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December 23, 2015

Deutsche Verteidigungsministerin nimmt syrischen Deserteur auf

Deutsche Verteidigungsministerin nimmt syrischen Deserteur auf

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Veröffentlicht: 12:11, 23. Dez. 2015 (CET)
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Ministerin Ursula von der Leyen will Vorbild sein

Hannover (Deutschland), 23.12.2015 – Als vorbildlich wird in den deutschen Medien dargestellt, dass die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen einen syrischen Flüchtling bei sich aufgenommen habe. Die Ministerin erklärte dazu: „Für meine Kinder ist es unglaublich lehrreich zu sehen, wie sehr er sich durchbeißen musste.“

Der heute 20jährige Mann aus Syrien hatte bereits im Jahr 2011 über den Reitsport Kontakt zu einer Tochter von der Leyens bekommen. Er stammt aus einer wohlhabenden Familie und stand vor der Wahl, in der Armee der syrischen Regierung oder bei den Rebellentruppen zu kämpfen. Schließlich hatte er sich Anfang 2014 aus der Hauptstadt Damaskus abgesetzt und war nach Deutschland gereist. Vorübergehend wohnte er im Hause der Ministerin bei Hannover. Ein Jahr später begann er mit einer Pilotenausbildung. Daneben betätigt er sich als Helfer in einer Asylunterkunft.

In vielen Ländern der Erde gelten Männer, die sich dem Kriegsdienst entziehen, als Deserteur. In Syrien haben sich schätzungsweise 70.000 Männer dem Wehrdienst entzogen. Präsident Assad erließ im Sommer dieses Jahres eine Amnestie, um die schwindende Kampfkraft zurückzugewinnen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Syrien

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July 6, 2013

Bürgerkrieg in Syrien: Mittlerweile 100.000 Tote

Bürgerkrieg in Syrien: Mittlerweile 100.000 Tote

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Veröffentlicht: 02:53, 06. Jul. 2013
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Zerstörter Straßenzug in Homs im April 2012

Syrien, 06.07.2013 – Im Bürgerkrieg in Syrien sind nach Angaben syrischer Menschenrechtler von März 2011 bis Juni 2013 bereits mehr als 100.000 Menschen gestorben. Wie die regimekritische Organisation syrischer Menschenrechtsbeobachter in London mitteilte, sollen davon 36.000 Zivilisten sein, darunter etwa 3.300 Frauen und 5.144 Kinder. Auf der Seite der Rebellen fielen auch 2.500 ausländische Kämpfer und 2.000 Überläufer der Regierungstruppen. Das Schicksal von mehr als 10.000 Gefangenen der Regierung sowie von mehreren Hundert Soldaten in der Hand der Rebellen ist ungeklärt.

Ähnliche Zahlen hatten die Vereinten Nationen (UNO) mitgeteilt. Nach Angaben der UNO von Ende April sollen in dem Konflikt bis dahin mindestens 93.000 Menschen gestorben sein, darunter 6.500 Kinder.

Seit März 2011 tobt in Syrien ein Konflikt zwischen Rebellen und Staatschef Baschar al-Assad, der sich mittlerweile zu einem Bürgerkrieg entwickelt hat. Die Truppen von Präsident Assad werden dabei inzwischen von Hisbollah-Milizen aus dem Libanon unterstützt und stehen für die schiitische Richtung des Islam, während die Rebellen mehrheitlich sunnitisch geprägt sind und von Katar und Saudi-Arabien unterstützt werden.

Die Verhandlungen der Russischen Föderation und der USA über Termin und Teilnehmer der geplanten Syrien-Friedenskonferenz waren erfolglos beendet worden, nachdem die Vertreter beider Staaten bei ihrem mehrstündigen Gespräch in Brunei keine Einigung erzielen konnten. Fest steht bis jetzt nur, dass eine Konferenz frühestens Ende August oder Anfang September abgehalten werden kann. Eine Einigung wurde aber bereits darüber erzielt, dass es unabhängig davon, wer militärisch die Oberhand in dem Konflikt gewinnt, eine Übergangsregierung geben soll.

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siehe auch: Portal:Syrien

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July 12, 2012

Russische Kriegsflotte nimmt Kurs auf Syrien

Russische Kriegsflotte nimmt Kurs auf Syrien

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Veröffentlicht: 14:37, 12. Jul. 2012 (CEST)
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Russisches Kriegsschiff Neustraschimij

Tartus (Syrien), 12.07.2012 – Russland schickt mehrere Kriegsschiffe in den Hafen der syrischen Stadt Tartus. Bei dieser Marinemission soll es angeblich nur um den Schutz von russischen Staatsbürgern auf dem einzigen Stützpunkt Russlands im gesamten Mittelmeerraum gehen.

Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, legte am Dienstag der U-Boot-Zerstörer „Admiral Tschabanenko“ vom Stützpunkt Seweromorsk, welcher sich in der Nähe der Stadt Murmansk befindet, aus ab. Der Stützpunkt Seweromorsk und die Stadt Murmansk befinden sich im Nordwesten Russlands. Der Zerstörer wird von drei Landungsschiffen begleitet, welche genügend Platz für eine große Anzahl an Soldaten bieten. Es sollen sich noch zwei weitere Schiffe, eines davon ist das Patrouillenschiff „Jaroslow Mudri“, der Flotte auf dem Weg ins Mittelmeer anschließen.

Interfax zitierte „militärisch-diplomatische“ Kreise, wonach die Marinemission „nicht mit der Verschlechterung der Lage in Syrien zusammenhängt“. Bei der Mission soll es lediglich um den Schutz von russischen Staatsangehörigen, welche sich auf dem einzigen russischen Stützpunkt im Mittelmeer befinden, gehen. Seit der Zeit der Sowjetunion ist Tartus ein Stützpunkt der russischen Marine und ist für Moskau von sehr großer strategischer Bedeutung. Russland gilt als enger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, welcher seit März 2011 Massenproteste in ganz Syrien blutig bekämpfen lässt. Laut der Opposition sollen seit Beginn der Kämpfe in Syrien mehr als 17.000 Menschen getötet worden sein.

Syrien geriet nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets in schwierige Auseinandersetzungen mit der türkischen Regierung. Am Montag wurde die russische Regierung von der syrischen Opposition dazu aufgefordert, alle Waffenlieferungen an Damaskus und damit an Assad einzustellen. Daraufhin wurde von russischen Beamten erklärt, dass Russland keine neuen Waffenverträge mit Syriens Regime abschließen werde, bis sich die Lage im Land stabilisiert hat.

Russland fordert eine Fortsetzung der Syrien-Konferenz, bei welcher sich die fünf UN-Vetomächte und Vertreter arabischer Länder im Juni auf Grundzüge eines politischen Übergangs in Syrien einigten. Wie Interfax berichtete, schlug Vize-Außenminister Michail Bogdanow vor, dass ein weiteres Treffen in Moskau organisiert werden könnte. Der syrische Nationalrat lehnt eine Übergangslösung ab, solange Assad nicht abdankt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Russland
  • Portal:Syrien
  • Portal:Türkei
  • Portal:Russisches Militärwesen

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June 20, 2011

Syrien: Assad verspricht „nationalen Dialog“

Syrien: Assad verspricht „nationalen Dialog“

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Veröffentlicht: 22:49, 20. Jun. 2011 (CEST)
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Baschar al-Assad, Präsident Syriens

Damaskus (Syrien), 20.06.2011 – In einer vielbeachteten Fernsehansprache an das syrische Volk kündigte Präsident Baschar al-Assad vor Anhängern in der Universität von Damaskus einen „nationalen Dialog“ an. Ein Komitee aus 100 Vertretern aller politischen Lager werde in den nächsten Tagen zusammentreffen, um Vorschläge auszuarbeiten, die in einigen Monaten vorliegen sollten. Assad stellte eine Verfassungsreform in Aussicht und deutete Änderungen am Wahlrecht und Lockerungen der Zensur der öffentlichen Medien an. Außerdem werde das Justizministerium nach den Worten Assads prüfen, ob die Amnestie für politische Gefangene, die in den letzten Wochen erlassen worden war, ausgeweitet werden könne. Zugleich machte Assad deutlich, dass er nicht daran denkt, die politische Kontrolle abzugeben. „Sabotage und Chaos“ werde er nicht dulden. Die Oppositionsbewegung in Syrien nannte er ein „Komplott“ und warf den Regimegegnern der Ortschaft Dschisr asch-Schughur ein „Massaker“ an Sicherheitskräften vor. Man müsse zwischen berechtigten Reforminteressen und dem Willen von „Saboteuren“ unterscheiden, die das Land ins Chaos stürzen wollten.

Die Protestbewegung in Syrien zeigte sich unbeeindruckt von der Erklärung Assads. Die Proteste gegen die Politik der Regierung gingen weiter. Am vergangenen Freitag hatten sich erneut Tausende Syrer zu öffentlichen Protesten auf den Straßen mehrerer großer Städte versammelt. Sicherheitskräfte sollen dabei 19 Demonstranten erschossen haben. Auch am Montag war es erneut zu Protestdemonstrationen gekommen.

Seit Wochen geht das syrische Regime mit brutaler Härte gegen den um sich greifenden Widerstand gegen die Herrschaft des Assad-Clans vor. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden in den vergangenen Wochen in Syrien mindestens 1.300 Zivilisten von Sicherheitskräften getötet und 10.000 Menschen festgenommen.

Vertreter der Europäischen Union reagierten enttäuscht auf die Rede Assads. Die EU-Außenminister bereiten eine Verschärfung der Sanktionen gegen Syrien und seine Repräsentanten vor. Der russische Präsident Dmitri Medwedew erklärte, seine Regierung werde eine entsprechende UN-Resolution im Sicherheitsrat nicht unterstützen.

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May 7, 2011

Syrien: Panzer rollen in Baniyas ein

Syrien: Panzer rollen in Baniyas ein – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Syrien: Panzer rollen in Baniyas ein

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Veröffentlicht: 17:19, 7. Mai 2011 (CEST)
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Hochburgen des Protestes in Syrien

Baniyas (Syrien), 07.05.2011 – Panzer der syrischen Armee drangen am Morgen in die Küstenstadt Baniyas ein. Die Stadt gilt als eine Hochburg des Protestes gegen das Regime von Baschar al-Assad. Das berichten mehrere Nachrichtenmedien. AFP zufolge hätten Einwohner der Stadt menschliche Schutzschilde gebildet, um die Armee davon abzuhalten, in die vowiegend von Sunniten bewohnten Stadtteile vorzudringen. Die Stadtteile mit alawitischer Bevölkerung waren nicht betroffen. Die alawitische Minderheit, der auch der Präsident al-Assad angehört, ist die Machtbasis des syrischen Regimes.

Kommunikationsverbindungen und die Stromversorgung in der Stadt wurden unterbrochen. Die Stadt wird bereits seit mindestens einer Woche von der Armee belagert. Nach den Freitagsgebeten war es in Syrien erneut zu Massenprotesten gekommen. Sicherheitskräfte und Scharfschützen schossen mit scharfer Munition auf die Demonstranten. Laut Menschenrechtsaktivisten wurden dabei gestern 27 Demonstranten getötet.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Revolte in Syrien 2011“.

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  • Portal:Syrien

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April 29, 2011

Syrien: Regimegegner trotzen Demonstrationsverbot

Syrien: Regimegegner trotzen Demonstrationsverbot

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Veröffentlicht: 19:58, 29. Apr. 2011 (CEST)
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Damaskus (Syrien), 29.04.2011 – Trotz einer vom syrischen Innenministerium ausgegebenen Warnung demonstrierten auch am heutigen Freitag zehntausende Syrer auf den Straßen von Damaskus, Latakia und Homs für demokratische Reformen. Parolen wie „Das Volk will den Sturz des Regimes“, „Gott ist groß“ und „Gott, Syrien, Freiheit und sonst nichts“ wurden gerufen.

Die Demonstranten bekundeten ihre Solidarität mit den Bewohnern der im Süden gelegenen Stadt Dar’a, die als Hochburg der Protestbewegung gegen die Herrschaft des Präsidenten Baschar al-Assad gilt. Am Dienstag war die syrische Armee mit Panzern in die Stadt eingerückt. Die Grenze zu Jordanien war abgeriegelt worden. Die Armee geht in Dar’a laut Medienberichten massiv gegen Regimegegner vor. Ein Anwohner sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: „Sie schießen auf dich, sobald du das Haus verlässt.“ In Dar’a wurde offenbar auch am heutigen Freitag gezielt auf demonstrierende Menschen geschossen.

In der Hauptstadt Damaskus ging die Republikanischen Garde gegen die Demonstranten vor. Reuters berichtet, die Soldaten der Republikanischen Garde führen in Fahrzeugen durch die Stadt, die mit Maschinengewehren ausgerüstet seien. Soldaten in Kampfanzügen bezögen an strategischen Punkten der Stadt Stellung. Telekommunikations- und Stromleitungen von Damaskus wurden unterbrochen.

Die islamistische Muslimbruderschaft stellte sich laut Reuters in einer Erklärung erstmals öffentlich hinter die Demonstranten: „Lasst nicht zu, dass das Regime Eure Mitbürger bedrängt. […] Stimmt ein in den Gesang für Frieden und Würde. Erlaubt nicht, dass der Tyrann euch unterjocht. Gott ist groß.“

Wie Tirol online berichtet, veröffentlichte eine Gruppe von 150 Aktivisten aus Syrien sowie etwa zwei Dutzend Exil-Syrer eine Erklärung mit dem Titel „Vorschlag für einen nationalen Wandel und einen sicheren Weg zur Demokratie in Syrien“ vor, in der sie sich an die regierende Baath-Partei mit Forderungen nach Respekt für die Menschenrechte und Meinungsfreiheit richten. Die Unterzeichner fordern eine neue Verfassung, eine Reform der Justizbehörden, die sie für korrupt halten und eine echte Gewaltenteilung im Staat.

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April 26, 2011

Syrien: Gewalt und Massenverhaftungen – Armee schickt Panzer nach Dar\’a

Syrien: Gewalt und Massenverhaftungen – Armee schickt Panzer nach Dar’a

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Veröffentlicht: 17:56, 26. Apr. 2011 (CEST)
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Damaskus / Dar’a (Syrien), 26.04.2011 – Die Regierung Syriens geht trotz starker Kritik aus dem Ausland weiter gegen die Protestbewegung im Land vor. Am heutigen Dienstag berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana, dass die Armee „auf Wunsch der Bewohner“ in die Stadt Dar’a einmarschiert sei. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten handelt es sich um 3.000 Sicherheitskräfte, die von Panzern unterstützt in die Stadt einrückten. Die Grenze zu Jordanien wurde nach jordanischen Angaben abgeriegelt.

Dar’a und die umliegenden Regionen sind die Hochburgen der Protestbewegung. Laut Berichten der Regierungsgegner sind bei dem Einmarsch mit Scharfschützen und Panzern 20 Zivilisten getötet worden. Andere Berichte sprechen von bis zu 39 Toten. Demonstranten berichten weiter, auf Dächern postierte Polizisten und Scharfschützen hätten „ohne ersichtlichen Grund“ in die Menge geschossen. Neben Dar’a sollen auch weitere syrische Städte vom Militär eingekesselt worden sein. Es wird von Artilleriefeuer auf die Städte berichtet.

Der arabische Sender al-Arabiya berichtet, fünf Offiziere und zehn Soldaten hätten den Befehl verweigert, auf Einwohner zu schießen. Die meisten ausländischen Journalisten wurden aus dem Land ausgewiesen, so dass eine unabhängige Berichterstattung aus Syrien zurzeit nicht möglich ist.

Das US-Außenministerium hat indes seine Botschafter aus Syrien teilweise abgezogen. Die Arbeit der Botschaft werde trotzdem soweit möglich fortgesetzt, hieß es. Auch Staatsbürgern der USA wurde empfohlen, das Land vorerst zu verlassen. Außerdem erwäge man Sanktionen und weitere Optionen, um die Gewalt des Regimes zu stoppen.

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April 23, 2011

Freitags-Demo in Syrien: Assad-Regime richtete unter Demonstranten wahres Massaker an

Freitags-Demo in Syrien: Assad-Regime richtete unter Demonstranten wahres Massaker an

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Veröffentlicht: 17:00, 23. Apr. 2011 (CEST)
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Damaskus (Syrien), 23.04.2011 – Die Zahl der Toten bei der Freitags-Demonstration am Karfreitag in Syrien (Wikinews berichtete) wurde heute wesentlich nach oben korrigiert. Die Deutsche Presse-Agentur meldet heute 112 getötete Demonstranten. Die Agentur beruft sich dabei auf Webseiten der Oppositionsbewegung in Syrien, auf denen entsprechende Listen veröffentlicht wurden. Andere Meldungen gehen von „mindestens 88 Menschen“ aus, die Opfer des Polizeieinsatzes in Syrien geworden sind. Viele Tote gehen offenbar auf das Konto von Scharfschützen des Sicherheitsapparats, die aus dem Hinterhalt, zum Beispiel von Dächern auf die Demonstranten schossen. dpa meldet allein 47 Tote aus dem Großraum Damaskus sowie 31 aus Asraa und 27 in Hama. Außerdem sollen hunderte Demonstranten durch die Schüsse verletzt worden sein.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und der US-Präsident Barack Obama kritisierten das Vorgehen der Machthaber in Syrien.

Auch am Samstag gingen wieder Zehntausende von Syrern auf die Straße um das Ende des Regimes von Baschar al-Assad zu fordern.

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April 22, 2011

Syrien: Ausnahmezustand per Dekret aufgehoben

Syrien: Ausnahmezustand per Dekret aufgehoben

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Veröffentlicht: 12:53, 22. Apr. 2011 (CEST)
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Baschar al-Assad

Damaskus (Syrien), 22.04.2011 – Der syrische Präsident Baschar al-Assad hob am Donnerstag den seit 1963 geltenden Ausnahmezustand auf. Das damals beschlossene Notstandsgesetz schränkte wesentliche Bürgerrechte, wie das Demonstrations- und Versammlungsrecht ein. Festnahmen von Personen durch Sicherheitskräfte waren jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich.

Assad erfüllt damit eine wesentliche Forderung der Demokratiebewegung in dem Land. Bei den landesweiten Protesten der letzten Wochen gegen die autokratische Führung des Landes waren nach Angaben von Amnesty International mindestens 200 Menschen getötet worden. Mit dem Dekret kam Assad zugleich dem Parlament zuvor, das ursprünglich Anfang Mai einen entsprechenden Beschluss fassen sollte.

Auch die Gerichte für die Staatssicherheit sollen aufgelöst werden. Die Änderungen treten mit Beginn der kommenden Woche in Kraft. Die politische Opposition in Syrien erklärte, die Zugeständnisse gingen nicht weit genug. Sie verlangen ein Ende der Alleinherrschaft durch die Baath-Partei des Präsidenten. Oppositionelle Kräfte kündigten an, am kommenden Freitag erneut zu Massendemonstrationen durch die Straßen des Landes zu ziehen.

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Erneut Massenproteste in Syrien: Mindestens 10 Tote

Erneut Massenproteste in Syrien: Mindestens 10 Tote

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Veröffentlicht: 20:14, 22. Apr. 2011 (CEST)
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Damaskus (Syrien), 22.04.2011 – Trotz der gestern verkündeten Aufhebung des Ausnahmezustandes zum Beginn der kommenden Woche gingen syrische Sicherheitskräfte am heutigen Freitag erneut mit dem Einsatz von Tränengas und scharfer Munition gegen demonstrierende Regierungsgegner vor. Laut Medienberichten sollen in Homs auch Scharfschützen von Dächern aus auf die demonstrierenden Menschenmassen geschossen haben. Insgesamt sollen laut Medienberichten mindestens 10 Menschen getötet worden sein. Andere Berichte sprechen von mindestens 16 Toten. Dutzende Menschen wurden durch Schüsse verletzt. Nach dem Freitagsgebet waren zehntausende Menschen auf die Straßen gegangen. Demonstrationsaufrufe waren unter anderem via Facebook verbreitet worden.

Bei den bisher größten Demonstrationen in der Hauptstadt Damaskus, Dar’a, Homs und weiteren Städten wurde das Ende des Regimes von Präsident Baschar al-Assad gefordert. Außerdem forderten die Demonstranten die Freilassung aller politischen Gefangenen.

Die aus Syrien kommenden Informationen können zum großen Teil nicht überprüft werden, da ausländische Journalisten nicht aus dem Land berichten dürfen. Auch Telefon, Internet und Handynetze stehen teilweise nicht zur Verfügung.

Am gestrigen Donnerstag hatte Präsident Assad die Aufhebung des seit 1963 geltenden Ausnahmezustandes in Aussicht gestellt. Ein entsprechendes Dekret soll am kommenden Montag in Kraft treten.

Seit dem Beginn der Proteste in Syrien vor rund vier Wochen sind bereits 250 Menschen durch das Einschreiten von Sicherheitskräften ums Leben gekommen. Hunderte wurden verletzt oder verhaftet.

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