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March 28, 2016

Islamistischer Terroranschlag in Belgien

Islamistischer Terroranschlag in Belgien

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Veröffentlicht: 10:30, 28. März 2016 (CET)
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Orte der Explosionen

Brüssel (Belgien), 28.03.2016 – Bei zwei Terroranschlägen in den frühen Morgenstunden des 22. März sind in der belgischen Hauptstadt Brüssel rund 300 Menschen verletzt worden. Nach bisherigen Informationen kamen mehr als 30 Personen ums Leben. Am Flughafen Brüssel-Zaventem explodierten gegen acht Uhr morgens zwei Sprengsätze in der Abflughalle. Daraufhin brach eine Panik aus. Nach Augenzeugenberichten verließen die Menschen fluchtartig das Gelände.

Eine weitere Explosion ereignete sich in der U-Bahn-Station Maelbeek/Maalbeek in der Brüsseler Innenstadt, in unmittelbarer Nähe zur Europäischen Kommission und zum Europäischen Rat; dabei wurde ein Waggon völlig zerstört. Der Betrieb der U-Bahn und des Flughafens wurden eingestellt. Eurostar und Thalys stellten ebenfalls den Verkehr ein.

Eurostar fährt durch den Eurotunnel, Thalys verkehrt zwischen Paris und Brüssel

Am 18. März war in Brüssel Salah Abdeslam als einer der mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von Paris festgenommen worden, Peter R. Neumann, Terrorexperte am Londoner King’s College, hatte nach der Festnahme erklärt: „Es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Uns stehen wahrscheinlich ähnliche Anschläge noch bevor.“

Wie erste Ermittlungen nach den Tätern ergaben, hatte es außer dem Flughafen und der U-Bahn-Station noch weitere Ziele gegeben. So wurde ein Video gefunden, auf dem heimlich der Tagesablauf eines Direktors für Nuklearenergie im belgischen Mol dokumentiert wordem war. Dieses Video sollen die Brüder Ibrahim und Khalid El Bakraoui nach den Pariser Anschlägen im September 2015 aufgenommen haben. Die beiden Brüder selbst sind bei den Bombenattentaten in Brüssel gestorben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Paris-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen (24.03.2016)

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Terroranschläge am 22. März 2016 in Brüssel“.

Quellen[Bearbeiten]

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March 24, 2016

Paris-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen

Paris-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen

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Veröffentlicht: 09:17, 24. März 2016 (CET)
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Das Bataclan-Theater in Paris: Hier wurden rund 90 Menschen von den Terroristen ermordet

Brüssel (Belgien), 24.03.2016 – Die belgische Polizei hat bei einer Razzia in der bei Brüssel gelegenen Gemeinde Molenbeek-Saint-Jean/Sint-Jans-Molenbeek den flüchtigen Attentäter Salah Abdeslam festgenommen. Abdeslam gilt als Hauptverantwortlicher für die Anschläge auf den Pariser Konzertsaal Bataclan und am Stade de France. Es war nach der Tat zwar von der Polizei bei Cambrai kontrolliert, jedoch nicht erkannt worden und hatte sich seitdem vor der Polizei verborgen. Entsprechende Meldungen bestätigte Belgiens Premierminister Charles Michel am Freitagabend (18. März) vor der Presse. Michel bestätigt damit Medienberichte und eine Twittermeldung von Theo Francken, dem Staatssekretär für Asyl und Immigration. Frankreichs Präsident François Hollande verlangte, die Auslieferung Abdeslams solle „so schnell wie möglich“ erfolgen. Der 26-jährige in Brüssel geborene Abdeslam wurde bei der Festnahme verletzt. Verhaftet wurden auch drei weitere Personen, die den mutmaßlichen Terroristen versteckt hatten, und ein weiterer Mittäter. Über die Identität der anderen Verhafteten machte die Polizei bislang keine Angaben. Im Zuge der Polizeirazzia waren Teile Molenbeeks abgeriegelt worden. Am Abend zogen die Einsatzkräfte ab, doch am Samstag wurden erneut Polizeikräfte nach Molenbeek geschickt.

Abdeslam hat den Ermittlungen zufolge die beim Attentat verwendeten Fahrzeuge und Unterkünfte angemietet und soll drei der Täter zum Bataclan-Theater gefahren haben. Insgesamt kamen 130 Menschen durch die Attentäter ums Leben. Nach Recherchen des SWR hat Abdeslam außerdem in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 2015 in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft in Ulm geparkt. In dieser Nacht waren drei Bewohner der Flüchtlingsunterkunft aus dieser verschwunden, sodass sie möglicherweise von Abdeslam abgeholt wurden.

Abdeslam hat die französische Staatsbürgerschaft, wehrt sich allerdings gegen seine Auslieferung nach Frankreich. „Wir werden die Auslieferung ablehnen“, erklärte Abdeslams Strafverteidiger Sven Mary. Die belgische Staatsanwaltschaft klagte unterdessen Abdeslam wegen Mordes an. Gefahndet wird noch nach mindestens zwei weiteren Personen, Mohamed Abrini und Soufinane Kaya, deren Identität noch nicht vollständig bestätigt ist.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Terrorismus
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris“.

Quellen[Bearbeiten]

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January 6, 2016

Atomreaktor Doel 1 in Belgien schaltet sich nach Problemen wieder automatisch ab

Atomreaktor Doel 1 in Belgien schaltet sich nach Problemen wieder automatisch ab

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Veröffentlicht: 20:05, 6. Jan. 2016 (CET)
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Das belgische Atomkraftwerk Doel

Antwerpen (Belgien), 06.01.2016 – Block 1 des belgischen Atomkraftwerkes Doel schaltete sich am Samstag um 18:00 Uhr nur vier Tage nach der erneuten Aufnahme des Betriebs selbst ab. Ein Sprecher des Betreibers Electrabel erklärte, die Abschaltung sei den technischen Regeln entsprechend verlaufen. Es habe „keine Gefahr für das Personal, die Anwohner und die Umwelt“ bestanden. Als Grund für die Abschaltung wurde ein Problem an einem Generator im nicht-nuklearen Teil des Kernkraftwerkes genannt. Nach Klärung des Vorfalls soll der Reaktorblock 1 wieder angefahren werden.

Im Februar 2015 hatten die Betreiber den ersten der vier Blöcke, der seit August 1974 am Netz gewesen war, aufgrund eines Regierungsbeschlusses heruntergefahren. Nach einem Beschluss des belgischen Parlaments im Juni hatte man den Reaktor ab dem 30. Dezember noch einmal für zehn Jahre in Betrieb genommen.

An der weiteren Nutzung von Belgiens ältestem Atomreaktoren gibt es heftige Kritik, besonders aus Deutschland. Das 150 km von der deutschen Grenze entfernte Kraftwerk ist von allen europäischen Kernkraftwerken dasjenige mit der höchsten Bevölkerungsdichte in der Umgebung: im Umkreis von 75 km leben ca. 9 Millionen Menschen.

Es kam in letzter Zeit mehrfach zu Schwierigkeiten in belgischen Atomkraftwerken. Beispielsweise hatte es am 25. Dezember ein Leck in einer Heißwasserleitung von Doel 3 gegeben. Die Grünen in Belgien fordeten nun, die beiden älteren Blöcke 1 und 2 der Doel-Anlage von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) prüfen zu lassen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Belgien: Atomreaktoren bleiben bis 2025 in Betrieb (05.07.2012)

Quellen[Bearbeiten]

  • Wikipedia: Kernkraftwerk Doel

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July 5, 2012

Belgien: Atomreaktoren bleiben bis 2025 in Betrieb

Belgien: Atomreaktoren bleiben bis 2025 in Betrieb

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Veröffentlicht: 22:24, 5. Jul. 2012 (CEST)
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Kernkraftwerk Tihange

Lüttich (Belgien), 05.07.2012 – Belgien plante, eines seiner ältesten Atomkraftwerke, das 1975 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Tihange, 2015 abzuschalten. Mangels alternativer Energiequellen wird das Kraftwerk jedoch erst zehn Jahre später vom Netz genommen. Am Mittwoch beschloss das Kabinett in Brüssel, dass Reaktor 1 des Atomkraftwerks Tihange erst 2025 von seinem Betreiber, Electrabel, abgeschaltet werden soll. Die Entscheidung wurde von der belgischen Regierung damit begründet, dass es im Winter ansonsten zu Stromengpässen kommen könnte. Das Kraftwerk ist Eigentum des französischen Energieversorgungskonzerns GDF Suez.

Das Kabinett sprach sich jedoch gegen einen Vorschlag aus, welcher beinhaltet, dass zwei weitere Atomkraftwerke von GDF Suez am Standort Doel länger in Betrieb bleiben sollten. Die beiden Reaktoren sollen 2015 wie geplant abgeschaltet werden. GDF Suez wollte dazu nicht Stellung nehmen.

Belgien will bis 2025 komplett auf Atomenergie verzichten, wenn bis dahin genug alternative Energiequellen zur Verfügung stehen. Insgesamt hat Belgien sieben Atomreaktoren, die sich in den zwei Atomkraftwerken Doel bei Antwerpen und Tihange bei Lüttich befinden. Mehr als die Hälfte des belgischen Stromverbrauchs wird durch Atomkraft gedeckt. Zur Deckung ist das Land stark auf Öl- und Gasimporte angewiesen. Belgien will jetzt genau wie Deutschland auch auf Elektrizität aus Windenergie, welche offshore in der Nordsee gewonnen werden soll, umsteigen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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November 27, 2011

Timbuktu: Deutscher Tourist von Entführern erschossen

Timbuktu: Deutscher Tourist von Entführern erschossen

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Veröffentlicht: 19:41, 27. Nov. 2011 (CET)
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Straßenszene in Timbuktu (Archivbild)

Timbuktu (Mali), 27.11.2011 – Am Freitag wurde bei einer Entführung von vier Touristen aus einem Café in Timbuktu ein Mann erschossen, der sich gegen die Angreifer gewehrt hatte. Bei den drei Entführungsopfern handelt es sich um Touristen aus Schweden, den Niederlanden und einen Touristen mit britisch-südafrikanischer Staatsbürgerschaft. Nach Auskunft des Auswärtigen Amtes dürfte der getötete Mann ein Deutscher sein.

Ein Mitarbeiter des Cafés: „Ich war am Empfang, als die Entführer hereinkamen. Einer von ihnen hat seine Waffe auf mich gerichtet. Er sagte mir, ich solle mich still verhalten. Dann haben sie die drei mitgenommen – einen vierten haben sie noch vor Ort getötet. Ich glaube, weil er nicht in ihr Fahrzeug steigen wollte.“ Die Täter sollen bewaffnet gewesen sein. Die Deutsche Botschaft in Bamako hat die konsularische Betreuung des Falls übernommen.

Bereits am Donnerstag waren zwei Franzosen aus der Stadt Hombori entführt worden. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät von Reisen nach Mali ab. Das Auswärtige Amt (AA) hält eine Teilreisewarnung für angebracht, das Risiko von Entführungen und Anschlägen ist maßgeblich dafür.

In Mali und in den Nachbarländern ist die al-Qaida im Maghreb (GSPC), eine radikale islamistische Gruppierung aus Algerien, operativ tätig. Sie gilt als eine der bestorganisierten und -bewaffneten Terrororganisationen der Welt. Auch sie finanziert sich zum Teil durch das Erpressen von Lösegeld.

Seit dem Mord an dem Deutschen, werden Touristen aus Timbuktu ausgeflogen. Die malische Regierung hat dazu ein Flugzeug gechartert. Die ersten zwölf Touristen wurden in die Stadt Mopti geflogen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Afrika

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February 6, 2011

Kapitän der Fluggesellschaft Ryanair lässt 120 Passagiere am Flughafen Lanzarote zurück

Kapitän der Fluggesellschaft Ryanair lässt 120 Passagiere am Flughafen Lanzarote zurück

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Veröffentlicht: 17:06, 6. Feb. 2011 (CET)
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Arrecife (Spanien), 06.02.2011 – 120 Fluggäste schauten verdutzt, als ein Kapitän der Billigfluglinie Ryanair sie aus dem Flieger warf. Unfreiwillig waren sie jetzt in Lanzarote im Flughafen Arrecife gestrandet. Vorausgegangen war ein lautstarker Streit eines jungen Mannes mit einer Stewardess über das Gepäck. Mit den wenigen verbliebenen Reisenden hob die Maschine Richtung Belgien ab.

Die Zurückgebliebenen, überwiegend Jugendliche, hatten nicht das Geld einen anderen Flug zu buchen. Niemand kümmerte sich um sie. Erst nach einer Intervention des belgischen Außenministeriums erklärte sich die Fluggesellschaft bereit, die Leute in kleinen Gruppen von der Insel abzuholen. Ein Sprecher des Außenministeriums gab bekannt, es sei nicht leicht gewesen Ryanair zu diesem Schritt zu bewegen.

Augenzeugen sprachen von einer völlig überzogenen Reaktion des Flugkapitäns.

Immer wieder kommt es zu Problemen mit den Billiganbietern. In der Vergangenheit drohte die EU, Internetseiten von Fluglinien zu schließen, da der Verbraucher dort „belogen“ wird. Zu den bemängelten Seiten gehörte auch die von Ryanair.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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October 18, 2010

Eisenbahnerstreik in Belgien

Eisenbahnerstreik in Belgien – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Eisenbahnerstreik in Belgien

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Veröffentlicht: 22:05, 18. Okt. 2010 (CEST)
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Brüssel (Belgien), 18.10.2010 – Die Eisenbahner der SNCB/NMBS, des belgischen Pendants zur Deutschen Bahn, sind mit ihren Arbeitsbedingungen dermaßen unzufrieden, dass sie jetzt in den Streik getreten sind. Sie fordern Verbesserungen in den Bereichen Arbeitszeit und Ruhestandsregelung und beklagen nicht ausgezahlte Prämien sowie Rationalisierungen, die einen Personalmangel zur Folge hätten.

In der Hauptstadt Brüssel sind sämtliche Bahnhöfe geschlossen, und auch in der „Wallonie“, dem frankophonen Landesteil, ist der Eisenbahnverkehr komplett zum Erliegen gekommen. Lediglich im niederländischsprachigen Landesteil Flandern verkehren noch einzelne Regionalzüge.

Die Arbeitsniederlegungen haben auch für die Nachbarländer Belgiens Folgen. Die „Thalys“-Schnellzüge auf der Strecke Köln-Paris haben den Betrieb einstellen müssen. Der London mit dem europäischen Festland verbindende „Eurostar“ kann nur eingeschränkt verkehren.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Eisenbahn

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April 22, 2010

Belgien: Die flämischen Liberalen lassen Koalition platzen

Belgien: Die flämischen Liberalen lassen Koalition platzen

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Veröffentlicht: 23:57, 22. Apr. 2010 (CEST)
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Sprachgemeinschaften in Belgien: die Niederländisch sprechenden Flamen im Norden und die Französisch sprechenden Wallonen im Süden (rot), Brüssel ist offiziell zweisprachig (blau)

Brüssel (Belgien), 22.04.2010 – Erneut führten die Spannungen zwischen den beiden großen Volksgruppen Belgiens, Flamen und Wallonen, zum vorzeitigen Ende einer Regierungskoalition. Ministerpräsident Yves Leterme reichte heute beim belgischen Staatsoberhaupt, König Albert II., seinen Rücktritt ein, der das Rücktrittsgesuch jedoch zunächst ablehnte. Die flämischen Liberalen, die Open Vlaamse Liberalen en Democraten, sehen das Vertrauensverhältnis innerhalb der Fünf-Parteien-Koalition gestört.

Anlass des Zerwürfnisses ist ein Streit um eine Neuregelung des komplizierten Wahlverfahrens im Wahlkreis Brüssel-Halle-Vilvoorde. Weil immer mehr französischsprachige Brüsseler Bürger in die Vororte ziehen, ändert sich die Zusammensetzung der Bevölkerung bezüglich ihrer Sprachzugehörigkeit. In den Vororten der Hauptstadt dürfen die Wähler sowohl für niederländisch- als auch für französischsprachige Parteien stimmen. Durch die Bevölkerungsbewegung verändern sich nun aber die Mehrheitsverhältnisse zwischen den Parteien, die die verschiedenen Volksgruppen vertreten.

Die Regierungsbildung in Belgien ist deshalb besonders kompliziert, weil der Regierung laut Verfassung Parteien beider Landesteile – dem Niederländisch sprechenden Flandern und der frankophonen Wallonie im Süden des Landes – angehören müssen.

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February 15, 2010

Zugunfall mit zehn Toten in Belgien

Zugunfall mit zehn Toten in Belgien – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Zugunfall mit zehn Toten in Belgien

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Veröffentlicht: 21:37, 15. Feb. 2010 (CET)
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Halle (Belgien), 15.02.2010 – In der Nähe der Stadt Halle (bei Brüssel) stießen während des morgendlichen Berufsverkehrs zwei Regionalzüge frontal zusammen. Bei dem Zugunfall wurden mindestens achtzehn Menschen getötet. Unklar ist noch die Anzahl der Verletzten, nach Angaben der belgischen Eisenbahnen sollen es 150 sein. Insgesamt seien in den beiden Zügen zwischen 250 und 300 Reisende gewesen. In den Trümmern der Züge wird noch nach weiteren Opfern gesucht. Ursache des Unglücks war wahrscheinlich ein überfahrenes rotes Stoppsignal.

Das Zugunglück hatte Folgen für den Zugverkehr über Belgien hinaus. Die Zugbetreiber Thalis, Eurostar und TGV Europe stellten den Zugverkehr bis zum Mittag ein. Nach Einschätzungen der Betreiber dauern die Einschränkungen noch mindestens bis morgen an. Von den Einschränkungen sind auch Reisende aus Deutschland mit dem Ziel Brüssel betroffen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bahnunfälle

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January 21, 2010

GM schließt Opel-Standort in Antwerpen

GM schließt Opel-Standort in Antwerpen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

GM schließt Opel-Standort in Antwerpen

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Veröffentlicht: 21:19, 21. Jan. 2010 (CET)
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Antwerpen (Belgien), 21.01.2010 – Nick Reilly, neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der Adam Opel AG, erklärte am Donnerstag in Brüssel, der Opel-Standort in Antwerpen (Belgien) solle zur Jahresmitte geschlossen werden. Damit fallen in Antwerpen 2.600 Arbeitsplätze weg. Weitere europäische Standorte wolle der Konzern weiterführen. Insgesamt sei weltweit jedoch ein Abbau von 8.300 Arbeitsplätzen geplant, um das Unternehmen zu sanieren. Allein in Deutschland seien 4000 Arbeitsplätze betroffen. Die Unternehmensführung begründete den Schritt mit der Erwartung eines schrumpfenden westeuropäischen Automarktes. Es wird erwartet, dass im Jahr 2010 1,5 Millionen weniger Autos verkauft werden als 2009.

Die Belegschaftsvertreter in Antwerpen reagierten empört. Sie werfen der Unternehmensleitung Wortbruch vor. Dem Standort Antwerpen war der Bau eines Geländewagens zugesichert worden, der jetzt aber in Korea produziert werde. Zurzeit wird in Antwerpen der Opel Astra produziert.

„Wir sind uns der Tragweite bewusst, die diese Ankündigung für die Beschäftigten in Antwerpen und ihre Familien hat und fühlen mit ihnen“, erklärte Reilly.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Opel

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