berichtete inzwischen, dass bei dem Angreifer zwei Gaspistolen und zwei Messer gefunden wurden. Der Mann ist kein Unbekannter bei der Polizei.

Der 30-jährige Täter wurde in ein künstliches Koma versetzt. Sein Zustand ist kritisch. Es wird spekuliert, er könnte die Situation bewusst herbeigeführt haben, um von der Polizei erschossen zu werden.

Das Risiko von Polizeibeamten in Ausübung der Arbeit verletzt zu werden ist gestiegen, das zeigen Erhebungen in verschiedenen Bundesländern.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet.

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