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January 21, 2015

Islamkritik bei Mahnwache in Saarbrücken

Islamkritik bei Mahnwache in Saarbrücken

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Veröffentlicht: 21.01.2015, 16:48 (MEZ)
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Saarbrücken (Deutschland), 21.01.2015 – Gertrud Selzer, Vorstandsmitglied der Aktion 3. Welt, übte bei einer Solidaritätskundgebung am 10. Januar auf dem Ludwigsplatz vor dem französischen Generalkonsulat in ihrer Rede auch Kritik am Islam. Dies sorgte für Empörung bei einigen Zuhörern. Einige verließen aus Protest den Platz, darunter Generalkonsul Frédéric Joureau, Forbachs Bürgermeister Laurent Kalinowski und die SPD-Politikerin Elke Ferner.

Die „Aktion 3. Welt Saar“ kritisiert islamistische Strömungen, die unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit agieren. Sie lehnt die Idee eines islamischen Gottesstaates ab, weil diese Staatsform den Vorstellungen von Freiheit und Selbstbestimmung widerspricht. In ihrer Rede erinnerte Gertrud Selzer daran, dass in vielen Teilen der Welt Menschen aus religiösen Motiven getötet werden. Als Beispiele nannte sie den Terror durch die Islamistengruppe Boko Haram in Nigeria und das Vorgehen von Kämpfern der Organisation „Islamischer Staat“ in Syrien und dem Irak. Aber sie betonte auch: „Es ist richtig, sich dem Rassismus und Antisemitismus von PEGIDA entgegen zu stellen.“

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Quellen

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January 16, 2015

Boko Haram ermordet 2000 Menschen in Nigeria

Boko Haram ermordet 2000 Menschen in Nigeria

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Veröffentlicht: 12:10, 16.01.2015 (CET)
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Islamisch beherrschte Bundesstaaten in Nigeria (hier grün gefärbt)

Abuja (Nigeria), 16.01.2015 – Innerhalb einer Woche sollen im Norden Nigerias bis zu 2.000 Menschen bei Angriffen der Islamistengruppe Boko Haram getötet worden sein. Amnesty International veröffentlicht aktuelle Satellitenbilder, die das Ausmaß der Zerstörung bei den Angriffen durch Boko Haram zeigen. Auf diesen Bilder sind in einem eng besiedelten Gebiet mehr als 3.000 Zerstörungen zu erkennen. Die Angriffe richten sich gegen Wohnungen, aber auch gegen Schulen und Krankenhäuser, wie Augenzeugen berichten.

Die Ereignisse überschatten die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen, die am 14. Februar stattfinden. In andern Ländern – insbesondere in Europa – wurde das Geschehen in dem afrikanischen Staat mit rund 150 Millionen Einwohnern weniger beachtet, da die Berichterstattung über das Attentat in Paris am 7. Januar auf Charlie Hebdo im Vordergrund stand.

Boko Haram gilt als terroristische Sekte und geht vor allem gegen Andersgläubige vor. Die Regierung versucht diese islamische Sekte seit einigen Jahren mit verschiedenen Maßnahmen zu bekämpfen. Bei den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Soldaten aus dem Tschad, aus Niger und Kamerun auf der einen Seite und der Sekte auf der anderen Seite gab es zahlreiche Tote. Schätzungen zufolge ist die Hälfte der nigerianischen Bevölkerung muslimisch, die andere Hälfte ist mehrheitlich christlich.

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July 11, 2012

Nigeria: Mehr als 100 Tote bei Anschlägen

Nigeria: Mehr als 100 Tote bei Anschlägen

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Veröffentlicht: 17:06, 11. Jul. 2012 (CEST)
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Nigerias Präsident Goodluck Ebele Jonathan

Jos (Nigeria), 11.07.2012 – Am vergangenen Wochenende starben bei Angriffen muslimischer Viehzüchter auf christliche Dörfer mehr als 100 Menschen. Ein Sprecher von Gouverneur Jonah Jang sagte am Montag, dass am Samstag mindestens 80 Menschen getötet worden seien, als Angehörige der Bevölkerungsgruppe der Fulani, welche sich als Polizisten verkleidet hatten, mehrere Dörfer im Bundesstaat Plateau überfielen. Auf einer Trauerfeier für bereits vorher getötete Menschen am Sonntag sollen bei einem Angriff mindestens 22 Leute umgebracht worden sein. Auch ein nigerianischer Senator und der Mehrheitsführer des Parlaments des Bundesstaates sollen unter den Toten vom Sonntag sein. Wie ein Polizeisprecher sagte, wären zwischen 22 und 25 Angreifer von Sicherheitskräften festgenommen worden.

Wegen der blutigen Fehden im Bundesstaat Plateau kündigte der Präsident Nigerias, Goodluck Ebele Jonathan, eine „weitere Verschärfung des Kampfes gegen den Terrorismus“ an. Am Montag wurde von der Regierung aus Angst vor Racheaktionen der christlichen Bevölkerung und als Reaktion auf die Angriffe eine Ausgangssperre für die Stadt Jos und Umgebung verhängt.

Die meisten der vielen muslimischen Bewohner Nord-Nigerias sehen die seit Jahrzehnten in der Region lebenden christlichen Bauern und Kaufleute immer noch als Feinde an. Die Muslime in Plateau fühlen sich von der christlich dominierten politischen Klasse des Bundesstaates benachteiligt. Die Situation wird oft von radikalen Islamisten ausgenutzt.

Die Bevölkerung, überwiegend die Christen, werden schon jahrelang durch die islamistische Sekte Boko Haram terrorisiert. Die Angriffsziele der Sekte sind vor allem Kirchen und Polizeistationen. Die Zahl der Toten durch Terror wird allein in den vergangenen zwölf Monaten auf weit über 1000 geschätzt. Die islamistische Sekte will aus Nigeria einen islamischen Gottesstaat mit der Scharia, dem islamischen Gesetz, als Grundlage der Gesetzgebung machen. 40 % der Einwohner Nigerias sind Muslime und weitere 40 % sind Christen.

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January 6, 2012

Nigeria: Sechs Menschen in einer Kirche erschossen

Nigeria: Sechs Menschen in einer Kirche erschossen

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Veröffentlicht: 15:01, 6. Jan. 2012 (CET)
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Gombe (Nigeria), 06.01.2012 – Am Donnerstagabend griffen bewaffnete Männer eine Kirche in Gombe an und schossen auf die anwesenden Menschen. Sechs Personen wurden getötet, zehn weitere verletzt.

Priester Johnson Jauro: „Unsere Augen waren geschlossen, als einige Bewaffnete in die Kirche stürmten und das Feuer auf die Gemeindemitglieder eröffneten.“ Eine Panik brach aus, als die Christen zu fliehen versuchten. Die Frau des Priesters ist unter den Todesopfern. Bevor die Kirche gestürmt wurde, hätten die Angreifer durch die Fenster geschossen, so Jauro.

Zu dem Anschlag hat sich bislang niemand bekannt. Die islamistische Sekte Boko Haram hatte Anfang Dezember bei Anschlägen 150 Menschen getötet. Weitere Terrorakte waren angekündigt worden. Nach einem Bericht der Associated Press war die Sekte Boko Harman im Jahr 2011 für 500 Morde verantwortlich. Die Islamisten wollen die Scharia wiedereinführen. Die Polizei bestätigte bislang nur, dass der Angriff auf die Kirche stattgefunden hat.

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November 6, 2011

Nigeria: Rund 150 Menschen sterben bei Anschlägen einer islamistischen Sekte

Nigeria: Rund 150 Menschen sterben bei Anschlägen einer islamistischen Sekte

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Veröffentlicht: 10:32, 6. Nov. 2011 (CET)
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Damaturu (Nigeria), 06.11.2011 – Bei mehreren Bombenanschlägen und Schießereien, zu denen sich die islamistische Sekte Boko Haram bekannt hat, kamen im Nordosten Nigerias 150 Menschen zu Tode. Ein Sprecher der Gruppe mit dem Kampfnamen Abul-Kaka kündigte weitere Terroranschläge an.

Die Anschläge konzentrierten sich in und um Damaturu, der Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaates Yobe. In Maiduguri der Hauptstadt des Bundesstaates Borno sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Die Stadt ist eine Hochburg der islamistischen Terrororganisation. Die Zahl von 150 Toten stammt von einem Mitarbeiter der Rettungsdienste der gegenüber der Nachrichtenagentur AFP angegeben hat, er habe die Leichen selbst gezählt. Einige der Toten seien bereits von Angehörigen abgeholt worden.

In Damaturu begann die Anschlagserie mit der Explosion einer Autobombe vor einem Gebäude das durch das Militär genutzt wurde. Hier kamen viele der Wachen ums Leben. Anschließend zogen Bewaffnete durch die Stadt und griffen Polizeiwachen und Kirchen an, eine Bankfiliale wurde gesprengt. Mehrere der angegriffenen Gebäude wurden zerstört. In einem Dorf nahe der Stadt sollen zwei weitere Menschen getötet worden sein.

Seit der Demokratisierung Nigerias 1999 nahmen Islamisierungstendenzen im Land zu. Auf Druck islamischer Gruppen wurde im Nordteil des Landes die Scharia eingeführt.

Boko Haram machte erstmals um 2004 mit der Einrichtung des Trainingslagers „Afghanistan“ an der Grenze zum nördlichen Nachbarland Niger von sich reden. Die muslimische Sekte rekrutierte in der Folge gezielt junge Männer. Warnungen von islamischen Imamen vor der Gefährlichkeit dieser Sekte wurden von den Behörden zunächst ignoriert.

Nach einem Demonstrationsverbot gegen Boko Haram brachen Ende Juli 2009 in der Stadt Bauchi Unruhen aus, die sich auf Yobe, Borno und andere Regionen ausweiteten. In der gleichnamigen Provinz Bauchi ist seit 2001 die Scharia in Kraft. Nach fünftägigen Zusammenstößen starben alleine in Maiduguri mindestens 300 Menschen. Sektenführer Ustaz Mohammed Yusuf wurde während einer groß angelegten Polizeiaktion zunächst verhaftet und nach Angaben eines Polizeisprechers bei einem Fluchtversuch von Sicherheitskräften erschossen.

Bundesstaaten von Nigeria

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July 31, 2009

Hunderte von Toten bei Kämpfen zwischen Armee und Islamisten im Nordosten Nigerias

Hunderte von Toten bei Kämpfen zwischen Armee und Islamisten im Nordosten Nigerias

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Veröffentlicht: 16:21, 31. Jul. 2009 (CEST)
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Karte der nigerianischen Bundesstaaten

Lagos (Nigeria), 31.07.2009 – Bei heftigen Kämpfen zwischen der nigerianischen Armee und islamistischen Militanten sind seit dem 26. Juli mindestens 300 Personen getötet wurden. Agence France-Press gab die Zahl der Opfer mit mehr als 600 an. Unter den Getöteten soll auch der Stellvertreter der Gruppierung Boko Haram sein. Abubakar Schekau soll nach Polizeiangaben und Augenzeugenberichten unter den etwa 200 Personen sein, die bei einem nächtlichen Angriff der nigerianischen Armee in der Stadt Maiduguri erschossen wurden. Das Haus des Anführers der Gruppe, Muhammad Yussuf, wurde von der Armee ebenfalls bombardiert. Dieser soll mit 300 seiner Anhänger geflohen sein.

Nigerias Staatspräsident Umaru Yar’Adua hatte eine Niederschlagung der Angriffe befohlen. Brigadegeneral Chris Olukolade erklärte gegenüber der Presse, dass die Situation in Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, nun unter Kontrolle sei und die Militanten nur wenig Gegenwehr leisten würden. „Wir sichteten Dutzende der Mitglieder von Boko Haram auf der Flucht. Sie stoppten kurz, rasierten ihre Haare und Bärte und warfen ihre Dschellabayas weg [und tauschten sie] in T-Shirts und Jeans, bevor sie weitergingen“, berichtete Hamad Bulunkutu, ein Augenzeuge, gegenüber AFP.

Die Kämpfe waren am 26. Juli im nigerianischen Bundesstaat Bauchi ausgebrochen, wo mit Macheten, Messern und selbstgemachten Sprengkörpern bewaffnete Militante die Polizeistation und Regierungsangehörige in der Stadt angegriffen haben. Sie weiteten sich inzwischen auf mindestens vier Bundesstaaten aus. Die oft als nigerianische Taliban bezeichnete Gruppierung kämpft für die Einführung der Scharia im ganzen Land und verlangt die Abschaffung des säkularen Bildungssystems in Nigeria. Bislang gilt das islamische Recht nur in zwölf Bundesstaaten. Die 140 Millionen Einwohner des Landes sind fast gleichmäßig auf den überwiegend christlichen Süden und den weitgehend muslimischen Norden verteilt. 2001 waren mehr als 700 Personen bei religiösen Kämpfen in Jos getötet wurden, weitere 500 fielen 2004 Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen in Yelwa zum Opfer. 2008 sollen Polizisten und Soldaten mindestens 113 Menschen bei Unruhen zwischen Christen und Muslimen getötet haben, erklärte Human Rights Watch bei einer Anhörung. Die meisten davon seien junge, muslimische Männer gewesen.

In dem Hauptquartier von Boko Harami hatten sich etwa 1.000 Militante aufgehalten. Nach Angaben des Polizeisprechers Emmanuel Ojukwu befreiten Polizisten 187 Frauen und Kinder, die von den Islamisten in dem Lager festgehalten und von der Außenwelt abgeschirmt worden seien.

Durch die Kämpfe sind nach Angaben von Hilfsorganisationen mindestens 4.000 Menschen geflohen. Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon zeigte sich besorgt über den Gewaltausbruch.

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