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June 12, 2012

Japan: 64-jähriger Boss einer Yakuza-Bande kommt gegen 15 Millionen Euro Kaution frei

Japan: 64-jähriger Boss einer Yakuza-Bande kommt gegen 15 Millionen Euro Kaution frei

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Veröffentlicht: 20:07, 12. Jun. 2012 (CEST)
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Yenschein

Kyōto (Japan), 12.06.2012 – Der 64-jährige Kiyoshi Takayama ist die Nummer Zwei der Yamaguchi-gumi, einem berüchtigten Zweig der Yakuza mit 20.000 Mitgliedern. Gegen Zahlung von umgerechnet 15 Millionen Euro kam er jetzt aus der Untersuchungshaft frei.

Die Haft war gegen ihn angeordnet worden, weil er einen Bauunternehmer bei einer Erpressung um 40 Millionen Yen (umgerechnet etwa 400.000 Euro) erleichtert haben soll. Jetzt befindet er sich in einem Krankenhaus in Behandlung, sein Gesundheitszustand soll schlecht sein. Die Yakuza-Banden stehen seit kurzer Zeit im Fadenkreuz der Ermittlungsbehörden Japans, lange konnten sie sich darauf verlassen, dass die Polizei nicht genau hinschaute, wenn sie ihr Geld mit Drogengeschäften, Glücksspiel und Prostitution erwirtschafteten. Ihre Hauptquartiere findet man noch jetzt im Telefonbuch.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Organisierte Kriminalität
  • Japans Polizei meldet Erfolg gegen die Yakuza (17.03.2012)

Quellen[Bearbeiten]

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May 19, 2012

Reggio Calabria: Justiz beschlagnahmt Vermögen im Wert von 330 Millionen Euro von einstigem Glückspielkönig

Reggio Calabria: Justiz beschlagnahmt Vermögen im Wert von 330 Millionen Euro von einstigem Glückspielkönig

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Veröffentlicht: 14:02, 19. Mai 2012 (CEST)
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Geldspielautomat

Reggio Calabria (Italien), 19.05.2012 – Der 72-jährige Gioacchino Campolo wurde im Januar 2011 wegen seinen Verbindungen zur ’Ndrangheta zu 18 Jahren Haft verurteilt. Jahrelang hatte er den Glücksspielmarkt in Reggio Calabria kontrolliert. Jetzt hat die Justiz auf sein angehäuftes Vermögen zugegriffen und ihn um 330 Millionen Euro ärmer gemacht.

Aus Polizeikreisen wurden berichtet, man habe vier der Unternehmen von Campolo beschlagnahmt. In Rom, Mailand und Paris wurden 250 Wohnungen, Geschäfte, Luxusautos, 27 Bankkonten und über 100 Bilder, darunter von den bekannten Malern Salvador Dalí und Giorgio de Chirico, konfisziert. Die Wertgegenstände waren schon Juli 2010 vorläufig beschlagnahmt worden.

Die ’Ndrangheta hatte dem „Pokerkönig“ geholfen ein Monopol aufzubauen. Mitbewerber wurden aus dem Markt gedrängt. Geschäftsleute wurden gezwungen die Geldspielautomaten der Firmen von Campolo aufzustellen. Seine Gewinnmargen erhöhte er durch gezielte Eingriffe in die Automaten.

Die ’Ndrangheta ist eine der Mafiaorganisationen Italiens und hat ihren Ursprung in Kalabrien, zwischenzeitlich agiert sie weltweit und verdient Milliarden mit dem Handel von Drogen. Daneben gibt es weitere Organisationen der Mafia in Italien, die Camorra in Neapel, die Cosa Nostra, die Stidda auf Sizilien und die Sacra Corona Unita in Apulien.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Organisierte Kriminalität

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March 17, 2012

Japans Polizei meldet Erfolg gegen die Yakuza

Japans Polizei meldet Erfolg gegen die Yakuza

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Veröffentlicht: 05:10, 17. Mär. 2012 (CET)
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Verbot für Träger von Tätowierungen in einem Badehaus. Tätowierungen sind typische Kennzeichen für Mitglieder der Yakuza

Tokio (Japan), 17.03.2012 – Die nationale Polizeibehörde Japans teilte am Donnerstag mit, dass die Zahl der Yakuza Mitglieder um mehr als zehn Prozent gesunken ist. Das bedeute einen Rückgang innerhalb von zwölf Monaten um 8.000 Personen, die der Jahrhunderte alten kriminellen Organisation Japans zugerechnet werden. Die verbleibende Zahl von 70.000 ist die niedrigste seit Einführung der Kriminalstatistik 1958 in Japan.

Damit haben sich die Zeiten für das Verbrechersyndikat, das von offizieller Seite Bōryokudan (dt. „gewalttätige Gruppe“) genannt wird geändert. Früher war es nicht unüblich, einfach wegzusehen. Seit einiger Zeit gehen die lokale Regierungen verstärkt gegen die Verbrecherorganisationen vor. Firmen distanzieren sich und machen keine Geschäfte mehr mit Unternehmen, denen eine Nähe zur japanischen Mafia nachgesagt wird. Somit wird das Geld knapp in den Kassen der Yakuza. Dies habe viele Mitglieder veranlasst, aus Geldnot die Organisation zu verlassen, so ein Ermittler gegenüber der Nachrichtenagentur Jiji Tsūshinsha. Seit 1992 sank die Zahl der Yakuza-Mitglieder um 20.000, in diesem Jahr wurden schärfere Gesetze zur Bekämpfung der Kriminalität erlassen.

Früher hatte sich das Syndikat hauptsächlich mit Glücksspiel und Prostitution beschäftigt, später kamen Erpressung und Bestechung hinzu. Damit nahmen die Akzeptanz, das Stillhalten von Behörden und Bevölkerung ab.

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  • Portal:Organisierte Kriminalität

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