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February 17, 2012

Bulgarien: Gesetz zur Konfiszierung von Mafiaeigentum verabschiedet

Bulgarien: Gesetz zur Konfiszierung von Mafiaeigentum verabschiedet

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Veröffentlicht: 06:12, 17. Feb. 2012 (CET)
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Sofia (Bulgarien), 17.02.2012 – In erster Lesung stimmten die Parlamentarier des bulgarischen Parlaments für ein Gesetz, das es erleichtert, das Vermögen, welches von kriminellen Banden die der Organisierten Kriminalität angehäuft wurde, abzuschöpfen.

Todor Kolarow, dessen Behörde für die Konfiszierung des Vermögens zuständig ist, sagte, dass im Jahr 2011 fünf Millionen Euro der Mafia beschlagnahmt wurden. Bei der Abstimmung waren 121 Parlamentarier für das Gesetz, 70 dagegen, bei 10 Enthaltungen. Die ablehnenden Stimmen kamen aus der Opposition; diese befürchtet den Missbrauch der Befugnis, die zur Unterdrückung der politischen Gegner genutzt werden kann. Die EU fordert seit Jahren eine bessere Bekämpfung das Organisierten Verbrechens und der Korruption in Bulgarien.

Ein Beamter der Nationalpolizei: „Hier weiß man wer die Kriminellen sind, man geht nur nicht gegen sie vor.“

Parlamentsgebäude in Sofia

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Bulgarien
  • Portal:Organisierte Kriminalität

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Originäre Berichterstattung
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February 3, 2012

Sofia: Scharfschütze feuert auf Mafia-Boss

Sofia: Scharfschütze feuert auf Mafia-Boss

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Veröffentlicht: 18:56, 3. Feb. 2013 (CET)
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Gerichtsgebäude in Sofia

Sofia (Bulgarien), 03.02.2012 – Der 44-jährige Zlatomir Ivanov ist eine Größe, wenn es um den Drogenhandel in Bulgarien geht. Als er in Begleitung seiner Bodyguards das Gerichtsgebäude in Sofia betreten wollte, wurde er von einem Scharfschützen angeschossen. Er wurde in Beine, Arme und Bauch getroffen, auch seine Beschützer wurden verletzt. Der Attentäter entkam.

Ivanov, der mit Spitznamen „Das Barett“ genannt wird, wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Prozess, bei dem ihm bis zu acht Jahren Haft drohen, wurde vertagt. Unmittelbar nach den Schüssen zeigte er noch in die Richtung, aus der die Schüsse gekommen waren.

Der 44-Jährige ist einer der Bosse der organisierten Kriminalität in Bulgarien. Korruption und gut organisierte Banden stellen seit Jahren ein Problem in Bulgarien dar. Sotir Zazarow, der kürzlich seinen Amtseid als Generalstaatsanwalt ablegte, kündigte Anfang Januar ein härteres Vorgehen gegen die Organisierte Kriminalität an.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Organisierte Kriminalität

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November 4, 2011

Sofia: Drogen im Wert von 22 Millionen Euro landen im Ofen

Sofia: Drogen im Wert von 22 Millionen Euro landen im Ofen

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Veröffentlicht: 20:41, 4. Nov. 2011 (CET)
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Sofia (Bulgarien), 04.11.2011 – Marihuana, Heroin und Ecstasy-Tabletten mit einem Gesamtgewicht von 526 Kilogramm wurden vom bulgarischen Zoll verbrannt. Die Drogen wurden bei Schmugglern sichergestellt und haben einen Schwarzmarktpreis von mehr als 22 Millionen Euro.

Erst vor wenigen Tagen waren 75 Kilogramm Heroin verteilt auf zwei Fahrzeuge aufgefunden worden. Elf Mitglieder des für den Transport verantwortlichen Drogenrings gingen der bulgarischen Polizei dabei ins Netz. Das Rauschgift war von der Türkei aus auf dem Weg nach Westeuropa.

Bulgarien liegt auf der Balkanroute über die regelmäßig große Mengen Drogen nach Westeuropa kommen. Seit dem Jahr 2007 wurden in Bulgarien 28 Tonnen sichergestelltes Rauschgift verbrannt. Seit diesem Jahr ist Bulgarien in der Europäischen Union.

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  • Portal:Bulgarien

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September 28, 2011

Bulgarien: Berüchtigter Roma-Boss festgenommen – Proteste gegen die Minderheit überschatten Wahlkampf

Bulgarien: Berüchtigter Roma-Boss festgenommen – Proteste gegen die Minderheit überschatten Wahlkampf

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Veröffentlicht: 20:51, 28. Sep. 2011 (CEST)
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Sofia (Bulgarien), 28.09.2011 – Am vergangenen Freitag wurde im bulgarischen Dorf Katunits ein 19-Jähriger von einem Kleinbus überfahren. Der Fahrer ist aus dem Umfeld von „Zar Kiro“ und soll vorsätzlich gehandelt haben. Die Straftat löste Proteste der Nationalisten gegen die Großfamilie aus, die sich ausweiteten und sich schließlich gegen alle Roma richteten. Der als Roma-König bekannte Kiril Raschkow soll die Angehörigen des getöteten 19-jährigen Slawen mit dem Tod bedroht haben, was zu seiner Festnahme führte. Die Proteste überschatten den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl am 23. Oktober 2011.

Kiril Raschkow, der unter dem Namen „Zar Kiro“ bekannt ist, lebt im Dorf Katuniza in Südbulgarien. Nach Berichten der bulgarischen Presse ist er der Anführer einer Gruppierung, die der Organisierten Kriminalität zugerechnet wird. Noch in der Zeit des Kommunismus soll er durch den illegalen Handel mit Devisen und Gold reich geworden sein. Später verkaufte er gepanschten Alkohol und verdiente Geld mit Taschendiebstahl und Prostitution. Durch seine erkauften Verbindungen war er nahezu unantastbar geworden. Beträchtliche Reichtümer soll er angesammelt haben. Angst und Schrecken soll er unter denjenigen verbreitet haben, die sich seinen Zielen in den Weg stellten.

Nach dem möglicherweise vorsätzlich begangenen Tötungsdelikt mit dem Kleinbus richteten sich die Proteste zunächst gegen den Clan von Raschkow. Schnell wurde die Minderheit allgemein durch Nationalisten an den Pranger gestellt. Teilweise kam es zu Gewalttätigkeiten. Über 140 Personen wurden von der Polizei festgenommen. Bei einer Schlägerei starb ein 16-jähriger nach einem Herzversagen. Immobilien von Raschkow wurden angezündet.

Nachdem Kiril Raschkow die Familie des Slawen mit dem Tod bedroht haben soll, wurde er festgenommen, andere Quellen berichten, dass er an einen sicheren Ort in Sofia verbracht wurde. Ein Hauptkommissar nach der Festnahme: „Raschkow ist dort, wo er seit langem hätte sein sollen. Der Clan-Chef und seine Familie haben 20 Jahre lang straffrei das gemacht, was sie wollten“.

Staatspräsident Georgi Parwanow ist besorgt. Der Konflikt in Katuniza sei nicht ethnisch, sondern persönlich motiviert. Keinesfalls dürfe das Thema den Wahlkampf dominieren. Die nationalistische Ataka-Partei hat trotz der Mahnung das Thema aufgegriffen und fordert harte Maßnahmen gegen die Kriminalität der Minderheit. So befürwortet sie die Wiedereinführung der Todesstrafe.

Unter den Roma in Bulgarien gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit. Dies hängt auch mit fehlenden Bildungschancen zusammen. Nach einem Plan der Europäischen Union (EU) vom Sommer 2011 müssen alle 27 EU-Staaten Konzepte zur Förderung der Minderheit vorlegen. Ziel ist es mittelfristig die Situation der Roma wesentlich zu verbessern. Nach einem EU-Dokument leben sie in Armut, leiden unter sozialer Ausgrenzung und werden diskriminiert. Eine Chance auf hochwertige Ausbildung und damit einen guten Arbeitsplatz haben sie nicht. Selbst ihre Lebenserwartung ist geringer.

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July 17, 2008

Männer entführen Frau bei Lösegeldübergabe

Männer entführen Frau bei Lösegeldübergabe

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Veröffentlicht: 17:53, 17. Jul. 2008 (CEST)
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Sofia (Bulgarien), 17.07.2008 – Nachdem im Mai der Chef des bulgarischen Erstliga-Fußballklubs Litex Lowetsch entführt worden war, haben seine Kidnapper bei der Lösegeldübergabe auch dessen Frau in ihre Gewalt gebracht. Kurz darauf ließen sie ihren Ehemann frei. Das Schicksal der Frau ist ungewiss.

Bereits am Freitag, den 11. Juli 2008 war der bulgarische Fußballpräsident Angel Bontschew in einem Vorort der Hauptstadt Sofia in einem äußerst schlechten psychischen Zustand gefunden worden. Zuvor war er am 22. Mai 2008 entführt worden. Seine Entführer hatten ihm zuvor zwei Finger abgeschnitten. Für die Freilassung ihres Ehemannes hatte Bontschews Frau den Entführern 200.000 Euro als Teilbetrag der geforderten 1,5 Millionen Euro ausgehändigt. Aber bei der Übergabe wurde sie selbst gekidnappt. Für ihre Freilassung fordern die Täter jetzt eine Millionen Euro.

Bulgarische Medien berichteten, dass in Bulgarien in den vergangenen 18 Monaten sieben Prominente entführt worden seien. Bojko Borissow von der Oppositionspartei „GERB“ sprach in diesem Zusammenhang vom „Zusammenbruch des Innenministeriums“.

Quellen

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