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July 1, 2012

Serbien: Mammut-Friedhof in Kohlemine entdeckt

Serbien: Mammut-Friedhof in Kohlemine entdeckt

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Veröffentlicht: 22:35, 1. Jul. 2012 (CEST)
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Mammut

Belgrad (Serbien), 01.07.2012 – In Kostolac, 70 km östlich von Belgrad gelegen, haben Paläontologen die Knochen von Mammuts freigelegt. Zu mindestens sieben Tieren gehörten die Überreste, sagte der Archäologe Miomir Korać am 29. Juni vor der Presse. Die Fundstätte befindet sich in einer Kohlemine, in der schon vor drei Jahren Gebeine eines weiblichen Mammuttieres gefunden wurden. Die weiteren Tiere einer anderen Art Dickhäuter starben den Wissenschaftlern zufolge vor etwa 100.000 Jahren. Korać leitet daraus ab, dass es sich um einen „sehr langen Zeitraum“ von den Elefanten genutzten Sterbeplatz handle.

Die These eines „Friedhofes“ ist umstritten, allgemein gehen Wissenschaftler davon aus, dass die wiederholt aufgestellte Vermutung eines gemeinschaftlichen Elefantenfriedhofes nicht zum Verhalten dieser Tiere gehöre, eher käme es zu einer Häufung von Todesfällen unter Elefanten in Gebieten, in denen von alternden Elefanten bevorzugtes weicheres Futter zur Verfügung stünde.

Nach Angaben von Korać stehen die Ausgrabungen in dem Kohlebergwerk unter Zeitdruck, weil der Eigentümer dadurch finanzielle Ausfälle zu tragen habe.

Quellen[Bearbeiten]

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July 7, 2006

Mammut-Gen rekonstruiert – blonde Fellfärbung entdeckt

Mammut-Gen rekonstruiert – blonde Fellfärbung entdeckt

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Artikelstatus: Fertig 16:53, 7. Jul. 2006 (CEST)
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Mammut, Rekonstruktion

Leipzig (Deutschland), 07.07.2006 – Erstmals ist es Forschern des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie und der Universität in Leipzig gelungen, aus einem 43.000 Jahre alten Mammutknochen aus Sibirien ein vollständiges Gen zu rekonstruieren. Dabei entdeckten sie, dass es, entgegen der weitverbreiteten Meinung, die heute ausgestorbenen Mammuts seien „zottelige Riesen mit dunkelbraunem Fell und langen Stoßzähnen“ gewesen, auch blonde Mammuts gab. Es gab schon länger einen Verdacht auf blonde Fellfärbung, da im Dauerfrostboden von Sibirien helle wie auch dunkle Mammuthaare vorkommen. Bei Säugetieren ist das Melanocortin-Typ-1-Rezeptor-Gen (MC1R) für die Fellfärbung mit verantwortlich. Bei einigen Säugetieren wie bei den Mammuts kommt es in zwei Varianten vor. Die Forscher verwendeten über dreißigmal soviel Knochenmaterial wie sonst üblich und vermehrten die DNA-Bruchstücke mittels der Multiplex-Polymerase-Kettenreaktion. Dabei konnten sie die zwei MC1R-Varianten entdecken.

Die zwei Farbvarianten regen zur Spekulation an. Einen Nachteil hatten blonde Mammuts jedoch scheinbar nicht, da die entsprechenden Gene bei zwei Mammuts, deren Alter mehrere tausend Jahre auseinander liegt, nachgewiesen werden konnten. Die Forscher sehen großes Potenzial in der Genforschung, um ausgestorbene Tiere zu rekonstruieren. Fossilien können viele Fragen, zum Beispiel nach der Fellfärbung und dem genauen Aussehen, nicht beantworten. Dass es einmal gelingen wird, ein vollständiges Mammut zu klonen, wie es in Hollywood-Filmen gerne mit ausgestorbenen Tieren gemacht wird, halten die Forscher jedoch für ausgeschlossen: Der nächste lebende Verwandte des Mammuts sei nämlich der Asiatische Elefant, und der stehe dem Mammut so nahe wie der Mensch dem Schimpansen. Einer der Forscher meint: „Versuchen Sie mal, einen Schimpansen genetisch zu einem Menschen umzumodeln. Mehr muss man eigentlich gar nicht sagen.“

Quellen

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