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June 8, 2014

Kosovaren wählen Parlament

Kosovaren wählen Parlament – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kosovaren wählen Parlament

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Veröffentlicht: 16:50, 8. Jun. 2014 (CEST)
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Priština (Kosovo), 08.06.2014 – Im Kosovo wählen heute die Stimmberechtigten des Landes die 120 Abgeordneten ihres Parlaments. Insgesamt treten 30 politische Subjekte zur Wahl an. Fast 28.000 nationale und internationale Wahlbeobachter sind zugegen. Bis 15:00 Uhr gingen 26,6 Prozent der Stimmberechtigten zur Urne. Erste vorläufige Ergebnisse werden um 21:00 Uhr erwartet. Bisher ist der Urnengang ruhig verlaufen.

Quellen[Bearbeiten]

  • Parlamentswahl im Kosovo 2014

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July 10, 2012

Kosovo: Die EU klagt Vize-Regierungschef Bukoshi wegen Korruption an

Kosovo: Die EU klagt Vize-Regierungschef Bukoshi wegen Korruption an

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Veröffentlicht: 14:08, 10. Jul. 2012 (CEST)
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Priština (Kosovo), 10.07.2012 – Bujar Bukoshi, Vize-Regierungschef des Kosovo, wurde von der Polizei- und Justizmission der Europäischen Union im Kosovo, EULEX, wegen Korruption angeklagt. Zehn weitere Regierungsbeamte wurden unter dem gleichen Tatvervorwurf angeklagt.

Am Freitag, den 06. Juli, sagte ein EULEX-Sprecher, dass die Anklagen im Zusammenhang mit einem Korruptionsskandal im Gesundheitsministerium des Kosovo stehen. Bukoshi war von 2007 bis 2010 der Leiter des Gesundheitsministeriums. Das Gesundheitsministerium in Priština wurde bereits im Januar von Ermittlern der EU und kosovarischen Polizeibeamten durchsucht. Dabei ging es um Vorwürfe, welche beinhalteten, dass Ministeriumsvertreter gegen Bestechungsgelder Verträge unterschrieben hätten, welche nachteilig für das Kosovo waren. Das Gesundheitsministerium ist unter anderem für den Kauf von Medikamenten zuständig, welche über das staatliche Gesundheitssystem verteilt werden, und verfügt daher über ein großes Budget.

Eins der größten Probleme im Kosovo ist die Korruption. Das Land verliert dadurch Schätzungen zufolge jährlich ca. zehn Millionen Euro. Sogar der oberste Korruptions-Ermittler des Kosovo selbst wurde im April aufgrund von Korruptionsverdacht festgenommen.

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Kosovo: Anklage wegen Organhandels (05.03.2011)

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June 28, 2012

Kosovo: 13 Schussverletzte

Kosovo: 13 Schussverletzte – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kosovo: 13 Schussverletzte

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Veröffentlicht: 21:28, 28. Jun. 2012 (CEST)
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Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien

Priština (Kosovo), 28.06.2012 – Heute wurden am nördlich von Priština liegenden Kosovo-Grenzübergang Merdare 13 Serben angeschossen. Serbischen Angaben zufolge sollen es sogar 20 Menschen gewesen sein.

Nach kosovarischen Angaben hatten die Serben versucht, den zuvor bereits geschlossenen Grenzübergang zu überqueren, um den Vidovdan zu feiern. Die Polizei des Kosovo wurde von den Serben provoziert und mit Steinen beschmissen, sie setzte Pfefferspray ein. Es sollen auch 32 Polizisten verletzt worden sein.

Zehn der verletzten serbischen Staatsbürger wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus der Stadt Prokuplje gebracht. Die restlichen Serben sollen des Landes verwiesen worden sein und wurden zurück nach Serbien überführt.

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May 13, 2012

Albanien: Parlament ermöglicht internationale Untersuchung in Sachen Organhandel

Albanien: Parlament ermöglicht internationale Untersuchung in Sachen Organhandel

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Veröffentlicht: 10:48, 13. Mai 2012 (CEST)
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Straße in der nordalbanischen Stadt Shkodra

Tirana (Albanien) / Priština (Kosovo), 13.05.2012 – Das albanische Parlament hat am Donnerstag einstimmig ein Gesetz verabschiedet, das internationalen Ermittlern die Untersuchungen im Land zum Vorwurf des illegalen Organhandels während des Kosovokrieges (1998-1999) erlaubt.

Der Europarat hatte 2008 den ehemaligen Schweizer Staatsanwalt Dick Marty mit der Erstellung eines Berichts beauftragt. Anlass hierfür war das Buch „Die Jagd – Ich und die Kriegsverbrecher“ von Carla del Ponte, der Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) für die Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (1999–2007) und für den Völkermord in Ruanda (1999–2003) in Den Haag. In dem Buch waren erste Vorwürfe wegen des Organhandels laut geworden, ohne dass diese mit Fakten hinterlegt waren. Sie schrieb von hunderten Entführungen von Serben im Kosovo, von Kosovaren, die als Verräter galten sowie von Roma denen Organe entnommen und verkauft wurden. Nach dem Bericht von Martys wurden die Opfer nach Albanien gebracht, wo die Entnahmen durchgeführt wurden. Auch enthält er Angaben zu geheimen Gefängnissen in Nordalbanien und hunderten Vermissten, dies soll in direkten Zusammenhang mit dem Organhandel stehen. Der kosovarische Ministerpräsident Hashim Thaçi soll Ende der 1990er Jahre Boss einer albanischen Mafia-Gruppe gewesen sein. Sie handelte mit Organen, Menschen und Waffen, auch Auftragsmorde sollen durch die Organisation begangen worden sein. Marty soll über seine Ermittlungen im Juni 2012 vor einem Gericht in Priština aussagen. Thaçi soll ein maßgeblicher Hintermann der Straftaten gewesen sein.

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April 2, 2012

Island: EU-Beitrittsverhandlungen machen Fortschritte

Island: EU-Beitrittsverhandlungen machen Fortschritte

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Veröffentlicht: 06:38, 2. Apr. 2012 (CEST)
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Flagge der EU

Flagge Islands

Brüssel (EU) / Reykjavík (Island), 02.04.2012 – Island ist am Freitag einem EU-Beitritt einen Schritt näher gekommen: Die EU und Island öffneten auf dem Erweiterungsgipfel vier Verhandlungspunkte. Es handelte sich um die Kapitel 28 Gesundheits- und Verbraucherschutz, 31 Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, 8 Wettbewerbsrecht und 15 Energie. Die beiden erstgenannten Kapitel wurden umgehend provisorisch geschlossen. Aktuell sind damit 15 der 33 Kapitel eröffnet und zehn provisorisch geschlossen. Die nächste Beitrittskonferenz ist für Juni 2012 geplant. Sie soll auf Ministerebene stattfinden.

Das Europäische Parlament fasste gestern auch Beschlüsse zu den anderen Beitrittskandidaten. So forderte es in einem Entschließungsantrag eine zügige Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Serbien. Eine Fortsetzung der serbischen Reformen sehen die Abgeordneten allerdings als Bedingung an. Die größten Hürden stellten die Diskriminierung von Minderheiten und die Kosovo-Frage dar.

Für das Kosovo forderte das Parlament einen „Fahrplan“ zu Visa-Erleichterungen und die rasche Umsetzung eines Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA), wie es für andere Balkanstaaten bereits existiert. Auch gegenüber dem Kosovo mahnten die Parlamentarier Reformen an.

Das Parlament begrüßte die für den Juni 2012 geplante Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Montenegro. Es wies jedoch auf Defizite bei der Gleichstellung von Frauen hin.

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February 10, 2012

Nach Anschlag auf US-Soldaten am Flughafen Frankfurt lautet das Urteil „Lebenslang“

Nach Anschlag auf US-Soldaten am Flughafen Frankfurt lautet das Urteil „Lebenslang“

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Veröffentlicht: 21:11, 10. Feb. 2012 (CET)
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Landgericht Frankfurt am Main

Frankfurt am Main (Deutschland), 10.02.2012 – Der jetzt 22 Jahre alte Arid U. hat den ersten islamistisch motivierten Mordanschlag in Deutschland begangen. Am 02.03.2011 hatte er am Flughafen in Frankfurt in einem Bus zwei amerikanische Soldaten erschossen und zwei weitere durch Schüsse schwer verletzt. Jetzt wurde er vom Landgericht Frankfurt zu lebenslanger Haft verurteilt.

Das Urteil lautet auf zweifachen Mord in Tateinheit mit drei versuchten Morden und zweifacher schwerer Körperverletzung. Nur einer Ladehemmung hatten weitere Soldaten ihr Leben zu verdanken. Der Staatsschutzsenat stellte im Urteil die besondere Schwere der Schuld fest. Somit kann der junge Kosovoalbaner nicht nach 15 Jahren entlassen werden. Nach der Haft dürfte er in sein Heimatland abgeschoben werden. Ohne mit der Mine zu zucken, nahm er den Urteilsspruch entgegen.

Die Bundesanwaltschaft argumentierte vor Gericht: „Arid U. hat möglichst viele amerikanische Soldaten, die auf dem Weg nach Afghanistan waren, töten wollen und nur durch die Ladehemmung seiner Waffe ist er davon abgehalten worden. Er hat seinen persönlichen Beitrag zum Dschihad in Afghanistan leisten wollen“. Die Anwendung von Jugendstrafrecht kam nicht mehr in Frage, da er kurz vor der Tat 21 Jahre alt geworden war. Im Alter von 18 bis 20 Jahren hätte er als Heranwachsender gegolten und je nach seiner geistigen Entwicklung hätte das für ihn günstigere Jugendstrafrecht angewendet werden können; dies hätte eine Höchststrafe von zehn Jahren für Mord vorgesehen.

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April 8, 2011

Kosovo: Polizeichefin zur Übergangspräsidentin gewählt

Kosovo: Polizeichefin zur Übergangspräsidentin gewählt

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Veröffentlicht: 23:31, 8. Apr. 2011 (CEST)
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Wappen des Kosovo

Priština (Kosovo), 08.04.2011 – Am Donnerstagabend, dem 7. April, erhielt Atifete Jahjaga im Parlament des Kosovo die erforderliche Zweidrittelmehrheit zur Wahl der Präsidentin. Die Stimmen konnte sie bereits im ersten Wahlgang auf sich vereinen. Sie ist Interimspräsidentin und soll das Amt für sechs, maximal neun Monate ausüben.

Die neue Präsidentin ist politisch gesehen eine „Unbekannte“. So fragt auch die albanische Tageszeitung Koha Ditore: „Wer ist diese Frau?“ Sie war bis zur Wahl stellvertretende Polizeichefin im Kosovo. Seit 1999 war sie von internationalen Organisationen unterstützt und aufgebaut worden. In Pristina studierte sie Rechtswissenschaften und bildete sich danach an der Universität von Manchester in England fort. 36 Jahre ist sie alt und war wohl selbst überrascht, als sie vom US-Diplomaten Christopher Dell gefragt wurde, ob sie für die Präsidentschaft kandidieren wolle.

Das oberste Gericht im Kosovo hatte die vorausgegangen Präsidentschaftswahlen vor wenigen Tagen für ungültig erklärt. Weil die Opposition das Parlament verlassen hatte, wurde festgestellt, dass die erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht zustande gekommen war. Behgjet Pacolli von der Partei Allianz Neues Kosovo (AKR) hatte nach einer Wahl Ende Februar 2011 das Amt des Präsidenten bekleidet. Pacolli ist eine höchst umstrittene Persönlichkeit, der Kontakte zum organisierten Verbrechen nachgesagt werden.

Ausschlaggebend für die Wahl von Jahjag war, dass sie noch nie ein politisches Amt inne hatte und ihr keine Nähe zu einer der im Streit liegenden Parteien nachgesagt wurde. Nur so war es möglich, sich unter Vermittlung auf eine Kandidatin zu einigen.

Vertreter der Parteien Demokratische Partei des Kosovo (PDK), Demokratische Liga des Kosovo (LDK) und der Allianz Neues Kosovo einigten sich darauf, innerhalb von acht bis zwölf Monaten das Wahlrecht zu ändern und nach spätestens achtzehn Monaten Neuwahlen durchzuführen.

Als Gewinner der Ereignisse gilt Hashim Thaçi von der PDK. Bei Neuwahlen kann er sich Chancen auf das Amt der Präsidenten ausrechnen, da die AKR nicht mehr darauf besteht, eine Koalition nur einzugehen, wenn Pacolli für das Präsidentenamt antreten kann. Nach jüngsten Vorwürfen soll Thaçi in den Kriegswirren in organisierten Organhandel verwickelt gewesen sein.

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March 5, 2011

Kosovo: Anklage wegen Organhandels

Kosovo: Anklage wegen Organhandels – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kosovo: Anklage wegen Organhandels

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Veröffentlicht: 19:16, 5. Mär. 2011 (CET)
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Körperorgane

Priština (Kosovo), 05.03.2011 – Nach einer Information der Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo (EULEX Kosovo) wurde die Anklage gegen Lufti Dervishi (Prister und Urologe), Ilir Rrecaj (früherer Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde), Driton Jilta und Sokol Hajdini (beide Doktoren der Medizin) von einem EU-Richter bestätigt. Es geht um Organhandel und Amtsmissbrauch. Begangen wurden die Taten nach dem Kosovokrieg 1998 bis 1999.

Die frühere UNO-Chefanklägerin Carla Del Ponte hatte erste Fakten in ihrem Buch „Die Jagd – ich und die Kriegsverbrecher“ genannt. Gegenüber der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) sagte sie, der Zugang zu Beweismaterial sei ihr damals verwehrt gewesen. Die Interessen waren andere, die NATO kooperierte zu dieser Zeit mit der Ushtria Çlirimtare e Kosovë (UÇK).

Dick Marty, Abgeordneter des Europarats und Mitglied der OSZE-Kommission für Menschenrechte, hatte mit seinem Bericht[1] im Dezember 2010 für Aufregung gesorgt. Der heutige kosovarische Premierminister Hashim Thaci soll in den Organhandel verstrickt gewesen sein. Kosovaren, die als Verräter galten, Roma und Serben sollen damals Organe gegen ihren Willen entnommen worden sein, bevor sie verschwanden. Carla Del Ponte schreibt von 300 Opfern. Die EULEX-Sprecherin Kristina Herodes erwartet von Marty Beweise, um umfassende Ermittlungen aufnehmen zu können.

Dick Marty und Carla Del Ponte sind sich einig, dass zur Durchführung der Ermittlungen und des erforderlichen Zeugenschutzes eine unabhängige internationale Institution geschaffen werden müsse. Der Pressesprecher der EULEX-Mission, Blerim Krasniqi, vertritt einen gegenteiligen Standpunkt: „Diese Einheit ist handlungsfähig. Falls es erforderlich ist, die Zahl der Polizisten zu erhöhen, kann die Einheit den Gegebenheiten und Anforderungen angepasst werden“, sagte er.

Im April 2010 sollte vom kosovarischen Parlament ein Zeugenschutzgesetz verabschiedet werden. Wegen zu erwartender hoher Kosten kam es nicht dazu. Ohne einen ausreichenden Zeugenschutz sind keine wahrheitsgemäßen Aussagen zu erwarten, so Feride Rushiti vom Zentrum für die Rehabilitation von Folteropfern. Dies bestätigte Enver Peci, Vorsitzender des unabhängigen Justizkontrollorgans im Kosovo.

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Einzelnachweise

  1. Inhuman treatment of people and illicit trafficking in organs in Kosovo (provisional version) in: Europarat: Entschließungsentwurf und erläuterndes Memorandum von Dick Marty, (englisch, PDF) vom 12. Dezember 2010, abgerufen am 05. März 2011; Anhang zum Bericht: Karte

Quellen

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March 3, 2011

Schüsse auf US-Soldaten – Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen

Schüsse auf US-Soldaten – Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen

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Veröffentlicht: 19:33, 3. Mär. 2011 (CET)
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US-Soldaten gehen an Bord einer Lockheed C-141C Starlifter auf der Air Force Base Ramstein

Frankfurt am Main (Deutschland), 03.03.2011 – Der 21-jährige Kosovare Arid U. wurde gestern im Terminal 2 des Frankfurter Flughafens von Beamten der Bundespolizei festgenommen. Mit einer Pistole hatte er auf US-Soldaten geschossen die sich in einem Bus im öffentlichen Bereich des Frankfurter Flughafens befanden. Zwei Soldaten wurden getötet, zwei weitere verletzt, einer davon lebensgefährlich.

Am Mittwoch Abend hatte der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) und die Frankfurter Polizei zunächst noch erklärt, es gäbe keine Anhaltspunkte für einen Anschlag. Der amerikanische Kongressabgeordnete Patrick Meehan in Washington dagegen erklärte, es sehe nach einem Terroranschlag aus. Staatsanwaltschaft und Polizei in Frankfurt gaben am Donnerstag bekannt, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen hat.

Nach Auskunft der Generalbundesanwaltschaft besteht der Verdacht, dass es sich bei dem Attentat um eine islamistisch motivierte Tat handelt, die Tatumstände sprächen dafür. Die erste Meldung, dass es in dem Bus zu einem Streit gekommen sei, bestätigte sich nicht. Aus Sicherheitskreisen wird berichtet, dass die Tat gut vorbereitet war, dem Täter müssen die Abläufe am Flughafen gut bekannt gewesen sein. Die Vermutung, dass der Kosovare am Flughafen gearbeitet hat, wurde von der Polizei nicht bestätigt.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AP gab der Innenminister Kosovos an, Bajram Rexhepi, dass der Schütze Arif U. aus Mitrovica stammt und Staatsbürger des Kosovo ist.

Die angegriffenen Soldaten sind am Stützpunk Lakenheath in Großbritannien stationiert. Mit dem Bus sollten sie ins rheinland-pfälzische Ramstein gebracht werden. Die US-Airbase in Ramstein teilte mit, dass sie für die Unterstützung von Einsätzen in Übersee geplant waren.

Arif U. lebt seit vielen Jahren in Frankfurt am Main. Er soll Kontakte zu Islamisten haben. In einem Internetforum wird er als „Dschihadist“ bezeichnet. Auf seiner Facebookseite bezeichnet er sich selbst als Islamist.

US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel versicherten, dass alles zur Aufklärung der Tat unternommen wird. Die Bundeskanzlerin sprach von einem „furchtbaren Ereignis“. Die Polizeipräsenz am Flughafen Frankfurt wurde verstärkt.

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Quellen

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March 2, 2011

Schüsse am Frankfurter Flughafen

Schüsse am Frankfurter Flughafen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schüsse am Frankfurter Flughafen

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Veröffentlicht: 20:47, 2. Mär. 2011 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 02.03.2011 – Am Mittwoch, dem 2. März 2011 um 15.20 Uhr, hörte man Schüsse auf der Busspur am Terminal 2. In einem US-amerikanischen Militärbus hatte ein 21-jähriger Kosovare geschossen und dabei einen Soldaten und den Busfahrer getötet. Mindestens zwei weitere Personen wurden verletzt. Nach der Tat flüchtete er ins Terminal, wo er von Beamten der Bundespolizei überwältigt wurde. Der Tatverdächtige, der ein Messer mitführte, schweigt über seine Motive. Die Spurensicherung untersuchte den Bus. Auch bei den Verletzten soll es sich um US-Soldaten handeln. Mit den Bussen werden Militärangehörige nach der Rückkehr aus den Vereinigten Staaten üblicherweise zurück an ihre Standorte gebracht.

Die Polizei teilte mit, dass es zuvor in dem Bus zu einem Streit gekommen war. Es deute nichts darauf hin, dass es sich um einen Terroranschlag handelt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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