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May 19, 2012

Reggio Calabria: Justiz beschlagnahmt Vermögen im Wert von 330 Millionen Euro von einstigem Glückspielkönig

Reggio Calabria: Justiz beschlagnahmt Vermögen im Wert von 330 Millionen Euro von einstigem Glückspielkönig

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Veröffentlicht: 14:02, 19. Mai 2012 (CEST)
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Geldspielautomat

Reggio Calabria (Italien), 19.05.2012 – Der 72-jährige Gioacchino Campolo wurde im Januar 2011 wegen seinen Verbindungen zur ’Ndrangheta zu 18 Jahren Haft verurteilt. Jahrelang hatte er den Glücksspielmarkt in Reggio Calabria kontrolliert. Jetzt hat die Justiz auf sein angehäuftes Vermögen zugegriffen und ihn um 330 Millionen Euro ärmer gemacht.

Aus Polizeikreisen wurden berichtet, man habe vier der Unternehmen von Campolo beschlagnahmt. In Rom, Mailand und Paris wurden 250 Wohnungen, Geschäfte, Luxusautos, 27 Bankkonten und über 100 Bilder, darunter von den bekannten Malern Salvador Dalí und Giorgio de Chirico, konfisziert. Die Wertgegenstände waren schon Juli 2010 vorläufig beschlagnahmt worden.

Die ’Ndrangheta hatte dem „Pokerkönig“ geholfen ein Monopol aufzubauen. Mitbewerber wurden aus dem Markt gedrängt. Geschäftsleute wurden gezwungen die Geldspielautomaten der Firmen von Campolo aufzustellen. Seine Gewinnmargen erhöhte er durch gezielte Eingriffe in die Automaten.

Die ’Ndrangheta ist eine der Mafiaorganisationen Italiens und hat ihren Ursprung in Kalabrien, zwischenzeitlich agiert sie weltweit und verdient Milliarden mit dem Handel von Drogen. Daneben gibt es weitere Organisationen der Mafia in Italien, die Camorra in Neapel, die Cosa Nostra, die Stidda auf Sizilien und die Sacra Corona Unita in Apulien.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Organisierte Kriminalität

Quellen[Bearbeiten]

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December 26, 2011

Anonymous hackt sich bei US-Sicherheitsunternehmen ein und bucht 1 Million Dollar für gemeinnützige Zwecke ab

Anonymous hackt sich bei US-Sicherheitsunternehmen ein und bucht 1 Million Dollar für gemeinnützige Zwecke ab

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Veröffentlicht: 13:01, 26. Dez. 2011 (CET)
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Expectus.jpg

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 26.12.2011 – Anonymous suchte das US-Institut Stratfor an Weihnachten heim. Nach Angaben der Hacker wurden Zugangsdaten für 90.000 Kreditkarten entwendet. Über Twitter wurde ein Internet-Link veröffentlicht, über den man Einsicht in die sonst geheimgehaltenen Kundendaten von Stratfor nehmen konnte.

Anonymous hat mit den Kreditkartendaten 1 Million Dollar an wohltätige Organisationen überwiesen. Unfreiwillig wurden Stratfor-Kunden so zu Spendern. Kunden von Stratfor sollen sein: das US-Verteidigungsministerium, die US-Armee, die US-Luftwaffe und Technologiekonzerne wie Apple und Microsoft. Zum Beispiel gab es eine Spende von 180 Dollar vom Heimatschutz-Ministerium an das Rote Kreuz in den USA.

Homepage des US-Instituts Stratfor nach dem Hackerangriff

4.000 Kreditkartennummern sollen von Angestellten der betroffenen Kunden von Stratfor stammen. Über die YouTube-Seite sind Berichte des Instituts noch abrufbar; die offizielle Homepage arbeitet nicht mehr.

Strategic Forecasting, Inc – bekannt als STRATFOR – ist ein 1996 gegründetes, privatwirtschaftlich betriebenes Unternehmen, das Analysen, Berichte und Zukunftsprojektionen zur Geopolitik anbietet. Meist sind die außenpolitischen Spielräume der Vereinigten Staaten im Fokus der Untersuchungen. Für Projektionen und Szenarien werden aber auch die internationalen Ausgangslagen und Interessen berücksichtigt und analysiert. Das US-Magazin Barrons bezeichnete Stratfor aufgrund seiner nachrichtendienstlichen Eigenschaften 2010 als „Schatten-CIA“.

Anonymous bekundete, dass die Daten leicht zugänglich gewesen seien und nicht verschlüsselt waren. „Gar nicht mehr so privat und sicher?“ schrieben die Hacker und kündigten weitere Aktionen an. Unternehmenschef George Friedman teilte mit, dass man mit den zuständigen Behörden zusammenarbeitet, um die Verantwortlichen zu überführen.

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