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July 5, 2012

Belgien: Atomreaktoren bleiben bis 2025 in Betrieb

Belgien: Atomreaktoren bleiben bis 2025 in Betrieb

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Veröffentlicht: 22:24, 5. Jul. 2012 (CEST)
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Kernkraftwerk Tihange

Lüttich (Belgien), 05.07.2012 – Belgien plante, eines seiner ältesten Atomkraftwerke, das 1975 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Tihange, 2015 abzuschalten. Mangels alternativer Energiequellen wird das Kraftwerk jedoch erst zehn Jahre später vom Netz genommen. Am Mittwoch beschloss das Kabinett in Brüssel, dass Reaktor 1 des Atomkraftwerks Tihange erst 2025 von seinem Betreiber, Electrabel, abgeschaltet werden soll. Die Entscheidung wurde von der belgischen Regierung damit begründet, dass es im Winter ansonsten zu Stromengpässen kommen könnte. Das Kraftwerk ist Eigentum des französischen Energieversorgungskonzerns GDF Suez.

Das Kabinett sprach sich jedoch gegen einen Vorschlag aus, welcher beinhaltet, dass zwei weitere Atomkraftwerke von GDF Suez am Standort Doel länger in Betrieb bleiben sollten. Die beiden Reaktoren sollen 2015 wie geplant abgeschaltet werden. GDF Suez wollte dazu nicht Stellung nehmen.

Belgien will bis 2025 komplett auf Atomenergie verzichten, wenn bis dahin genug alternative Energiequellen zur Verfügung stehen. Insgesamt hat Belgien sieben Atomreaktoren, die sich in den zwei Atomkraftwerken Doel bei Antwerpen und Tihange bei Lüttich befinden. Mehr als die Hälfte des belgischen Stromverbrauchs wird durch Atomkraft gedeckt. Zur Deckung ist das Land stark auf Öl- und Gasimporte angewiesen. Belgien will jetzt genau wie Deutschland auch auf Elektrizität aus Windenergie, welche offshore in der Nordsee gewonnen werden soll, umsteigen.

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December 14, 2011

Attentat in Lüttich: Waffennarr richtet Blutbad an

Attentat in Lüttich: Waffennarr richtet Blutbad an

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Veröffentlicht: 06:14, 14. Dez. 2011 (CET)
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Lüttich (Belgien), 14.12.2011 – Auf dem Platz Saint-Lambert im belgischen Lüttich wurde gestern ein Anschlag verübt. Der ca. 33-jährige Mann, laut einem Bericht der Zeitung „Le Soir“ handelt es sich um Nardine Amrani, warf Blend-Granaten des Typs Thunderflash in eine Menschenmenge an einer Bushaltestelle und feuerte fast gleichzeitig aus einem automatischen Gewehr und einer Pistole.

Die Polizei sperrte die Gegend und suchte nach weiteren Sprengsätzen ab. Es kamen sechs Menschen ums Leben: Der Täter, zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren, zwei Kleinkinder im Alter von 17 und 23 Monaten sowie eine 75-jährige Frau. 123 Menschen wurden verletzt. Ein 20-jähriger Mann sowie fünf weitere Personen sind noch in einem kritischen Zustand. Mehrere belgische Medien berichten zunächst von einem zweiten Täter in der Nähe des Justizpalasts. Dies wurde anschließend von der Polizei dementiert. Die Polizei geht davon aus, dass der Anschlag von einem Mann verübt wurde, der im Jahr 2008 wegen illegalen Waffenbesitzes und Anbau von Cannabis zu fast fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde, die Strafe aber noch nicht angetreten hatte.

Nach einem Augenzeugen, soll sich der Täter selbst durch einen Schuss in den Kopf gerichtet haben. Weitere Zeugen berichteten: „Es war grauenhaft, alle versuchten, sich panisch in Sicherheit zu bringen“. Um 15 Uhr meldete die Polizei, dass sie die Lage wieder im Griff habe. Rettungskräfte aus den Niederlanden unterstützten ihre Kollegen aus Belgien. Leichter Verletzte wurden im Hof des Justizpalastes versorgt, dort wurde eine Sammelstelle zur Notversorgung eingerichtet. Schwer Verletzte wurden auf die umliegenden Krankenhäuser der Gegend verteilt.

Der Täter war für den Dienstagmorgen zu einem polizeilichen Verhör vorgeladen, es soll dabei um ein Sittlichkeitsdelikt gehandelt haben. Premierminister Elio Di Rupo und König Albert II sowie Königin Paola besuchten am Abend den Tatort. Der Premierminister sagte am Abend: „Es gibt keine Worte, um diese Tragödie auszudrücken.“ Der EU-Ratspräsident Herman von Rompuy, der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der Präsident des Europaparlaments Jerzy Buzek und der Bundesaußenminister Guido Westerwelle waren alle schockiert von der Tat.

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Portal:Belgien

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November 18, 2010

Sitzstreik bei Ryanair-Flug

Sitzstreik bei Ryanair-Flug – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Sitzstreik bei Ryanair-Flug

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Veröffentlicht: 14:34, 18. Nov. 2010 (CET)
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Lüttich (Belgien), 18.11.2010 – Nachdem ein Flugzeug der Billigfluggesellschaft Ryanair am Dienstag erst um 19.15 Uhr mit drei Stunden Verspätung im marokkanischen Fès gestartet und dann noch im belgischen Lüttich, statt im nördlich von Paris gelegenen, 350 Kilometer entfernten Beauvais gelandet war, traten die Passagiere in einen Sitzstreik.

Start eines Ryanair Fluzeugs im Juli 2008

Aufgrund von Nebel konnte die Maschine nicht wie vorhergesehen im französischen Beauvais landen, sondern musste, wie drei Ryanair-Flugzeuge zuvor, auf das belgische, 350 Kilometer entfernte Lüttich ausweichen. Aus Wut über diese unangekündigte Flugänderung blieben mehr als 100 Passagiere im kurz vor Mitternacht in Lüttich gelandeten Flugzeug sitzen. Da die Crew zuvor gegangen war, nachdem sie die Toilettentüren verschlossen hatte, versuchte zunächst das Flughafenpersonal die zum Teil handgreiflich gewordenen Passagiere zu beruhigen. Nach viereinhalbstündigen Verhandlungen mit Feuerwehr und Polizei verließen die letzten Passagiere, darunter auch Familien mit Kindern, das Flugzeug.

Ryanair-Sprecher Stephen McNamara zeigte dagegen kein Verständnis für die überwiegend französischen Passagiere. Gegenüber Spiegel Online sagte er: „Das ist jetzt ein Fall für die Polizei.“ Die Billigfluggesellschaft war zuvor wegen zahlreicher ungewöhnlicher Sparvorschläge wie der Abschaffung der Copiloten, Übergewichtszuschlägen, Einführung einer Art dritten Klasse mit Sitzhockern oder Toilettengebühren aufgefallen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

Quellen

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January 24, 2006

Notlandung einer Boeing 747 auf dem Lütticher Flughafen

Notlandung einer Boeing 747 auf dem Lütticher Flughafen

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Artikelstatus: Fertig 08:49, 24. Jan. 2006 (CET)
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Lüttich (Belgien), 24.01.2006 – Eine Boeing 747 musste am Sonntagmorgen, dem 22. Januar, gegen 10:30 Uhr notlanden. Da das Flugzeug nur Fracht beförderte, befanden sich außer der Besatzung keine Personen an Bord.

In der Maschine war während des Anfluges auf den Lütticher Flughafen Bierset Rauch im Cockpit festzustellen. Zudem bemerkte der Pilot Probleme an einem der Triebwerke und kündigte dem Kontrollturm an, es werde keine normale Landung, sondern vielmehr eine Notlandung erfolgen. Daraufhin traf der Flughafen die erforderlichen Vorkehrungen.

Die Landung erfolgte rund zehn Minuten nach der Vorwarnung sicher und problemlos. Die bereitstehenden Rettungskräfte, die Flughafenfeuerwehr sowie die herbeigeeilte Berufsfeuerwehr von Lüttich wurden nicht benötigt. Von der Besatzung wurde niemand verletzt.

Ersten Angaben zufolge könnte die Ursache für den Rauch ein Defekt an einer Klimaanlage gewesen sein.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt
  • Portal:Boeing

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