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June 13, 2007

Eichenprozessionsspinner-Alarm in Deutschland

Eichenprozessionsspinner-Alarm in Deutschland

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Veröffentlicht: 21:18, 13. Jun. 2007 (CEST)
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Braunschweig (Deutschland), 13.06.2007 – Die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft mit Sitz in Braunschweig warnt vor den erneut übermäßig auftretenden Raupen der Eichen-Prozessionsspinner. Vorsorglich mussten einige Freibäder, Parkanlagen und Spielplätze für den Publikumsverkehr gesperrt werden. Man müsse in naher Zukunft mit weiteren Ausbrüchen rechnen, besonders da durch den milden Winter kaum Schädlinge abgetötet worden seien.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners verfügen über Härchen, die beim Kontakt mit der Haut oder beim Einatmen bei Menschen Schwindelgefühle, Fieber und Müdigkeit, aber auch allergische Reaktionen auslösen können. Sofortiges Wechseln kontaminierter Kleidung und gründliches Duschen und Haarewaschen sei dann indiziert, außerdem müsse bei Hautkontakt ein Arzt aufgesucht werden.

Quellen

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September 24, 2005

Würzburger Forscherinnen entdecken Kater-Gen

Würzburger Forscherinnen entdecken Kater-Gen

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Das „Haustier der Genetiker“: Die Fruchtfliege drosophila melanogaster.

Würzburg (Deutschland), 24.09.2005 – Am 8. August 2005 berichten die Würzburger Forscherinnen Henrike Scholz, Mirjam Franz und ihre US-amerikanische Kollegin Ulrike Heberlein aus San Francisco im Magazin „Nature“ von der Entdeckung des „Kater-Gens“ (engl. hangover-Gen). Das „Kater-Gen“ ist die genetische Veranlagung der Fruchtfliege drosophila melanogaster bei mehrmaligem Alkohol-Einfluss eine Toleranz auszubilden. Ein ähnliches Resistenz-Gen könnte sich dank der Ähnlichkeit zwischen Fliegen-Gen und menschlichem Gen auch beim Menschen finden. In Zukunft könnte dank dieser Entdeckung eine Behandlungsmethode für Alkoholabhängigkeit gefunden werden.

Die Forscher tauften das Gen nach dem schrecklichen Kopfschmerz, der einen nach einer durchzechten Nacht heimsuchen kann. Geholfen hat ihnen dabei das „Haustier der Genetiker“, die Fruchtfliege drosophila melanogaster. Die kleinen Tierchen wurden dazu in eine Glasröhre mit mehreren kleinen Plattformen gesetzt. Da die Fliegen gerne den Überblick behalten, befanden sie sich zu Beginn des Experimentes auf der obersten Plattform. Der nun eingeleitete Alkoholdampf versetzte sie in einen Rauschzustand, in dem sie langsam ihre Koordinationsfähigkeit einbüßten und folglich irgendwann auf den Grund der transparenten Säule trudelten. Nach der Ausnüchterung der Fruchtfliegen wurde das Experiment wiederholt.

„Schon beim zweiten Mal entwickeln die Fliegen eine Toleranz gegen die Alkoholdämpfe“, erklärt Scholz. Dafür ist die natürliche Neigung der Fruchtfliege zu überreifen Früchten verantwortlich. Vom alkoholischen Duft der Früchte angelockt, legt sie hier gerne ihre Eier ab. Deshalb ist sie den Kontakt zu Alkohol gewöhnt. Die Forscherinnen entfernten anschließend bei den kleinen Insekten das „Kater-Gen“ und setzten sie wiederum dem Nervengift Alkohol aus. Das Ergebnis: Die Gen-kastrierten Fruchtfliegen reagierten deutlich empfindlicher auf Hitze, Gift und Alkoholeinfluss als ihre genetisch unversehrten Artgenossen – das Kater-Gen war gefunden. Generell scheint das Gen wichtig zu sein, wenn der Organismus mit Stress zu kämpfen hat. „In 20 Jahren Forschung könnten wir so ein Medikament finden, das wirksam im Kampf gegen Alkoholsucht eingesetzt werden kann“, so Biologin Scholz.

Quellen

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September 2, 2005

Schnakenjagd per Hubschrauber

Schnakenjagd per Hubschrauber – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schnakenjagd per Hubschrauber

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Artikelstatus: Fertig 12:22, 2. Sep. 2005 (CEST)
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Emmendingen (Deutschland), 02.09.2005 – Letzten Montag waren per Hubschrauber und zu Fuß so genannte „Schnakenbekämpfer“ unterwegs. Sie versuchten, entlang des Rheins eine Stechmückenplage zu verhindern. Die Aktion begann zwar schon am Wochenende, doch erst am Montag wurden zusätzlich drei Hubschrauber eingesetzt.

Die Schnakenbekämpfer arbeiten im Auftrag der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS). Die KABS, gegründet 1976, hat die Aufgabe, die Stechmücken am Rhein zwischen dem Kaiserstuhl im Kreis Emmendingen und Bingen in Rheinland-Pfalz zu bekämpfen.

Durch das Hochwasser schlüpften in den letzten Tagen massenweise Stechmückenlarven. Die KABS setzt nur biologische Stoffe ein, um ausschließlich und gezielt die Stechmücken zu vernichten. Der Kampf gegen die Mücken lief bis Mittwoch.

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Quellen

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July 20, 2005

Heuschreckenplage in Südfrankreich

Heuschreckenplage in Südfrankreich – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Heuschreckenplage in Südfrankreich

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Saint Affrique (Frankreich), 20.07.2005 – Die anhaltenden außergewöhnlich hohen Temperaturen im Juni und Juli 2005 haben in der Gegend um St. Affrique im Süden des französischen Departement Aveyron eine Heuschreckenplage bisher unbekannten Ausmaßes ausgelöst. Bei den Plagegeistern handelt es sich um Unmengen von zwei bis dreieinhalb Zentimeter langen Rotflügligen Schnarrschrecken der Art Psophus stridulus.

Die zu den Kurzfühlerschrecken gehörenden dunklen Insekten fressen Felder und Wiesen verzweifelter Landwirte kahl und haben innerhalb von rund sechs Wochen die Landschaft in eine trostlose Steppe verwandelt. Beim Gang über ein befallenes Feld schreckt man bei jedem Schritt einen Schnarrschreckenschwarm auf. Wenn die Heuschrecken auffliegen, ist ein lautes Schnarrgeräusch zu hören und erblickt man leuchtend rote Hinterflügel.

Manche Experten vermuten, die Heuschreckenplage werde durch einen drastischen Klimawandel ausgelöst. Die damit verbundene Aufheizung mache Südeuropa immer „afrikanischer“. Ein deutscher Wissenschaftsautor wies kürzlich im Internet mehrfach darauf hin, dass es im Laufe der Erdgeschichte ständig einen Wechsel von Warmzeiten und Kaltzeiten gegeben habe, der keineswegs abgeschlossen sei. Zeitweise habe das Gebiet von Europa nahe dem Äquator gelegen.

So viele Heuschrecken wie im Sommer 2005 sind im Departement Aveyron noch nie beobachtet worden. Das letzte Heuschreckenjahr war vor 15 Jahren. Aus dieser Zeit wissen die betroffenen Landwirte, dass die Heuschrecken merklich reduziert werden, sobald es kühler wird.

Der Einsatz von Gift gegen die Heuschrecken ist sehr riskant. Denn dabei darf nur ein Mittel verwendet werden, das für die Heuschrecken tödlich ist, nicht aber für Bienen und andere Insekten. Auch das Vieh der Bauern darf nicht durch verseuchtes Futter gefährdet werden.

Die Hitze der letzten Wochen hat auch in Italien negative Folgen. Über 100 Touristen sind nach dem Baden im Meer durch giftige Algen schwer erkrankt.

Quellen

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June 8, 2005

Tierplage in Lettland

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Tierplage in Lettland

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Riga (Lettland), 08.06.2005 – Die momentan herrschenden extremen Wetterverhältnisse haben in Lettland zu einer Mückenplage geführt. Während der letzten zwei Wochen gingen heftige Regenfälle nieder, anschließend gab es für die Jahreszeit extrem hohe Temperaturen von über 30 Grad. Diese unnormalen Bedingungen haben in Ostlettland zu der Plage geführt.

Seit dem vergangenem Wochenende sind nach Angaben der Lettischen Lebensmittel- und Veterinärbehörde (PVD) etwa 500 Nutztiere, überwiegend Rinder, von schwärmenden Kriebelmücken (Simulium rostratum) getötet worden. Weitere Opfer der Plage waren elf Pferde, drei Schafe und ein Schwein.

Kristine Lejasmeiere, Chefin der Abteilung für die Überwachung tierischer Infektionskrankheiten bei der PVD, nannte das massenhafte Auftreten der Mücken ein außergewöhnliches Ereignis. Durch eine Wetterabkühlung in der sumpfigen Region zwischen Daugavpils und Jekabpils wurde die Plage bereits wieder gelindert.

Ähnliche Bedingungen gab es in Lettland bisher nur im Jahr 1999. Damals fielen rund 50 Rinder einer Mückenplage zum Opfer.

Quellen

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December 14, 2004

Seidenspinnergenom weitestgehend entschlüsselt

Seidenspinnergenom weitestgehend entschlüsselt

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Seidenspinner

Peking (China), 14.12.2004 – Das Genom des Seidenspinners (Bombyx mori) ist mittlerweile fast vollständig entziffert. Das berichten chinesische Forscher in der aktuellen Ausgabe der Science vom 10.12.2004. Gemeinsam mit den Ergebnissen einer japanischen Arbeitsgruppe kennt man nun über 90 Prozent des genetischen Codes.

Die Seidenspinnerraupe stellt als wirtschaftlich genutztes Insekt eines der kommerziell wichtigsten Tiere Chinas dar. Nach der Honigbiene und der Malariamücke handelt es sich dabei um das dritte Insekt, dessen Genom bekannt ist. Als Schmetterling gehört der Seidenspinner außerdem in eine der größten Ordnungen des Tierreichs, die etwa zehn Prozent aller lebenden Tierarten stellt. Dazu gehören auch einige der größten Schädlinge für die Landwirtschaft, so besteht auch Hoffnung, über das Seidenspinnergenom allgemeine Daten für die gesamte Gruppe zu gewinnen.

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  • Portal:Gentechnik

Quellen

  • Science 10.12: „unbekannt“ (Zugang nur mit Berechtigung) (unbekannt) englischsprachige Quelle
  • News@Nature: „…“ (Zugang nur für angemeldete Benutzer) (unbekannt) englischsprachige Quelle

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